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Full text of "Grammatik der Septuaginta : Laut- und Wortlehre"




't,/.l\ ;.» 






Grammatik der Septuaginta 



Laut- und Wortlehre 



von 



Dr. Robert Helbing 

Professor am Mädcliengymnasium in Karlsruhe. 







f/ 



Gotttngen 

Tandcnboech und RupreAt 

1907- 



UiÜT.-Bacbdnickerel von K. A. Hotb. OOttingen. 



Einleitung. 

Ein Hauptziel, dem die Septiiagintaforschuiig nachzustreben Ziel der vor- 
hat, ist die bestmöglichste Wiederherstellung des ursprünglichen '^^^'j^ej" 
Textes. Diese Rekonstruktion hat zwei Seiten, die sachliche und 
die sprachliche. Bekanntlich ist d ie sachliche Wiederherstellung, 
d. h. die Gewinnung des griechischen Urtextes seinem Inhalt nach, 
woraus man dann auf die den LXX vorliegende hebräische Text- 
gestalt • Schlüsse ziehen könnte , durch die Vermischung des 
einstigen Originals mit hexaplarischen, lucianischen und hesychi- 
schen Lesarten sehr e rschwert Ja man wird schließlich höchstens 
die dem Origenes vorliegende Ausgabe der LXX wieder ermitteln 
können, da vor ihm schon verschiedene Rezensionen im Umlauf 
waren, was er in Matth. XV 14 selbst bezeugt. Einstweilen 
w^erden wir als sachliche Unterlage den Kodex B (Vaticanus) be- 
nützen müssen, da er nach bisheriger Erforschung von späteren 
sachlichen Zutaten oder Korrekturen relativ am freiesten ist. Diese 
Handschrift liegt auch den neueren Gesamtausgaben der LXX 
zu gründe, so der von Tischendorf -Nestle und der englischen von 
Swete, nach der ich zitiere, ebenso auch der aller neuesten, großen 
Cambridger Ausgabe, die eben im Erscheinen begriffen ist. Noch 
gibt es keme sogenannte philologische oder kritische Ausgabe der 
Septuaginta, die neben der sachlichen Kritik auch die sprachliche 
in den Bereich ihrer Betrachtung zieht. Ein Blick nämlich in 
die Varianten, die sich im Sw^eteschen Apparat vorfinden, genügt 
um zu sehen, daß die Kodices auch bei sachlicher Gleichheit sehr 
häufig sprachlich in Laut-Formenlehre und Syntax auseinander- 
gehen. Es drängt sich vor allen Dingen heute, wo wir in der 
Lage sind, durch die Pap}Ti eine Kontrolle auszuüben, die inter- 
essante Frage auf, welche der verschieden überlieferten Sprach - 
formen am ehesten für die Ptolemäerzeit möglich ist. »^ Zu dieser 
sprachlichen Rekonstruktion, mit der sich eine künftige, kritische 
Ausgabe der LXX mibedingt befassen muß, möge vorliegendes 
Buch Bausteine liefern. Zugleich sollen überhaupt die Septuaginta, 



n Einleitung. 

als eine der vornehmsten Quellen für die Koivi^ erschlossen und 
mitten in die Reihe der übrigen Denkmäler des Yulgärgriechischen 
hineingestellt worden. 
Bisherige Er- Bisher ist wenig für die Erforschung der Sprache des griechi- 

s'limch"^ der ^^^^^ ^^ geschehen. Einen ti-ef fliehen Anfang machte allerdings 
LXX. schon Sturz im Jahre 1808 mit seinem Buch »de dialecto Alexan- 
drina et Macedonica<s. Auf grund dos Kodex Alexandrinus, auch 
anderer MS, wie des Psaltorium Turicense, trug er allerhand Inter- 
essantes aus der Lautlehre, aber auch aus der Formenlehre und 
Loxikographie zusammen und berücksichtigte dabei, was für seine 
Zeit sehr achtungswert ist, auch schon Inschriften. Stm'z aber 
blieb lange der einzige. 1841 erschien sodann Thiersch, de Penta- 
teuchi versione Alexandrina, wo sogar die Turiner Papyri heran- 
gezogen werden. A Um die gleiche Zeit erschienen Frankeis Vor- 
studien zu der Septuaginta, die ebenfalls grannnatische Bemer- 
kinigen enthalten. Wieder folgt eine große Pause, und erst aus 
neuester Zeit stammen einige, allerdings teilweise recht skizzen- 
hafte Darlegungen der Sprache der LXX. Dahin gehören Härtung, 
Septuaginta-Studien, Bamberg 1886, wo indes fast nur lexikalisches 
Material geboten ^\ärd, sodann Swete, Introduction to the old testa- 
ment in Greek, Cambridge 1902, worin man sich sonst über alle 
die LXX betreffenden Fragen vorzüglich orientieren kann, jedoch 
ist Kapitel IV, wo er über die Sprache handelt, nicht ganz ein- 
wandfrei. Die neueste Darlegung der Sprache der LXX, die sich 
aber doch nur mit den wichtigsten Punkten befaßt und keine 
kritischen Ergebnisse liefert, ist Conybeare and Stock, Selections 
from the Septuagint, Boston 1905, wo in der Einleitung den 
sprachlichen Phänomenen ein längerer Abschnitt gewidmet ist. 
Drei andere in fremder Zunge geschriebene Werke sind mir leider 
unzugänglich geblieben; nämlich Korsmiskij, die Übersetzung der 
Septuaginta, ihre Bedeutung in der Geschichte der griechischen 
Sjjrache und Literatur, Sergiev-Posad 1898 (russisch), worin der 
Verfasser nach einer dankenswerten Mitteilung von Herrn Professor 
Dr. Kurtz in Riga an mich in dem großen Abschnitt S. 119 — 644 
besonders auch den Spuren des sprachlichen und literarischen 
Einflusses der LXX auf verschiedene vorchristliche und christliche 
Denkmäler des griechischen Schrifttums nachgeht, ferner Podlaha, 
griechische Übersetzungen der heiligen Schrift, Progr. des Staats- 
gymnasiums von Prag-Neustadt, 1896 und 1897 (szechisch). Ebenso 
koimte ich trotz wiederholter Bemühungen Apostolides, Du Grec 



Einleitung. III 

alexandrin et de ses rapports avec le Grec ancien et le Grec 
moderne, Alexandrie 1892, nicht einsehen. Schließlich kommt 
noch, aber mehr für die Syntax und die Art, wie die LXX über- 
setzen, Konstantiims Oekonomos Tteql tcov o tQf^rjvevTiov (1849) in 
Betracht, ein Buch, das fast verschollen ist, sich aber z. B. im 
Besitz von Nestle in Maulbronn befindet, wo ich es zu Gesicht 
bekam. Natürlich ist in verschiedenen neueren Werken über Papyri, 
Inschriften etc., die unten im Abkürzungsverzeichnis naher zitiert 
werden, oft auf die LXX Bezug genommen. Für Lexikalisches 
s. noch die treffliche Abhandlung von Anz im Abkürzungs -Ver- 
zeichnis Seite XIV. 

Es ist ein unbestreitbares, glänzendes Verdienst des Heidel- l>ie sog. bibli- 
berger Theologen AdoK Deissmann, daß er die Zeichen der Zeit 
erkannte und die Sprache des neuen Testaments, sowie der LXX 
zu den Papyri und Inschriften, aber auch zur hellenistischen Literatur- 
sprache in Beziehung setzte, vergl. besonders die unten näher be- 
zeichneten Bibelstudien dieses Forschers, sowie seine verschiedenen 
Berichte über die Sprache der griechischen Bibel in der Theologi- 
schen Rundschau, so 1897/98, 463 sq.; 1902, 58 sq.; 1906, 210sq.^ 
Ferner ist beachtenswert sein Vortrag über die sprachliche Er- 
forschung der griechischen Bibel in den Vorträgen der theologischen 
Konferenz zu Gießen, XII. Folge, 1898, sodann der Artikel »Helle- 
nistisches Griechisch« in Herzog-Haucks Real-Enkyklopädie für 
protestantische Theologie und Kirche, 3. Aufl. VII 627 sq. Durch 
Deissmanns Forschungen wurde die Sprache der griechischen Bibel 
aus ihrer Isolieriing, in der sie sich Jahrzehnte lang befand, heraus- 
gehoben und uns gezeigt, daß die Verfasser des NT, sowie die 
LXX als Männer des Volkes in der Sprache ihrer Umgebung, 
d. h. eben in der KoLvri, zu uns reden. Nächst Deissmann sind 
bedeutsam die Darlegungen Thumbs über die sprachgeschichtliche 
Stellung des biblischen Griechisch in seinem mit Recht geschätzten 
Buche über die griechische Sprache im Zeitalter des Hellenismus, 
sowie in seinem Straßburger Vortrag, Theolog. Rmidschau 1902, 
85 sq. Der Sonderbegriff einer biblischen Gräzität, die ihre eigenen 
Wege geht unabhängig von der Welt, die sie umgibt, ist damit 
mindestens m Frage gestellt, ja er kann sogar bereits als über- 
wunden gelten. 

Für die Erforschung der Sprache der LXX hat die Methode 
nun zweierlei zu beachten : Erstens sind die LXX eine Übersetzung, 
zweitens schreiben sie die Sprache ihrer Zeit, also die Koivi^. 

Helbing, Septnaginta-Gramm. II 



rV" Einleitung. 

Die Hebrais- Der ei*ste Puiikt kommt vorwiegend bei der Syntax in Betracht, 

inen rage. ^^^ -^1^ behalte mir vor, daselbst in besonderer Einleitung die bis- 
herige Behandlung der Hebraismenfrage zu erörteni. Ich möchte 
jedoch hier nicht verschweigen, daß einer der letzten Reste, die 
Thumb noch als Semitismen durchgehen läßt, nämlich TtgooriOirai 
c. inf. fiu' das hebräische b 5]Di*i mit Infinitiv «= »foiixlauernd, 
weiter«, doch wohl im Hinblick auf Pseudo-Kallisthenes II 41 
(Schluß) oi'/Jri o^v 7iQ00ed^uii]v advvaia iTtix^iQeiv als gut griechi- 
sche Konsti'uktion gelten darf, die vielleicht auch dm*ch P. Grenf. 
I 53, 29 (Brief aus byzant. Zeit) weiterhin als vulgär bestätigt 
wird, vergl. Crönert, zur Kritik der Pap}Tustexte in den Studien 
zur Paläographie und Papyruskunde von Wessely, Bd. IV 
pg. 3. Daß die LXX diese Konstruktion sehr häufig haben, 
])eniht eben auf der mechanischen Nachahmung des Ori- 
ginals. Auf diese Weise läßt sich die Semitismenfrage vielfach 
lösen, so z. B. auch bei der Wiederholung des Demonstrativs nach 
dem Relativum, die bisher aus Herodot und Hyperides übrigens 
schon bekannt war, s. Blass, Grammatik des neutestamentlichen 
Griechisch, 2. Aufl., 178. Sie war gewiß vulgär und häufiger, als 
mau glaubt, s. P. Oxy. I 117 (Brief II III'^) €^ wv öcoaeig xoiq 
Tzaiöioig aov ev 6| aiTwv. Auch hier erklärt sich die Häufigkeit 
der Anwendung einfach aus der sklavischen Nachübersetzung des 
Urtextes. Die sog. nota relationis (m'sprünglich Demonstrativum) 
mzJN wurde mit dem ßelativpronomen wiedergegeben, das folgende 
zurücts-erweisende Pronomen dann für sich noch einmal übersetzt. 
Es werden, soweit ich bis jetzt übersehen kann, wenig syntaktische 
Hebraismen übrig bleiben. Doch will ich weiter nicht vorgreifen 
und nur noch bemerken, daß mit der Lösung der Hebraismenfi'age 
bei den LXX gleichzeitig auch der Erforschung der Sprache des 
NT ein Dienst erwiesen wird. Für die LXX handelt es sich in 
letzter Linie um die Frage, ob dem hellenistischen Leser die Über- 
setzung unverständlich war. 
Die Koivri. Was die zweite Frage betrifft, auf die die sprachliche Er- 

forschung der LXX zu achten hat, so wird es nötig sein, daß ich 
meine Anschauung über Begriff, Entstehung und Wesen der Koivrj 
darlege. Denn auf dieser Anschauung beruht natürlich im Fol- 
genden die Beurteilung der einzelnen Phänomene, 
a) Begriff und L^nter dem Namen Koivr^ verstehen wir am Besten (s. Wit- 

Quellen. j^Q-y^j^j^i^ Bericht über die Literatur zur Koiv^ aus den Jahren 
1S98— 1902, Jahresb. der klass. Altertumswissenschaft 1905, Bd. 120, 



Einleitung. V 

Seite 163) mit Hatziciakis, Thumb, Deissmann u. a. die gesamte 
mündliche mul schriftliche Sprachentwicklmig der hellenistischeu 
Zeit. Die Koivrj ist die griechische Welt- oder Gemeinsprache 
und stellt uns die zweite Periode der griechischen Sprachentwick- 
lung dar, d. h. die Periode der Spracheinheit, während die erste 
Periode vor Alexander dem Großen die des Sonderlebens der 
Dialekte ist. Innerhalb der Koivt] haben wir demgemäß nach der 
von uns gebilligten Begriffsbestimmung zunächst zwei Schichten 
zu unterscheiden, die Schrift- und die Umgangssprache. Da die 
Schriftsteller der hellenistischen Zeit eine Mischmig zwischen der 
lebendigen Umgangssprache und der Sprache attischer Muster 
zeigen, so daß ihnen also etwas Künstliches anhaftet, so müssen 
sie bei der Frage nach der Entstehung und dem Wesen der KoLvrj 
hinter den Quellen zurückstehen, in denen uns die Volkssprache am 
lautersten entgegentritt. Die reinsten Koivij-T)enkm3i\er, innerhalb 
deren es natürlich auch wieder Nuancen gibt (cf. Thumb, Archiv 
für Papyrusforschung II 398) sind für uns die Pap}Ti und Ostraka, 
in zweiter Linie die Inschriften, die sich als offizielle Denkmäler 
der Schriftsprache oft sehr nähern. In die Reihe dieser Quellen 
sind die LXX, das NT und die davon abhängige volkstümliche, 
christhche Literatm' einzuordnen. 

Ein unbefangenes Studium der genannten Quellen ergibt nun, b) Entstehung, 
daß uns in ihnen im Gnmde kein anderes Griechisch vorliegt als 
das Attische. Das Deklinations- und Konjugationssystem, die 
Kontraktionsgesetze, sowie eine Menge von Einzelheiten zeigen 
deutlich den jetzt fast allgemein (s. Witkowski 170 sq.) zugegebenen 
attischen Grundcharakter. Wie konnte es auch anders sein? Die 
Entwicklung der sprachlichen Verhältnisse mußte sich mit der 
politischen mid kulturellen Entwicklmig Griechenlands aufs engste 
verknüpfen. Im V. Jahrhundert lag in Attika nach den Rulimes- 
tagen von Marathon und Salamis der Schwerpunkt des politischen 
und kultm-eUen Lebens füi* ganz Griechenland. Athen wurde tat- 
sächlich, wie Perikles sagt, der in der Seele seines Volkes lesen konnte 
wie kein anderer und die geschichtliche Bestimmung seiner Heimat 
frühzeitig erkannte, die nalöevotg Trjg '^EXlaSog in jeder Beziehung. 
Der attische Seebund und die politische, wie geistige Hegemonie 
in Griechenland waren für die Athener der Siegespreis nach dem 
gewaltigen Eingen mit der Barbareimaacht. Der Bund umfaßte 
den Kranz des ägäischen Meeres und machte es zu einer attischen 
See. Die offizielle Bundessprache war, wie wir dies aus Inschriften 

II* 



VI Eiyileüimg. 

des Bundesgebiets außerhalb Attikas wissen, die des führenden 
Staates, die Sprache der attischen Staatskanzlei, zumal in der Zeit 
des Perikles, als aus dem attischen Seebund eine attische See- 
herrschaft wurde. Außerdem wurde die attische Volkssprache durch 
die Kaufleute, Seesoldaten und Klenichen in die Ferne getragen. 
Beide Umstände verbreiteten den attischen Dialekt weit über seine 
ui*sprünglichen Grenzen hinaus. Selbstverständlich konnte es dabei 
nicht ausbleiben, daß das Attische nun auch infolge des großen 
Verkehrs, der sich im Becken des ägäischen Meeres anbahnte, 
seinei-seits durch andere Dialekte beeinflußt wurde. Im attischen 
Seebund waren die ionischen Stammesbrüder das bedeutsamste 
Element neben den Athenern. Es ist ganz erklärlich, wenn ihr 
Idiom auf die Sprache der letzteren eine Wirkung ausübte, die 
schließlich in einigen Einzelheiten so tief ging, daß sich ihr sogar 
die klassische Literaturprosa eines Plato und Xenophon nicht ent- 
ziehen konnte. Vermischung des Attischen mit dem Ionischen 
zeigen in der Tat Inschriften, so z. B. der Vertrag zwischen König 
Amyntas und den Chalkidiern (c. 389 '^j, wo neben ixtcig Ma/.eöovlrig 
u. andere lonismen vorkommen (s. Thumb, die Griechische Sprache 
im Zeitalter des Hellenismus, Straßb. 1901, pg. 236). Ja schon 
Pseudo-Xenophon vom Staat der Athener II 8, eine Schrift, die 
etwa ins Jahr 420 gehört, bezeugt uns für Athen die Sprachmischung. 
Dort handelt es sich um die Volkssprache, nicht etwa um die 
Literatm'sprache, und der ganzen Sachlage nach wird der Verfasser 
der genannten Schrift vor allem den Einfluß des Ionischen im Auge 
haben, während das Dorische entschieden weniger in Betracht konmat. 
Hauptsächlich übte der Wortschatz der lonier eine Wirkung auf 
das Attische aus. Einzelne Wörter werden eben beim Verkehr 
viel leichter übernommen als etwa verschiedene Flexionsart u. dergl. 
(s. Thumb 234). Dabei braucht man durchaus nicht anzunehmen, 
daß die lonismen in der attischen Volkssprache so überaus zahl- 
reich waren. Jedenfalls aber war schon im V. Jahrhundert das 
Attische ionisch gefärbt, und diese Sprache ist bereits, wenn auch 
auf engerem Raum, eine ytoivij öidleycTog, die die Grundlage zur 
Weltsprache des Ostens, zur Koivij im weiteren Sinne, bildet. 
Alexander und seine Makedonen nahmen diese Sprache nach Asien 
mit. Auf dem Boden der Weltmonarchie, die der große König 
auf kurzer Laufbahn durch seine Heldenzüge schuf, erwuchsen dann 
die hellenistischen Reiche der Ptolemäer, Seleukiden etc. Die 
offizielle Sprache dieser Reiche konnte natürlich nm* das Idiom 



Einleitung. YII 

sein, das ihi'e Dynastieen aus der Heimat mitbrachten, also jenes 
Attisch, das durchs Ionische hindurchgegangen war. In diesem 
Augenbhck beginnt die Entwickhing der eigenthchen KoLvij als 
Weltsprache. 

AVill man das Wesen dieser neuen Sprache begreifen, so muß c) Wesen, 
man wiederum vom Begriff und von der Entstehung ausgehen. 
Oben legten wir dar, die Kmvri sei die allgemeine Verkehrs- und 
Weltsprache. Der tägliche Gebrauch mußte es mit sich bringen, 
daß ihr ein Streben nach Ausgleichung und Vereinfachmig innc 
wohnte, wie wir dies ja auch sonst bei andern auf breitem Raum 
gesprochenen Sprachen finden. Diese Tendenz zur Uniformiermig 
ist in vielen Einzelheiten sehr evident. So sucht die Kocvri die 
Kategorie der Zweiheit zu beseitigen ; der Optativ muß neben dem 
Konjunktiv weichen, der Superlativ neben dem Komparativ, der 
Aorist II Passiv ist im Vordringen begriffen gegenüber dem Aorist I, 
umgekehrt im Aktiv der sigmatische Aorist gegenüber dem sog. 
starken; wo in der Tempusreihe verschiedene Stämme neben ein- 
ander bestehen, sucht sich einer zur Geltung zu bringen, vergl. 
Aorist h'tf.i7ioa für eveii-ia, eyd[.ir]oa für eyrif.ia\ unnötig scheinendes 
Augment fällt fort, s. tooa = twaa; vergl. endlich Erscheinungen 
wie ldiOAai.ieVj idwYMTS u. vieles andere. Zum Ausgleichmigs- und 
Vereinfachungsprinzip tritt in einigen Fällen noch das Prinzip der 
Deutlichkeit, das namentlich in der Orthographie hervortritt, wo 
man Worte und Wortelemente isolierte und deshalb eine Abneigung 
gegen Elision, Krasis und Assimilation an den Tag legte. Da 
nach miserer Darlegung die Grmidlage der Koiv^ das Attische 
bildet, so lohnt sich häufig eine Prüfung, ob die KoLviq die oder jene Er- 
scheinung oder wenigstens die Tendenz dazu schon aus der Heimat 
mitgebracht hat. Thumb 207 sq. hat 7 Erscheinungen festgestellt, 
die die Kolvt^ mit der attischen Volkssprache teilt, und er stützt 
sich dabei vor allem auf die von Kretschmer untersuchten attischen 
Vaseninschriften, sowie auch auf die Fluchtafeln. Mit Recht betont 
Mayser, Grammatik der griechischen Papyri aus der Ptolemäer- 
zeit 2 sq., daß diese Erscheinungen auch anderwärts vorkommen 
oder als zu vereinzelt nicht genug Beweiskraft besitzen. Ich möchte 
dem beifügen, daß Vaseninschriften und Fluchtafeln in der Regel 
undatiert sind und ihrer größeren Anzahl nach sicher aus einer 
Zeit stammen, wo das Attische selber seinerseits wieder durch die 
draußen sich weiter entwickelnde Koivri beeinflußt wm*de. Denn 
etwa seit 250 ist die Könisierimg des Attischen deutlich bemerkbar, 



YIII Fjinleitu7ig. 

• » 

WOZU die Heri*schaft der Lagiden im Agäischen Meer sicher ihr gut 
Teil beitrug. Aber icli glaube, wir haben noch ein anderes Mittel, 
das uns den Zusammenhang der Koivri mit der attischen Volks- 
sprache beweisen kann. Dieses Mittel ist die attische Komödie. 
Die Figm'en dieser Dichtungsgattung, die eine echt attische Pflanze 
war, sprechen als atlienische Spießbürger in der Sprache des Volkes, 
vcrgl. auch Wilamowitz, Verhandlungen der 32. Philologen- Ver- 
sammlung zu Wiesbaden 1877, pg. 38. AVir können dabei bis 
gegen 250, wo die Könisierung des Attischen beginnt, herabgehen 
luid werden auch bedenken, daß eine Erscheinung, die z. B. durch 
die Komödie imi 300 belegt ist, doch wohl schon geraume Zeit 
vorher vorhanden war. Ein Vergleich vor allem des Wortschatzes 
der LXX mit der attischen Komödie ergab den deutlichen Zu- 
sammenhang zwischen Koivrj und attischer Volkssprache. Da ferner 
die Koivtj als Weltsprache schließlich allen griechischen Stämmen 
gemeinsam diente, so muß man schon a priori ohne Weiteres an- 
nehmen, daß sie unter Wahrung ihres attischen Grundcharakters 
nicht olme Beeinflussmig seitens der anderen Dialekte geblieben ist. 
AVenn schon das Attische einst auf engerem Raum durchs Ionische 
hindurchgegangen war, wie sollte mau denn annehmen können, daß 
bei dem gi'oßen Weltverkehr nach Alexander dem Großen die neue 
Sprache weiterhin unberührt blieb und der Einfluß des Ionischen 
plötzlich aufhörte? Das Aufspüren von Dialektismen hat jedoch 
bekanntlich zu der extremen Anschauung Kretschmers (Entstehung 
der Koivij, Sitzungsber. der Wiener Ak., ßd. 143, 1900) geführt, 
als sei die KoLvij eine bunte Mischung fast sämtlicher Dialekte, 
worin das Attische selbst eben nui' die Rolle eines solchen spielt 
und nur durch ein oder höchstens zwei wichtige Elemente vertreten 
ist. Doch fand diese Anschauung wenig Billigung, s. Witkowski 
180 sq. Aber gänzlich wird heute niemand mehr den Einfluß der 
Dialekte, besonders des ionischen, der ein weiteres Gebiet beherrschte, 
leugnen woUen. Immerhin ist bei der Annahme von dialektischen 
Residuen Vorsicht geboten, und so lange nicht bei einzelnen Er- 
scheiimngen ganz zwingende Gründe die Annalune dialektischen 
Einflusses nahe legen', wird man gut tun, solche Fälle lieber 
aus der Morphologie der Kolvttj selbst zu erklären. Warum sollte 
es auch nicht möglich sein, daß auf dem Boden der Koivt] zufällig 
die gleichen sprachlichen Produkte erzeugt wurden, wie sie früher 
schon in den Dialekten entstanden waren? Hauptsächlich muß 
man sich hüten, bei allzu indifferenten Einzelheiten sofort An- 



Einleitung. IX 

lehnung au einen Dialekt zu suchen; wenn z. B. duoQvyog für 
diojQvxog als lonismus erklärt wird, so müßte doch erst noch der 
Beweis erbracht werden, warum gerade diese Einzelheit übernonnnen 
wurde. Handelt es sich dagegen um eine ganz markante Erschei- 
nung eines Dialekts, wie um das ionische rj, so ist ihre Aufnahme 
in die Gemeinsprache weit wahrscheinlicher. Ferner kann beim 
Anteil der alten Dialekte an der Koivij ernstlich nur das lonisclie 
in Frage kommen; die dorischen und äolischen Mmidai-ten sind 
so gut wie unbeteiligt Es folgt dies aus dem Charakter der 
KoiP7j, wie er sich uns in den Quellen darstellt. Als eigentliche 
lonismen müssen jedoch alle die Erscheinungen ausscheiden, die 
bereits im IV. Jahi'h. v. Chr. fester Bestandteil des Attischen 
gewesen sind. Einige weitere lonismen auf dem Gebiet der Flexion 
sind dann in der Zeit nach Alexander dem Großen hinzugekommen; 
mehr beteiligt am ionischen Dialekt ist jedenfalls der AVortschatz, 
der seit Aristoteles durch Aufnahme ionischer Wörter entschieden 
bereichert wurde, wenn auch in einzelnen Fällen der Nachweis oft 
nicht mehr möglich ist. Bei einer größeren Anzahl von Erschei- 
nungen läßt sich sodann der mundartliche Anteil in folgenden 
Satz zusammenfassen: Ihrer umfassenden Stellung entsprechend 
hat die Koivrj unter Wahrung der attischen Grmidlage spezifisch 
Attisches abgestreift und sich an das angelehnt, was bei der Mehr- 
zahl der übrigen Dialekte bereits üblich war, vergl. z. ß. den Sieg 
der Lautgruppe og über das speziell attische rr. Bei solcher Er- 
wägung ist die Anlehimng an einen besonderen Dialekt unnötig. 
Schließlich wnrd man auch Witkowski beistimmen können, der in 
dem oben zitierten Bericht hervorhebt, daß eine in der Koivri 
liegende Tendenz durch Berührung mit den Dialekten befördert 
worden sein kaim. 

Was die Kodices anlangt, so kommen für unsern Zweck vor Kodices und 
allem die ältesten Handschriften in Betracht, also in erster Linie ^^^^^f/:^® 
aus dem IV. Jahrh. B (Vaticanus) und n (Sinai ticus), sodann aus 
dem V. Jahi'h. A (Alexandrin us), femer für einzelne Partieen eben- 
falls aus dem V. D (Cottonianus) und F (Ambrosianus), endlich 
auch die Fragmente von C (Codex Ephraemi Syri) V. Jahrhundert, 
sowie das Leipziger Psalmenfragment aus der Zeit Konstantms 
herausgegeben von Heinrici in den Beiträgen zur Geschichte und 
Erklänmg des neuen Testaments No. IV. über sämtliche Hand- 
schriften vergl. Swete Introduktion 122 sq. Neuerdings erwarb 
auch der Koptologe Herr Professor Lic. Schmidt in Berlin auf 



X Einleitung. 

einer Reise in Ägypten einen Septuagintapapyrus, der nach einer 
mündlichen Mitteihmg an mich jedenfalls in das IV. Jahrh. ge- 
hört; merkwüi'digerweise enthält er migefähr den Teil der Genesis, 
der iü ß felilt. Man wird seiner Herausgabe mit Spanimng ent- 
gegensehen dürfen. Die Prinzipien, nach denen ich auf grund 
eingehender Beobachtungen und unter Heranziehung zahlreicher 
vor- und nachchristlicher Papyri bei der Kritik verfahren bin, 
möchte ich, soweit dies zunächst Orthographie und Formenlehre 
angeht, in folgende Sätze zusammenfassen und mit einigen Bei- 
spielen belegen: 

1. Von verschiedenen Lesarten ist diejenige die wahrschein- 
lichste, die in den Ptolemäer|)ap}Ti, den vorchristlichen Inschriften, 
sowie in der hellenistischen Literatur der ersten Koivij-Zeit Stützen 
findet So läßt sich z. B. zeigen, daß raf-iieio}' nicht taf-ieiov den 
LXX angehört. Die 3. Person Plural in Perfekt Aktiv hat öfter 
av für aoL mit Varianten in den Kodices; av ist das wahrschein- 
lichere, da es gerade auf den Ptolemäerpapyri häufig ist, während 
es später offenbar seltener ^vurde. Umgekehrt sind z. B. Formen 
wie Ttaxtqav für Ttarega^ die namentlich A bietet, sicher späteren 
Ursprungs und auszuscheiden. 

2. Öfters läßt es sich auch nachweisen, daß irgend eine Form 
in der Ptolemäerzeit nur spärlich auftrat, während sie später 
nahezu herrschend wurde. In solchen Fällen wird man lediglich 
gut Ijezeugte Stellen aufnehmen und z. B. da, wo sich nur A u. B 
gegenüber stehen, lieber der in der Ptolemäerzeit häufigeren Form 
den Vorzug geben. Dies kommt z. B. in Betracht bei der Futur- 
bildung auf loü) für iw; letzteres ist noch die herrschende Fonn 
in der Zeit der LXX. 

3. Mehrfach kann auch der auf gnind eingehender Samm- 
lungen beobachtete Sprachgebrauch der Übersetzer selbst eine Ent- 
scheidung herbeiführen, wobei man auf Eigentümlichkeiten einzelner 
Bücher, z. B. der Makkabäerbücher, des Sirachbuches und des 
Buches Hiob zu achten hat; es ist dies z. B. der Fall bei yrjqovg 
für yrgcog und yrjgei für yr^ga, sowie speziell im Hiob für die so- 
genaimten äolischen Optativformen eiag, eie, elolv. 

4. Oft ist die eine Form in vorchristlicher wie in nachchrist- 
licher Zeit ebenso gut möglich wie die andere sogar bis in die 
Entstehungsepoche unserer ältesten MS hinein. Dann ist eine 
direkte Entscheidung ausgeschlossen, und es kaini sich dann nur 
darum handeln, ungefähr das sprachliche Bild zu gewinnen, das 



Einleitung. XI 

die LXX geboten haben. Dies geschieht wohl am besten dadurch, 
daß man da, wo ß u. A allein einander gegenüber stehen, dem 
älteren Kodex ß folgt, dagegen wo N hinzutritt, mit der Majorität 
geht, vergl. z. ß. den Wechsel von ^it^&elg und i^iriSeigy von ov 
und ooav in der 3. Plural des Aorist 11 und vieles andere. 

Im ganzen sind die genannten Kodices in sprachlicher Hinsicht 
ziemlich gleichwertig, so daß bei der ßeurteilung von Varianten und 
der Feststellung wahi-scheinlicher Originallesarten ein eklektisches 
Verfahren geboten ist. Man kann nicht grundsätzlich einem 
Kodex den Vorzug geben. A und « scheinen indes, namentlich 
was die Ortliographie betrifft, stark vulgarisiert zu sein und sind 
für später erst häufiger werdende Formen zugänglicher. Da sie 
aber auf ägyptischem ßoden entstanden, so haben sie andererseits 
wieder manche ursprüngliche Form besser bewahrt, zumal die 
Sprache in vielen Fällen stabil blieb und den Schreibern eben 
geläufig war. Die LXX selbst endlich wird man in ihrer Schreib- 
weise mit den Verfassern von Urkunden, Protokollen etc., d. h. 
mit den königlichen ßeamten, auf eine Stufe stellen dürfen, woraus 
sich mancher Wink für den Sprachgebrauch ergibt. 

Es erübrigt noch, daß ich den Leser über die Anlage der Anlage der 
folgenden Arbeit orientiere. Da die LXX in die Ptolemäerzeit ^^'^Arbdt/'^ 
und auf ägyptischen Boden gehören, so sind in erster Linie die 
Papyri dieser Epoche herangezogen worden, in zweiter Linie die 
Inschriften, darunter speziell die auf ägj^ptischem ßoden gefundenen 
Ptolemäerinschriften, aber auch verschiedene andere Sammlungen, 
die unten im Abkürzungsverzeichnis näher verzeichnet sind. Da- 
bei lieferten auch die attischen Inschriften, namentlich die aus der 
Zeit der fortschreitenden Könisierung der Atthis manchen schätzens- 
werten Beitrag. Weiterhin kommt dann die Literatm* seit Aristo- 
teles iii Betracht, auch sprachlich bisher weniger beachtete Autoren 
wie Agatharchides, Philo von Byzanz, Scymnus, Antigonus Kary- 
stius, Aristeas, Hero von Alexandria u. a., die ebenfalls unten 
näher bezeichnet sind. Doch darf man nicht etwa in vorchrist- 
licher Zeit stehen bleiben, sondern muß weiter in nachchristliche 
Zeit hinübergreifen, vor allem auch deshalb, um festzustellen, wie 
weit die Handschriften durch Eigentümlichkeiten späterer Zeit 
beeinflußt werden. Somit sind auch die späteren Papyri und In- 
schriften bis in die Zeiten unserer Kodices hinein berücksichtigt 
worden. Wichtig ist sodann der Vergleich der LXX mit dem 
NT, mit Philo von Alexandi'ia, mit Josephus, den Apokryphen, 



r 



XII Einleitung. 

Vätern etc. und einer größeren Anzahl von Profanschriftstellern 
auch noch der hyzantinischen Zeit Dabei konnte ich mich teils 
auf eigene Sammlungen, teils auf vorhandene Literatm* oder auf 
Lexika stützen. Endlich hat auch das Neugi'iechische, die Tochter 
der Koivtj, die gebührende Beachtung gefunden, ohne die man 
heute bei solchen Forschungen nicht mehr auskommt. Daß ich 
mich bis zu einem gewissen Grade einschränken mußte, liegt auf 
der Hand, und ich bin mir wohl bewußt, daß ich noch manches 
hätte beiziehen hönnen. Verschiedenes ist mir auch unzugänglich 
geblieben, manches wohl direkt entgangen; für Winke in dieser 
Hinsicht seitens der Interessenten und Rezensenten werde ich stets 
dankbar sein. Gleichwohl glaube ich gezeigt zu haben, daß die 
Sprache der LXX, soweit dies zunächst die Laut- und Wortlehre 
angeht diuchaus nicht ihre eigenen Wege geht, sondern eben die 
ihrer Zeit ist. Jedenfalls muß der KoLvrj-Forscher sich künftighin 
mit den LXX ebenso eingehend befassen wie mit den Papyri und 
Inschriften oder anderen Texten hellenistischer Zeit. Natürlich 
konnte ich manches nur andeuten und hoffe, daß andere auf den 
gewiesenen Pfaden weitergehen und in Einzeluntersuchungen ein- 
treten. Die Ernte ist reif; wo sind die Schnitter? 

Ich schließe mit den Worten herzlichsten Danks an Herrn 
Professor D. theol. G. A. De issmann in Heidelberg, der mein 
L^nteniehmen durch treffliche Winke in liebenswürdigster Art 
förderte und auch bei der Korrektur behilflich war. Ebenso hat 
mich mein junger Kollege am hiesigen Mädchengymnasium, 
Dr. Karl Preisendan z, bei der Durchsicht der Bogen in 
dankenswerter AVeise unterstützt. 

Karlsruhe, im September 1907. 

Professor Dr. R. Helbiiig. 



XIII 



Abkürzungs- Verzeichnis. 

I. Papyri und Ostraka. 

P. Amh. I und 11 = The Amlierst Papyri, beeing an account of the 
greek papyri in the collectiou of the right hon. Lord Amherst of Hack- 
ney by B. P. Grenfell and A. S. Hunt. Part I London 1900, II 1901. 

BGU I — lY = Aegyptische Urkunden aus den künigl. Museen zu 
Berlin, herausgeg. von der Generalverwaltung. Griechische Urkunden. 
Berlin I 1895, II 1898, III 1903, IV 1905 (Heft 1—3). 

P. Fay. = Fayum towns and their papyri by B. P. Grenfell, A. S. 
Hunt and D. G. Hogarth. London 1900. 

P. Goodsp. = Greek Papyri from the Cairo Museum, by E. J. Good- 
speed. The decennial publications of the university of Chicago. First 
series vol. V 1904. 

P. Gen. I u. II = Les papyrus de Gencve transcrits et publies 
par Jules Nicole. I fascicule Gencve 1896, II 1900. 

P. Grenf. I = B. P. Grenfell, An alexandrian erotic fragraent and 
other greek papyri chiefly ptolemaic. Oxford 1896. 

P. Grenf. II = B. P. Grenfell and A. S. Hunt, New classical frag- 
nients and other greek and latin papyri. Oxford 1897. 

P. Hib. I = The Hibehpapvri Part I by B. P. Grenfell and A. S. Hunt. 
London 1906. 

P. Leyden I u. II = Papyri graeci musei antiquarii publici Lug- 
duni-Batav. ed. C. Leemanns. I 1843, II 1885. 

P. Leipz. I = Griechische Urkunden der Papyrussammlung in Leipzig, 
Bd. I, ed. Wilcken und Mitteis, Leipzig 1906. 

P. London I u. II = F. G. Kenyon, Greek papyri in the British 
Museum. I London 1893, II 1898. (Nach Seiten zitiert.) 

P. Magd. I u. II = Papyrus de Magdola publie par P. .Touguet et 
G. Lefebure. I Bullet, de Corr. hell XXVI 1902 S. 95—128 (No. 1—22); 
II Bull. XXVII 1903 S. 174—205 (No. 23—41). Weitere Magdolapapyri 
sind veröffentlicht in »Kecueil de memoires de philologie classique et 
d'archeologie offerts ä Jules Nicole professeur a l'universite de Geneve, 
a Toccasion du XXX e anniversaire de son professorat, Geneve 1905; doch 
konnte ich dieses Werk nicht mehr einsehen. In der Mayserschen Papyrus- 
grammatik ist es als Melanges Nicole zitiert. 

P. Oxy. I— IV = B. P. Grenfell and A. S. Hunt. The Oxyrhynchos- 
Papyri I London 1898, II 1899, III 1903, IV 1904. 

P. Par. = Brunet de Presle, Notices et extraits des manuscrits de 
la bibliotheque imperiale XVIII (2). Paris 1865. 

P. Petr. I u. II = J. P. Mahaffy, The Flinders Petrie Papyri, 
Part. I Dublin 1891, II 1893. (Koyal Irish Academy Cunningham Memoirs 
No. VIII and IX.) 

P. Reinach = Papyrus grecs et demotiques recueillis en Egypte et 
publies par Theodore Keinach avec le concours de M. M. W. Spiegelberg 
et S. de Kicci. Paris 1905. 

Rev. L = B. P. Grenfell, Kevenue Laws of Ptolemy Philadelphus. 
Oxford 1896. 

P. Straßb. I = Griechische Papyri der Kaiserl. Universitätsbibliothek 
zu Straßburg, herausg. von Preisigke. I 1 Straßburg 1906. 

P. lebt. I = The Tebtunis Papyri part. I, edited by B. P. Grenfell, 
A. S. Hunt and J. G. Smyly. London 1902. 



XIV Abkiirzungs- Verzeichnis. 

Theb. Bank = U. Wilckcn, Aktenstücke aus der Königl. Bank zu 
Theben in den Museen zu Berlin, London, Paris, Abhandluncren der Berl. 
Akademie 1S86. 

P. Tor. = Amadeo Peyron, Papyri graeci rej^'ii Taurinensis Musei 
Aegvptii editi atque illustrati. I Turin 1826, II 1827. 

P. Vat. = Vatikanische Papyri E u. P, herausg. von Angele Mai, 
Classicorum auctorum e Vaticanis codicibus editorum tom. IV u. V. Kom 
1831—33. 

P. Vit. 1 = Vitelli u. Comparetti, Papiri Fiorentini, Papiri Greco 
Egizii I, Milano 1906. 

Wessely Stud. = Wessely, Studien zur Palaeographie und Papyrus- 
kunde, Heft 5 = Corpus Papyrorum Hermopolitanorura I, Leipzig 1905. 

Wilck. Ostr. = U. Wilcken, Griechische Ostraka aus Aegypten und 
Nubien. Leipzig und Berlin I u. II, 1899. 

II. Inschriften. 

Benndorf-Niemann = Keisen in Lykien und Karien, ed. Benndorf u. 
Niemaun, Wien 1884. 

CIG = Corpus inscriptionum Graecarum. 

CIA = Corpus inscriptionum Atticarum ed. Kirchhoff, Berlin 1873 sq. 

D I u. II = Orientis graeci inscriptiones selectae ed. Wilhelm Ditten- 
berger. I Leipzig 1903, II Leipzig 1905. 

DS- = Sylloge inscriptionum graecarum, iterum ed. Guilelmus Ditten- 
berger. I— III Leipzig 1898 sq. 

Fränkel VIII = M. Fränkel, Altertümer von Pergamon VIII (In- 
schriften\ Berlin 1890. 

Heberdey-Kalinka = Bericht über zwei Keisen im südwestlichen Klein- 
asien, Denkschriften der Kaiserl. Akad. der Wissensch. No. 45, Wien 1897. 

Heberdey- Wilhelm = Reisen in Kilikien, Denkschriften der Kaiserl. 
Akad. der Wissensch. No. 44, Wien 1896. 

Hiller Priene = Hiller von Gärtringen, die Inschriften von Priene, 
Berlin 1906. 

Hula-Szanto = Bericht über eine Reise in Karien, Sitzungsberichte 
der Akad. der Wissensch. zu Wien, 132, 1895. 

IGS = Inscriptiones Graeciae septentrionalis ed. Dittenberger, 
Berlin 1892. 

I IS = Inscriptiones Italiae et Siciliae ed. Kaibel, Berlin 1890. 

IP = Inscriptiones Peloponnesi et vicinarum insularum. ed. Fränkel, 
Berlin 1^K)2. 

Lanckoronski = Städte Pamphyliens und Pisidiens, ed. Lanckoronski. 
I Wien 1890, II 1892. 

Latyschev I etc. = Inscriptiones Ponti Euxini ed. Latyschev, Peters- 
burg 1885 sq. 

Papers = Papers of the American School of Classical Studies at 
Athens, Boston 1888 sq. (Inschriften aus Kleinasien.) 

Bemerkung: Ein v hinter der Jahreszahl bei einem Papyrus- oder 
Inschriftenzitat bedeutet »vor Christus«, ein n »nach Christus«, ent- 
sprechend bei der Angabe von Jahrhunderten nach röra. Zahlen z. I^, Hn, 

III. Abhandlungen, Zeitschriften, Lexika u. Sammelwerke. 

Antiatt. = Antiatticista, Bekker Anecdota Graeca I 77 sq., Berlin 1814. 

Anz — Henricus Anz, subsidia ad cognoscendum Graecorum serrao- 
nem vulgarem e Pentateuchi versione Alexandrina repetita. Dissert. philol. 
Halens. Vol. XII, 1894, 259 sq. 

Archiv = Archiv für Papyrusforschung und verwandte Gebiete, her- 
ansgeg. von U. Wilcken, Leipzig 1901 sq. 



Abkürzung s- Verzeichnis. XV 

Blass = Friedrich Blass, Grammatik des neutestamentlichen Grie- 
chisch, 2. Auflage, Göttingen 1902. 

Cobet = Cobet, novae lectiones. Leyden 1858. 

Crönert = Memoria graeca Herculanensis cum titulorum Aegypti 
papyrorum codicum denique testimoniis comparatam proposuit Guilelmus 
Crönert. Leipzig 1903. 

Deissmann B u. NB = Adolf Deissmann, Bibelstudien. Marburg 1895. 
Neue Bibelstudien 1897. 

Dieterich = Karl Dieterich, Untersuchungen zur Geschichte der 
griechischen Sprache von der hellenistischen Zeit bis zum 10. Jahrhundert 
n. Chr. Leipzig 1898 (Byzantinisches Archiv 1). 

Field = F. Field, Origenis Hexaphorura quae supersunt, I u. IL 
Oxford 1875. 

Fränkel = E. Fränkel, Die griechischen Denominativa in ihrer ge- 
schichtlichen Entwicklung und Verbreitung. Göttingen 1906. 

Fritz = Fritz, die Briefe des Bischofs Synesius von Kyrene. Leipzig 1898. 

Glaser = Otto Glaser, de ratione quae intercedit inter sermonem 
Polybii et eum, qui in titulis saec. III, II, 1 apparet. Dissert. Gießen 1894. 

Hatzid. (bisweilen Hatz.) = G. N. Hatzidakis, Einleitung in die neu- 
griechische Grammatik. Leipzig 1892 (Bibliothek indogerm. Gramm. Bd. V). 

Hecht I, II = Max Hecht, Orthographisch-dialektische Forschungen 
auf Grund attischer Inschriften. Progr. I Königsberg 1885, II Gum- 
binnen 1892. 

Herod. = Herodiani technici reliquiae, ed. Lentz, Leipzig 1867, 1 u. II. 

Herwerden = Henricus van Herwerden, Lexicon graecum supple- 
torium et dialecticum. Lugduni Bat. 1902. Appendix 1904. Letzteres 
konnte ich leider nicht mehr einsehen. 

Jannaris = A. K. Jannaris, An Historical Greek Grammar chiefly 
of the Attic Dialect, London 1897. 

Kälker = Friedrich Kälker, de elocutione Polybiana. Leipziger 
Studien 1880, 217 sq. 

KB = Ausführliche Grammatik der griechischen Sprache von Kaphael 
Kühner, in neuer Bearbeitung von Friedrich Blass. I 1890, II 1892. 

Kock I, II, III = Kock, Comicorum atticorum fragmenta I— III. 
Leipzig 1880 sq. 

Kretschmer = Paul Kretschmer, die Entstehung der Keine. Sitzungs- 
berichte der Wiener Akademie. Phil.-hist. Klasse, Bd. 143, X, 1900. 

Kretschmer Vaseninschriften = Paul Kretschmer, die griechischen 
Vaseninschriften ihrer Sprache nach untersucht, Gütersloh 1894. 

Lautensach = Lautensach, Verbalflexion der attischen Inschriften. 
Progr. Gotha 1887. 

Mayser = Edwin Mayser, Grammatik der griechischen Papyri aus 
der Ptolemäerzeit mit Einschluß der gleichzeitigen Ostraka und der in 
Aegypten verfaßten Inschriften. Laut- und Wortlehre. Leipzig 1906. 
Das Werk kam in meine Hände, als ich meine eigenen Sammlungen be- 
reits beendet hatte, konnte jedoch noch während des Drucks benutzt werden. 

Meisterh.' = K. Meisterhans, Grammatik der attischen Inschriften, 
3. Auflage von E. Schwyzer. Berlin 1900. 

Meyer^ = Gustav Meyer, Griechische Grammatik, 3. Auflage. Leipzig 
1896 (Bibliothek indog. Grammatiken, Bd. III). 

Möris = Moeridis Atticistae Lexicon Atticum von Pierson-Koch. 
Leipzig 1831. 

Moulton 1901 u. 1904 = Moulton, Grammatical notes from papyri, 
Classical Eeview 1901 u. 1904. 

Nachmanson = Ernst Nachmanson, Laute und Formen der magneti- 
schen Inschriften. Upsala 1903. 

Phryn. = Phrynichi Eclogae nominum et verborum atticorum, ed. 
Lobeck. Leipzig 1820. 



XVI Äbkürzungs- Verzeichnis. 

Reinhold =» Henricus Reinhold, de graecitate patrum apostolicorum 
librorumqiie apocrvphoriim novi testamenti quaestiones Grammaticae, 
Dissert. philol. Hafens. XIV, 1901. 

Reitzenstein = Reitzensteiu, Geschichte der griechischen Etjmolo- 
gica, Leipzig 1897. 

Schmid = "Wilhelm Schmid, der Attizismus in seinen Hauptvertretern 
von Dionvsius v. Halikarnass bis auf den 2. Philostratus. I— IV Stuttgart 
1887 sq. ' 

Schmidt (bisweilen Schmidt de Jos.) = Guilelraus Schmidt, de Flavii 
Josephi elocutione observationes criticae. Fleckeisens Jahrbücher Supplem. 
20, 341 sq. _ Leipzig 1893. 

Schweizer = Eduard Schweizer, Grammatik der pergamenischen In- 
schriften. Beiträge zur Laut- und Flexionslehre der gemeingriechischen 
Sprache. Berlin 1898. 

Smyth = Smyth, the Sounds and Inflcctions of the Greek Dialects. 
lonic. Oxford 1894. (Nach §§ zitiert.) 

Sophokles Lex. = E. A. Sophokles, Greek Lexicon oft the Roman 
and Byzantine Periods, New-York-Leipzig 1904 (Neudruck). 

Stich = De Polybii genere dicendi, Acta philologica Erlangensia 
II 141 sq. 1881. 

Sturz = Guilelmi Sturzii de dialecto Macedonica et Alexandrina 
liber. Leipzig 1808. 

Swete Introd. = H. B. Swete, An Introduction to the old Testament 
in Greek. Cambridge 1902. 

Thumb = Albert Thumb, die griechische Sprache im Zeitalter des 
Hellenismus. Straßburg 1901. 

Thumb Hd. = Albert Thumb, Handbuch der neugriechischen Volks- 
sprache. Straßburg 1895. 

Veitch = Veitch, Greek Verbs irregulär and defective, 2. Auflage. 
Oxford 1887. 

Viereck = Paul Viereck, Sermo graecus, quo senatus populusque 
Romanus magistratusque populi Romani usque ad Tiberii Caesaris aeta- 
tem in scriptis publicis usi sunt, examinatur. Göttingen 1888. 

WH App. = Westcott and Hort, The new Testament in original 
Greek, Appendix Bd. IL Cambridge and London 1882. 

WS = G. B. Winer, Grammatik des neutestamentlichen Sprach- 
idioms, 8. Auflage von Paul Wilhelm Schmiedel. I Einleitung und Formen- 
lehre. Göttingen 1894. 

lY. Weniger geläufige Schriftsteller. 

Aeneas Takt. = Aeneas, T«xtix6v vnofxvri^a, Hug, Leipzig Teubn. 
1874. IV. Jahrh. v. Chr. 

Agatharch. = Agatharchides, tieqI Iqv&Qäq S^ciXäaarjg, Müller, Geogr. 
Graeci minores I 111 sq. II. Jahrh. v. Chr. 

Antigonus Karyst = Antigonus Karystius, Iotoqlojv naQaöö'^ojv awa- 
yoyyri, ed. Keller, rerum naturalium scriptores graeci minores I Teubner. 
III. Jahrh. v. Chr. 

Archimedes = Archimedis opera omnia, ed. Heiberg, I sq. Leipzig 
Teubn. 1880 sq. HI. Jahrh. v. Chr. 

Aristeas = Aristeae ad Philocratem epistula. Ludovici Mendelsohn 
schedis usus edidit Paulus Wendland. Leipzig 1900. II. Jahrh. v. Chr. (?). 

Aristides = Apologie des Aristides v. Hennecke, Texte und Unter- 
suchungen IV, Leipzig 1893. II. Jahrh. n. Chr.^ 

Asklepiodotus = Asklepiodotus, Tuxrixa xEcfdlam, Köchly und Rüstow, 
griechische Kriegsschriftsteller. Leipzig 1853—1855. II. Jahrh. v. Chr. 

Atiienagoras = Athenagoras, nQtaßela negl xQiaTcnvüiv, Texte und 
Untersuchungen IV. Leipzig 1893. II. Jahrh. n. Chr. 



Abkürzungs- Verzeichnis. 



XVII 



Cebes = Cebetis tabula v. Praechter, Leipzig, Teubn. 1893. I. Jahrb. 
n. Chr. (?). ^ 

Eunapius = Eunapii vitae sophistarum, Boissonade, Amsterdam 1822. 
Um 400 n. Chr. 

Hero Alex, (bisweilen nur Hero) = Heronis Alexandrini opera von 
Schmidt-Schöne, Teubn., Leipzig 1899 sq. nach Seiten zitiert und Bänden. 
Für die Schrift vom Geschützbau ist Köchly und Küstow benützt s. unter 
Asklepiodotus. IL Jahrh. v. Chr. (?) 

Philo vom Geschätzbau = Philo Byzantinus, /nrj/ccvcxi^ avvra^ig, Köchly 
und Küstow 8. unter Asklepiodotos. Um 200 v. Chr. Die Ausgabe von 
Schöne, Berlin 1893, konnte ich leider nicht einsehen. 

Pseudo-Kallisth. = Pseudo-Kallisthenes, nach der Leydener Hand- 
schrift herausgegeben von Meusel, Fleckeisens Jahrb. Supplem. V 1864, 
703 sq. IV. Jahrh. n. Chr. mit älteren Bestandteilen. 

Scymnus = Scymnus, Periplus, Müller, Geograph. Graeci minores I 
169 sq. IL oder I. Jahrh. v. Chr. 

Tatian = Schwarz, Tatiani Oratio ad Graecos, Texte und Unter- 
suchungen IV, Leipzig 1888. IL Jahrh. n. Chr. 

Test. Ruh., Slm. etc. = Testamente der 12 Patriarchen, Ruhen, 
Simeon etc., ed. Siuker, Cambridge 1869. IL Jahrh. n. Chr. 

Usener heil. Theod. = Usener, der heilige Theodosius, Schriften des 
Theodorus und Kyrillos, Leipzig 1890. V. Jahrh. n. Chr. 



y. Die Bücher des AT in der Reihenfolge der Ausgabe 

von Swete. 



Gen. 




Genesis 


Am. 




Arnos 


Ex. 




Exodus 


Mich. 




Micha 


Lev. 




Leviticus 


Jo. 




Joel 


Num. 




Numeri 


Ob. 


: 


Obadja 


Deut. 


— 


Deuteronomium 


Jon. 




Jona 


Jos. 




Josua 


Nah. 




Nahum 


Eicht. 




Eichter 


Hab. 




Habakuk 


Kö. 




Könige 


Zeph. 




Zephanja 


Chr. 




Chronika 


Hag. 




Haggai 


Esr. 


.— 


Esra 


Zach. 




Zacharja 


Neh. 


— 


Nehemia 


Mal. 




Maleachi 


Ps. 




Psalmen 


Jes. 




Jesaja 


Sprü. 




Sprüche 


Jer. 




Jeremia 


Ecc. 




Prediger 


Bar. 




Baruch 


Hi. 




Hieb 


Klag. 




Klagelieder Jerem 


Weish. 




Weisheit Sal. 


Epist. Jer. 




Epistel Jerem. 


Sir. 




Weisheit Sir. 


Ez. 




Ezechiel 


Esth. 




Esther 


Da. 




Daniel 


Jud. 




Judith 


Sus. 


= 


Susanna 


Tob. 




Tobit 


Bei 






Hos. 




Hosea 


Ma. 


:= 


Makkabäer 



Auch die Psalmen Salomos (= Ps. Sal.), sowie das Buch Henoch 
wurden nach dem Anhang bei Swete Bd. III von mir benützt. 



XVIII 



Berichtigungen und Nachträge. 

Seite 81, Zeile 5 ist das k) in g) zu ändern. 

Seite 83, letzte Zeile sind die Worte xqs^üCw für xQS/udvvvfii zu tilgen. 

Seite 88, Zeile 19 ist das Futurum av^avio erwähnt; die Form ist mir 
inzwischen wieder zweifelhaft geworden, da an den ein- 
schlägigen Stellen ebensogut Präsens für Futurum stehen, 
worüber die S3ntax das Nähere beizubringen hat, 

Seite 99, Zeile 32 ist das Dispositionszeichen y) zu streichen. 

Seite 119, Zeile 3 ist das Komma hinter reXiovEto zu streichen und vor 
j^QTja/uoXoy^tü zu setzen. 

Zur Literatur trage ich noch nach Witkowski, epistolae privatae 
Graecae, quae in papyris aetatis Lagidarum servantur, Leipzig, Teubner, 
1907; die dankenswerten observationes grammaticae pg. 101 sq. kommen 
für mehrere meiner Ausführungen in Betracht. Eine Besprechung des 
betreffenden Werkes erscheint von mir in einer der nächsten Nummern 
der Berliner philol. AVochenschrift. 



I. Lautlehre, Akzent und Spiritus. 

A. Allgemeines. 

Die Orthographie, die wir in imsern Texten anwenden, gründet 
sich im wesentlichen auf die Regehi, wie sie die Grammatiker 
der Kaiserzeit, vor allem Apollonius und sein Sohn Herodian, und 
späterhin die byzantinischen Gelehi'teri aufstellten. Die Gram- 
matiker der hadrianischen Zeit wollten in Verfolgung archaistischer 
Tendenzen einer historischen, auf die Uberliefenmg der klassischen 
Zeit zurückgehenden, speziell attischen Orthographie über die 
phonetische zum Sieg verhelfen. Wiewohl damit noch nicht ge- 
sagt ist, daß wir nun etwa wirklich wie Thukydides oder Plato 
schreiben, so können wir uns doch im großen und ganzen 
ruhig der Führung dieser Gelehrten überlassen, die immerhin der 
Sache noch naher standen denn wir. Daß in der Tat von jeher 
eine historische Orthographie in den gebildeten Kreisen verstanden 
war, die an die oft stark phonetische Schreibweise der großen 
iVlasse des Volkes nur wenig Konzessionen machte, sehen wir aus 
Papyri und Inschriften : Man vergl. z. B. den Brief des Antigonus 
an die Skepsier 311^' (DI 5) oder den Brief des dritten Ptole- 
mäers an Apollonius (D I 59), s. noch P. Par 62, Kol. 13 (Philo- 
metor oder Euergetes II) und die Briefe pergamenischer Könige 
an den Priester Attis (D I 315). Diese Fürsten oder vielmehr 
ihre Kanzlei schreiben tadellos. Etwas mehr Neigmig zu phone- 
tischen Konzessionen zeigen die königlichen Beamten in den 
öffentlichen Erlassen, Urkunden, Protokollen etc., wo einzelnes 
z. B. Assimilation bei Wortübergängen wie iju Mef-icpei, rbfi 7calöa, 
F.y dUrii; zugelassen ist. Im ganzen sind sie aber noch relativ sauber 
in der Orthographie; man vergl. besonders noch den großen Turiner 
Pap}Tus I. Etwas niedriger stehen schon, wenigstens teilweise, 
die Privaturkuiiden und Bittschriften ; ganz vulgär in der Schreib- 
weise sind die meisten Privatbriefe. Ein interessantes Beispiel 

Helbing, Septuaginta-Gramm. 1 



2 /• Lautlehre, Akzent und Spiritus. 

für die sprachlichen Verhältnisse damaliger Zeit bietet unter an- 
derem ein Schreiben des Ptolemiins, Sohnes des Glaukias, in Sachen 
der Zwillingsschwestern, das uns in vierfacher Fassung vorliegt, 
nämlich in den R Par. 80, in den P. Leid. D. u. E. und im Dresd. 
Papyr. bei AVessely, der alle vier Exemplare neben einander stellt, 
s. griech. Pap. Sachsens, Ber. über die Verhandl. der Königl. 
Sachs. G-esellschaft der Wissenschaften zu Leipzig, philol. bist. 
Klasse 1S85, 276 sq. Die drei letzten Fassungen scheinen imr 
Entwürfe zu sein und sind in Orthographie und Stil nachlässiger; 
das Pariser Stück ist noch am besten geschrieben und war offen- 
bar zur Absendung bestimmt; denn es bekam unten einen amt- 
lichen Vermerk. Unter den Bittschriften, bei denen sich die Leute 
wolil besonders Mühe geben mochten oder sich unter Umständen 
auch helfen ließen, finden sich sogar Stücke, die sehr sorg- 
fältig abgefaßt sind und uns die Macht der historischen Ortho- 
graphie beweisen mögen, s. die Bittschrift des eben schon er- 
wähnten Ptolemäus an Philometor, P. Par. 35 (163'). Wie man 
endlich in den Schulen der Kaiserzeit lehrte, sehen wir z. B. aus 
dem gut geschi'iebenen kleinen Schüleraufsatz über Adrastus, 
P. Oxy. I 124 (irin); weniger Gutes leistet in dieser Hinsicht 
ein anderer Junge aus dem VI" P. Grenf. II 84; und wenn der 
kleine Theon P. Oxy. I 119 sich an seinen Vater wendet, so 
schreil^t er eben, wie er spricht. Jedenfalls war schon in der 
Ptolemäerzeit für die große Masse des Volkes eine feste Recht- 
schreibung nicht vorhanden. Damals schrieben unsere LXX. 
Wir düiien annehmen, daß sie als gebildete Männer die Ortho- 
graphie ihrer offiziellen, ebenso gebildeten Um'gebung, d. h. der 
königlichen Beamten gebraucht haben. Da aber einerseits die 
amtlichen Urkunden in den verhä,ltnismäßig wenigen Punkten, 
worin sie von der historischen Orthographie abweichen, durchaus 
nicht konsequent sind, da andererseits unsere MS selbstredend 
viele Besonclerheiten ihrer Zeit, sowie individuelle orthographische 
Liebhabereien zeigen, so ist es unmöglich, etwa von einer speziellen 
Orthographie der LXX zu reden oder gar die Rechtschreibung 
der einzelnen Übersetzer feststellen zu wollen, wie man dies mit 
Recht auch für die Autoren des NT abweist, s. Deissmann B 76, 
NB 9. Viel eher könnte man auf gmnd eingehender Sammlungen 
von der Orthographie des Alexandrinus, des Vatikanus oder des 
Sinaiticus, vielleicht sogar des Hesych (s. Deissmann, Septuaginta- 
Papyi-i, Veröffentlichungen der Heidelb. Papyrussammlung I, 



! 



B. Vokalismus. 3 

Heidelb. 1905, 71 sq., wie für das NT Bousset, Texte und Unters. 
XI 4, 102 sq.) oder Lucian reden; aber auch hier würde man 
sicherlich auf große Inkonsequenzen stoßen. Wir werden somit 
jedenfalls gut tun, unsere Orthographie auch auf die herzustellende 
kritische Ausgabe der Septuaginta anzuwenden. Es kann sich 
höchstens um die Frage handeln, in wie weit man Dinge, die 
ganz speziell als der Koivrj angehörig bezeugt sind und mit einiger 
Folgerichtigkeit wiederkehren, in ein hellenistisches Buch, wie es 
uns die Septuaginta sind, aufnimmt. In vielen anderen Fällen 
wird man den Schreibern der Kodices auf Grund der Inschriften 
und Papyri allenfalls nachweisen können, ob ilire Schi'eibweise für 
die Ptolemäerzeit möglich ist oder nicht. Bemerkt sei noch, daß 
neuerdings Kjiimbacher in den Sitzungsber. der philol. bist. Klasse 
der bayr. Akad. der Wissensch. München 1906, 428 sq. in dem 
schönen Aufsatz über einen serbisch-byzantinischen Verlobungsring 
mit Recht darauf hinweist, in späterer Zeit habe eine gewisse 
Anorthographie geradezu Bürgen'echt gehabt. 

Aus dem umfangreichen Gebiet seien nunmehr einige inter- 
essante Probleme herausgehoben. 

B. Yokalismus. 

1. Iota adscriptum. 

Das i in den Verbindungen äi, tjl, oji wurde ursprünglich, 
wie Inschriften und Papyri beweisen, adskribiert, seit dem 12. Jahr- 
hundert aber, wohl nach byzantinischen Schulregeln, subskribiert, 
wie auch wir in unsern Texten, die großen Buchstaben aus- 
genommen, immer schreiben. Es war natürlich im Anfang hörbar, 
aber etwa seit 200^' '^au'de es zum aveyiq)i6vi^Tov, weshalb es oft 
fortfällt oder falsche Anwendmig findet. Dies zeigt sich nament- 
lich auf den Papyri, während die offiziellen Inschriften weit kor- 
rekter sind. In der Kaiserzeit wird die Weglassung des l immer 
häufiger, obwohl es die Grammatiker wieder einführten mid be- 
stimmte Regeln aufstellten. In unseren ältesten MS, also auch 
in den Kodices der LXX, findet sich keine Spur des Iota ad- 
scriptum; erst im VTI. Jahrb. schrieb man es wieder in den 
Handschriften. Unsere Übersetzer, die ja in die Ptolemäerzeit 
gehören, schrieben das i, Wenn wir sie mit den Verfassern der 
offiziellen Urkunden auf eine Linie stellen, wohl ziemlich richtig. 
Wir werden also in den Texten unsere Regeln durchführen. Im 

1* 



4 /• Lautlehre, Akzent und Spiritus. 

einzelnen erwähne ich noch folgendes: ainuo = acoiZu) hatte im 
Präsensstamm m*sprünglich, wie die attischen Inschriften zeigen, 
das i adscriptimi. Wie weit die Tempora daran Anteil hatten, 
steht nicht rocht fest. Der Aorist Passiv hwO^r^v = FGa(6&rjv 
von aaow hat es wohl nie gehabt, ebenso nicht das Perfekt ö^gio- 
l-iai. AVohl aber stellt sich bei toioaa iiiul o^^aco/.a, sowie bei 
ütoooLiai das / zuweilen ein. Auf den Ptolemäerpapyri gibt es 
nach Mayser (s. u.) noch im III'' Beispiele mit i, dann aber nicht 
mehr. Da es auf den attischen Inschriften seit etwa 100^ zu ver- 
schwinden beginnt, so darf man anneinnen, daß die Koivij es 
schon ziemlich fi'iihe airfgab. Ln III ^ mag es ab und zu noch 
vorgekommen sein. Wir sind somit nicht genötigt, das Iota bei 
ow'^w in den Text der LXX aufzunehmen, tl/.rj, -/.gicpri, ladga, 
Tte'^ij u. ä. mögen alte Instrumentale sein, denen an sich kein 
Iota zukommt Sie vermischten sich jedoch später mit den wirk- 
lich dativischen Adverbien y.oivrj, dru-iooia etc. mid wurden deshalb 
vielfach mit nachlautendem t gesclu*ieben. Kqvcfr scheint in der 
Ptolemäerzeit als Dativ bezw. als Lokativ gefaßt worden zu sein 
= y.ov(pi^\ sonst könnten die LXX es nicht mit h verbinden 
und dadm'ch hebräische Ausdrücke mit z wiedergeben. Um- 
gekehrt ist bei Idd^Qa das Gefühl für den ursprünglichen Instru- 
mentalis wohl noch vorhanden gewesen. Es werden nämlich viel- 
fach dieselben Ausdi'ücke mit z dadurch ersetzt, aber iv tritt nie 
dazu, s. Hatch und Redpath s. v.; IdO^Qa war eben ganz Adverb. 
Statt attisch tiqwC = tvqo) heißt es hellenistisch, wie jedoch 
schon bei Homer und Herodot, TtQcot; man kann dies daraus 
ersehen, daß die Kodices das ^ in diesem Fall beisetzen ; also muß 
es hörbar gewesen und eine Silbe gel)ildet baben, weshalb es auch 
oft EL gescln'ieben wird. 

Zum c adscriptum im allgemeinen bemerke ich noch folgendes: Strabo 
XIV 648 bezeugt für Dative die Weglassung; über das Verhalten der 
Ptolemäerpapyri gibt Mayser 119 sq. ausführliche Nachweise, wonach das 
i, wie jetzt auch die Hibehpapyri zeigen, im III ^ immer noch häufigere 
und korrektere Anwendung fand. Als bezeichnend für die Willkür möchte 
ich noch erwähnen P. Tebt. I 242 (11^), wo den Worten oncog vnoTa^rjg 
(ohne Iota), fast unmittelbar folgt iV ^/(oi (falsch gesetzt), h /orjuaTia/jou 
(richtig gesetzt). Für Inschriften vergl. Schweizer 62 sq. u. 86 sq., Nach- 
manson 49 sq., Meisterhans^ 38 sq. u. 64 sq. Für die Wiedereinführung 
des i in der Kaiserzeit durch die Gramipatiker s. jetzt auch die Frag- 
mente von Herodians Schrift tisqI oQÜ^oyocuf tag speziell über loi bei 
Eeitzenstein 304 sq. Daß man sich der ursprünglichen Natur des 
stummen Iota wenigstens bei den Gebildeten noch bewußt war, zeigen 



Ji. Vokaiisinus. 5 

die Isopsejjheii Nikons bei FrUnkel Altertümer von Pergamon, VIII, 
Berlin 1890, 333 A u. B, wo es je nach Bedarf bald mitzählt bald nicht. 
Über das Verhalten der Handschriften s. auch Gardthausen, griech. Paläo- 
graphie, Leipzig 1879, 193 u. 203. Zu ffwCw, das schon Herod. I 444, 5 
aus aiüi'Ctü herleitet, vergl. abgesehen von Schweizer und Nachraanson, so- 
wie Meisterhans (besonders auch Anm. 1484) 1. 1. Lautensach, Verbal- 
flexion der attischen Inschriften, Progr. Gotha 1887, 12, WS 5, 11 Anm, 20, 
Usener, Jahrb. für klass. Philol. 1865, 236 sq.; Meyer=* 187. Nach Mayser 
134 steht t zweimal auf dem kanopischen Dekret im Aorist, ferner je 
einmal im Aorist und Perfekt Aktiv auf den P. Petr., also tatsächlich 
nur noch im III '^. Daß es indes auch noch sehr spät möglich war, was 
zum Teil wohl mit dem Bildungsgrad der Verfasser zusammenhängt, 
erhellt aus D II 773 dviaujiat (Zeit Diokletians). Zu xovcfrj und eixrj als 
Instrumentale vergl. Meyer'^ 489, Delbrück, vergl. Syntax der indog. 
Sprache I, Straßb. 1893, 586. Die Ptolemäerpapyri bieten hier wenig 
Material, s. Mayser 124, wonach tixrj kein c aufweist, dagegen einmal tz^Cj); 
xQv(fTJ und X('cO^(H( kommen nicht vor. Was endlich ttqoji betrifft, so findet 
sich die Schreibung 7i()(üfi P. Par. 37, 20 (163 v); Herod, II 574, 22 sagt: 
nQ(h chrC ttquji', IdjTixm^Qov to v(fiv, in anderm Zusammenhang heißt 
es I 506, 7 ö'^ivertiL <Sh xcd to ovxl xcu to ngoSL 

2. Wechsel zwischen Vokalen untereinander, von Diphthongen und 

Vokalen etc. 

a) AYechsel zwischen a und s. 

Für TEOöaQa'AOvia tritt in unsem MS sehr oft reoGega/Mvia 
ein, wie auch ilooeqa und T€00£Qay.ooT6g für zeGoaga und leooaQa- 
y.ooTog, ungemein häufig in A (nicht z. B. Neh. öis), sowie in a, 
weniger in B. Im Nominativ Plural des Maskulinums Tsooageg 
hielt sich das «, wohl damit man 3 e vermied, demgemäß 
dann auch in den Kasus obliqui. Aber später ging die Ent- 
wicklung weiter, so daß es neugr. ziooeQEg heißt, wie schon 
im Ionischen, das überhaupt bei diesem Zahlwort und seinen 
Derivaten nur Formen mit e in der zweiten Silbe kennt. Da 
nach Ausweis der Pap}Ti mid Inschriften zeooeQcr/.ovTa, riooega etc. 
in der Ptolemäerzeit wenigstens auf ägyptischem Boden noch nicht 
üblich waren, so wird man, zumal auch nach Buresch (s. u.) das 
Verhalten der Handschriften dafiu^ spricht, anzunehmen haben, 
daß A und N, ebenso öfters B in diesem Fall miter späterem, 
vulgärem Einfluß stehen. Ahnlich wird mehrfach -/.ai^aQiuo zu 
'/Md^egillco, bisweilen einstimmig, so v.ad^eQLod^tj Nmn. 12 15; t/M&e- 
Qio&rioav IIEsr. 620, wo die Korrektoren von B das « wieder 
einsetzen, sogar unter dem Akzent, z. B. in A ev.aDtQLOtv II Cln:. 



6 I. Lautlehre, Akzent und Spiritus. 

345, Neh. 139. Ferner tritt hinzu itdeQog = j^tiagog öfters in den 

Miikkabäerbücliern nach A, so IIMa. 426, IV Ma. 9i5 auch iii n; 

endlich vergleiche man f-ivaegog = {.tvaagog nach A Lev. I824. 

Für die Ptolemäerpapyri und Ostraka, wo nur reoaccQn und TtaaaQa- 
xorra vorbanden ist, vergl. Mayser 224, auch 215; es tritt noch hinzu 
P.Keinaeh 8, 5 ^113/12v\ 13, 5 (llOv), 15, 17 u. 33 (109v), P. Hib. I 160 
(c. 230^). Auch [ötxaTe]aaeQa D I 193 = Strack Archiv I 209 kann 
uns das Vorhandensein dieser Nebenformen auf äfxyptischera Boden 
in vorchristlicher Zeit nicht beweisen, da die Inschrift aus sehr spät 
ptolemäischer Zeit stammt (Ptolem. XIV oder XV) und gar nicht 
auf ägyptischen, sondern auf ionischen Boden gehört (Gegend des 
Branchidenorakels), wo sie auch verfaßt wurde. Auch sonst trifft man 
in vorchristlicher Zeit nur auf ionischem Boden oder in der ionischen 
Einflußsphäre Beispiele für f, vergl. Nachmanson 146, Schweizer 163, 
Dieterich 4. Erst auf nachchristlichen Papyri tritt dann das f auch in 
Ägypten auf, wofür es zahlreiche Beispiele gibt, s. Moniten 1901, 33; 
1904, 107; ich füge bei P. Keinach 43, 13 (102^), P. Oxy. IV 718, 12 
(c, 180*1), Papyri Schott-Keinhardt, Veröffentl. der Heidelb. Papyrussamml. 
III 1 pg. 109 u. 112, P. Leipz. I 8, 11 (220n), oft auch P. Vit. z. B. 1 A, 
4, 5, 12 u. 13 (153n), 75, 15 (380i^), ferner Wessely Stud. III 139 (V/VJn) 
öixuTiaoiQCi; andere, auch aus der Literatur, findet man bei Crönert 199. 
Über das Verhalten unserer Handschriften vergl. Buresch, rh. Mus. 46, 
217 sq., der das f auch für das NT ganz abweisen will, was aber wohl 
eben im Hinblick auf die späteren Papyri nicht angeht, s. auch 
WS 5, 20c. Zu xci&eQi'Coj vergl. noch Dieterich 1. 1., Eeinhold 39, 
WS 1. 1. Meyer^ 158 sq. ; xad-uQÖg bleibt immer intakt, im neugr. drang 
dann unter dem Systemzwang xad^aQi'Cco wieder durch. MisQog wird 
von Phryn. 309 getadelt und damit als Kotv^foim bezeugt, vergl. noch 
Dieterich 5, Eeinhold 1. 1. Man könnte bei rsaaiQa und itna^QäxovTct 
an lonismus denken. Für die Fälle, die direkt auf ionischem Boden 
oder in die ionische Einflußsphäre weisen, kann man dies sehr wohl an- 
nehmen, zumal dort auch naaeQojv vorkommt, s. Schweizer 1. 1., der 
diese Meinung vertritt, aber hinzufügt, daß an manchen Orten die 
Entwicklung eine andere gewesen sein könne. Jedenfalls dürfen wir 
TtaatouxovTcc nicht von den anderen Fällen trennen, wo ebenfalls ein q 
folgt oder vorhergeht, und mit Kecht hat Dieterich 4 sq. gleichartige 
Fälle zusammengestellt. Seine Erklärungsversuche sind allerdings unge- 
heuer kompliziert; es genügt, die Nähe der Liquida — auch l hat die 
gleiche Wirkung — zu fixieren, e. auch Hatz. 333 u. Thumb 196, wornach 
im Neugr. ein solches Lautgesetz ebenfalls noch wirksam ist. Will man 
eine derartige Wirkung der Liquida nicht annehmen, so lassen sich obige 
Fälle auch durch Vokalschwächung in vor- oder nachtoniger Silbe er- 
klären, wie man sie, sogar schließlich in betonten Silben, häufig genug 
beobachtet. Bei itaatQuxovru kann auch sog. progressive Assimilation 
angenommen werden, vergl. Mayser 57, die dann schon im ionischen 
wirksam gewesen wäre. Kui^tql^oi würde keine Anlehnung im ioni- 



B. Vokalismus. 7 

sehen Dialekt finden, da das Wort erst hellenistisch ist, s. Wortbildung 
und Deissiuann NB 43; infolge ähnlicher Erwägung für xQeßcaiog (neugr. 
y.Qfßc'aTi) aus y.QiißaTrog kommt auch Thumb 197 zu dem Schluß, daß man 
in solchen Fällen an ionische Kesiduen wohl nicht denken kann. Nach 
ihm handelt es sich möglicherweise um ein lokal beschränktes Lautgesetz 
auf dem Boden der Koivri. 

b) AVechsel zwischen ev und av. 

egevvdcü und seine Ableitungen erscheinen in den MS öfter 
mit av statt er, vergl. für das Simplex Gen. 3133 zweimal nach A, 
ebenso 44 12, Deut. 13 u auch in B, wie I Chr. 193, Sprü. 2O21 
nur in B, Jud. 814 in wS u. s. w.; nur eu ist überliefert z. B. 
Rieht. G29, Jo. I7; ähnlich verhält es sich bei i^egswacj. Av steht 
nie einstimmig, die Korrektoren von B haben et; in der Regel 
wieder hergestellt. Av ist ein späterer vulgärer EindringUng, 
wälu-end nach Ausweis der Papyri ev gerade in der Ptolemäerzeit 

noch durchaus herrschte. 

Beispiele auch für das NT bietet schon Sturz 117 ; für die Ptolemäer- 
papyri vergl. Mayser 113, wo nur tv anzutreffen ist; dagegen liest man, 
allerdings schon verhältnismäßig früh, nämlich 22ii P. Oxy. II 294, 9 u. 10 
i\oam'i]ria, wie ^qcwvÜv 280, 30 (180 11) und eqavvav Oxy. I 67, 18 (338 n), 
endlich P. Fay. 104, 14, 18 u. 19 (II i^) lQavvr\xcag. Zehn goldne Stateren bot 
einst 1. 1. 214 der uns leider zu früh entrissene Buresch dem, der ihm 
das Wort mit av auf Papyrus, Stein etc. nachweise. Somit ist iQuwuv 
weder ein spezieller Alexandrinismus oder gar ein ^lovöiaxov ovo/ua, 
s. Thumb 176, der indes Iqkw&v als besonderes Kennzeichen des ägypti- 
schen Griechisch ansieht und für die Entstehung event. an autochthonen 
ägyptischen Einfluß denkt; doch s. jetzt Crönerts Zusammenstellungen 
127, wo Beispiele für diesen Wandel aus der Profanliteratur, sowie aus 
anderen Gegenden geboten werden. Für die LXX kommt noch in Be- 
tracht Sprü. 9 18 nütvQov nach AB*s*, die Korrektoren von B u. s bieten 
nixcwQov, was z. B. auch bei Polyb. VIII 6, 8 vorkommt. 

c) Wechsel von et u. i, bezw. i u. eL. 

Eine Folge des sog. Itacismus war die Yertauschung von ei und l 
(seltener*), die in Ägypten seit c. 200^ massenweise auftritt, wäh- 
rend vorher, wie auch die Hibehpapyri jetzt zeigen, weit weniger 
Beispiele vorhanden sind. So findet man in unserm MS häufig 
yeivo(.iai, agei^i-idv, reiinav /.QeiveiVj r^f.ielv etc. Umgekelirt liest 
man z. B. örAviio, zlxog, l'öcoXov, lehfii-ievog, Zahkeiche Fälle 
verzeichnen Tischendorf-Nestle im Monitum des zweiten Bandes 
der Ausgabe, ebenso Swete im Anhang. Wir werden unsere 
Schreibung durchf ühi'en , zumal die Übersetzer, wenn wn- sie mit 
den Verfassern offizieller Urkunden auf eine Lmie stellen, der 
historischen Orthographie in diesem Punkte wohl treuer blieben. 



8 I. Lautlehre^ Akzent und Spiritus. 

Diu'ch die Abschreiber ist vieles der Art erst in die LXX hin- 
eingekommen ; dabei ist zu beachten, daß z. B. leloio, l'teioaj 
/iisi^tüj Ifiei^a m*sprünglich sind. 

a) Besonders verweise ich noch auf die Proparoxytona auf eia, 
die aus adjektivischen (i-Stlimmen hergeleitet sind; so findet man 
oft dh^tha, uo^Sici, erytria, docpaXia u. ä. Man küinite aller- 
dings auch dh]^la etc. akzentuieren und Nebenformen nach dem 
Typus VM/Act, ;€aQayoi.iici etc. annehmen, der meist auf adjektivi- 
sche o-Stämme zurückgeht. Im Ionischen, sowie in der älteren 
Atthis kamen solche Bildungen tatsächlich vor (s. u.), wie wqjella, 
ar^aöla. Ersteres ist Ps. 29 lo diu-ch AB*m sehr gut bezeugt; 
niu' die Korrektoren von B haben ei; auch ard^adia steht Jes. 248 
in AB*n; einstimmig ist endlich das auch attische drjdia Sprli. 
2329 von driörjg überliefert; schwächer bezeugt ist yM'Ä07cad-ia^ das 
sich bei Polybius findet, Mal. Ii3 in B, IV Ma. 98 in «. 

Meyer^ 183 weist auf aixia = cleixata bei Dramatikern hin ; (d(f€Xia 
(ionisch irj] steht z. B. durchs Metrum gesichert bei Euripid. Andr. 539, 
vergl. auch Essens Index zu Thukydides und für attische Inschriften 
Meisterh.3 53. „i5^«Jt« s. bei Soph. Oed. Kex 549, vergl. Mayser 427, 
P. Amh. II 78, 20 (V/VIn); clrj^icc steht P. Par. 11, 23 (157^); zu xccxo- 
nai^ict Mei.sterh.-'' 56, Glaser de ratione 73, Schweizer 54, Nachmanson 41, 
vergl. jetzt auch Hiller Priene 121, 28 (I^), 125, 7 (Iv?). So hat Soph. 
Oed. Kol. 189 tvaeßut, Pindar Olymp. 8, 10 iv/utvicc, man sagte stets 
evffvla von fic/ur)?, noXvfxu&ia zu noXv/xad^^g etc.; immer hieß es auch 
ctjiyja, n'Tv/Ca zu aTv^ri? und «lti';^»}?. Viel Material bietet Crönert 
31 sq. Es entspräche durchaus dem Wesen der Koivi^, wenn sie in 
diesen Bildungen weiterging, worin sich der im Neugr. dann vollzogene 
Untergang der Adjektiva aus ^g zu Gunsten derer auf og wiederspiegeln 
würde, s. Hatz. 381, Schmid IV 686. An einen lonismus braucht man 
nicht zu denken. Daß solche Doppelformen, wie oji^eXuu und id(f,iXü(, 
dr^&iut und dt]&icc wirklich üblich waren, ergibt sich aus Herod. II 453, 15. 
Auch konnten Doppelformen von verschiedenen Adjektiven von jeher 
möglich sein; so steht öwtoytui von awEoyrjg neben aweQyUt von avvtoybg 
s. Crönert 32. 

ß) Beachtung verdient ferner \öov für eidov. Swete mid 
Tischendorf -Nestle, die sonst itacistische Formen nicht auf- 
nehmen, setzen }dov mit B, dem A an vielen Stellen zustimmt 
(s. Tischendorf, Proleg. 56 Anm. 2), in den Text und akzentuieren 
Ydov, wohl in der Meinung, es handle sich hier um etwas anderes 
als um Itacismus, nämlich um Augmentlosigkeit. Aber ein der- 
artiges konsequentes Fehlen des Augments ist der Kolvti fremd 
und scheint bei dem doch ungemein häufigen eldov, das viel eher 



B. Vokalisinus. 9 

wie andere seltenere Formen als feste Prägung üljerliefert Anu*de, 
doppelt unwahrscheinlich. AVir haben gar keinen Grund, in Idov 
etwas anderes als graphische Variante zu sehen. Es finden 
sich ja einerseits vom gleichen Stamm iöog und YdtoXov oft genug 
in den MS, andererseits wird auch sonst das diu^ch / oder ü im 
Augment entstandene ei als l gesclmeben in Fällen, wo eine 
andere Erklärung überhaupt ausgeschlossen ist, z. B. IcoD-og Num. 
24 1 in B*, uo^a IV Ma. Iv2 in a, U/.uoa Ps. 119 m nach T, 
wie jetzt auch in dem- Fragment dieses Psalms "P. Amh. I pg. 85 
(spätestens VI^); oft ferner steht lOzrf/.EL = f/arrjxft. Es wäre 
dann jedenfalls idov zu akzentuieren. Erwähnt sei noch, daß in 
dem ältesten Septuagintafragment, das wir handschriftlich besitzen, 
vom Ende den 111°, P. Oxy. IV, Gen. 24 so elöev steht, wähi*end 
A löev hat. Es ist nm- folgerichtig, wenn wir ei überall herstellen. 

Zum Ganzen vergl. Buresch 1. 1. 212, Keinhold 11 sq., Jannaris 717 
Anm. 1, WSch. 5, 13 f., der die Frage noch offen läßt. '/Jor akzentuiert 
man auch P. Par. 51, 19 (160>) in einem sehr vulgär geschriebenen Traum- 
bericht neben tl^ov 21 u. 23. Ich erwähne dies um so lieber, als gerade 
in den Traumberichten (s. auch P. Leid. C um 160^) die Vertauschung 
von 64 und c sehr geläufig ist. Daß in späteren MS, so auch in der 
Leydener Handschrift des Pseudo-Kallisthernes, Mov, t^eg, Ms akzentuiert 
ist, kann nichts beweisen, da die Kodices auf dem Gebiet der Akzente keine 
Autorität sind, und sich außerdem der Unterschied zwischen Circuraflex 
und Akut späterhin verwischt. Zu dem oben erwähnten icoS^u vergl. man 
noch P. Oxy. I 33, Kol. IV 9 (II n) ioj&auiv, ferner s. tarr'jxHv P, Oxy. III 
pg. 5, 12 (IV/Vn) Apokal. des Baruch. 

y) Das kurze l wird in unsem MS gleichfalls öfters zu €«, 
sogar miter dem Akzent, namentlich in A, wo Fälle wie dyaX?Ja- 
oeig^ avccTzaroeig, kTtei = ItzI^ IVet = eVf, ioou = coaij vv/.zsi, 
yviüd^ei, eortlv, dvva(.ieLv^ wie auch data = löea nicht selten sind; 
Beispiele bietet schon Sturz 120. Ax\q\\ die Feminina auf /«, 
deren l übrigens in der Quantität schwankte, gehören hierher, so 
ayyeXeia, Ttavor/.eia, OQfpaveia. 

Die attischen Inschriften haben ec für kurzes i erst seit Iln, vergl. 
Meisterh.^ 49; für die Papyri s. Mayser 89 u. 90, wornach sc für t ver- 
einzelt schon im III "^' vorkommt, häufiger im 11"^' u. I"*'; der große Erlaß 
Euergetes' II, also sogar ein offizielles Dokument, bietet 2 u. 188 difulaet 
und 262 h'xtÜMativ; die Hibehpapyri stimmen zu dem, was Mayser über das 
III ^ feststellt. Für spätere Zeit vergl. auch Dieterich im Index zum 
Leydener Zauberpap., Jahrb. f. klass. Philolog., Suppl. XVI, 820. Zu 
ü^Eti = idia s. Field, Hex. zu Da. 1, 14, wie Test. Dan. 4, Benj. 10. In 
Formen wie dyyiXtiu etc. will Schweizer 54 Proparoxytona sehen und 



10 /. Lautlehre, Akzent und Spiritus. 

Suffixvertauschung annehmen; tiufür fehlt es jedoch bis jetzt an jei^lichera 
Anhalt. Dagegen können einige Formen auf */« neben solehen auf tu 
von jeher existiert haben; so geht wohl uoifctvtia auf ÖQ(fr(vevü), dagegen 
6n<fartcc auf onffarog zurück, s. auch Mayser -418. Interessant für den 
ganzen Vorgang, der offenbar meist rein graphischer Natur ist, dürfte 
sein Sir. 4l7 t^f iXiar B^, ^fdi^ar B*, t^di^av AC, ötXiav s. 



3. Kontraktion und Vokalschwiind. 

Das meiste jtuf dem Gebiet der Kontraktion, worin die KoiPfj 
nieht ganz so weit geht wie die klassische Sprache, gehört in die 
Formenlehre. Hier sei nur folgendes erwähnt: 

a) vovf.n]vict ist in der Kodices c. 20 mal sicher überhefert; 
doch steht z. B. Nmn. 28 u in B v€oi.tr]via, wie IKö. 20 18 in A, 
vEoui\vict best man einstimmig IKö. 205, IV Kö. 423, Ps. SO4. 
Da auf den Ptolemäerpapyri vov/Ar^via herrscht, so wird man an 
schwankenden Stellen dies als das gewöhnliche vorziehen. 

Für die Ptolemäerzeit vergl. Mayser 153, s. noch Stein von Ro- 
sette bei D I pg. 165 u. 167, Inschrift von Sestos D I pg. 542, Nach- 
manson 69. Später ist fast ausschließlich v80f4T)ii(c im Gebrauch, weil 
man offenbar das Bestreben hatte, die Wortelemente rein zu halten, 
und deshalb Kontraktion mied, vergl. z.B. P. Oxy. III 502,9 (164ii), BGU 

III 859, 6 (Iln), IV 1021, 10 [UU), Wessely Stud. I 59, 35, 5 Beispiele 
auch bei Vitelli, s. Index V, doch ist noch frühromisch vovfxrjvia BGU 

IV 1053, I 20 (13^), wie 4 mal D II 458, 22, 50, 74 u. 79 (c. 9v) auf 
einer kleinasiatischen Inschrift; daß veo/xr^via auch schon früher möglich 
war, beweist no/urjviaxccg -^fxiQug auf einer Inschrift bei Seymour de Kicci 
Archiv II 430 Nr. 5 (letzte Zeit des Augustus). Nto^i]viu verwirft Phryn. 
als ionisch bei Lobeck 148, wo auch einige Beispiele aus späterer Prosa 
angeführt werden, s. noch Pseudokall. I 32, III 35. Beispiele für vov- 
/jirjvia jetzt auch Hiller Priene im Index s. v. 

b) Umgekehrt ist in der Ptolemäerzeit raf-iieliov üblich, nicht 
lufiüopj was zunächst Taf.uov hieß und aus Ta(.ulov = zaiAiELOv 
kontrahiert \vurde. TajAielov ist in unserm Kodices auch meist 
bewahrt, doch schwanken sie auch, vergl. III Kö. 2225 B elov, 
A leJoVj s. ebenso in B IV Kö. 92, II Chr. 18 24, Höh. 34. 

Vergl. für KtfxitTov in der Lagidenzeit, wo auch sonstige Orts- 
bezeichnungen auf uTov intakt bleiben, Mayser 92, es kommen hinzu 
P. Hib. I 31 (g. 270vj, wo tu^lhov 4 mal erscheint, ferner D I 92 (c. 200v 
Ptol. V). Später meist Tcc/ufTov, s. Deissmann NB 10 sq., es treten jetzt 
z.B. hinzu P. Oxy. III 533, 9 (II od. Hin), IV 705, 72 u. 73 c. 300«), BGU IV 
1037, 8 u. 25 (47 n), 6 mal bei Vitelli, s. Index; oft auch auf Grabschriften 
der Kaiserzeit, s. Nachmanson 70, daneben selten TajuuTov s. Deissmann 
1. 1., jetzt auch P. Vit.I 47, 6 (213/17n), vergl. Test. Joseph. 3, aber TUfxeiov 



B. Vokalismus. 11 

9 und Sim. 7. Für das NT wird man ra/ufTov als wohlberecbtigte Neben- 
form, wo es gut bezeugt ist, aufnehmen; auch Hesych kennt beides, wenn 
er sagt Ta/uKiov • yonüivct, tuiuhov • d^äX«/uog. Durchs Metrum ist -lu^tlov 
bei Babrius 108, 2 bezeugt. 

c) Die gleiche Erwägung wie für Ta(.iüov = raf-iielov gilt 
fllr vyeia = ryi'eia. B iiud N haben oft die kontrahierte Form, 
während A uyleia bietet, vergl. z. B. Sprii. 68, Weish. 7io, Sir. 
Ii8; einstimmig steht tyUia Ez. 47 12. Letzteres ist die Form 
der Ptolemäerzeit, die A hier somit bewahrt hat. Später kommt 
dann lyela oder vyla in Ägypten vor. KvQei'a ist in ähnlicher 
Weise aus Ävpieia entstanden; in der Form y.vQia findet man es 
sogar einstimmig Jes. 40 10 und I Ma. 824, ferner in der Über- 
setzung Daniels, die uns aber nur in dem sehr späten Kodex 
Chisianus vorliegt. Da die Ptolemäerpapyri nm' /.iQLeia haben, 
so werden wir auch bei den LXX doch wohl so schreiben müssen. 

Zu vyUia und xvQuCa als Formen der Ptolemäerpapyri s. Mayser92; 
auf attischen Inschriften erscheint vy^Ta bisweilen seit I'»' nach Meisterh,^ 
49; später auf Papyri dann auch vyUct und ly^r«, s. Moulton 1901, 435 
u. 1904, 107, wo aus vorchristlicher Zeit nur Beispiele aus Thera ange- 
führt werden. Die Existenz von iytTu in hellenistischer Zeit bezeugt 
auch Herod. 11 595, 22. Im Aristeasbrief 190, 237, 259 scheint mir vyleut 
immer noch wahrscheinlicher als vyna, ebenso wird bei ihm 25 für y.vQtia 
xvQUia richtiger sein ; zu Polybius vergl. Glaser, de rat. 73, der xvQtCa an- 
nehmen will, außerdem s. Schweizer 58, 101. Auffallend ist, daß A in 
Theodotions Daniel öfters xvQieca schreibt, während ihn sonst xvqsiu bezw. 
xvQici nicht störte. 

d) Auf dem gleichen Wege wie vyela und Tajuelov entstand 
7C£lv =^ Tciv = nLUv, Oft tritt 7ilv in B* u. K auf, z.B. II Kö. 
23 16, Neh. 812, wo aber A und die Korrektoren von B ^culv 
bieten. Es gehört tcIv ebenfalls erst in spätere Zeit. 

Die Frage behandelt in Beziehung auf das NT auch Deissmann, 
NB 10 sq., wo man Beispiele aus den BGU findet; jetzt steht nnv auch 
bei Vit. 101, 8 (I^^); vergl. noch Hatz 308. 

e) Vokalschwund liegt vor in hellenistisch rooooi^ = veoGOoc., 
voooLcc = veoooia. Die Kodices sind oft imeins. A hat wieder- 
holt veoooog, wo B voaooq bietet, vergl. Lev. 5? u. 11; 128; 1422; 
Ps. 1469; Jes. 608, wo auch wN voooog hat; 16 2 schließt sich « 
dem Kodex Alexandrinus an; einstimmig liest man voooog Hi. 07; 
3841; 3930, wogegen veoooog in ABi< Sprü. 24 22c u. 52 zu finden 
ist. Bei voooLCi = vaoooid ergab sich ein sehr starkes Über- 
gewicht zu Gmisten der Form ohne e. Ich bin daher zu der 
Annahme geneigt, daß wir sie schon als gleichberechtigt neben 



12 /. Lautlehre, Akzent und S2Hritus. 

dem urspriuiglichcii leoaoog etc. in die Lagidenzeit zurückdatieren 
müssen. 

Papyri und lusclirifteii der Ptolemäerzeit lassen uns hier zufällig 
im Stich. Dagegen hat Herondas da, wo das Metrum die offene Form 
verlangt vtoaaög, wo aber die geschlossene nötig ist voaaog, s. Meister, 
Abhandl. der Künigl. sächs. Ges. der Wissenschaften, philol. hist. Klasse, 
Bd. XIII 811, wo auch für Diodor beide Formen nachgewiesen werden. 
Darnach muß doch wohl schon in der Koirt] vorchristl. Zeit beides gleich- 
berechtigt neben einander hergegangen sein, während im Attischen wohl 
nur vfTOTog geschrieben wurde, vergl. veoTTuc Aristoph. Vög. 547, wo durchs 
Metrum roTTia gefordert wird. Aus späterer Zeit vergleiche man auf 
dem Leydener Zauberpapyrus 35 voaoüxiov, in byzantinischer Zeit heißt 
es oft voaaög, s. Hatz. 268 u. ueugr. vooaiiSci\ Phryn. 206 bezeugt die 
Form als hellenistisch durch seinen Tadel. Man wird voaaog = reoaaog 
zu den Fällen in der Koivi] rechnen, wo in tonloser Silbe f vor einem 
Vokal verschwindet, s. Dieterich 45 sq., dessen Kcsultate im einzelnen 
allerdings wohl der Eevision bedürfen, vergl. Thumb, Byzant. Zeitschrift 
IX, 238. Dieses Lautgesetz ist aber jedenfalls schon alt und war 
wohl überall vorhanden, vergl. Meyer^ 219 sq., Schweizer 102, der im 
übrigen lonismus annimmt unter Zustimmung von Thumb 72. In der 
Überlieferung Herodots findet sich voaaog allerdings, doch nicht ganz 
sicher, vergl. Crönert 132. Es wäre sogar nicht ausgeschlossen, daß die 
MS bei Herodot in diesem Fall späteren Einfluß erfuhren. Nimmt man 
voaaog bei Herodot an, so könnte man wenigstens bei Äschylus frg. 113 
die Form voaaog als lonismus gelten lassen. Andernfalls würde Äschylus 
das frühe Vorkommen dieser Nebenform beweisen. 

4. Elision. 

Die PtolemäerpapyTi zeigen, daß man leichtere Elisionen, so 
bei xl, öe, a?da, sowie bei Präpositionen mit großer Inkonsequenz 
in der Schrift bald vornalmi, bald unterließ. Es erklärt sich dies 
aus der Neigung, die Wörter mein- zu isolieren. Auch konnte 
der Autor die Dmx'hführung solch euphonischer Mittel vielfach 
dem Leser überlassen. Auch für die LXX dürfen wü' annehmen, 
daß sie die Vokale bald sckrieben, bald elidierten. Oft schwanken 
die MS. Ich gebe hier einige Beispiele für Unterlassung bezw. 
Schwanken der Ehsion im Pentateuch zmiächst für Präpositionen: 
a7[o avO^QioTtov Ex. 925, Num. 31 ii aito igr^i^iov und a/ro dvaio- 
hov Xum. 31 3, so auch bei djtb Xum. Is; 5 31; 15 20; 18 30; 3348; 
Lev. 343 OLTtb loTrtQcxg nach B, während in F d(p tOTtegag und 
in A aTT ea/tigag steht. Für -/mtcc vergl. oft zara aQL^^/noVj so 
auch Num. I2, wo ymc or/,ovg unmittelbar vorangeht, -/.ard dva- 
joXdg nach D und E Gen. 128, aber nach A xar' uv., für y.aid 



B. VokaUsmits 13 

vergl. noch Gen. 25 ig, Dent. lOisn. ig; für hetcc Gen. 3228, l7il 
Deut. 3221, Num. 14 lo liest man eTCid^i\öovoiv eit avacfoqhov, aber 
V. 12 u. 14, ETti^. i/tl avaq)OQeig. Bei den Pronomina wird 
innner elidiert z. B. a7c ef.iov Gen. 139, vergl. Num. IS so, für 
dia Num. 12 ig, 18 36, 22i2, enl Ex. 9i3, Num. 292, naga Gen. 
23 11, f.ieTa Gen. 233, Ex. 12 u, avxi Gen. 30i8, xara Gen. 22 ig. 
Bei Eigennamen wird die Elision in der Hegel unterlassen wohl 
im Interesse der Deutlichkeit: Gen. 18 1? ano ^^ßQüccfi, 2624 öia 
^^ßq. (nur E di\ Num. 34 (.leia l^agtov, 31 12 /Mid ""leQuyw, Deut. 
448 aTio l^QorJQ, 449 vTTo ^^ooTiöco, 920 ItcI ^Aaqiov etc. 

Von sonstigen Fällen erwähne ich nur folgendes: akXa ist oft 
elidiert, dagegen z. B. nicht Num. 149 alXa aTtd, schwankend 
z.B. Gen. 18 19 B cilla ei/cev, A dXX', 4023 A alld F.TreXdd-evo, 
E dll\ oft cdV rj aber in A cdld t] Deut. 20 17 u. 19; oudf ist 
ebenfalls meist ehdiert, dagegen z. B. nicht Lev. 5 11 ocdi etti- 
d-YjaovGiv (E hat orö^), vergl. II Kö. 1924(25), Weish. 222; s. 
schließlich tovto Igtl Gen. oOii, dqa ov^a Gen. 20 11. 

Es läßt sich natürlich an zweifelhaften Stellen, weil eben 
beides gleich möglich ist, die ursprüngliche Lesart nicht mehr er- 
mitteln. Wenn man indessen, wo A und B einander gegenüber 
stehen, dem älteren Kodex folgt, und da, wo ^< hinzutritt, mit der 
Majorität geht, so wird man etwa das Bild bekommen, das Pappi 
und Inschriften der Ptolemäerzeit bieten. 

Für die Ptolemäerpapyri vergl. Mayser 155 sq., wornach auch dort 
z, B. bei Eigennamen, wie in den MS unserer LXX, die Elision ge- 
wöhnlich unterlassen wird. P. Hib. I 48, 11 (255"«') steht nao' I^vtittcctqov, 
G7, G (228"^) 71 ao' !dnoXX(j}r(ov, aber nuoa '4a(f>sä 70b, 6 (c, 228"«), ttuocc 
Uq^tövotov 106, 6 (246"*"). Für Inschriften, wo ebenfalls ziemlich Freiheit 
herrscht, s. Meisterh.-'' 69, Schweizer 134 sq., Nachmanson 71 sq. Be- 
sonders oft liest man ^nl hoecog z. B. D I 228, 233, 338, aber auf Pto- 
leraäerurkunden stets i(f tiQsojg. Wie leicht ein Schwanken möglich war, 
sieht man aus dem Dekret von Kanopos, wo D I pg. 98 nach Exemplar A 
i(f\ aber nach B Inl steht; vergl. pg. 81. Für Pronomia vergl. noch 
P. Hib. I 35, 5 (c. 250^) ncco' vfj.iüv, doch 9 imb i5^a5r. 

5. Krasis. 
Die Krasis ist lange nicht mehr so häufig wie in klassischer 
Zeit, was gleichfalls mit der zunehm.enden Isolierung der AYörter 
zusammenhängt. Sie tritt noch ziemlich oft ein bei /.al und 
folgendem syco ^lov etc.: yidy(6 z. B. Gen. 20?, 4257, Ex. 39, 
Lev. 2624, aber /mI syco z. B. Ps. 7222, schwankend ist Ps. 8828, 
'/.dyiü B, aber /mI tyw An; '/m(xov IY Ma. 59; vmixI Gen. 27 34; 



1. Lautlehre, Akzent und Spiritus. 

oft auch y.ch' = y.ai fdv, so Si. 0i9, I611, "Weish. 44, aber 
y.al Idv z. B. I Kö. 20 14, Lev. Tg B xav AF y,al Idv, Jos. 814 
xaV B, Kai edr An, vergl. Sir. 3 13, 28 11. Wenig Fälle liefert 
der Ai-tikel, der im Attischen gerade besonders häufig Krasis 
bildet: Tovvctvziov III Ma. 822, TalrjS^eg 7 10, immer zd avid vor 
allem in dem modalen Ausdruck y.aid xd aizd (s. Syntax unter 
xar«); xdlla I Esr. 64 A, B ra aXA«, sonst ra dXXa z. B. lEsr. 46, 
I Ma. 11 35. In den Kompositis mit tvqo fehlt beim Zusammen- 
treffen mit dem Augment stets die Krasis; es heißt also immer 
7TQo^ßaXe^ 7iqotdw/.ey ftgoeq^ege etc. An den schwankenden 
Stellen wird man den gleichen Grundsatz durchführen wie bei 
der Elision. 

Für die Ptolcmäerpapyri s. Mayser 158 sq., wornach die Krasis auch 
dort nur noch ein Scheinleben führt und z. B. in den Kompositen mit 
7TQ0 ebenfalls nie erscheint. Ich füge beispielsweise noch bei P. Hib. I 51, 2 
(245/4^) TttVTiyQaifov, 79, 4 (c. 260^) t«7A«, letzteres auch auf dem Kosetta- 
stein D I pg. 165, vergl. rcl^ioiiuevcc D I pg. 374 (Lapis Oxoniensis c. 244"*'), 
xctra T«iV« D I 225, 11 (Zeit Antiochus' I.). Für Inschriften auch Meisterh.-"' 
70 sq., Nachmanson 74, Schweizer 133. 

6. Prothese. 

Vokalprothese liegt vor in ix^^S^ hellenistisch stets statt x^^Si 
das bei den LXX nur die Kon^ektoren von B bieten. Umgekelirt 
steht immer ^fZw, wogegen die augmentierten Formen von e&elfu 
gebildet werden (s. unter Präsensbildung). 

Für ^/t^/? bieten die Ptolcmäerpapyri zufällig kein Beispiel; für 
spätere Papyri vergl. Crönert 132; nur bisweilen /^is, so P. Lond. II 
161, 8 (270n). Nach Herod. II 182 wäre i/^^'^ ^l^s ursprüngliche, s. auch 
Rutherf. Phryn. 370 sq. u. WS 5, 24. 



C. Konsouaiitismus. 

1. Verdoppelung. 

a) Ursprünglich wurde anlautendes q nach Augment und Prä- 
position verdoppelt, was auf stärkere Aussprache im Anlaut hin- 
weist. Schon im Attischen wird diese Regel, wie bereits In- 
schriften des Vv zeigen, nicht ganz ausnahmslos angewendet. Das 
anlautende q muß sich der weicheren Aussprache des inlautenden 
genähert haben, so daß in der Schrift die Verdoppelung oft unter- 
blieb. Wir werden natürlich die Gemination durchführen. Folgende 
Beispiele mögen indes das Verhalten der MS illustrieren: Ex. 7 10 



C. Konsonantismus. 15 

ß tQLipev^ A QQ, Jos. 10 11 B 7.aTiQQ£i, A Q, Jes. 3 6 18 Aß iggc- 
oavTO, üq; einstimmig ist immer eoQcooo, l'QQioo&e und eQge&r^ 
überliefert, umgekehrt fast stets ytaraQüÄTr^g. Falsch ist Ttagr^- 
oidtoLiai, da hier das erste q vom ursprünglichen v stammt, 
s. Ps. 11g Ttagi^GidoofiaL nach Ba, wie Swete abdruckt, AB*^^(>, 
vergl. TxcLQQiqoia z. ß. Hi. 279, I Ma. 4i8. Für Doppelrho er- 
wähne ich ferner aggaßcov, das semitischen Ursprungs ist, vergl. 
hebr. 1^3"}:?. und an drei Stellen der Genesis nur mit einem q 
steht, 38 17. 18 u. 20, wo bekanntlich der Kodex B fehlt; es ist 
dies aber vielleicht nicht die Scln:eibung der Ptolemäerzeit (s. u.). 

Für die Ptolemäerpapyri vergl. Mayser 212 sq., s. noch (Inöniipe P. 
Lond. I pg. 61, 23 (c. 150 '^'); selten ist die Vereinfachung in Pergamon, 
s. Schweizer 124, wie in Magnesia, s. Nachmanson 91; über attische In- 
schriften des Y^ Meisterh,' 95; große Mannigfaltigkeit herrscht auch im 
NT nach \YS 5, 266, wie bei den Vätern und in den Apokryphen nach Eein- 
hold 42, vergl. noch Test. lud. 26 clvaorj^ec C, aber qq 0. Zu 7iaor]aia 
auf Inschriften und Papyri s. WS. 1. 1. Zu y.caaoaxTr^q mit einem q vergl. 
D I 130, 11 (Ptol. VIII 146— 116 v) und Seymour de Kicci Archiv II 429 
(Zeit des Augustus); es scheint dies auch die richtige Schreibung zusein, 
da das Wort, wie Strabo XI 667 angibt, von y.ctTanaoaoj kommt; wo 
Doppelrho überliefert ist, liegt die Anlehnung an xctTciQQi^yvvfj.c vor, die 
auch bei Strabo Varianten verursachte, s. Crönert 79; Lautensach, 
Grammat. Stud. zu den griech. Trag. u. Kom., Hannover 1899, pg. 13 sq. 
hält diese Ableitung für die ursprüngliche im Hinblick auf Soph. Oed. 
Kol. 1590, wo das Metrum qq verlange; doch ist dies nicht ausschlag- 
gebend, da schon einfache Liquida Position bewirken kann. Zu ccQQnßojv 
bemerke ich folgendes: Das Wort ist schon frühe übernommen worden 
und findet sich erstmals Isä. 8, 23, Aristot. polit. I 4, 5, wo die Über- 
lieferung Doppel-o zeigt; ebenso steht clooccßwv jetzt dreimal P. Magd. II 
36, ferner Ostr. 1168, 3 (unbest. ptol.), mit einem q nur in dem mangelhaft 
überlieferten P. Par. 58, 14 (c. 160 v). In nachchristl. Zeit läßt sich die 
Schreibung mit einem q ebenso oft nachweisen wie die mit zwei, s. Moulton 
1901, 33 und schon Deissm. NB. 11 sq., der mitKecht betont, daß aus dem 
semitischen Ursprung nicht mit Notwendigkeit das doppelte q folgt, s. auch 
Fränkel, Vorstudien zu der Sept., Leipzig 1841, 113 u. 122. Gleichwohl 
scheint qq ursprünglich zu sein, so daß der Kodex A an den genannten 
Genesisstellen sehr gut unter späterem Einfluß stehen kann; leider ist uns 
eben B nicht erhalten. Die Form dnaßiov ist vielleicht volkstümliche An- 
lehnung an "AqchI) (s. Deissm. 1. 1.) oder Analogie mit sonstiger Verein- 
fachung von Doppelrho. Neugr. heißt es aQoaßtöv, aber auf Cypern, wo 
auch sonst Vereinfachung von q stattfindet, doaüiva, s. Thumb 22 sq. ; 
man kann hieraus einen sichern Schluß auf die Koivi^form nicht ziehen. 

b) BalldvTLOv hat Doppel-^ Sprü. \u einstimmig, Hi. 14 17 
nach An, Tob. I14 in wS* (A u. B haben andern Text), aber 82 A. 



16 /. Lautlehre, Akzent loui ^j)iräus. 

Nach Cröuert 76 ist ßccXlcirrtor mindestens die gangbarere Schreibung, 
s. auch WS. 15, 26a; auf Papvri findet sich bis jetzt kein Beispiel. Ob 
freilich AA ursprünglich ist, scheint fraglich, da doch das Wort wohl vom 
Verbalstamm ßcd abzuleiten ist. Anlehnung ans Präsens oder auch der 
Vorgang der Dichter, die einfache Liquida Position bewirken ließen, was 
dann in der Schrift Verdoppelung veranlaßte, scheinen die Schreibung XI 
verbreitet zu haben. 

c) Mit einem v sind zu schreiben nach Ausweis der Papyri, 
Inschriften und Ostraka erazog, evev7]/.ovza und h>ay.6oioi] letzteres 
ist in B öfters mit Doppel-v gescln-ieben. revt]fxa kommt von 
yirea&ai und steht von Erträgnissen des Feldes; so schreibt auch 
immer A. wälu'end B in der Regel yivvi(if.ia hat, z. B. Deut. 
32 13 u. 22; n Clu'. 31 5; Ps. 106 17 u. s. w. c. 60 mal; dagegen steht 
yei'vi]Lia aus yevvaco von animalisch Erzeugtem, wie Rieht, lio; 
Sir. 10 IS, wo auch A vv hat; auch sonst werden Formen von 
yh'ouai und yei'vcao verwechselt, so besonders Eyevpyd^riv und sye- 
vi'^&)jv\ z. ß. liest man ganz unsinnig in A Ex. 19 16 yEvvi^d^tvvo^ 
TtQOQ oQ&QOv für yevr^d^evTog. Idivaog ist überall richtig über- 
liefert, nur II Ma. 7 36 hat der spätere Kodex V atvvaog. 

Zu tvcno? etc. Mayser 214, Meisterh.^ 159, Crönert 75; auch neugr. 
h'ivrivTct = h'ivrixovTCi, wogegen sich Ivruty.oacoc an evvtK anschließt. Daß 
yin^fictTtt Feldprodukte sind, weist Deissm. B 105, NB 12 nach, wo auch 
von sonstigen Verwechslungen der Formen von yivtaS^ca und yevvaio die 
Rede ist: für die Ptolemäerpapyri, wo es zahllose Belege gibt, s. Mayser 
1. 1., für Inschriften Schweizer 124, s. noch WS 5, 26a. Nach Lob. Phryn. 
286 brauchte man yevvrjfua auch = xaQnog; doch muß man dort wohl 
ylvrifia korrigieren. 'Aivuog belegt aus der Ptolemäerzeit Mayser 1. 1.; 
daß es die ursprüngliche Form ist, hat Hermann zu Euripid. Ion 1083 
nachgewiesen. Die Form dlvvaoq ist aber wohl daneben üblich gewesen; 
denn sie steht in auffallender Übereinstimmung der Kodices dreimal bei 
Aristeas 279, 292, 311; wenn Mayser 1. 1. hinzufügt »auch LXX«, so ist 
dies nach unsern Beobachtungen irreführend. 

2. Assimilation. 

a) Pap}Ti und Inschriften zeigen, daß man in vorchristlicher 
Zeit sehr häufig auslautendes v bei Ir, ovv^ ir^v, tov, /hsv, sdv, 
also vor allem bei kleineren Wörtern, die sich eng anschließen, 
doch auch bei Verbalformen auf aav^ ov, sowie bei Substantiven 
auf ov, an den folgenden Laut assimilierte, vergl. zof-i /nrjva, 
laix i^oilr^xuL^ f.u/ii i.ioL\ vor Gutturalen steht y, s. triy yvvar/.a, ly 
y^ojl^rj, ly xsqöIv u. ä. Auch die LXX mögen öfters so geschrieben 
haben; wir führen natürlich unsere Schreibungen durch. Infolge 



C. Kntisonantismus. 17 

der Neigung späterer Zeit, die Wörter in ihrer Selbständigkeit zu 
belassen, hat sich in unsern MS verhältnismäßig wenig davon er- 
halten, am ehesten noch die Fälle, wo die ßuchstal)en ganz gleich 
wurden; so oft ly yaorgi in A, vcrgl. schon Sturz 13H, Ex. 222 
in A und B, wie II Kö. 1 1 5, ferner ebenfalls in A oft s/x ^tGco 
s. auch Sturz 1. 1., aber kv (.1. Ez. 7 8 (g Efx), 92 etc., selten If-i in 
B z. B. Ps. 21 33, Jes. 41 18, in n Jes. 61 9; s. noch IMa. 9 19 sfx 
Modeeif.1 in A, Jes. 16 3 lf.L i.ieorjf,ißQLvfj in n. 

Zur Ptoleniäorzeit vergl. Mayser 229 sq. Für die Willkür ist be- 
zeichnend P. Tebt. I 18, 7 (114 V) l/u /ueTocp, aber 17,7 (ebenfalls 114v) von 
gleicher Hand ^r /ustqo); aus den Hibehpap. vergleiche man z. B. 42, 8 
(262^) iciju y.ri, wie 5 oaoy. fxiv, to/u fj,rjva 111 III 46 (Kecto, c. 255 v); ly ya- 
htqC P. Magd. I 4 (III ^), Ifx /ueao) P. Petr. II 66, 2 (250 v), wie noch in 
einem Stück, das in einer Anm. zu I 23 mitgeteilt wird, s. auch Crönert 
62 und Test. Lev. 5 u. 13, Sebul. 6 u. 10 (3 mal). Für Inschriften 
Meisterh.-^ 110 sq., Hecht I 6 sq., Nachmanson 100 sq., Schweizer 135 sq. 

b) In der Zusammensetzmig wurden ursprünglich iv und guv 

angeglichen, weshalb wir GvyyQdq)eiv, Sj.ißdXXeLv etc. schreiben. 

Aber schon in der Lagidenzeit wird v oft beibehalten, und in den 

Kodices der LXX ist diese isolierte Schreibweise entsprechend 

der immer mehr zmielnnenden Neigung der späteren Zeit, die 

Wortelemente rein zu halten, ungeheuer oft vertreten, vergl. svxei- 

qIölov, hf-iivELv, ovvGTTJoai, GivyQdq)ELv etc. viele Beispiele bei 

Sturz 131 sq. Das willkürliche Verfahi^en zeigt z. B. Mal. lio 

B Gvv/,XLGd^rjGovTaL, aber A Gvyy.l., Hi. 31 9 ABn iv/M^erog 

B^^C eyyi. 

Vergl. Mayser 233 sq. s. auch Dekret von Kanopos, wo nach D I 
pg. 104 Exemplar A IXlsTnov, B IvXelnov, 100 bietet A nQoaEyy.oXün- 
T^aS^at, aber B riQoatv.; s. noch Crönert 58 sq. Meisterh.^ 112, Nachmanson 
104 etc., für das NT besonders WH. Append. 149 sq. 

3. Konsonantenvertauschung. 

a) Für OL'öeig, ovSiv, ovöevog etc. tritt mindestens ebenso oft 
ord^eig, ov^ev etc. ein, freilich unter großem Schwanken der MS 
an c. 100 Stellen. Bald hat A^, bald B; wo n hinzukommt, 
findet man für die eine oder die andere Lesart die Kombinationen 
An oder AB oder Ba, s. z. B. Jud. 14 15, » ouSelg, AB old-eig^ 
Hi. 422 A ovdlv, Bn ovb-tv, Weish. 96 Bn ovdev, A oiMv, 
Jes. 494 B ovöev, Am oli>iv, Weish. 7 28 AuX oldlv, B oid-tv. 
Wie leicht ein Ausweichen in die eine oder andere Form möglich 
war, beweist Hab. 25, wo in n die erste Hand mit B oidlv, die 

Helbing, Septuaginta-Granim. 2 



18 /. Lautlehre, Akzent und Spiritus. 

zweite mit A ov^h' bietet Eiimial steht beides hintereinander, 
was ebenfalls die Geläufigkeit zeigt, Jes. 40 17 dg ovdiv elai yial 
eig oid-si' iloyla&riaav; an der zweiten Stelle hat nur n ovdtv. 
Das IV. Makkabäerbuch, das auch sonst Besonderheiten hat, 
schreibt nur d. Ein Schwanken zwischen beiden Lauten findet 
ferner entsprechend statt bei i^ovöevelv (oiv), i^ovd('v7j(.ia {(jo/na), 
i^ovöevr^oig {(ooig), s. II Chr. 86 16, Ps. 21 6, I Kö. 87 u. s, w. 
Almlich wie bei oideig liegt die Sache bei fuijöelg, vergl. I Esr. 228 
B liii^^^y, A linjdev, Jon. 87 Bn ^ujdsv, A /un^d^iv, s. auch (xr^d^l- 
lEQog Sprü. 24 1 B^s, ^1^6. A. Die Formen mit d- sind jedenfalls 
für die Koivrj charakteristisch und finden sich allenthalben schon 
in der Ptolemäerzeit. Es wird nun aber, da vorchristlich, wie 
nachchristlich beides möglich, an schwankenden Stellen nicht ent- 
schieden werden können, was ursprünglich ist. Man wird deshalb 
auch hier, um etwa das Bild zu bekommen, wie es die Ptolemäer- 
pap}Ti für diesen Wechsel bieten, das schon bei Elision und Krasis 
eingeschlagene Verfahren anwenden. 

Für die Ptolemäerpapyri s. Mayser 180 sq., wornach gerade im III ^ 
& weit überwiegt. Dies bestätigen jetzt auch die Hibehpap., wo sich 
überhaupt nur » zu finden scheint, vergl. 27 III 50 (301— 240^), 43, 6 
(261^), 85, 24 (261 V) etc., s. noch Eosettainschrift bei D I pg. 151 firj^^v 
und die in tadelloser Orthographie abgefaßten Briefe Attalus' II an den 
Priester Attis D I 315, 54 ov^avt. Auf attischen Steinen erscheint ^ 
sogar schon seit c. 370"^ und wird seit 330 geradezu stehend, s. Meisterh.^ 
104 u. 258 sq.; für Inschriften vergl. sonst Schweizer 112 sq., Nachmanson 
77. Auch bei Aristoteles ist ^ schon anzunehmen, s. ßonitz im Index, 
sowie bei Polybius nach Stich 150, Kälker 230, der sogar nur ^^■ zulassen 
wollte, auch Aristeasbr. z. B. 132, 225, aber <^ 72, 189. Ausführlich 
handelt darüber Crönert 155 sq., wornach das S^ später wieder aufgegeben 
wurde, wie auch das NT zeigt vergl. WS 5, 27 f. Anm. 62, sowie die 
späteren Papyri ; im neugr. kam infolgedessen cT zum Sieg in (^i^v = ovö^v, 
8. Thumb 14, Für die Erklärung verweise ich auf Mayser 1. 1., wo auch 
andere Literatur verzeichnet ist. S ist unter dem Einfluß des Hauchs 
stimmlos, d. h. zur Tenuis geworden, so daß ^ entstehen konnte, was bei 
dem engen Zusammenwachsen von ov^f: üg = oi)6' eig = ovd^eCg ebenso 
erklärlich ist wie das Schwinden des Hauchs in otnhiq. Es wirkte wohl 
das Bestreben mit , den Hauch auch nach dem Zusammenwachsen zu 
halten, zumal man sich der Entstehung des Wortes sehr wohl bewußt 
war, wie die gleichzeitig oft vorkommende Spaltung in ovök üg beweist. 
Es liegt ein Ausgleich zwischen ovdiig und ovo' üg vor, also eine An- 
näherung an die Etymologie. 

b) Herrschend ist bei der überwiegenden Mehrzahl der ein- 
schlägigen Wörter aa statt des jungattisch-böoti sehen tt, d. h. die 



C Konsonantismus. 19 

hellenistische Verkehrssprache bevorzugt ihrer Stellung gemäß die 
Lautgruppe, die von jeher die häufigere war. Von einen lonismus 
oder Dorismus zu sprechen ist bei dieser Erwägung unnötig. Für 
die LXX ergibt sich folgendes Bild: Substantiva, Adjektiva wie 
ölogoc, und ^cEQiooog, ferner reoGageg und T£00aQay.ovTa, sowie 
Verba haben stets gg. Eine Ausnahme machen nm* das 11. und 
IV. Makkabäerbuch, wo öfters jCQaxzeLv vorkommt, wie tccttblv 
n 10 28, öiacpvXaTteLv 66, yXioTxa IV 10 17 u. 21, aber yXcoGoa 19. 
Mit Ausnahme dieser beiden Bücher ist somit bei den LXX og 
die Regel. Man wird also z. B. Jer. 5224 mit A^« q)v?MGoeLv auf- 
nehmen gegen q)vXdTTeLv in B, ebenso Weish. 174 ÖLEipvXaGGe 
mit Bm gegen xx in AC. Anders verhält es sich jedoch bei den 
Komparativen tJttojv und Hccttcüv, wo nach dem überwiegenden 
Zeugnis der Kodices irr üblich ist, entsprechend auch bei r^TTccGO^av 
mid den Derivaten von eXctTTCüv, so eXazTovv, kXaizovovv (elv), 
iXoTTcoGig, ilaTTCüfxa. So fand ich tjggwv nur Hi. 54, Jes. 238; 
sehr häufig ist sldTTwv^ aber eXccGGwv Gen. I16, 2523, 27 6, Sprü. 
13 11, 22 16, Weish. 95, Hi. 16? nur in n, doch wohl ursprünglich, 
da es in diesem FaU eher denkbar ist, das A und B in das ge- 
wöhnliche TT auswichen; vergl. noch eXaGGOvoüv Sprü. 1434, 
sXaGGOvv II Kö. 329, Sir. 3427, 3824, 4l2, 422i (nm' B rr), 4723 
(nm- N tt), II Makk. 11 13. Dagegen zieht '/.gsiGGtov gg entschieden 
wieder vor; doch ist zx sicher Esth. I19, Sir. 1924 (nur C yiQiGowv); 
2327, Ez. 3221; anderwärts ist ein Schwanken bemerkbar, wobei 
man aber, zumal wenn zwei Kod. zx bieten, dies vorziehen wird, 
da ein Ausweichen in das häufigere gg bei diesem Wort näher 
lag; vergl. z. B. Sprü. 2524 Bn zx, A gg, Sir. 2O21 An zz, B gg. 
Also zeigen auch die LXX, daß zwar gg herrschend war, daß 
aber die Macht des Attischen sich doch sehr geltend machte. 

Für die Ptolemäerpapyri und Ptolemäerinschriften s. Mayser 222 sq. ; 
für TT kommen aus den Hibehpap. I jetzt hinzu 37, 8 u. 17 (235/34^) 
TiTTKoeg, wie TSTTUQag 101, 9 (261/60^), naTzcü 118 frg. a II 29 (c. 250^), 
77 oaTTf 51, 2 (245/44 V); später wird tt sogar noch häufiger, s. Thumb 79, 
Crönert 185, besonders hält sich UarTürv und seine Ableitungen, wofür 
ich aus neueren Publikationen noch anführe P. Vit. I 56, 18 (284n) IXar- 
Tova&cu, wie 68, 11 (172n), 86, 29 (In), P. Oxy. IV 705, 46 (c. 200ii) Uccttov, 
Archiv III 173 (381 n) Uärrova, frührömisch ist noch llccTTOjfxa BGU IV 
1060, 26 (23/22 v). In byzantinischer Zeit vom IV n an, also in der Ent- 
stehungszeit unserer Handschriften, die davon in einzelnen Fällen beein- 
flußt sein können, ist tt sehr gangbar gewesen, so liest man bei Vit. I 33, 8 
(pvXciTTStg, 18 T]TTov im IV Q, auf dem von Preisigke, Archiv III 445 sq. 
veröffentlichten Straßburger Papyrus den VIn steht Uanov , n^äzTeiv, 

2* 



20 /• Lautlehre, Akzent und Spiritus. 

diciTTQKTT^a^cti, (fvlctTTfir, anoTKTTousvoi. Aiich der sonst so sehr vulgäre 
Pseiulo-Kallisthenes hat mindestens 30 Fälle, vergl. noch Rcinhold 43 sq. 
Man könnte darin einen Einfluß der atticistischen Bestrebungen auf die 
Volkssprache erblicken, wenn man nicht da und dort auch je nach dem 
Bildungsgrad dos Verfassers direkt an gelehrten Einfluß denken müßte. 
Es ist aber umgekehrt sehr bezeichnend, daß die Atticisten selbst sich 
des vulgären aa nicht erwehren konnten, vergl. Schmid IV 14; auch die 
atticistischen Lexika empfehlen zwar tt wie Möris 192, Phryn. 192, aber 
sie unterlassen mitunter den Tadel der Formen mit aa, s. Thumb 78. In 
dem Kampfe zwischen tt und aa ist ersteres schließlich unterlegen, so 
daß im heutigen Griechisch nur noch aa lebendig ist mit ganz geringen 
Ausnahmen, die aber zeigen, daß tt ein wirklicher Bestandteil, der Volks- 
sprache war, vergl. neugr. niTTaxi aus niTTäxcov, s. Mayser 223, außerdem 
jetzt auch P. Vit. I 18, 5 il47/8n), D II 595, 38 (174n), Archiv II 438 
(Zeit des Domitian), Für tt auf Inschriften trage ich noch nach : D I 40 
(Philadelphus) ttqcctth wie 81 (Philopator) ngccTTcov und 329, 11 (Attalus II) 
TTociTTfir, 251 (Antiochus IV) tccttÖ/h^voc, D II 504, 16 und 507 nQc'aToyv 
(Iln), 521 (Anastasius) lyxccQaTTta^^ca u. ^«Aktt//, Latysch, I 16 B 16 IXcct- 
Tovg, aber 33 IXciaaoriüv (II"), y]TTov 21 (II n), wie jiQaTTO) IV 81 III (Zeit 
des Kommodus), ebendort (fvXäaaoj. In attischen Inschriften der späteren 
Zeit ist aa auch eingedrungen, s. Meisterh.^ 101, Hecht II 16. Die Per- 
gamenischen Inschriften (Schweizer 125), sowie die magnetischen (Nach- 
manson 95, ursprünglich ionisches Gebiet) zeigen aa als Eegel. 

c) Ebenso herrscht an sich bei den LXX die Lautgruppe qo, 
die schon im alteren Attisch vorhanden war und im jüngeren 
neben qq jedenfalls stets volkstümlich bheb. Daneben erscheint 
an sicheren Stellen qq Sir. 3626 und IV Ma. 1530 ccqqtjv, Da. 6i6, 
Sprü. In, IV Ma. 13 ii, 174 ^aQQelv, wie Sprü. 31 ii in n Bar., 
421 in B, wie v. 27; an den letzten 3 Stellen kann qq ursprüng- 
lich sein, da die andern Kod. leicht in das mehr geläufigere qg 
ausweichen konnten; es kommt noch hinzu S-aQQaliog III Ma. l4 
und 23, IV 13 13; stets heißt es TtvQQog. 

Auf dem gesamten Gebiet zeigt sich die Mischung zwischen qq und 
Off: Für die Ptolemäerpap. s. Mayser 219 sq.; auch Aristeas hat 152 nach 
den MS ccQQivug, wo AVendland unnötig aoaevag herstellt, 272 steht i9-«()- 
avrag. Auch Hero hat öfters kqqtjv, so I 54, 2 u. 11, 326, 22, Polybius 
O^ccQQ^iv Kälker 233, Strabo ((qqtjv Crönert 133. Für spätere Papyri gibt 
Thumb 77 einiges Material, desgl. Crönert 1. 1., vergl. ferner für das 
Nebeneinander beider Lautgruppen Schweizer 125, Nachmanson 94, Eein- 
hold 44, WS 5, 27 b, Schmid IV 14. Herodian II 378, 13 verlangt qq, 
wie auch Möris z. B. 199, aber sie selbst sagen z. B. an Stellen, wo sie 
vom Genus sprechen, ccQaevcxov, vergl. auch den Grammatiker bei P. Amh. 
II 19 sq. Neugr. heißt es cloaivixog, aber z. B. y^^uQQtTv; also war qq neben 
Qa der lebenden Sprache immer eigen, qq hielt sich besser, weil es außer 
im Attischen noch in mehreren dorischen Mundarten vorhanden war. 



C. Konsonantismus. 21 

4. Ausstoßung und Einschuh von Konsonanten. 

a) Fiir yr/vouai und yiyvwGY.iü steht wie neugr. immer yivapiai 
mid yivioö/M mit Ausstoßung des y, d. h. zunächst mit Nasa- 
herung desselben, so daß g\\ = nn wmxle, worauf Vereinfachung 
des Doppelkonsonanten und Ersatzdehnung erfolgte. Die y losen 
Aoristformen können dabei eingewirkt haben. Unsere Hand- 
Schriften sind in der Überlieferung fast durchweg konsequent, 
doch steht z. B. Hi. olse in A ccveeiyvtooy.ov = aveyiyvwov.ov, im 
Leipziger Psalmen-Fragment bei Heim-ici öfters, so 36 18, 50 5. 

Vergl. Mayser 164 sq. für die Ptolemäerpapyri, wo nach seiner An- 
gabe wenigstens auf den Urkunden die Formen ohne y ausscliließlich 
herrschen, wie dies auch die Hibehpap. jetzt zeigen. Doch steht bei 
Leemans P. Leid. Q 8 (260v) yiyvo/uevov, vielleicht allerdings falsche 
Lesart oder Druckfehler. Seit 300 dringt yCvofica u. ytvüaxa) auch in 
attische Inschriften ein; in der Kaiserzeit machen die Formen mit y 
wieder mehr Konkurrenz , woran atticistische Bestrebungen wohl sind, 
vergl. Meisterh.^ 177 sq., Hecht II 16; die Atticisten selbst haben beides, 
s. Schmid IV 579; Möris sagt 193 yiyverca A, yivnca F, vergl. noch 
Schweizer 128. Für yCyv^ad^ni, auf späteren Papyri vergl. jetzt auch 
Archiv III 339 I 10 (Hin), Wessely Stud. I 6 I 17 (454 n). Eine Zwischen- 
stufe yivvofj.c((, liegt auf einer kretischen Inschrift vor, s, Kretschmer 
Vaseninschr. 171 ; die Anlehnung an die y losen Aoristformen allein, wie 
Dieterich 122 will, kann zur Erklärung nicht ausreichen. Wie die jüngere 
Komödie zeigt, waren yivofxat und ycviÖGxbi schon lange in der attischen 
Volkssprache vorhanden. Direkte Anlehnung an das Ionische ist nicht 
nötig, zumal yiv. auch dorisch, arkadisch und thessalisch war, also offenbar 
der Mehrzahl der außerattischen Dialekte bereits angehörte und darum 
in der .KoLvri herrschend wurde. 

b) Zwischen zwei Vokalen wird / spirantisch und schwindet 
schließlich in der Sclu'ift, wie auch umgekehrt auf Papyii ein 
sogenanntes irrationales, intervokalisches y sich mitunter findet; 
vergl. in n cfsvovoiv Jes. I63, yigav^ Jon. I2, avolet 505; in B 
oliooTOi; Jes. 41 u, in A aveelyvtoG/.ov s. oben und 8^eQev6(.ieva 
Ps. 143 13. Die Korrektoren stellen das y meist wieder her. 

Mehr Beispiele findet man bei Buresch, Philol. LI 103 sq. Swete 
verzeichnet derartige Varianten. Sie sind auch interessant genug, weil 
neugr. derlei sichtbar ist, vergl. QSvofXKi = Igti/yo/ucn u. ä. Auf Ptole- 
mäerpapyri findet man solches bereits, besonders oAtor, s. Mayser 163 sq., 
später vergl. viag BGU I 385 (Il/IIIn); auf att. Inschriften schon seit 
300, s. Meisterh.-^ 75, namentlich wenn vorangeht. 

c) (XQATog wirft, wohl aus euphonischen Gründen, sein t aus, 
s. Rieht. I35. Am. 5 19, Klag. 3 10, Sir. 473 etc. 

Viele Beispiele gibt Crönert 82, s. noch Test. Jud. 2, Gad 1, neugr. 



22 /. Lautlehre, Akzent und Spiritus. 

dQxovöa, anderes bei WS 5, 31, Reinhold 48. Herod. I 148, 9 scheint 
ebenfalls nur die Form ohne t zu kennen. Es konnte darnach um so 
leichter die Kurzform ctQ^ entstehen, vergl. die Silkoinschrift D I 201, 17 
und Wilcken Archiv III 334. Nach Solmscn, Berl. philol. Wochenschrift 
1905 Nr. 31/32, 1027 ist übrii?ens uQxog schon sehr alte Nebenform. 

d) Aus eiipbonisclion Gründen hatte jitf-iTth^^i ein (,i\ bei 
l(.i7zlf.ijchi^ii ließ man es, wohl ebenfalls aus euphonischen Gründen 
wegen des vorhergehenden f.i, wieder fallen. So fällt es einstimmig 
fort Sprü. 1325, Ecc. 49, Sir. 149, Hab. 25, III Ma. lis, Sprü. 
245 steht (.1 in C, Ecc. 1? in B, Sprü. 272 allerdings in BkC; 
die Überlieferung spricht entschieden für die Formen ohne fx. 
Das LI des Präsens lauSavio erscheint ferner hellenistisch auch in 
den Tempora vor tt, i/', % also lrif.ixpO(.iai, tXi]fxcpd'i]v, IrjUTccog. 
Nach Nestle im Monitmn 4 sind die Kodices hier sehr einig; 
einige spätere MS, wie der Marchalianus, beseitigen bisweilen das 
iu, so Am. 42 Aß Iri^ipowac, Q lijiliovuai; vieles schon bei 

Sturz 130 sq. 

Für ^^ninXrifXL vergl. Phryn. 95 sq. ; auch Herodian scheint so gesagt 
zu haben, s. II 842, 13. Für ^ixxpofxKi (schon ionisch Xct(x\po^cu) etc. auf 
Ptolemäerpap. s. Mayser 194 sq., wo auch andere Literatur verzeichnet ist. 
Aus dem Hibehpap. I kommt jetzt hinzu: dno^/mpei 78, 17 (244/43 v), 
vergl. noch Crönert 65 sq., aus Vitelli I tritt hinzu z. B. 8, 9 136 38 J^), 
20, 32 (127/8 n), 31, 8 (312^). Über 'A^ßaxovfx = lißßaxov/u s. WS 5, 30 Anm. 
Für Xrifxxiio^ai besonders auch Schulze, Orthographica, Marburg 1894, XVI. 

e) Im Anlaut schwindet xp bei a^fxog, vergl. Ex. 2 12, Hi. 63, 
Hab. I9, im ganzen etwa 25 mal, wie auch afXf.aüdriq Sir. 252o, 
xpcxLiLiog im Buche der Weish. 7 9, xpainf^aoTog Sir. 22 17. 

Möris sagt 381 xpci/u/uog A u/xuog '£., doch liegt letzteres schon bei 
Plato Phäd. 110 A u. Xenoph. Mem. IV 3, 6 vor; Aeneas Takt, hat beides 
vergl. 35, 3 und 7 It^^og, xpdjujuog 35, 9 u. öfter; beides auch bei Strabo 
Crönert 137, ferner afx/uog bei Hero I 346, 22, während z. B. Archimedes 
nur xpcifufxog hat, s. Heiberg III Index. Für die Ptolemäerpapyri vergl. 
Mayser 261, Herodian II 177 sagt sogar, xpdfx/uog sei selten, und wendet 
ä/unog selbst öfters an, z. B. I 521. 

5. Wandelbare Schlußkonsonanten. 

a) Wenn wir das v e(felyivaTty.6v nur vor Vokalen oder in 
Pausa setzen, so stützen wir uns auf eine an sich unljegründete 
Schulregel. Die Inschriften und Papyri aller Zeiten beweisen, 
daß es nicht nur vor V^okalen mid in Pausa fehlen kann, sondern 
auch vor Konsonanten erscheint. Klassikerhandschi'iften stehen 
der üblichen Schulregel ebenfalls entgegen. Für die Schulpraxis 
wird man die alte Regel beibehalten, aber in einem hellenistischen 



C. Konsonantismus. 23 

Buch darf die erwähnte charakteristische Erscheinung nicht fehlen. 
Der Kodex A hat das v ungeheuer häufig vor Konsonanten zu- 
gelassen und unigekelirt vor Vokalen und in Pausa weggelassen 
vergl. Tischendorf -Nestle Proleg. 55; B ist etwas zurückhaltender. 
Man wird im einzelnen Fall natürlich nicht entscheiden können, 
wer das ursprüngliche hat. Hier müßte eine peinliche Einzel- 
untersuchimg unter Berücksichtigung der einschlägigen Fälle 
(Endungen €(v), oi(i'), Dativ auf gl(v) etc.), sowie der nach- 
folgenden Vokale und Konsonanten stattfinden etwa in der Weise, 
wie dies von Buttmann für n im NT in seinem Recensus omnium 
lectionum, quibus Codex Sinaiticus discrepat etc., Leipz. 1865, 6 sq. 
geschah. Vielleicht wiLrden sich bestimmte Regeln ergeben; so 
gibt Swete Introduct. 301 an, daß bei tvccolv das v vor dem 
Artikel fehlt. Einstweilen mag man auch hier den Grmidsatz 
anwenden, den wir z. B. für die Elision vorschlugen, um etwa das 
Bild zu bekommen, das die Ptolemäerpapyri darstellen. Ety.oat 
scheint das v nirgends zu haben, was mit den Ptolemäerp. stimmt. 
Fest ist endlich v bei SfxTZQOo^sv, ojciad^ev., t^coS-ev, svzevd^ev u. ä. 
Für die Ptolemäerpapyri s. Mayser 236 sq. Für Inschriften s. Hedde 
Massen, de littera v Graecorum paragogica quaestiones epigraphicae, 
Leipz. Stud. IV 1 sq., Schweizer 137, Nachmanson 110, Meisterh.* 113 sq. 
Aus Klassikerhandschriften ist zuweilen sogar das v von pedantischen 
Korrektoren unter dem Schuleinfluß ausgekratzt worden, s. Schmid III 
293 ; für die Literatur auch Crönert 137 sq. 

b) Bewegliches Schlußsigma kommt vor allem bei ovTüj{g) in 
Betracht. Die Ptolemäerpapyri zeigen, daß es immer fester wird. 
A hat es auch fast immer, während B wieder mäßiger ist. Man 
wird das gleiche Verfahren einschlagen wie beim paragogischen v. 
Ml%QL(q) und cxxQi(g) haben dagegen fast nie ein g, womit die 
Ptolemäerpapyri stimmen, auf denen bis jetzt ein Beispiel mit g 
nicht nachweisbar ist: Bei den LXX findet man jedoch i^exQi^g ov 
lEsr. 66 in A u. B, Jud. 5io in B», s. noch Theod. Da. Ilse, 
wo die LXX ewg haben. Anderwärts haben s nur die Korrek- 
toren von B, so Jos. 423, I Es. I54, Jud. 129. ^'Aiqig ov Hi. 32 11, 
aber 12 ^tti/^t vfAcdv; axQLg ^Aqvtov Rieht. 11 32 in A. Fest ist s 
bei den Zahladverbien auf /ug, wie meist auf den Ptolemäerpapyri, 
weshalb man IIIKö. 18 43 u. 44 mit A ETcrd/ug beibehalten wird. 
Endlich heißt es stets £^^4' nicht sv-S-v neben häufigerem sv^swg. 

Vergl. Mayser 242 sq., wo auch weitere Literatur zu finden ist. 
MixQi'5 ov auch Aristeas 298, anderes bei Crönert 144, s. auch Krebs, 
Präpositionsadv. in der späteren bist. Gräcität I 6 sq., wornach f^e/Qt? ov 



24 /. Lautlehre, Akzent und Spiritus. 

später herrschend geworden ist; bei einzelnen Autoren kommen natür- 
lich auch Hiatusrücksiehten in Betracht. Für die Zahladverbien auf xig 
s. Crönert 143 ; beide Formen auch bei Herodian I 506, 16. 

D. Akzent 1111(1 Spiritus. 

Über Akzente, Spiritus und andere Lesezeichen stellten schon 
die alexanch'inischen Grammatiker Regeln auf. Aber Papyri und 
Inschriften aller Zeiten zeigen, daß die Praxis des täglichen 
Lebens sich davon ferne hielt. Li den MS findet man erst im 
Vn^ Akzente u. dergl.. allgemein erst seit der Zeit der Miimskeln. 
Nachmals wm'den dann auch die Unzialen bisweilen wieder auf- 
gefrischt und mit Akzenten etc. versehen, so unser Vatikaims im 
X oder XI ^ Jedenfalls dürfen die MS in dieser Hinsicht keinen 
Anspruch auf Originalität machen, zumal auch große Inkonse- 
quenzen zu Tage treten. Da ferner sogar die Grammatiker Mühe 
hatten, in einzelneii Fällen die Betonung festzustellen, und sich 
mitunter selbst widersprechen, so werden wir unsere Regeln dm'ch- 
f Uhren ausgenommen da, wo eine Betonung ausdrücklich als 
hellenistisch bezeugt ist, oder wo die Wortl^ildmig abweicht und 
darum eine andere prosodische Behandhmg fordert. 

a) Was zunächst die Akzente betrifft, so seien noch folgende 
Einzelheiten herausgehoben: Nach Herodian II 687, 11 sq., vergl. 
Möris 114, betonte mam im Attischen diizrig, f^aezr^g etc., während 
öiszr^g etc. hellenistisch ist; ferner heißt es (.uoQog, aber attisch 
/LiojQog, s. Herod. I 199, 26, desgl. axgelog (auch neugr.) für 
attisches axgsLog Herod. I 349, 22, yelolog nicht yiXoiog nach 
Möris 100. 'EQ7Jf.iog, tzo7(.iog und b/^iolog waren ionisch und alt- 
attisch, jungattisch mid hellenistisch sind tQrj/Liog, ezoLfxog und 
o/iioiog, wie auch neugr.; vergl. ebenfalls Herod. H 938, 20 sq. 
mid Tteol i-iovr^Q. ?J^. B 33, für of-iOLog speziell I 137, 15, aller- 
dings erwähnt er dabei die Kolvtj nicht, aber aus dem Neugr. 
dürfen wir auf die Betonung in hellenistischer Zeit wohl schließen. 
Ferner heißt es Yoog nicht \oog, das bei Dichtern je nach metri- 
schem Zwang daneben vorkommt; B schreibt auch nie üoog. 
Von den Imperativen eIq^, elS^e, laße, lös, ehts weichen laße 
und Yde in den Typus liTte und (paye aus, vergl. Herod. II 23, 20 
und Möris 178; das häufige löov = siehe ist ganz Interjektion 
und hat nach Herod. H 417, 27 und 474, 15 den Akut auf der 
letzten Silbe. Andern Akzent infolge anderer Bildung bedingen 
einige Substantiva auf f.ia, die hellenistisch mit verkürztem Stamm 



D. Akzent und Spiritus. 25 

erscheinen, so 7t6(.ia = jccdf.ia, /.Qi/.ia = y.Qlf.ia (in B nie v.Qei(.ia) 
imd d^lfia = d^ri(.ia. 

b) Bei den Spiritus und im Zusammenhang damit bei der 
Aspiration in Wortübergängen und Zusammensetzmigen stößt man 
in den MS auf viele Abweichungen von dem, Avas uns sonst ge- 
läufig ist. Es erklärt sich dies namentlich daraus, daß der Spiritus 
asper in allmählichem Schwinden begriffen ist und seit dem V'^ 
selbst von Gebildeten nicht mehr gesprochen wurde, so daß man 
ihn im Neugr. überhaupt nicht mehr findet. Schon in der Pto- 
lemäerzeit ist ein Schwanken zu beobachten. Auch hatten nament- 
lich der ionische und äolische Dialekt die ipllwoLg von Hause 
aus, weshalb man diese Erscheinung in der Kolvi] als ionisches 
Erbe ansehen wollte. Folgende Beispiele mögen das Verhalten 
der Handschriften zeigen. Man findet in A Fälle wie £7C^ odov 
Gen. 49 17, i-ier oQyiov Lev. 4, Kai tva Jes. 27 12, zavT rji^uv 
II Ma. 617 (auch in V.). Unterlassung der Aspiration in der Zu- 
sammensetzung zeigt z. ß. N Zach, lio i/ceoTrj/.wg. Umgekchi't 
aspiriert z. B. das Psalterium Turicense öfters in der Komposition 
vergl. Ps. 539, eq^eWer, 51 9 Lq)iql7CLoev\ daß diese Worte ursprüng- 
lich mit / begannen, kommt für eine Zeit, wo das Digamma 
längst erloschen war, natürlich nicht in Betracht, s. noch v.ad^ 
o(pd^alf.wvg Ez. 20 u A, wie auch oft y,ad^ Iviavzdv z. B. Deut. 
1421 in B*. Oft werden ovy, und oi'x verwechselt; so steht ovy. 
vor Spiritus asper Deut. 31 30 B ovv. e'tX'aioev, v. 7 ovv. ewqavMöiv, 
vergl. Gen. 47 is, Ex. 10 15, Hi. 3836, wo die Korrektoren von B 
01% nieist herstellen. Umgekehrt steht ovx vor Spiritus lenis, 
z. B. Ps. 53 20 ovx Idov B*, ovx eioa/Mvöoi-iai Jer. 7i6 B*A, ovx 
oliyog Km Jes. 10 7. Viele Beispiele füi- solche Erscheinungen 
bietet schon Sturz 126 sq., fiü*B auch Nestle, Septuagintastudien 1 10. 

Über das Vorkommen der Akzente in den MS und deren geringe 
Autorität in dieser Hinsicht s. Gardthausen, Paläogr. 281 sq. In den 
Isopseplien Nikons, sowie auf dem Papyrusfragment der Kyropädie Xeno- 
phons bei Wessely, Mitteilungen aus der Papyrussammlung des Erzherzogs 
Rainer VI, Wien 1897, pg. 85, also im lln, findet sich bereits für den 
Spiritus asper das Zeichen h, das die Hälfte des auf attischen Inschriften 
schon in frühester Zeit üblichen H darstellt, s. Meisterh.^ 6. Dies blieb 
aber ohne Nachwirkung auf die große Masse des Volkes. Dasselbe gilt 
von der^Tätigkeit des Diakonen Euthalius, s. WS 6, 1, 2, den jetzt v. Soden, 
die Schriften des NT I 637 sq., in die zweite Hälfte des VII n nicht schon 
ins Va setzt. Über die Widersprüche bei den Grammatikern, s. Lugebil, 
rh. Mus. 1888, 1—20 u. 220-235. Über Spiritus und Akzent bei Diph- 



26 /. Lautlehre, Akzent und Spiritus. 

thongen auf dem ersten Bestandteil im Vatikanus s. Nestles interessante 
Studie »zur griecli. Akzentuation bei Diphthongen« iiu Korrespondenzblatt 
für gelehrte und Kealschulen AVürttembergs 1904, 367 sq., vergl. Kenyon, 
Paläographie 28. Für Schwankungen in der Aspiration schon zur Zeit der 
Ptoleraäer Mayscr 199 sq. Kretschiuer Entstehung '200 wollte in dieser 
Erseheinuug ein dialektisches Kesiduum erblicken, s. dagegen Thumb 229, 
der schon in seiner Straßburger Dissert. 1888 »Untersuchungen über den 
Spiritus asper im Griechischen«, das allmähliche Verschwinden des 
Hauches eingehend erörtert. Sonst vergl. man noch zu dieser Frage 
Schweizer 119 sq., Nachmanson 83, zahlreiche Beispiele zum NT bei Blass 
17, WH App. 143 sq., anderes bei Reinhold 36, Crönert 155, Als speziellen 
Fall für Aspiration trage ich noch nach l(fioQxitv = incooxHv, es steht 
I Esr. l46 in B* gegen Ittioq. in BabA, Weish. 1428 in A gegen InioQ. in 
BsC, wie l(fioQxuc in C gegen in. in ABs, dagegen steht einstimmig 
inioQxog Za. 53; i(f'. kann ursprünglich sein, vergl. die Ptolemäerpap. bei 
Mayser 201 ; es liegt eine Vermischung von ((fofjxos und InCoQxog vor, 
s. Thumb Dissert. 72, vergl. auch Foy, Lautsyst. der griech. Vulgär- 
sprache, Leipzig 1879, 31. Für viele Einzelheiten ist endlich immer noch 
nützlich Lipsius, Grammatische Untersuchungen über die biblische 
Gräcität, Leipzig 1863, speziell Seite 9 — 23; verschiedenes ist auch von 
Lobeck behandelt, so Fälle wie xQifxa etc., Paralip. 396 sq. 



E. Die Transkription der hebräischen Eigennamen. 

Über »die Behandlung der hebräischen Namen in der Septua- 
ginta« handelt bereits ausführlich Könnecke , Progr. des Gym- 
nasiums Stargard 1885. Doch dürfen in einer Septuaginta- 
grammatik wenigstens die Hauptregehi nicht fehlen. Sie seien 
deshalb möglichst unter Darbietmig neuer Beispiele hier auf- 
geführt. 

1. Vokale. 

a) A-Laute: Das lange a (Qames J) wird meist « geschrieben, 
so 'Aöu nn:?, Jav "ji, Balay, pba. Das kurze a (Pathach) ist 
ebenfalls in der Regel a, z. B. Oagaw nb^nc, Mavaoor^ n^ziaT^, 
doch oft auch e, so heißt es Baal b:^3j aber meist Beel in Zu- 
sammensetzungen wie Beelafxcüv etc., besonders wird e das sog. 
Pathach furtivum z. B. das bekaimte Nwe ni2. 

b) E-Laute: Defektiv geschriebenes Segol wird e, vergl. 
^EUavdv i:nbN, ^'Eagag nnt:^., dagegen plene geschriebenes r}, wie 
31ojiarjg nu3ta; defektiv geschriebenes Sere ist rj z. B. '^Povßrjv 
^^^N-i, plene geschriebenes ^ oft at, so in den Zusammensetzmigeii 
mit Baii)^ rr^z, daneben kommt vi vor, was aber graphisch dasselbe 



E. Die Transkription der hebräischen Eigennamen. 27 

ist; es steht BaiO^Xeejn neben Br^^Xeefj, woraus dann mit weiterem 
Schwanken auch Bed^leef.1 wurde. 

c) I-Laute: Das hinge chireq "^ wird mit ziemhcher Konse- 
quenz in A und B mit et wiedergegeben, Beispiele s. Bevia- 
/LiEiv etc. Das kurze ist überwiegend durch € reflektiert, vergl. 
KeÖQOJv l'n'iIP, doch a z. B. TaXyäX baba, auch bisweilen o so 

d) 0-Laute: Das plene i, sowie defektiv — geschriebene 
Cholem ist nahezu immer w, wie Aloi Dib, Qom n:>h; das kurze 
(Qames-Chatuph ^ wird gewöhnlich o, so FoIlcc^ f^Ü^3. 

e) U-Laute: Sureq ^ = u erscheint als ov, vergl. ^Aßiovd 
nin^nN, ^ Povd- nn^i, während für das kurze u (Qibbus ) o eintritt, 
^oxo'j^ nbD. 

f) Besonderes Interesse beanspruchen wegen der Mannigfaltig- 
keit der Transkription die Segolatf ormen : Bei Doppelsegol wird 
der Hauptvokal in der Regel a, der Hilfsvokal e z. B. (DaXey 
:»bD, ^aXecp flbizj, doch kommt auch Doppel-a vor, wie Bagad 
Till, ebenso Doppel-e vor allem in den Komposita mit T^b?? z. B. 
^^ßii^iilex, ferner auch ^EXieLeq etc. Bei Doppelpathach findet 
man a + «, wie in Xaraccv 15^23, auch bei Segol + Pathach, so 
Xalax nbs; bei Sere + Segol trifft man € + e, vergl. ^Eöef-i "jn:;; 
für Cholem + Segol tritt am häufigsten Doppel-o auf, so Molox 

g) Schwa simplex mobile wird naturgemäß am meisten durch 
e wiedergegeben: F^oaga "i']5, Megagel "•"J'^td etc., doch auch 
durch a, meist dann, wenn a oder w folgt, wie 2aßd Niu;, so 
auch Xavaav s. unter f und ^^dafA.6. ti73"iN, ferner ^aXwfxtüv aus 
nb'bu:, auch o neben einem andern, s. ^oöofxa von D'Tip. 

h) Schwa compositum: Chateph pathach ist meist a, so in 
Zusammensetzungen mit ■'nN ^^ßi/tielex etc., yil^rj/M npj.y, doch 
auch 6 ^Evcc'A p:y; Chatheph segol wird meist e z. B. ^Eliooale 
yu3">b«, Chateph qames wird gewöhnlich o 'OXd rrbn^. 

i) Schwa quiescens entwickelt sehr häufig einen Vokal, und 
zwar € z. B. ^legti^iiag n^72"^", ^Aotdcod iiiu;j<, a vor und nach 
Gutturalen: ^loady. pni2^, BaXadpi Dü^ba, ^Axaciß SNnN. 

2. Konsonanten. 

a) Von den sog. litterae begadkephat werden Dnr) fast stets 
aspiriert, auch da, wo dies im Hebräischen nicht stattfindet, so im 
Alllaut, nach schwa quiescens und im Inlaut bei Verdoppelmig. 



28 /. Lautlehre, Akzerit und Spiritus. 

Vor allem ist dies bei •• der Fall, vergl. (DalXovg n^Ve, 0oiö 
tSMS, im Inlaut nach selnva quiesceiis z. B. '^Qfpccd ns~)N; bei der 
Gemination schwanken die Kodices fast immer: 'A^Kpätfi schreibt 
B für 2";sN, aber A ^^i(pq^(xi(.i\ A scheint in solchen Fällen das 
Urspningliche zu haben; denn die Verdoppelung der Aspiraten 
war den Griechen sonst etwas Ungewöhnliches, weshalb sie von 
den Schi'eibern leicht beseitigt werden konnte. Auch bei n wird 
meist ü:eschrieben : Qauao "»"'^n, QagoiQ 'ij'^vü'in, im Inlaut 
nach schwa quiescens z. B. ^EoO^ijg "*npN. Verdoppehnig z. B. 
_lia^vl«m/' A, Maii^arcä B aus ^ir^n. Für 2 tritt endlich in der 
Regel X ein. so Xeoui?. b"'">:">3 zugleich im Anlaut und Inlaut 
Xalxok in A = hbh^, B hat Xal/MÖ, Lucian XaXyidX, nach 
vSchwa quiescens im Inlaut, z. B, 'Eoywl bibuJN; Verdoppelung 
schwankt in den Kodices, vergl. Za/.yorg oder ZayjovQ aus n^sr. 

b) Die Mediae 33T entsprechen (iyö, wofür es natürlich zahl- 
lose Beispiele gibt: BeojQ ni^z, Folia^ ^ü^^? Javiö Ti/i, etc. etc.; 
den teimes t mid z liegt D bezw. p zu gründe: TaßetjX b^^t: 
Kaäl) nnp. u. s. w. 

c) Von den Sibilanten werden DCTiZ durch o wiedergegeben, 
vergl. ^aiidijii C^N^ö, ^logai^l b^nt:";, ^aXiifx cb^^, 3a()V'r/. piii:, 
dagegen wird der weichste Sibilant r zu L', vergl. für Aidaut mid 
Inlaut ZlIö. aus nt">t. 

d) Von den Guttm-alen wird 5< im Anlaut nicht bezeichnet, vergl. 
])esonders die Komposita mit •*3N, so ^Aßiju^Xty ebenso wenig im 
Inlaut und Auslaut, ^.^loQaiqX b^nü;', Baaod Nu33?3, ebenso wenig 
findet 5 ein Äquivalent: 'Hoai iv::y, Xavaav ']yi'D, ^^vd :?:?3; bis- 
weilen jedoch wird y dm'ch y dargestellt, worin sich eine z. Z. 
der LXX noch übliche, andere Form der Aussprache wieder- 
spiegelt, vergl. die Maßbezeichnung yof.i6q aus *>73':s?, s. hierfür be- 
sonders Könnecke 15. AVorte, die mit n beginnen, haben in 
unsern Ausgaben mit großer Inkonsequenz bald den Spiritus asper, 
l)ald den lenis, s. miten bei Spiritus und Akzeiit. Im Inlaut mid 
Auslaut fällt es fort, s. hierfür NeefÄiag = n^73n:. Für n im 
Anlaut steht oft der Spiritus asper, aber auch X z. B. XaßinQ 
-»ihr, XtXXr^g ybn, im Inlaut fällt n weg in "EjisaQ nn:i\ MaaXojv 
Vbn?2 etc., doch auch '^yojyl aus ^nint?, im iVuslaut hält es sich 
in der Regel nicht, so bei Pathach fm'tivum in Ncoe nb, 

e) Was die Liquida und Nasale betrifft, so werden -> und b 
naturgemäß durch g und / wiedergegeben, wofür sich in deji 
vorigen gg genug Beispiele finden, desgleichen ?: uiid : durch f.i 



D. Die Transkription der hebräischen Eigemiamen. 29 

und v\ die letzteren werden mitunter vertauscht, vergl. ^Ede(.i 
aus ■j'iis?. 

f) Von den Halbvokalen wird ^ im Inlaut zwischen zwei 
Vokalen durch l' ersetzt, vergl. E\'-a n^n, Javiö T'ni etc., auch 
dm'ch ov s. Könnecke 17. "> wird verschieden behandelt; im 
Anlaut ist es meist (, so ^la/Aoli 3ip5'.\ 'leqixi'f ^n^-}^; die Silben 
in"' und ^n7 werden dal)ei zusammengezogen: '/w^'a^av aus "inniT?, 
^lovSd aus rn^n' etc.; bei folgendem chireq wird in der Regel 
imr i geschrieben, vergl. z. B. ^IcfQarj?^ = bNnü:';; im Inlaut wird 
es meist beibehalten, s. ^Aquoi aus T]v~!i^ u. a.; zwischen zwei 
Vokalen fällt es weg, so z. B. in der Endung ajim, wie 'Ecfgcd^i 
= D'jncN; im Auslaut wird "• beibehalten, vergl. adwvai aus "»nN etc., 
aber auch unterdrückt z. B. in 2ivä aus '^Z'^D. 

g) Das Dagesch forte wird in der Regel beachtet. Doch 
miterbleibt die Verdoppelung des Konsonanten bei t und i, weil 
ersteres als l, letzteres als v oder ov erscheint, s. unter 3 und (3 
und Könnecke 18, wo auch umgekehrt von der Gemination ein- 
facher Konsonanten die Rede ist. Ich möchte noch auf einen 
Fall hinweisen, der auch für das NT von AVichtigkeit ist. Der 
aus "linr gräcisierte Name ^Icoawrjg wird an mehreren Stellen des 
I. Maldiabäerl)uches z. B. 2i u. 2, 817 in An u. V mit Doppel-j^ 
geschrieben, ebenso II Ma. 4 11 u. 11 17 in AV, wo n f elilt, ferner 
in A u. B I Esr. 929, aber 831 nur in A, während B ^Icodvrjg 
schreilit. Die Schreibung mit vv war offenbar von jeher auf 
ägyptischem Boden geläufig, wie auch die Überlieferung bei 
Aristeas zeigt. In spät römischer, byzantinischer und arabischer 
Zeit, also in der Entstehungsepoche der ebenfalls auf ägypt. Boden 
gehörigen Kodices A u. n, erscheint der Name c. 25 mal auf den 
Papyi'i und zwar stets mit vv. Daneben scheint aber die Schreibung 
mit einem v außerhalb Ägyptens ebenfalls offiziell gewesen zu 
sein; denn es ist auffallend, daß für das NT, wo der Name noch 
viel häufiger ist, ^Icoavrjg in B stellenweise überwiegt, ebenso in D 
ziemlich geläufig ist, s. Blass, Philology of the Gospels, London 
1898, 75 sq. und Nestle, Einfülu-ung in das Griech. NT, 2. Aufl., 
Göttingen 1899, 180. Auch Inschriften haben öfters nur ein v, 
s. Blass Grammat. 12 Anm. 6. Die Schreibung ^Iwavrjg war wohl 
örtlich und zeitlich beschränkt. Ursprünglich hieß der Name 
jedenfalls Icoavavrig, woraus durch Kürzung ^Icüdvvrig ])ez. ^Icodvrjg 
wurde. Daß aus dieser Entstehung Doppel-)^ folgen muß, wie 
WS 5, 26c meint, ist nicht richtig. Denn es kann ja auch die 



30 /. Lautlehre^ Akzent und Spiritus. 

ganze Silbe oder in der JNIitte va ausgefallen sein, nicht nur der 
Vokal a. 

3. Äkzerit imd Spiritus. 

Was den Akzent der Eigennamen betrifft, so ist natürlich 
kier manches unsicher und auf die JMS vollends kein Verlaß, 
^fan findet in unsern Ausgal)en den Akzent meist auf der letzten 
Silbe, wo ihn gewöhnlich das Hebräische hat. Doch wird er auch 
öfter zm'ückgezogen, s. Könnecke 12. Betont wird auch das als 
Vokal gebrauchte in den mit griechischer Endung versehenen 
Namen auf iag,, so ^Hh'ag^ ^EuTilag etc., hebr. ijja; weiter zurück- 
gezogen wird der Akzent in Gräcisierungen wie 26öof.ia, Fof-WQQa, 
vorgerückt öfters in Segolatformen vergl. ^AßeveUo , Xavadv, 
M£Axm£(56x, ^^vrjjue'/Jx^ doch auch ^^ßii^iXex, ^EXWCeq u. ä. 

Schwierig ist ebenfalls die Spiritusfrage; man liest z. B. bei 
Swete ^^ßgadfi neben ^AßLfxtXex-, obwohl beide Namen mit n be- 
ginnen. Für naturgemäß halte ich es, wenn man, um Konsequenz 
zu bewirken, die Regel, die Westcott und Hort für das NT vor- 
schlagen, auch für die LXX übernimmt. Wir setzen also füi* N 
und y den lenis, ebenso für anlautendes ■'j für n und n den asper. 

Außer Könnecke behandelte schon Fränkel in seinen Vorstudien zu 
der Septuaginta, Leipzig 1841, 90 sq. die Transkription der hebräischen 
Buchstaben. Die Materie ist schwierig, da gerade bei diesen fremd- 
klingenden Namen die späteren Abschreiber am leichtesten irren konnten. 
Ferner hat die Hexapla auch hier wohl manches ursprüngliche verwischt, 
was dann auf die MS von Einfluß war. Da Origenes den Text der LXX 
mit der hebräischen Grundlage mehr in Einklang bringen wollte, so wid- 
mete er sicher auch der Transkription der Eigennamen seine Aufmerk- 
samkeit. Die zweite Kolumne seines Riesenwerks gab den hebräischen 
Text in griechischer Transkription, wovon uns der Fund Mercatis in 
einem Mailänder Palimpsest neue Bruchstücke aus den Psalmen, be- 
schert hat, vergl. Ceriani, Rendiconti Ser. II, vol. XXIX, 1896, 406 sq. 
und Swete Introd. 62. Hier zeigt sich, wie genau Origenes bei der 
Transkription verfuhr. Ausführlich spricht darüber auch Field, Hexapl. 
I 72 sq. Auch Lucian bemühte sich in seiner Recension offenbar um sehr 
getreue Wiedergabe der Eigennamen, die Hatch und Redpath in dankens- 
werter Weise im Supplement zur Konkordanz zum Vergleich mit heran- 
ziehen, wobei sich zeigt, daß Lucianische Lesarten oft mit dem Original 
mehr übereinstimmen. Auch durch ihn sind die Kodices beeinflußt. Daß 
indes die fremdartig klingenden Namen für den hellenistischen Leser 
nichts abstoßendes hatten, ja daß hebräische Transkriptionen sogar 
populär waren, beweist z. B. der Londoner Zauberpapyrus P. Lond. I, wo 
pg. 80, 459 sq. zahlreiche Transkriptionen vorkommen; s. auch die treff- 



A. Deklination. 31 

liehen Ausführungen Deißmanns, die Hellenisierung des semit. Monoth., 
Neue Jahrb. f. d. klass. Alt. 1903, pg. 172. Die LXX haben mechanisch 
übersetzt, ohne weiteres transkribiert und selten gräcisiert. Merkwürdig 
ist in dieser Hinsicht, daß gleichzeitig in Ägypten der Name por gräci- 
siert wird, so Ostr. 731, 4 (unbest. ptol.) 'fojGt^nog, 729, 3 (c. 150^) 7wfT/y- 
niog. Auf späteren Papyri finden sich sehr bekannte Eigennamen gräci- 
siert, so öfters 'yißQctaftiog, auch 'l4ßQc(juog wie bei Joseph us, s. Deissmann 
NB 15, doch auch l4ßoaäi.t, worin sich die Einwirkung der LXX wohl 
verrät; Oxy. I 131 (VI oder VII n), steht 3^/?o««(Utog, aber ^/«nftr, während 
Josephus /IcwCörig oder z1aßi(^r]g hat. 



IL Wortlehre. 

A. Deklination. 

1. Substantiva. 

a) a- und o-Deklinatioii. 

a) Wörter auf gä und via haben mitunter im Genitiv und 
Dativ 7ig bezw. j]. Hierher gehört vor allem iid%aLQa. Ich habe 
ÜG Stellen geprüft und gefunden, daß ag^ a 47 mal sicher steht, 
also immer noch das regelrechte ist, an den übrigen Stellen sind 
r^c, und 'n nirgends sicher überliefert, wenn man von Gen. 27 40, 
wo B jedoch fehlt, absieht, ebenso von Exod. 159, wo nur ein 
Korrektor von B [ia%aiqa hat. Da jedoch die Papyri der Pto- 
lemäerzeit bei solchen Worten t^g und iq bieten, so können auch 
sonst derartige Formen m^sprünglich sein, so Num. 2124 nach B* 
/naxcctgr^g, wie II Kö. 15i4 und Deut. 13 15 nach A; namentlich 
findet sich rig bezw. ?; an 10 Stellen des Jeremia, in dessen 
kriegerischer Sprache juaxaiga oft vorkommt, nach A, während 
Bj? und auch Q, der sonst fast immer mit A geht, ag bezw. « 
haben, z.B. 322 (25 le), 3323 (2623). Den Abschreibern war offen- 
bar dieses t] wenigstens bei diesem Worte nicht geläufig, und sie 
haben es deshalb häufig beseitigt. Demnach dürfte A hier das 
ursprüngliche haben, und es würde sich dann um eine Spezialität 
des Übersetzers des Jeremias handeln. Von andern Worten kommt 
noch in Betracht oqivQa, vergl. einstimmig ocpvQiqg Sir. 3828 und 
GcpiQij mit AB Jes. 41?, vergl. oloöcfugriTog Sir. 509; femer ge- 
hört hierher o/tdqrig II Ma. 823 u. 1222; vereinzelt ist von.Tra- 



32 //. Wortlehre. 

laioTQa mit langem a TtalaloTQ)] II Ma. 4i4. Dagegen sind 
vh]Q micl viii von Wörtern, besonders Partizipien, auf tf« weit 
weniger sicher, da solche Fonnen erst in nachchristl. Zeit, und 
zwai' sehr zalilreich in den Papp'i auftreten, während der Ptole- 
mäerzeit gerade r/«c und via sehr geläufig ist. Vergl. y.vvoi.ivlr}Q 
in ß Ex. 821 u. :t. zerelevTrjyiiT)] Lev. 21 11, Num. 66, wo uns auch 
N erhalten ist und mit A « bietet. fTtiiießr/.virjQ IKö. 25-20, ferner 
noch in n Jes. 30 13 eaXioAvlr^q. Das r^ verirrte sich schließlich 
auch in den Xominativ vergl. toT-i^Avir^ Weish. 10? in M*. Dem- 
nach hat also A. der sonst viel vulgäres bietet, aber der Sprache 
der Ptolemäerzeit oft näher steht als B, gerade diese Eigentüm- 
liclikeit nicht. 

Für uäxcuoa vergl. man P. Teb. I 16, 14 f^a/cUQ)] (114^), 112, 45 
(112^) iJccxciiot]g; außerdem gehört hierher dAi;o?j? 61 b. 168, wie Rendiconti 
del real. instit.Lomb. 1876 pg. 583 gleichfalls aus ptolcm. Zeit, ferner änovQrjg 
Wilcken Ostr. 763 ebenfalls ptolemäisch. In nachchristl. Zeit hielt sich 
vor allem formelhaft doovQrjg auf den Papyri, s. Crönert 160, ich füge bei 
z. B. P. OxT. III 499, 17 (121 n), IV 715, 26 (122n), BGÜ II 422, 12 (um 140«), 

III 709, 9 (Zeit des Antoninus Pius), P. Amh. II 68, 22 [aber 21«?] (I«), vergl. 
auch Pseudo-Kall. II 16, c. lOmal bei Vit. ; «oot'oj? P. Oxy. III 488, 17 (11/111«), 
s. nXri^ui'orig im NT WS 8, 1 und hodr]g P. Amh. II 97, 2 (c. 180"). Zu 
acfvoTjg weiß ich nur P. London I 68, 95 (IV n) anzuführen; an der oben 
erwähnten Jesaiasstelle haben übrigens Aquila und Symmachus ebenfalls 
(T(fvQ}j; nach Phryn. 203 kam auch 6).oa(f:vQarog vor; ferner haben wir jetzt 
bei Eeinach S. 17 aus einem astrolog. Prosafragment (röm. Zeit) 3 mal 
fioiot]g. Speziell für antigrig verweise ich auf Deissmann NB 14, Crönert 
1. 1., die Beispiele aus den Berliner Urkunden anführen, denen ich z. B. 
noch beifüge III 888, 7 (159/160), außerdem P. Oxy. III 477, 3 (132/33n). 
Viel aus Inschriften bei WS 8, 1, 1, s. noch Moniten 1901, 434 und dazu 
beispielsweise D II 540 (Galatien, Zeit des Augustus), 586 (Palästina, 
Konstantin), 679 (Ägypl., Hadrian). Was ving und ut'j? betrifft, so ist das 
einzige Beispiel aus ptolera. Zeit y.c({^rjy.vit}g P. London I 29, 4 (161 ▼), wo 
jedoch sehr leicht eine zufällige Mischform aus xad-rjxovarjg und xaOr)- 
xviag vorliegen kann; sonst kommen auf den Ptolemäerpap. öfters Par- 
ticipialformen auf vkcg und via vor, vergl. Moulton 1904, 108, auch in 
Stücken ähnlichen Inhalts wie in nachchristl. Zeit, wo dann vir}g und vi)^ 
steht; für die Formel ynäujuccTcc ^f/ tiövCrjg s. besonders neben andern nach- 
christlichen Beispielen Crönert 1. 1., ich verweise noch auf f(^vir]g Reinach 
43, 24 (10211), v7ioyiyo(afv{r]g BGU III 832, 23 (113 nj, ytyovvirjg P. Oxy. 

IV 712, 16 (?), vfvfurixviTjg Wessely, Corpus Papyr. Hermopol. (Heft 5 der 
Stud. zur Pal. u. Papyrusk.), 119 Vers. 4, futfxiar^ujy.vtri P. Oxy. III 502, 
26 u. 41 (64n), TiTaevTnxving P.Vit. I 36,6 (IVn), Xtloy/vCns 50 I 3 (268n). 

Was die Erklärung der Formen betrifft, so könnte man (xn/aiorig, 
Gifvor^g etc. von uu/uiou atfvQu etc. aus der Analogie mit yHlXanau, juovaa etc. 



A. Deklination. 33 

erklären, zumal es sich nur um Genetive und Dative handelt, wobei 
natürlich die Akzentgleichheit der Nominative mitspielt. Aber es gibt 
auf dem Boden der Koivri und zwar zahlreich außerhalb des alten ioni- 
schen Sprachgebiets auch eine größere Anzahl Fälle, wo wir mit dem 
Analogieprinzip nicht mehr ausreichen. Auf solche weist Thumb 70 hin, 
z. B. ne^QTjg, XiTorjg (jetzt auch BGU III 781, 5 mal neben 3 raaligem 
XiToag), vergl. das oben zitierte naXcdöTQri'^ ich erwähne noch vlfig Wirig 
Journal of Hellenic stud. 19, 122 (röm. Zeit, Galatien); dazu kommen 
Akkusative wie oiriv, awoQirjv, vergl. ccfXttQrCriv bei Deissmaun, Heidelberger 
Papyrussammlung I pg. 96, 13 (christl. Brief aus dem IV«). Außerdem 
wendet Nikon auf seinen Isopsephen (Fränkel VIII 333 sq.) je nach Bedarf 
neben Wla auch W(i) an. Man muß doch annehmen, daß er als gebildeter 
Mann sich bewußt war, damit eine eigentlich fremde, aber jedenfalls im 
Munde seiner Umgebung lebende Form anzuwenden. Er hat auch sonst 
lonismen, so noi^et für nouT; s. auch Schweizer 40. Es ist ganz erklär- 
lich, daß das rj, das eine so hervorstechende Eigentümlichkeit der las 
bildet, sich über die ionische Sphäre hinaus weiter verbreitete und auf 
diese Weise in der Koiv^ Eingang fand. Wo sich das t] in hellenistischen 
Inschriften der ursprünglich ionischen Gebiete eingestreut findet, werden 
wir ohnehin geneigt sein, den Einfluß des alten Dialektes anzunehmen; 
s. noch naXaCaTQTjv aus Naukratis, der miles. Kolonie, Bulletin de la soc. 
1902, 4, 60 (ptolem. Zeit). Charakteristisch für die Mischung ist vov- 
fÄrjrir]g (Kontraktion ov attisch , rjg ionisch) auf einer magnet. Inschrift, 
s. Nachmanson 69. Allerdings kann auch manches anders erklärt werden : 
Wenn z.B. bei D I 10 (Ephesus, c. 300'*') Itp larj xal o/noirj steht, so kann 
hier, zumal in einer häufig gebrauchten Formel, spontaner Anklang von 
ufAoC^ an la^ vorliegen; auf gleichzeitiger Inschrift derselben Stadt (D I 9) 
heißt es ^f/* torj xal o^ota. 

Später verschwindet das r] bei Substantiven fast ganz, so daß im 
Ngr. fiiK/aiQrjg etc. nicht mehr vorhanden ist. Dagegen taucht es gerade 
in nachchristl. Zeit bei den Adjektiven auf, wo es heute noch weiterlebt, 
8. Hatz. 84, der keinen lonismus, sondern lediglich Analogiespiel annimmt, 
was für die späte Erscheinung bei den Adjektiven gelten mag. 

ß) ßoQQag Genet. ßoQQa steht immer außer Hi. 26?, Sprü. 
2523 u. 27 16, wo ßoQtaq dafür eintritt, vergl. noch Sir. 43 20, wo B 
sogar die ionische Form ßoqttig bietet; Genet. ßoqiov ebenda v. 17. 

Bonoag ist schon in das Attische, das für Kontrakta Vorliebe hatte, 
aus dem Dorischen eingedrungen, weshalb man die Form innerhalb der 
Koivri nicht mehr als Dorismus ansehen darf. Seit etwa 400 war sie fast 
ganz herrschend, vergl. Meisterh."' 77 Anm. 724, während vorher Thukydides 
nach Essens Index 1 mal ßonoüg, 6 mal ßoqiag hat, s. auch CIA I 321, 29 
(vor 409^), s. anderes bei KB I 1, 346. Aristoteles und Theophrast haben 
jedoch nach Bonitz bezw. Wimmer im Index wieder häufiger ßoQ^ccg, vergl. 
auch Antig. Karyst. 128. Die Papyri haben ßoQoäg als Eegel, doch s. jetzt 
P. Hib. I 27 Kol. IV 59 ßoQ^'ag (301— 240 v), wie auch P. Lond. I pg. 170, 
116 (In). BoQsctg neben ßoQQäg war aber stets vorhanden, wie Schmidt de 

Helbing, Septuaginta-Gnimm. 3 



B4 //. Wortlehre. 

Jos. el. 490 sq. beweist, s. Sclimid z. B. II[ 28, IV 584; ja es muß sogar 
späterhin ausschließlich wieder geherrscht haben, da nengr. ßoQutq auf 
ßoQf'ag zurückgeht. 

/) O-Eog hat im Vokativ meist o O-eog (über den Artikel 
s. Syntax), so oft /.vgie o O^eog, sonst z. B. Ps. 3: oiuoor //£ 6 O^eog 
//Ol', s. 479, 7;)22 etc.; einige Male steht jedoch d^sf, ganz sicher 
allerdings imr Sir. 284 /.vgie, tzclieq /ml ^££, Ez. lU AVQie, 
xW ^logcn]?., Weish. 9i, ITIMa. 62, IV Ma. 627, sonst liest man 
z. B. Rieht. 21 3 ^sf in B. d-eög in A, Ps. 144 &Ef in n*; ^es 
kaini ni-sprünglich sein, da ein Ausweichen der Abschreiber ijis 
gewöhnliche ^eog leicht denkl)ar ist. 

Im Attischen ist x^fog als Vokativ herrschend; 'Afj(fi{^8€ bei Aristoph. 
Ach. 176 ist Eigenname. Die Papyri der Ptolem. Zeit bieten hier kein 
:Material. Auf einem christl. Amulett des 6. J. n. Chr. BGU III 954 = 
Wilcken Archiv I 431 steht ^^fi 7iavToy.{)ca(siQ, aber in dem Gebet P. Oxy. 
III pg. 12 (III oder IV n) findet sich als Vokativ o f^tög 6 navToxQiatoQ, 
was aus den Sept. als Formel übernommen wurde, weshalb auch der 
Artikel steht. Beispiele aus christl. Literatur für 0^88 s. WS 8 An. 2, 
vergl. noch Schmidt de Jos. el. 493 und i^«^ auf einer undatierten In- 
schrift aus Pisidien Journal of Hell, stud. 1902, 355; heute ebenfalls ^f^ 
Thurab Hd. 46. 

d) Kontrakta: In der Kontraktion der Substantiva und Ad- 
jektiva geht die Koivij nicht so weit wie das Attische. Das Be- 
streben, offene Fonnen zu wählen oder auch im Ausgleich mit 
andern Substantiven andere Wortbildungen eintreten zu lassen ist 
unverkennbar. So steht zwar oft yuixctQQOvg, aber Ps. 1234 
weist x^h^^QQ^^' ^^^^ ^^^^ ^^ominativ x^iixuQQog hin. Im Hohen 
Liede steht aöehfidog für aöehfidovg^ das nur die Sixtina und 
La^arde gegen A für aöeX(f6g Gen. 14 1 u. 16 einsetzen. 

Vergl. für derartiges Lob. Phryn. 234 u. 669, Hatz. 306. Herod. II 
337, 34: der Akkusativ ysiuannov steht noch bei Aquila Deut. 21 4, sowie 
bei Aquil., Symm. u. Theodot. Ps. 73i.'). Die Tatsache, daß die Genetive 
und Dative ebenso von Nominativen auf o?, wie auf ovg stammen konnten, 
hat das Aufkommen der Nominative auf og natürlich begünstigt; s. auch 
Dieterich 173 sq., ihhXifu'^oijg in der Koirrj nach Xachmanson 123 Anm. 1. 

Von den Stoffadjektiven ygioorg etc. kommen bisweilen offene 

Formen vor. Siclier sind von xQvnnvg Sprü. I9 xQi'oeov, Sir. 630 

XQioeog, 26i8 ygiaeoi dicht neben agyigag, II Ma. 63 XQvaHov^ 

auch Hobel. 3 10 mit ABC xqröEOVy n hat ygroiov = xQv(rEiov\ 

sonst stehen offene Formen noch in A, so I Esr. 2 12, G25 x^/'aca 

Aal agyi'gea, während es sonst immer x^rac? ymi agyvQa heißt, 

wie II Esr. 65. wo A sogar xQvaea y.al agyvQa hat; s. noch Sprü. 

26 11. Daß an den beiden letzten Stellen die beiden älteren 



A. Deklinntion. 35 

Kodices übereinstimmen, filllt stark ins Gewicht. Für offene 
Formen von agyi-Qocg sind mir nm' Stellen aus Esra I bekannt, 
die aber auch luu' an A haften : so I Esr. 6 18 nach A ra xqvgo. 
'Aal Tcc agyrgea (B dgyvQä), s. oben ül)er v. 25 und über II Esr. 65; 
endlich I Esr. Gög nach A agyrgea. Bei /«Azotg sind die Ver- 
hältnisse verwickelter, weil sich x«^"/-£'og, also eine andere Bildung, 
eimnischt, so Hi. 612 -BCn aiai, A a7, die Sixtina schreibt iai; 
wir werden mit den 3 älteren Zeugen eiai annehmen müssen, 
ebenso Hi. 40 13. Dagegen werden wir wohl 46 mit An ai 
schreiben, gegen eiai in B und eai in C, umgekehrt wieder 41 19 
eiov mit Bn, gegen eov m C, A läßt das Wort aus. Doch 
scheint wirklich ^oig vorzuliegen Sir. 2828 noch At<*, C oig, B* 
sioig. Was oiörjQOvg betrifft, so ist mir nur oiÖTqQtag IV Ma. 813 
in wS bekannt, wo jedoch die Lesart nicht einmal sicher steht; 
A liest jedenfalls aiöijQag. Von noQcpvQOcg und Xivovg sind mir 
keine offene Formen bekannt geworden. Da die offenen Formen, 
wenigstens von den Stoffadjektiven, in der Tat erst später häufiger 
werden, so wird man in den Kodices, wo sie vereinzelt unkontra- 
hierte Worte bieten, späteren Einfluß anzunehmen haben. Zu 
bemerken ist dabei noch, daß das Feminium stets kontrahiert wird, 
sowie daß die unkontrahierten Formen fast alle den Apokryphen 

angehören. 

Auf den Ptoleraäerpapyri ist von den genannten Stoffadjektiven bis 
jetzt keine offene Form nachgewiesen, wohl aber öfters kontrahierte, s. 
Mayser 293, Crünert 178, wo man dagegen aus nachchristl. Zeit Beispiele 
für XQvGiog etc. findet. Dem gegenüber stehen jedoch auf den Papyri der 
Lagidenzeit unkontrahierte Formen wie vd^Qo/oog neben /(itdo/oi}? etc., 
8. Mayser 294. Bei Hero von Alex, aber stößt man oft auf yjtXxtog 
1. B. I 56, 16; 148, 3; 192, 3; außerdem vergl. in vorcbristl. Zeit Inscript. 
insul. Mar. Aeg. III 1073 (I^), sonst in hellenistischen Inschriften auf 
ursprünglich ion. Boden z. B. D I 9 u. 10 (Ephes. 300v) xQvam, D II 480 
(Ephes. II '^) ciQyvQinv und änyvQiag oder auf dorischem D I 141 (Kos, 
Ptol. V) XQvatoj und XQva^tj, s. noch Nachmanson 123. Aus nachchristl. 
Zeit erwähne ich noch im Hinblick auf II Esr. 65 (/oi^^f« xal aQyvQd) 
XQvaovv xccl (Inyvofov D l 200, 30 (Inschrift des Aeizanas, Nubien, 350n); 
viele Beispiele auch bei Schweizer 141 sq.; aus nachchristl. Inschriften 
nicht ionischen Bodens seien noch erwähnt: Benndorf-Niemann S. 77 
Xcüviovg, S. 123 /«Axfoi/, Lanckoronski I No. 58 (iQyvQsa und tloyvQfor. 
Auch die Überlieferung späterer hellenistischer Literatur weist viele 
solche Formen auf, vergl. Schmidt de Jos. el. 490 sq., der sie mit Un- 
recht alle den Abschreibern vindizieren will, ferner WS 8, 7, Crönert 1. 1., 
für Christ. Lit. Reinhold 50, vergl. noch Cobet 497 u. 528, selbst Atti- 
cisten sind nicht frei davon vergl. Schmid III 19; IV 12 u. 14, s. auch 

3* 



36 IL Wortlehre 

Pseiulo-Kall. I 23, II 14, III 27, später Malalas p<?. 33 nontfvnfa, 78 x"^- 
x^oig, 457 xQva^ots, anderes aus Byzantinern Kroti^c linier 23. Dann aber 
sind die offenen Formen wieder verschwunden, bis im Neu<::r. einfache 
Nominative auf og wie ;(nva6g (s. oben rli^diftdög) durclulranfj^en , cf. 
Dieterich 179. Kretsdimer 24, Thumb 241 sq., Möris 295, 296. 304 l)e- 
zeichnet die offene Form ausdrücklich als hellenistisch. 

Man hat die offenen Formen der Koiri^ <^ewölinlich als ionische Be- 
standteile aufjxofaßt, 8. Thumb 63. Schweizer 141 sq., Kretschmer 22 sq., 
auch Phrynichus 2()7 nennt die Formen ionisch. Für nrsprün<?lic]i ionische 
Gebiete ist diese Meinunj:: an sich bestechend, zumal dort auch das 
Femininum offen bleibt, verpfl. oben nnyvn^ar aus Ephesus, was strenp: 
ionisch nQyvQ^rjr heißen müßte, aber dann eben als Kompromißform zu 
gleiten hätte, s, noch Latyschev I 75, wie auch 68 ynva^av-^ übcrliaupt 
heißt es in den relativ entlegenen Pflanzstädten der lonier am schwarzen 
Meer fast immer yniafog und dnyiniog-^ nur ganz schüchtern treten kon- 
trahierte Formen dort auf, so No. 67 clnyvQtiv dicht neben yQvoiov. Ob 
nun aber auf dem gesamten Gebiet der Koir^ die offenen Formen als 
wirkliche lonismen zu gelten haben, scheint doch fraglich. Wir müssen 
bedenken, daß diese Bildungen zugleich auch dorisch und äolisch 
waren. Man könnte also gerade so gut von äolischen oder dorisclien 
Bestandteilen reden. Ich glaube, die Kotvv hat auch hier, wie wir dies 
z. B. bei aa für rr hervorhoben, das streng attische abzustreifen versucht 
und sich ihrer umfassenden Stellung gemäß an das anzupassen versucht, 
was bei der Majorität der Dialekte üblich war. Bei den Verben wurde 
die Kontraktion innerhalb der Koivr^ nicht angetastet, weil sie auch in 
den Dialekten vorhanden war, wenngleich die Kontraktionsprodukte ver- 
schieden sein konnten. 

ooTOvv: Von offenen Formen kommen vor oozeov Num. 

19 16 u. 18, ooTtiov Gen. 223. lY Kö. 132i. 28 14. Sprü. 143o, 

Mich. .'^>2, lY Ma. 026, 92i. ebenso noch Ez. 87 1 (nur Q ootojv), 

sonst viel öfter oortuv. «auch Gen. 29 u (nur E ogt^cov), daher wohl 

Hi. 88 19 mit Bn gegen ooiiojv in AC; es tritt hinzu oottoiq 

Hi. 10 11, Ps. 374, 108 18, so noch Ez. 875 (nur Q doTolq), 

femer wohl Jer. 209 mit An gegen oüTolq in ß, sonst allerdings 

oft oaiolg. Nirgends sicher und teilweise schwach bezeugt ist 

o(7r/a gegenüber häufigem Sova. so Ps. 50 s fa nur n^- ^ und T, 

Mich. 83 allerdings in B, aber A ogtcc. vergl. Klag. 84, 48. 

Offenbar blieb das e zunächst stehen bei nachfolgendem langen 

Yokal oder Diphthong, wo keine eigentliche Kontraktion, sondeni 

einfache Aus.stoßung stattfand, erst später folgten andere Formen 

nach, weshalb wir wohl ootu herzustellen haben. 

In attischer Prosa stehen zuweilen schon offene Formen bei nach- 
folgendem langen Vokal oder Diphthong, s. KB I 1, 402. Auch Strabo hat 
noch oft oßribn', oarfav, oarfoig, aber oarovr, ootu, wie Crönert 166 zeigt, 



A. Deklinatiun. 37 

bei dem mau iiooli andere Hinweise findet. Die Form oaitu erscheint 
einmal bei Aristoteles ntfil Tivti/nuTojv 483b, 31; die Scdirilt ist aber 
späteren Ursprungs. Sicher steht oarta erst bei Philo ley;. all. II 22, wie 
41 oare'ov, wobei beachtenswert ist, daß unmittelbar vorher das Wort aus 
Gen. 222 in der Form uaiovv zitiert wird. Vun da ab findet sich öfters 
oarta und uazt'uy vergl. WS 8, 7, Schmidt de Jos. el. 491 sq., der mit 
Unrecht die ofienen Formen ganz ausscheiden will, für Atticisten Schmid 
IV 14, Fritz 28; ich erwähne noch uariu BGU 1 1, 224 (Hin), ferner Latyschev 
IV 342 oaraor und oaria, Malalas 40 u. 136. Außerdem uareu bei Aquila, 
Symmachus u. Theod. Ezech. 2331. Für andere Formen vergl. noch uaieajv 
Phil. leg. all. 111 1 u. 5, Tatian 13 u. 19, Sym. Hi. 7i5, 21 u u. Ps.41ii, 
Test. Jud. 20, aber üorä Da. 7, daikuig llenoch 25, 6, Aquil. Ps. 41 ii. Wenn 
somit Möris 205 sagt: uaxoiv lljjixui, oar^ov 'EkX., so gilt dies bei oaiiov 
und oaxta erst für spätere Zeit, AVas die Erklärung betrifft, so verweise 
ich auf das, was oben über /nvoiog etc. gesagt wurde. Zu beachten ist 
aber, daß das Attische hier schon voranging. 

yrj: Im Singular stets, im Plm'al yala, wie II Kü. I835, 

IIEsr. 9iu. 2, Ps. 48 12, Ez. 3624, Dan. 11 42, so auch IV Kö. Iis 

(an der 2. Stelle), yatag mit A, während B yäg bietet, sicher yalg 

IV Kö. 19 11. 

Der Plural yru kommt auf Ptolemilerpapyri vor, s. Mayser 252, auch 
Field liest Hexai)la Lev. 2G3ü bei Theod. yciTg, Aquila hat dort yuCaig, 
die LXX h r^ y/); ja es könnte sogar eine unkontrahierte Form yaag = 
ytcg im Plural vorliegen auf einer Pachturkuude nachchristl. Zeit bei 
Hula-Szauto Seite 16. 

e) Wechsel zwischen ccgxog u. agxrig'. Neben den attischen 
Bildungen auf agyog erscheinen bei den LXX schon oft solche 
auf ctQX^g- Ist der erste Bestandteil ein Zahlwort, so sind die 
Formen auf aQxog die regelmäßigen, so stehen oft x^^f'^QX^^^, 
t/.acoi'TaQxog, 7CEvirf/.6vTaQXogj dexada^/oc,*, vergl, Ex. 18 21, Num. 
lio, Deut, liö, II Kö. 18 1, I Clu". 209 u. s.w. Man wird darum 
IV Kö. lliou. 15 mit A eyMTOVTOQXOig gegen aig in B vorziehen, 
wie umgekehrt II Chr. 23 1 mit B agxoig gegen ag in A. Dazu 
treten (pvXaqxog Deut. 3128, lEsr. 859 u. 96, TtaTQagxog Jes. 3738 
und stets ucctQxog. Dagegen liest man q)v?MQX^9 II ^I^- 832, 
TtaTQiccQXV^^ I Chr. 27 22, II dir 2320 etc., t&voQxrjg I Ma. 1447, 
15 1 etc., yEveoldoxr^g Weish. 133, '/ÄO(.idQxrig Esth. 23, y.VTCQiaQxrig 
II Ma. 123, sXecpavTccQxr^g II Ma. 14i2, III 04, TOycdgxr^g Gen. 4134, 
Esth. 3 13 etc., (.LVoaQxrjg II Ma. 524, avlccQxrjg II Kö. 817, inegi- 
öccQxiig I Ma. 1065, II Kö. l6 ist mit B hcfCccQxcci zu schreiben, 
gegen i7tTcaQX0(^ in A; denn iTtTtccQxrig ist die Form der Pto- 
lemäerzeit. 



38 II- Worthhre. 

Bei Zahlwörtern haben auch die Ptolemäerpapyri stets «(>/off, 
s. Mayser 256, für Innän/rig 257: 'i7ina{))(og kommt erst später wieder auf, 
vergl. z. B. Malina de dict. Polyae. 10. Sonst s. Moulton 1901, 34 u. 434, 
wie 1904, lOS, wo man aus den Papyri für fast alle obenerwähnten Wörter 
Parallelen findet. Die nachchristl. Zeit zeigt dabei ein sehr starkes Über- 
wiegen der Formen auf ctn/rjg, auch solcher, deren erster Bestandteil ein 
Zahlwort ist, also ixaTovTttQxrjg, öfxaiScio/rjg etc. Da sich derartige 
Amtsnamen auf Inschriften, wie Papyri naturgemäß sehr oft einstellen, 
80 ist darüber schon viel gesammelt worden, vergl. noch Schweizer 144, 
Nachmanson 121 sq., auf attischen Inschriften war «()/o? vorherrschend 
bis in die Kaiserzeit, Meisterh.^ 124 sq. Aus der Literatur, wo später 
beide Formen miteinander ringen, vergl. Schmidt de Jos. cl. 485 sq. ; 
WS 9 Anm. 4, Reinhold 54. Eine Zusammenstellung sämtlicher ein- 
schlägiger Wörter aus Papyri, Inschriften und Literatur wäre hier sehr 
lohnend und würde zeigen , welche Wörter un^rjg und welche nQ/og auch 
noch später bevorzugen. Aus den Hibehpapyri I 30, 4 (nach 300v) ge- 
winnen wir jetzt für «p/o? bei Zahlwort als erstem Bestandteil /t^t«c/o?; 
für das Nebeneinander der beiden Bildungen in späterer Zeit ist endlich 
bezeichnend D II 665, 24 (Ägypten, Klaudius) ixcaovT((Q;(C(g xcu xti)-t'f<^Qxovg, 
bei Latyschev IV 81 I steht /«'^t«c>/^?, aber 81 HI /idiaQ/og. Was die 
Erklärung der Formen auf ((Q/ns betrifft, so gilt auch hier der Satz, 
daß die Kotv^ das spezifisch attische abzustreifen suchte und sich an die 
Mehrzahl der andern Dialekte anschloß. 

l) Attische Deklination: Die sog. att. Deklination ist nur 
noch in wenigen Spuren vorhanden. Für reo'ig und ?^E('')g treten 
vaog und laog ein. Nur das II. Makkabäerbuch hat neben vaög 
i-^wg 62, 9i6, IO3 u. 5, 1323, 1433. Dabei steht das AVort außer 

10 5 immer im Akkusativ, wobei der ältere Kodex A gegenüber 
dem jüngeren V das v der Endung wegläßt. Die Sixtina setzt 
es fast immer mit V hinzu; es ist sicher wegzulassen, da dieser 
Übergang in den Typus l'iog auch sonst z. B. bei aXojg Ijeobachtet 
wnrd, vergl. Ru. 3 3, 6i4, II Kö. 2424. '^'^hog selbst mischt sich 
ferner mit dem neugebildeten a?U')v, das sogar überwiegt; unter 
42 von mir ennittelten und geprüften Stellen steht 23 mal sicher 
a?.vn'j nur 13 mal sicher aXwg; 6 Stellen sind schwankend, wo 
bald A bald B «Awv füi' aXojg bietet: Nuni. 15 20, 18 27 u. 30, 

11 Kö. 06, Ru. 3u, IIKö. 2424. Da in späterer Zeit aXwv noch 
viel mehr aufkommt, so werden wir an diesen Stellen alojg vor- 
ziehen. Sonst vergl. man '/.dXog im Y.aXiog Nmn. 337, 432; layioog 
für )Myv)g nach A Ps. 103 is (Bn* yoiQoyQvXlioig); lavw für 
Ta(')g III Kö. 10 22 nach der Fassung von A, B hat andern Text; 
yolog als Sigma-Stamm, wie auch schon attisch, für XQ^^'^9 '^- ^• 
Deut. 102; aber vuöxQeojg I Kö. 222, Jes. 50 1; sonst oft i'lewg 



A. Deklination. 39 

in fonnelbafter Weise mit slpai oder yLveo^ca aus der Sakral- 
sprache passend übernommen für die ejitsi)rechenden hebr. Aus- 
drücke; 7iXtiüg ist nicht mehr vorhanden, dafür stets TiXi^gtjg oder 

N((6g und Xuög sind die herrschenden Formen auf den Papyri und 
Inschriften, wie auch im NT und im Neugr., vergl. Möris 195; auch auf 
attischen Inschriften seit 250v nach Meisterh/*, 127, in der Kaiserzeit 
kommen dann wieder beide Formen neben einander vor wohl infolge der 
attizistischen Bewegung. Für vereinzeltes vf(6g auf irot^TJ- Inschriften 
führe ich an tov rnö J) I 50, 11 u. 51, 25 auf den Schauspielerdekreten 
aus der Zeit des Philadelphus, wo auch tt vorkommt, sonst s. Schweizer 
143 Anm. Fast immer sagte man vtuy.öoog, vergl. Nachmanson 124, vaxöoog 
P. 3Iagd. II 35 (IIIv). Was die Literatursprache betrifft, so hat nach Bouitz 
im Index Aristoteles beide Formen, Lykurg gegen Leokrates 38 bietet vaoC, 
vergl. Aeneas Takt. 17, beides hat auch die spätere Literatur-iCotv^', so 
Polyb. Kälker 2G0, Strabo Crönert 165, Josephus Schmidt 493 sq. Plutarch 
Bernardakis I pg. LXXIII, wie die Atticisten s. Schmid z. B. II 18, IV 20, 
Fritz 30; speziell für Afw? verweise ich noch auf Ezechiel bei Euseb. IX 
28, 438 b. 29, 14, wo das Metrum mitsprach ; sonst bewegt sich dieser 
Dichter ganz in der Sprache der LXX. Daß vaog und Xaog in der Kolvti 
das übliche wurden, rührt daher, daß diese Formen schon früher in den 
meisten anderen Dialekten vorhanden waren, i'fw? und Xtüg waren spezi- , 
fisch attisch, vriög und Xr]6g spezifisch ionisch; vergl. auch Thumb 243 
und Kretschmer 17 sq., der natürlich Dorismus annimmt. Nicht un- 
erwähnt möchte ich lassen, daß II Ma. 4i4 u. lOs in A vanö überliefert 
ist, vvohl spontane Mischform aus vuög und veottg, wobei das c durch die 
Aussprache hereingekommen zu sein scheint; vergl. ttqovcum Papers III 
637 und vao'n> = reo'jv oder v«6v Ps. 44 16 in dem Leipziger Psalmen- 
fragment, ed. Heinrici. Was «Aw? betrifft , so ist die Nebenform äXcov 
bereits Tebt. I 84, 8 (118 >) nachweisbar, sonst später z.B. BGU II 651, 5 
(192n), III 759, 11 (125n), P. Straßb. I 10, 20 (268^), vergl. WS 8, 13, 
Aquila II Kö. 6? äkojvog, wo bei den LXX B «Aty, A äXcovog hat, Theod. 
Da. 235, Pseudü-Kall. II 41. Doch bietet in der Literatur schon Aristo- 
teles Beispiele, s. Bonitz, vergl. Theophrast-Fragm. 6, 31 aXoiVEg (Wiramer 
III), auch bei Philo (I) steht de sacrif. Abeli et Caini 109 kXojol dicht 
bei aXoi, Herod. II 728, 5 kennt aXojv. Für den Akkusativ aXo) und vsui 
u. ähnl. vergl. Crönert 1. 1. und pg. IX (auch Beispiele aus ptolemäischer 
Zeit), sowie Schmidt de Jos. 1. 1. Für /(»eo? s. Crönert 167, jetzt auch 
auf dem Straßburger Papyr. (VIn) Archiv III 415 sq. Zeile 81, ferner 
Wessely, Stud. zur Pal. u. Papyr. III 190, statt vno/necog steht vno/nwg 
schon 13^ BGU IV 1053 Kol. II 16, vergl. d^wxQfog Aeneas Takt. 16; zu 
X«yo)6g, das Phryn. 186 zu gunsten von Xccyutg oder Xayog verwirft, vergl. 
Schmid II 200, IV 20 u. Aquila Lev. 11 6, Deut. 4?, wo die LXX 6aav- 
TToJ« haben; an der obengenanten Stelle Ps. 103 18 hat Theodot. wie 
Kodex A Xccyojog, möglicherweise ist A dadurch beeinflußt; für iXtcog er- 
scheint später iXiog Keinhold 51; zu xdXog vergl. Jannaris 327, auch Aen. 



•40 II Wortlehrc. 

Takt. 11, 6; raiöv schon bei Aristoteles, s. Bonitz und bei Komikern 
KB I 1, 509; letzteres beweist, dal) bereits in der attischen Volkssprache 
Scliwankuugeu vorkamen. 

b) Konsonantische Stämme. 

a) K- u. T-8tännno. 

dXiüjcri^ ludiält bisweilen das ?y des Nominativs in den Kasus 
obliqiii bei, so Kielit. laö, 154 in B, aber e in A, Ez. loi in A, 
sonst £ z. B. Ps. G2ii, Hobel. 1'iü; tj kann ursprün^bcb sein, 
da dergleichen auch sonst vorkommt, ditogv^ hat in den Kasus 
y, nicht x Ex. 7rj, 85(1), Jer. 089, Jos. 19g, 21 12, .*)32i in An 
(27 12 auch in F), aber B/; B ist in das später wieder häufiger 
werdende x ausgewichen. 

Zu aAcfjTT»;^' vergl. "WS 9, 1; man sagte ja auch ruQd^rj^, v(((>{^t]xog, 
axioltji, axi6h]xog; Herod. II 738, 14 stellt (iXomt)^, ne/.og ausdrücklich als 
Ausnahme fest, woraus man vielleicht schließen darf, daß die Kulv)] dieses 
Wort auch nach Analogie der andern behandelte. llXomty.a steht indes 
jetzt auf einer Inschrift bei D II 757 (wohl III v); mit f auch Hcnoch 
89, 42 sq. Zu später wieder häufigerem ^loSov^, v/og vergl. Crönert Einl. X, 
wo auch für lyog in der Ptolemäerzeit Beispiele aus den Papyri erwähnt 
werden, s. noch P. Hib. I 118a, Kol. I 14 (c. 250 v). Man findet y auch 
in der Überlieferung des Polybius, Strabos und Diodors, s. Lobeck zu 
Phryn. 250, der ÖKOQvyog für die dQ/jüoc abweist. Thumb 74 nimmt 
lonismus an; doch ist auch Einwirkung des Aorists (vQvytjv möglich, 
s. Mayser 18 und meine Einleitung; auch sagte mau immer dnojQvyog von 

Von T-Stämmen ist zu merken /.lelg, das bei den LXX 

im Akkusativ Sing. y,lel6a hat Rieht. 825, Jes. 2222 nach An 

(ß hat andern Text), Plm-al '/.Xelöag Bei 12, während attisch 

KXelv und y,Xelg üblich sind. Xagtg hat im Akkusativ stets %a(?tv, 

nur der Übersetzer des Zacharias läßt I7 und Ou /or^tr« zu in 

Angleichung an die andern Kasus, vergl. /.vQvi^a AVeish. 5i8, 

vedvida III Kö. I2U. 3, IV Kö. 02, Sir. 204, aber veäviv Deut. 

2221 u. 21, oI/Jtlv Ex. 21?, ^cüfiavlziv III Kö. lio, Bladiavlzcv 

Num. 256, ruXucxÖLTLv II Kö. 29, wie Jos. 13 11 in A, B LÖa, 

Zu y.hiv und xXtTg im Attischen 8. KB I 1, 461, bisweilen noch so auf 
Papyri neben xXtldu und y.Xtlöag vergl. Crönert 170, ich füge bei xXtUhw 
BGU IV 1036, 25 (I8811J, ;f;.6rfTa? Wessely Corpus Pap. Hermop. 8; xXtlda 
auch Jes. 23 18 nach Theodot., vergl. auch xuxuxXtliSu Horo vom Gescliütz- 
bau 7; Möris 170 sagt xXtTv jJ, xXetöa 'IC.^ der Antiatt. 101 bemerkt xXtTv 
(l^iovat Xtyuv, ov xXtidu. Zu /uQira vergl. Crönert 1. 1., ich füge bei Pap. 
Grenf. I 47 (II/IIId), BGU I 48 (Il/IIlnj, Inscript. Ins. M. Acg. II 35 (I^), 
Hiller Priene 119, 132 (c. 120^), wie 136, 13 (Zeit? wohl vorchristl.), 
8. noch Viereck 59, Schweizer X51 , WS 9, 7, KB I 1, 412 sq. Möris 



A Deklination. 41 

sagt /«(Hj' Lt/; /uniKc 'E, ducli vergl. Eurij)id. Hei. 1394, Elektra 61, wo 
beidemal der Dichter sehr wühl mit geringer Änderung der Wortstellung 
/('cQiv in den Vers hätte bringen können; dies beweist, daß /((Qua neben 
Xc'c()cv stets erlaubt war; Möris geht also zu weit; vergl. auch Xenoph. 
Hell. 3, 5, 16, wo Cobet 338 unnötig /aoa«f verbessern will. Daß in 
der Tat auch später noch beides nebeneinander herging beweist Sym- 
machus, der Zach. 4? /«(ur bietet für das /«(ur« der LXX; man vergl. 
auch das auf Inschriften öfters vorkümmendc ifiXonaTQiv z. B. D H 566, 
Lanckuronski I 33, wie H 35 evenytTcv u. 53 d^^fxtv. Was xÖQvg betrifft, 
so hat Homer xoqw, während nach KB 1 1, 412 im Att. xöqvO^u das regel- 
mäßige gewesen zu sein scheint. Attizisten haben jedoch xoqw Schmid 
V 21. In diesem Zusammenhang bemerke ich noch, daß o()vig bei den 
LXX nur in der Form oqvCO^wv vorkommt : sie sagen immer oQvtov ; doch 
oQviv bei Aquila, Sym. u. Theod. Jes. 46 ii. 

ß) a- Stämme. 

Neutra auf og: Der Genetiv Plural bleibt, wie öfters schon 

im Attischen, immer offen c. 70 mal bei oqhov, ebenso steht 

c. 30 mal xetAfiwj', vergl. ferner zuxkov Hi. 6io, Sprü. I21, Jer. 

28 12, Ez. 27 11, II Ma. 12i4u. 27 (unmittelbar vorher ßehov), so 

wohl auch mit A IMa. I624, aber Da. 426 teixcov] vereinzelt ist 

alotiov II Chr. 343 und vipetov Hohel. 78. 

Vergl. KB I 1, 432, wornach besonders bei Xenophou offene Formen 
vorkommen; att. Inschriften haben nur (Hv cf. Meisterh.^ 132. Auf Ptole- 
mäerpap. finde ich nur ßXaßiiov P. Tor, II 69, 14 (137 v), ferner vielleicht 
ytvtbrv F. Gen. II 20, 3 (109 v)^ wenn dort nicht tnnsatv zu lesen ist, 
8. Wilcken Arch. I 553; aus späterer Zeit füge ich dem, was Crönert 172 
beibringt, hinzu /Hh'iov Oxy. III 504, 19 (II»); in Magnesia haben wir nur 
kontrahierte Formen Nachmanson 135, ebenso auf nicht poetischen Stücken 
Pergamons Schweizer 153, einmal oq^cov bei Viereck 59. In der Literatur 
hat z. B. Theophrast u()e(ov Fragm. VI 43 (Wim. III), aber oqöjv bist, 
plant. III 2, 6, stets hat er dv&dJv, wofür die Grammatiker gerade cIv&emv 
verlangen (s. Schweizer 1. 1.) wegen Verwechslung mit dv&'aiv; Attizisten 
haben es in der Tat s. Schmid III 21, IV 17 ; vergl. ferner ra/^iov Aeneas 
Takt. 22, /eds'dtv Hero I 8, 19, öqsojv Aristeas 119. Für spätere Zeit s. zu 
Plutarch Bernard. I pg. LXXVI, zu Josephus Schmidt 498, der mit Un- 
recht ÖQ^üjv verwirft; im NT auch nur ;^£dfart' und ö^ecuv s. WS 9, 6, s. noch 
Reiuhold 52, Test. Isasch. 7 yjtXitiv, Pseudo-Kall. I 46 Tii/forv, II 41 6nt(ov, 
Himmelf. des Jes. P. Amb. I Col. II 11 oQiarv, wie Henoch 18, 9, 
Aristid. 26, Ps. Sal. 2, 30, Hohel. 28 u. Ps. 454 Sym. 6oe<üv, wie Aquil. 
Jer. 9io, xiiXiojv Ps. I61 Sym., wie Theodot. Jes. 57 1, aber /ediDv I Kö. I13, 
mpioiv Aquil. Sprü. 93, ein anderer Übersetzer hat /hUojv Sprü. 22 11, 
Rieht. 5i6,. vergl. noch Ps. Sal. 15, 5; für Byzantiner vergl. d(»£wj' Malal. 51, 
;(hWmv 144. Warum gerade önivjv und x^dicov ganz besonders zur Auf- 
lösung neigen, weiß ich nicht anzugeben. Da im Attischen solche offene 
Formen schon vorkommen, so ist kein Grund zur Annahme eines dialek- 



ü? //. Wurtlehre. 

tischen Überrestes in der Koivri für diesen Fall vorbanden, s. dagegen 
Kretscbmer '2'2 sq. 

Xeiitra auf ctg: Sie siiul im Scluvindoii begriffen; ye^ag kommt 
zufällig mir im Nom. bezw. Akkus, vor, -/.tQücg und Ttqaq sind, 
wie schon meist im Attischen T-Stiimme; '/.Qtag hat noch x^fVjt; etc., 
auch Phu'al /.qia Ex. 2i)ii und Jes. 'J'iia, wo man früher in B 
irrtümlich AQtara las (s. Nestle im Monitum), yrjqag dagegen 
geht in die Kategorie der Neutra auf og über: yt^govg Gen. 373, 
48 10, Sir. i^o, Ps. 70 18 (nur B^^'ojc), ferner wohl mit An* Jes. 464, 
zweifelhaft Ps. 709 B ovg, n^^tog, III Kö. 11 4 A wg, B ovg, um- 
gekehrt 15 23 A ovg, B tog, sicher yaiQiog Gen. 442o, sonst mir 
AVeish. 49 und in den Makkabäerb., doch II 623 mit A wohl ovg, 
gegen wg in den späteren Kodex V; yrJQet steht sicher Gen. 15 15, 
21 7, 258. I Chr. 2928, Ps. 91 15, Da. 61, dagegen yr^qa bei Sir. 
253, 012 nach ABn (C ei bezw. /), weshalb auch 86 mit Ana 
gegen ei in B zu schreiben sein wird. 

Aus vorcbristlicber Zeit kenne ich nur y^Qovg Aristot. Nikoni. Ethik 
1, 10 allerdings mit der Variante /»Jooj?, ferner Agatbarcb. 63. Daß der- 
artige Formen tatsächlicb in den LXX standen, scheint mir Pbilo (III) 
quis rer. div. her. 275 zu beweisen, wo in allen Kodices übereinstimmend 
mit den MS der LXX Gen. 15 15 h yt]Qic xaXö} zitiert wird; nur der Papyrus, 
dem Wendland folgt, bat yriQ(i; Pbilo selbst könnte, wenn der Papyrus 
wirklieb seine Niederschrift bietet, yrjOH absichtlich in yi^Qu verändert 
haben, wie er auch sonst Koiv^-Yormen verwischt hat, s. Siegfried, Philo 
und der Text der LXX, Zeitschr. für wissenscbaftl. Theol. 1873, 525. 
Für nachchristl. Zeit s. Crönert 168 u. 169, wo man jetzt auch ein Bei- 
spiel für den von den Grammatikern erschlossenen Nominativ yi]Qog (vergl. 
Herod. II 281, 12) findet, ferner WS 9, 2, Reinhold 51, Usener heil. Theod. 
125 sq. Auf Papyri und Inschriften ist bis jetzt eine derartige Form 
nicht vorhanden; auf der Inschrift vom Nemrud-Dagh D I 383 (c. 60^^) 
steht yriQbjg, ebenso in dem Brief Neros D II 475. Man hat yriQovg und 
y^ntc als lonismen in der Kocvi] bezeichnen wollen ; allerdings sagt schon 
Homer ovöü von ov^ag, xojsaiv von xw«f, Herodot rtQeog, xiQi'C, wie auch 
Äschylus ßotrtog ßQtTti, aber gerade von yfJQccg lauten Genet. bezw. Dativ 
y^Qaog und yr/pca, s. Smyth 427; auch Hippokrates 7i6(u iiov hiog nai^üjv 
VII 182 yr\novg kann nichts beweisen. Die Wörter auf ug zeigten eben von 
vornherein eine Neigung zum Übergang teils in die Flexion der Neutra 
auf Off, teils in die Kategorie der T-Stämme. Dieser Prozeß war immer 
vorhanden und nahm innerhalb der Koivri seinen Fortgang, bis die Neutra 
auf ag überhaupt verschwan<len. Auch xQiag wurde schließlich, wie das 
Neugr. zeigt, r-Staram, übrigens schon xQHtrog auf einer attischen In- 
schrift des IV ▼ bei Meisterh.^ 143, s. auch Crönert 172, aus byzantinischer 
Zeit xQtuTu bei Anna Komnena II 62, 15; xoiuiog zitiert aus Sophron Her- 
werden 171. Attisch war sogar schon xrtifug, xv(<^ovg, s. Aristoph. Eccles. 



u4. Deklination. 43 

290, 396, weshalb auch xvt'ifti bei Attizisten vorkommt nach Schmid III 27; 
Polyb. hat aber VIII 28, 10 xvi^aiog; Xenoph. Hellen. VII 1, Ij xvitftc. 

y) Elienialigc Digaiuma-Struiune. 

Wörter auf evc,: Der Akkusativ Plural hat stets in Aiilehuuug 
au den Nominativ eZc, worin sich die alhnilhliche Vereinfachung 
des Deklinationssystems kundgibt, vergl. schon attisch rcok^iq als 
Nominativ und Akkusativ. Nur in dem originalgriechisch ge- 
schriebenen Buch der Weisheit findet sich eiimial cpoveag 12 1. 

sTg ist regelrecht auf den Ptolemäerpapyri (viel bei Mayser 270 sq., 
yov€c<g nur auf der Klage der Artemisia, noch III"*'), den Ptolemäer-In- 
schriften, ferner auf attischen Inschriften seit 307 v Meisterh.-' 1-11, in 
Magnesia Nachmanson 132, sowie in Pergamum Schweizer 150. ictg taucht 
später vereinzelt Avieder auf, was zum Teil wohl mit dem Bildungsgrad 
der Schreiber und den attizistischen Bestrebungen zusammenhängt; vergl. 
einiges aus späteren Papyri für eag Crönert 173, anderes bei Schweizer 
1. 1., Keinhold 51, Viereck 59; ich füge bei ßaadiag Latyschev I 21 u. IV 81, 
D S^ 279, 25 neben teong und ßaaihTg. Was die Literatursprache vor- 
christl. Zeit betrifft, so kann bereits bei Aristoteles und Hypereides ug 
neben ^'ag nicht abgewiesen werden, s. Crönert 173, auch Lykurg 45 könnte 
man InntTg schon annehmen, s. KB I 1, -448 Anm. 3; Aeneas Takt. 10 
hat yoviig, aber 15 tnniag; auch Theopomp hatte solche Akkusati ve, 
Bürger Theopompca Straßb. Dissert. 1874 pg. 9; aus ihm stammt wohl 
auch Tovg XuXxtöiTg bei Antig. Karyst. 14; vergl. ferner avyyQcttftig bei 
Scymnus 111, i()^/jra? Aristeas 318, wie oft ßaadiTg; sonst vergl. für 
Strabo Crönert 1. 1., für Üiodor Dindorf-Vogel XXXV, sie haben beide 
Pormen; für Polyb. Kälker 235 S(p, der unnötig ^ag nicht zulassen will, 
während doch gerade die Mischung für diese Schriftsteller charakteristisch 
ist, weshalb Büttner-Wobst praef. LXXV richtiger urteilt; s. noch Schmidt 
de Jos. el. 495 sq., für Plut. Bernard. I, LXXXVIII, für Aelian Schmid III 
22 sq. Pseudo-Kall. U 16 hat doiaiaug, sonst tlg', tnntig auch bei Menander 
frg. 268 Kock III. 

vavg und ßovg : vavg hat einmal Sprü. 2454 (30 lo) vriog im 
Genetiv (nur C vsaig), außerdem steht III Kö. 2249 an einer Stelle, 
die nur A bietet, vrjag, aber tag vavg I Kö. 56; von ßovg heißt 
der Akkus. PL stets ßoag. 

In vr}6g und vfjag kann das >; durch vrjt und vfjsg veranlaßt sein. 
Für den Genetiv kommt noch hinzu, daß die sog. Metathesis quantitatis 
etwas ganz spezifisch attisches war, das die Koivri abzustreifen suchte, 
s. oben die att. Deklin. Beim Akkusativ Plural ist auch das Bestreben 
zu beachten, die Endung ag mehr zu verallgemeinern und den Akkusativ 
deutlicher zu gestalten (vergl. unten i/^vag); auf dieselbe Weise erklärt 
sich auch ßoccg. vfjctg steht schon bei Polybius, sogar in unmittelbarer 
Nähe von rag rccijg III 96, 4 wie noch öfter, vergl. La Koche, Sprachl. 
aus und zu Diodor. Wiener Stud. 21, pg. 33, so später auch vrja Schmid I 
48 Anm. und vriäjv IV 23, wie schon Aeneas Takt. 11 u. 16 und Hero I 



44 //. Wortkhre. 

446, 15; bei Josepliiis darf man die Formen auch nicht verwerfen, was 
Schmidt 498 sq. mochte; Aquila liat noch ri^«? Ps. 478, ferner vergl, 
Mahvhis lOH u. 142. Für ßöug erwähne ich A^'utharch üO. P. Oxy. IV 
729, G u. 40 (137"), P. Gen. I 18, 32 (347 "), P. Gen. II 48, 32 (346u), 
Inschrift ih^s Aeizanas 1) I 200, '2^ (350ii), wo auch ßotai, für ßoval steht, 
vergl. noch Pseudo-Kall. II 18; sonst vergl. z. 13. Strabo Crönert 171, 
Plutarch Bernard. I, LXXV, die beides haben; auch /o«? = /ot? bei Strattis 
frg. 13 Kock I u. sonst. 

6) r-Stäimue. 

Dio AVürter aus rc;, Genet. roc;, haben im Akkusativ Plural 
meist vai^, worin sich ebenfalls wieder (s. unter vavq) die Ver- 
breitung der gewöhnlichen Endmig ag kundgibt; so immer Ix^^cccg 
Gen. 1)2, Ps. 88, Ez. 293 (nm- Q» h^vg), Hab. lu (nur n* 
}]x0^i'g = Ix^i^'S)) OTccxvag Gen. 41? u. 24, aber atdxvg Ex. 226, 
Deut 2324, alxvag Num. 11 5, /avag IKö. 6i, aber s. u. ii ^tag, 
o(fQvag Levit. 149 (o(fqTg nur F u. B*^), B* hat hier fälschlich 
oocpiag, was aber sonst häufig z. ß. III Kö. 2l3i u. 32, Jes. 32 ii 
(nm- B oo(fvg) Ez. 44 18, II Ma. 10 25. 

vctg bei solchen Wörtern findet sich abgesehen von Dichtern in neu- 
ionischer Prosa bei Herodot neben vg, s. KB I 1, 439 Anm. 5; gut attisch 
ist nur //i>tff; aber Aristoteles hat dann vag daneben (s. z. B. unter ix^Cg 
bei Bonitz). Ferner vergl. ixcaoarvccg Aen. Takt. 11, //^i'«? bei Antig. 
Karyst. 27 (sonst ^;^^tf), Agatharch. 30, ^ut«? Posidipp frg. 14 bei Kock III, 
bei Pulyb. oft ^h'ßvag z. B. III 79, 1; 117, 6, trvag Hero I 310, 11, i/Ovag 
Philo (I) de opif. mundi 66, vag Henoch 43, ////l«? Ps. Sal. 5, 11; für 
Strabo, der beides hat, vergl. Crönert 174, für Joseph. Schmidt 497, für 
das NT WS 9, 4, für Diodor Dindorf-Vogel LIV, für Plutarch Bernard. I, 
LXXV; aus Papyri füge ich zu Crönert 1. 1. hinzu P. Tay. 113, 13 (lOO^^) 
i/Oiag geschrieben tiy.Ovag. Aus den Inschriften ist mir kein Beispiel 
bekannt, dagegen steht oräyvg auf dem kanopischcn Dekret D I pg. 109. 
Aus späterer Zeit füge ich noch bei i/Ji^vag Test. Seb. 6, Symm. Gen. 1 28, 
Pseudo-Kall. II 38, wie aTÜyvagW 16 u. ßoiQvagWlb, ÖQvag Aquil. Jes. 2i3, 
sonst 8. Schraid III 22, IV 19; jetzt auch ßuiQvag P. Leipz. I 30, 4 (Hin). 

nr^yvg: Der Genetiv Singular heißt öfters 7tr]X£og, worin sich 
einerseits Ablehnung der spezifisch attischen Endung ewc; zeigt, 
andererseits das Bestreben kundgibt, die sonst übliche Genetiv- 
endung og zur Herrschaft zu bringen; vergl. Ex. 25 o (an der 
einen Stelle, wo Jiur A^ £wg hat) m u. 22, 26 16, 30 2 an der einen 
Stelle, wo nur F awg hat, III Kö. 7i8 und 21, Ez. 4042, sonst 
noch UI Kö. 7 17 an einer Stelle, die nur A hat, wie Ez. 40i2; 
dagegen steht 7cr]x^ojg 2 mal Ex. 38 1 sicher, aber an einer Stelle, 
die nur A bietet, sonst stehen sich A und B gegenüber Ex. 259 
und 30 2 an der andern Stelle (s. oben), ferner Ez. 43 u. Es 



A. Deklination. 45 

scheint, daß eog, den LXX geläufig war, weshall) wir es hier wohl 
herstellen. Der Genetiv Plural lautet in der Regel /ctixbmv 
c. 50 mal, dagegen steht das kontrahierte tcyjx^uv IITKö. 6i8, Tis, 
Jud. I2 (2 mal, 1. u. 4. Stelle), Esth. ou u. 7o, Ez. 40?, 41 u, 
424, 43 14 sq.. Da. 3i. Sonst findet c. 25 mal Schwankeii statt 
z. B. Ex. 27 9. 11 u. 12 B an', A ewv, IV Kö. 25 17 2 mal A ajv, 
B ewv, Jud. 1 2 (2 mal, 2. u. 3. Stelle) A B (uv, n ewv. Man 
wird wohl wv herstellen, da es in der Ptolemilerzeit geläufig ist. 
Später war ecov offenbar wieder häufiger, weil die Vorliebe für 
offene Fonnen zunahm; so hat auch Sym. mit Kodex A und T 
etov Jer. 52 21, während Bn (ov halten. 

Für TTrjx^og ist, so viel ich sehe, bisher aus den Ptolomäerpapyri 
kein Fall bekannt. Dagegen steht es in vorchristl. Zeit bei Philo v. 
Gesehützbaii 51, Polyb. X 44, auch Aristeas 57 ist es zu halten, ebenso 
Hero I 350, 1, III 4, 22 u. 29; vergl. noch ö^xanrix^og Asklepiod. 5, 1 u. 
später n^/€og Aquil. II Kö. 81, Symm. Ez. 40ii. Dazu tritt ItüTEo? bei 
Aen. Takt. 1, 1, Agath. 2, 2, s. Herod. II 768, 12 u. Schraid IV 20. 
Ähnlich erscheint auch in der Kotvri für das attische w? bei Wörtern auf 
fvg namentlich in nachchristl. Zeit das allgemeine Genetivzeichen o?, 
s. Naclimanson 130 sq., wo mit Recht Anlehnung an altes Sprachgut aus 
den Dialekten zurückgewiesen wird. Nimmt man dialekt. Überrest für 
ßaanXiog u. dergl. nicht an, so kann man dies auch für nrix^og nicht tun, 
obwohl es im ionischen erscheint, s. Crönert 168, Schweizer 148, Meyer' 
441. Für nri/fJÖr, das übrigens (s. unten tjiuiaovg) beweist, daß in der Koivri 
auch neue Kontraktionen noch vorkamen, vergl. aus den Ptoleraäerpapyri 
die Bei-spiele bei Mayser 267, s. auch schon Deissra. B, 152 u. aus späterer 
Zeit z.B. Oxy. I 9, 13 (wohl I»), II 264, 3 (54n), III 505, 7 u. 9 (11"). In 
der Literatur schon bei Aristoteles nach Bonitz im Ind. ; dann Agatharch. 
78, sehr oft Hero z. B. III 200, 20, 17 mal auf Seite 216 u. s. w., vergl. 
z. B. noch Strabo bei Crönert 172, der merkwürdiger Weise auf Papyri 
solche Formen nicht finden will, .Tosephus bei Schmidt 498, WS 9, 8, 
Reinhold 52, außerdem Henoch 7, 2, Test. Jud. 3, Pseudo-Kall. II 21 u. 41; 
III Kö. 610 Aquila, V. 17 Sym., beide v. 20, s. auch Phryn. 245 sq.; neugr. 

c) Geschlechtswandel, Heteroklisis, Metaplasmus und sonstige 
Einzelheiten im Gebrauch der Substantiva. 

a) Geschlechtswandel innerhalb der gleichen Deklinationsart: 
lii-iog ist überwiegend, wo das Geschlecht sich überhaupt erkeimen 
läßt, Maskulinum, aber sicher Femininum Jes. 621; unsicher ist 
Jer. 24 10 Bn tov, A Trjv, I Ma. 924 A h^og ^eyalrj, n u^yag, 
1349 N TCü, A riy; das Fem. mag an diesen Stellen ursprünglich 
sein, da ein Ausweichen in das überall viel geläufigere Masku- 
linum in diesem Fall viel eher denkbar ist, vergl. auch III Kö. 



46 //. Wortlehre. 

18 2, WO B ?J ItfÄog -/.Qacatd schreibt. A jedoch für tj das Prä- 
dikat 7^)' einsetzt und dann /^ara/o'c korrigiert, v X^pog steht 
nur Jes. Go2, sonst i), auch C4en. I]0is ra/^ Irivolg, wo die Sixt. 
und Lagarde rolg bieten. lOocoTtog ist oft Maskuhnum, aber 
siclier Feminiinn III Kö. 4 29, sonst nur schwach bezeugt und ab- 
zulehnen, so Lev. 146 inu' in F, v. 5i u. 52 luu' B*'', wo Lagarde 
das Feminin, wirklich hat. 6 alaßaargog steht IV Kö. 21 13 in 
B, A TO alciiaargor ; die Stelle lautet in ß /.ad^wg aTtaXeicpeiai 
6 aX. arra/.eiq'ouevog; in A erweist sich ro aXcißaaigov schon 
dadurch als spätere, ungeschickte Korrektur, weil ajcaleKfOfievog 
ruhig stehen blieb. Bdrog ist stets Mask. z. ß. Ex. 82, Deut. 
33 16. GTttiuvog ist Mask. Ex. I633. 

'II h^uög findet man in der Ptolemäerzeit P. Par. 12, 9 (157 v), 2G, 9 
(c. 162v), P. Lond. I 25, 20 (161 v), 26, 18 (161^), vorohristlich sind ferner 
schon Hymn. Cer. 311, dann Alex. Polyhist. bei Müller fr<]^, bist. III 216, 
Herond. II 17. Polyb. I 84, 9 als Variante; für spätere Zeit vergl. Usener, 
beil. Tbeodos. 144, Crönert 177. Pbryn, 188 sa^rt ttjv h/Aov ^(ogieTg; in 
Sparta gab es aucb eine weiblicbe Statue des Hungers; Kretscbmer 19 sq. 
nimmt aucb Dorismus an, aber es wäre auch mitglicb, daß rj Xifioq der 
Vorbote des neugr, t} U^a ist, Schmid Gott, gelehrte Anz. 1895, 33. Da 
es außerdem Maskulina und Feminina auf og von jeher gab, so waren 
solche Übergänge immer möglich unabhängig von den Dialekten. Für 
die übrigen obengenannten Wörter verweise ich auf WS 8, 10 mit Anm. 
Wenn Sextus Empirie, adv. math. I 148 und 187 r\ aTa/nrog als attisch, 
6 arauvog als pelop, bezeichnet, so erscheint dies im Hinblick auf o GTct^vog 
bei Aristoph. Flut. 545 zweifelhaft; es steht jetzt auch BGU IV 1055, 
21 (13 T). ö Xr]vög steht auch auf einer karthagischen Fluchtafel, rh. Mus. 
1900, 249. 

Öfters fand im Plural Wechsel zwischen Maskulinum und 
Neutrum statt, wobei der Nominativ Singular nur eine Form auf- 
weist Die Koivt] sucht aber einen Ausgleich herbeizuführen. 
So lautet zu ÖEO(j.6g der Plural dso/noi, nur in den letzten Makka- 
bäerb. III 627^ IV 123 öeofxd, außerdem noch II Esr. 72G in A 
elg öea^a. wo ß elg TvagdSoaiv hat. Ferner heißt es immer 01 
Lvyoi, nur Lev. 1936 zd Cvyd, im Singular stets Kvyog, nur Ez. 
45 10 steht als Nominativ 'Cvyov öI/miov in AQ^ wohl veranlaßt 
durch das folgende fuhgov öi/miov. vcorog heißt der Singular, im 
Plural liest man viozoi III Kö. 733, Ez. I18 (2 mal). 10 12, doch 
vwra Gen. 923. Jer. 227. In der Einzahl st^^ht ^e^f Aio? Ps. 1P>67, 
in der Mehrzahl oft ^ei^tXia, aber ^e^tltoi II Chr. 31 7, I Esr. 
619. II Esr. 4i2. 5ic, Hi. 22i6, Ps. 861. Schließlich bemerke ich, 
daß der Plural zu ozdöiov nur oxddioi lautet, was aber überhaupt 



A. Deklinatioyi. 47 

nur im II Makk. vorkommt 11 5, 12iou. 29; endlich heißt es zu 

o'iTO(i immer olta. 

Für vorliegende Wörter vergl. insbesondere KB I 1, 499 sq., WS 8, 12 
u. 13 mit Anm. (ha/ud ist attisch im ganzen häufiger als Sia^oC^ doch 
scheinen sich im 4. Jahrhundert beide Formen so ziemlich die Wage zu 
halten, s. Inschriften bei Meisterh.-* 143. Möris erklärt 93 6ea/uo( für 
hellenistisch, deofici als attisch; die Attiziston haben in der Tat fast 
nur letzteres vergl. Schmid z. B. I 84, III 27, IV 22. Daß Jfff^o/ in der 
Koivrj fast durchdrang, erklärt sich demgemäß aus der Uniformierungs- 
tendenz (vergl. noch Symm. Jes. 586), weil eben der Nominativ Sing. 
Ö8ajU(jg hieß. Das gleiche gilt von Cvyoi, wofür attisch Cvyc'c weit häufiger 
ist. Für ^^sju^Xioi vergl. z. B. Thukyd. I 93, Xenoph. Hipp. 1, 2, Aristo- 
teles hat ^'hf/Lt^hcc (8. Bonitz), vergl. Crönert 175, wo auch aus den In- 
schriften für beide Formen Beispiele sich finden, oft r^tfxeUct auch bei 
Pausanias, der das Wort natürlich häufig gebraucht; ich erwähne noch 
d^ifi^Xia aus Aquila u. Theod. .Ter. 3137, aber ^^^^Uot Aquila Ps. lOs, 
Singular ,i€/u8hog Aquil. , Sym. u. Theod. Sprü. 1025 u. Sym. Hi. 4i9, 
aber t6 ^8f4iXior ein anderer Übersetzer Lev. 4 18. Wenn Möris 137 x'^ffxt- 
hov und ^(jusha als attisch bezeichnet, so ist dies zu berichtigen. Zu 
vcjTog vergl. Möris 196 raJr« xcci t6 voHrov ^TTixiog, vöHrog xal Tovg v(ö- 
Tovg 'EXlrjvixüig, allerdings ist attisch vuJTog selten, bei Herod. I 215, 3 
wird TOT vüJTov aus Xenoph. rer. equ. 3, 3 zitiert, beides hat schon Aristo- 
teles (Bonitz), vergl. noch Lobeck zu Phryn. 290, Schmid IV 317; vöiroi 
hat auch Aquil. Ps. 6824, Sing. 6 rwro? auch Sym. Jes. 5123, Aquila und 
Theod. Sprü. 31 17, Aquil. Jer. 726. 

ß) Geschlechtswandel als Folge von Heteroklisis d. h. Über- 
gang jn eine andere Deklinationsart: Die Gleichheit der Nomi- 
nativendungen bei den o-Stämmen auf og und den sigmatischen 
Neutra auf og hatte mehrfach Übergänge in der Koiv7j zur Folge. 
Für tleog steht meist ro tleog; im Akkusativ Singular, der da- 
durch deutlicher wm-de, heißt es meistens noch e7<.eov z. B. Ps. 83 12, 
Sprü. 1422, Hos. 126, IV Ma. 94, wohl auch Jes. 60 10 mit Bn^ 
dagegen Akkusativ lleog Jon. 2o, Zach. 79, Ps. 100 1 etc., wie 
Hi. 10 12 mit BnC, iXeov Ps. 5? mit AB, N ovg, sonst ov nur 
in einzelnen MS vergl. Sir. 51 3, Mich. 60; ich verweise dann 
noch auf deii seltenen Plural td DJrj Ps. 882. To CijXog für 
CijXog steht sicher nur Ecc. 44, ferner Zeph. lis, fv frvgl 'Crilovg, 
wo nur Q l7]?.ov hat, weshalb auch 38 im gleichen Ausdmck mit 
ß* t,riXovg wohl zu schi'eiben ist. Weish. 5 17 ist das Wort Neu- 
trum nur in n*, Hohel. 86 nur in A; IMa. 258 endlich heißt es 
dem Sinn nach natürlich mit A ev tw Zr]liüoai lijXov vofiov, nicht 
mit N vofÄOv ujlovgj vergl. v. 54. Für o i^xogy wie die LXX ge- 
wöhnlich sagen für das attische ?/xrJ, liegt Jer. 28 16 to 7]Xog vor; 



48 IJ- Wortlehre. 

bei der öftei^s in den ]\IS vorkommenden Form rixovg ist es zu- 
nächst zweifelhaft, ob ^i]XOvq von to ^^yog oder 7]yovg von r^yw zu 
akzentuieren ist; die betr. Stellen verlangen die Bedeutung 
»Schall«. »Klang« oder »Getöse« yiz'r, soweit die hebräische 
Grundlage überhaupt nachzuweisen ist: Ps. 96, 41 4, 647, 7 617, 
Sir. 479. In dieser Bedeutung ist aber '^yw sehr selten und fast 
ausschließlich poetisch, nur Weish. 17 19 scheint es so zu stehen, 
also in einem originalgi'iech. geschriebenen Buch und außerdem 
noch Hi. 4 13 an einer zweifelhaften Stelle; beidemale ist es der 
Nominativ. Ich würde also die Akzentuierung movg vorziehen, 
wobei jedoch bemerkt werden muß, daß Ps. 41 4 die Überlieferung 
für rjov (Bn) spricht, vergl. noch To. 2i5 B riyovg, A riyov. 
Endlich wird man zb 7clovTog Jes. 29 2 mit A n annehmen können, 
gegen 6 in B. Der umgekehrte Fall für früheres t6 6 zeigt sich 
Ecc. 125 in ^cif^ßoL (C d^außog), während Hobel. 38 der Genet. 
d^d^ßovg zu lesen ist. 

Für vorliegende Fälle vergl. man vor allem WS 8, 11 u. Crönert 176, 
Dazu bemerke ich: t6 Ijlfo? hat auch schon Polyb. I 88, 2, sonst s. Rein- 
hold 54 und Usener heil. Theod. 144 neben o; das Neutr. steht ferner 
noch z. B. Aquil. Gen. 32 10, dann bei allen 3 t'bersetzern Sprü. 33, 
Jes. 406; dagegen hat z. B. Aquila den Akkusativ flsov Ps. 503, die LXX 
aber fhog wie Symm. Jon. 29, ein Beweis, daß beide Formen stets neben 
einander hergingen; den Dativ ll^co hat Aquila Jes. 168 Iv ^Ito) "y"^, 
LXX u. Theod. ^fr' IWovg; das Neutrum Plural t« Ih'r) bei Symm. Ps.788 
(LXX oixTiouoi) und Jes. 553 (LXX oauc); 6 Htog Henoch 12, 6, aber t6 27, 4, 
TO immer in den Ps, Salomos, wenn auch, wie z. B. 14, 6 bisweilen mit 
Varianten in späteren Kodices; ro auch Barlaam und Joas. bei Bois- 
sonade Anekd, IV 78 u. 94. t6 Crjlog findet sich in den Ps, Sal, 2, 27; 
4, 3, vergl, Aquila u. Theod. Ezech. 83, Justin. Rede an die Hell, 3 und 
Reinhold 1. 1. wie neugr. Für to 17/0? vergl. noch Symm. Hi. 372, 3924, 
Theod. Ez. 2342. vergl. sonst Reinhold 1. 1. u, Dieterich Abraxas pg. 716 
u. Soph. im Lex.; Möris 192 sagt i^xv ^j VX^^ ^^' ^'ol>ei also o u. to ri/og 
in Betracht kommt; letzteres kennt auch Herod. H 904, 28. Für 6 ^u^ßog 
vergl. Aquil. u, Theod. Ex. 12 11, Aquil, Ez, 7 11 h y^d/ußat (LXX /unu anov- 
Si\g\ Theod. Ps. 526; für to nXovTog s, Soph. Lex., Reinhold 1. 1,, neugr. 
auch beides Thumb Hd, 84, 1. Aus Da, 59 trage ich nach tb Ivxvog = 6 X. 

Auch Wechsel zwischen a- und o-Deklination, ferner zwischen 
a-Deklination und konsonantischen Stämmen findet sich öfters: 
TctTQa erscheint II Ma. Im, aber 4 41 Tiergog; neben fa^ttga liest 
man fOfcegog Hi. 8832, Jos. 5 10 nur in A, Hi. 99 bedeutet es 
Abendsteni; tcIevqcc steht ebenso oft wie TtXevQOv, II Kö. 1324 
hat B iz 7t?.EVQag rov oQovg. aber A £X TtXevgov tov OQOvg^ wo 
7t?xvQ0i wohl unter dem Einfluß von tov entstand; für fvf'dqa 



A. Deklination. 49 

tritt meist das spätere sveögov ein, für aid^aXog aidalri Ex. 98 u. lo, 
wie neugr.; to vJxog herrscht für vUrj, letzteres haben die Makka- 
bäerbücher fast ausschließlich, doch auch I Chr. 29 ii, Sprü. 229, 
lEsr. 459; ebenso tritt rö ölipog gleichermaßen neben 6lif.ia auf, 
Jes. 5 10 letzteres nur in B; auf rö 7Cvlog neben ij jcvXri weist 
das unter späterem Einfluß entstandene Jtvkeaiv in A III Kö. 22 lo; 
TO ßXdßog scheint nicht vorzukommen, einmal hat Weish. 11 9 
71 ßXdßri. 

Zum ganzen vergl. Crönert 1. 1. und KB I 1 besonders 501 sq. Zu 
nXevQov, das sonst fast nur bei Dichtern erscheint, neben nXevQd s. auch 
die Variante bei Theod. Da. 75 B rgetg nksvoai, A tqicc nXevQa, wohl 
entstanden durch den Daniel der LXX, wo es tqIu nXevQa heißt; neugr. 
beides. Für t6 vTxog neben vixt] auf den Ptolemäerpapyri s. Mayser 93 
Note 8; zu ölipog WS 8, 13 Anra. 9, auch schon Antiphanes frg. 150 
(Kock II), später z. B. Heiliger Theodos. 4; neugr. wieder vixrj und öiipa, 
ebenso nur ßXdßrj. 

y) Von sonstigen Einzelheiten erwähne ich noch folgendes: 
"^"kcog ist Maskulinum Ru. Ssu. 6, I Kö. 1922, 23 1, III Kö. 20 1, 
I Chr. 21 15 u. 28 (A läßt den Artikel weg), aber Femininum IChr. 
21 21 u. 22, Hag. 220, schwankend ist II Kö. 24 16 (A 0, B ^); 
aXiov ist Fem. IChr. 139, Jo. 224, Mask. Ru. 82, Hos. 9i, doch 
Deut. I613 und II Kö. 24i8 u. 21 hat A ^, B 0, Hi. 39 12 Bn 0, 
A ^, ferner Ri. 637 B ^, A o; IVKö. 627 schiebt A vor aXcovog 
t'TJg ein; B hat einmal auch Ru. 3 14 rriv alwva, aber A zov dlco, 
umgekehrt II Kö. 2424 B zbv aXtJva, A ttiv dXw. Die Über- 
lieferung zeigt somit ein buntes Bild. Beide Formen konnten 
wohl bald weiblich bald männlich sein. 2dßßarov hat im Dativ 
Plural ödßßaoL I Ma. 238, sonst oaßßdtoig. z/d/,Qvov hat immer 
dd/,QV0L. Von dsvÖQOv kommt öevÖQeai nicht vor, wohl aber 
Deut. 226 öivÖQei (B*^ F öevdqq)). Neben 6 aXg steht to aXag 
Lev. 2 13, Ri. 9 15, HEsr. 69, Ez. 47 11. Der Nominativ wölv steht 
in Anlehnung an die Kasus obliqui für codig Jes. 37 3. Zu 
ovEiQog lautet der Plural nicht ovelgaTa, sondern entsprechend 
der Ausgleichungstendenz der Koivrj oveigot Weish. 69, 18 7. 
IlQeoßsig bedeutet oft Gesandte, dafür tritt aber II Chr. 32 31 mid 
öfter im I Ma. TtQeoßevTal zum Singular TCQSoßevTrjg ein. Bei 
viog wird der 0- Stamm von den LXX überall, wie auch 
sonst fast immer hellenistisch, durchgeführt. Interessant ist end- 
lich voog = vov von vovg IV Ma. I35 nach Analogie von ßovg 
und xo^9 (Hohlmaß), die von Hause aus nach der konsonant. 
Deklinat. gehen, vergl. x^t II Kö. 16 3, x^oQ -Ez« 3 20. 

Helbing, Septuaginta-Gramm. 4 



50 //. Wortlehre. 

Nach den Stelleu bei Mayser 258 sq. wäre, soweit das Geschlecht 
überhaupt erkenubar ist, ciXioq in der Ptolemäerzeit weiblich gewesen, 
wie auch noch später BGU III 698, 17 u. 18 (11"); doch ist es bei 
Aristoteles nach Bonitz im Index doppelgeschlechtig; im NT ist «Awr 
nur Femininum, s. Wilke-Grimm s. v. Zu aäßßaOL s. Schmidt 499 sq., 
WS 8, 12; zu uXctg neben (IXg s. Mayser 286, wonach es in der Ptole- 
mäerzeit auf ägyptischem Boden tatsächlich vorkommt, vergl. noch IGS 
I 3064 Kol. I (wohl nachohristl.) und schon in einem Fragment Menanders 
bei Kock III Nr. 750; also war es wohl üblich in der attischen Volks- 
sprache, auch neugr. ; zu nQ^aß^vraC Schmidt 500, Nachmanson 121, 
Schweizer 141, Meisterhans^ 144; zu vtog und seinen Nebenformen Schmidt 
501 sq., Mayser 263, v{i)iog noch BGU II 646, 17 (193"). Zu voög vergl. 
Test. Jud. 20, Hen, 8, 3 (nach der einen Fassung), Barlaam u. Joasaph bei 
Boissonade Anekd. IV 12, ebenda vdi, wie einstimmig auch bei Philo (I) leg. 
alleg. III 50, wo Wendland rw lesen will; aber Philo läßt auch sonst 
bisweilen vulgäre Formen neben attischen zu; vergl. ferner nXoög I) II 
572 (IVn), Xenophon Ephes. 344, 12; 396, 19, (idi Achilles Tat. 105, 29, 
anderes z. B. bei WS 8, 11, Anm. 7, Usener heil. Theod. 121; schon 
Theophrast hat de caus. plant. VI 14 /ro'/' von x^^^^ = /'»'oo?, dessen 
Genetiv xvov bei Aristoteles (s. Bonitz) vorkommt, während dann später 
Symm. Hobel. 3 6 (Field im Auctarium) x'^'^ög steht. Charakteristisch ist, 
daß auch die umgekehrte Analogie vorkam; der Antiattizist 84 bemerkt 
nämlich ßov clrrl tov ßoog • ^oqoxXiig 'Ivdxfp ; x°^ = X^^g bei DS"-^ 725, 11. 

ö) Ein besonderer Fall von Metaplasmus ist endlich der 
Übergang der Akkusativendung v aus der a-Dekl. auf das a, so- 
wie auf das durch Kontraktion entstandene ri der konsonantischen 
Stämme. Dabei ist zu beachten, daß man schon im Attischen 
z. ß. ^LüAQazri ^- ^ojxQaTriv sagte, weil es eben Eigennamen auf 
rig nach der 1. und nach der 3. Dekl. gab. Später ging dies Ana- 
logiespiel sehr weit. Eine Reihe Beispiele aus den LXX gibt 
Sturz 127 sq. Bei näherer Prüfung zeigte es sich, daß diese 
Eigentümlichkeit A angehört. B scheint ganz frei davon zu sein, 
und mit ihm stimmt in der Regel t«, der sonst vulgäre Phänomene 
oft mit A teilt; vergl. z. B. Ps. 2l2i iLiovoyevrjv A, Bn ^ovoyevij, 
Sir. 136 llniöav A, llrtida Bn, wozu noch C tritt, s. Ps. 
34 17, Jes. 7 10, Jud. 13 lo, I Ma. 10 1 hat A Iliole^atdav nöa. 
Da es sich also um die Eigenheit eines und dazu noch späteren 
Kodex handelt, da ferner die Ptolemäerpapyri , sowie die Ptole- 
mäerin Schriften fast frei davon sind, so werden wir diese Formen 
sämtlich abweisen müssen. Wie weit das v sich verbreitete, be- 
weist y.Qeioaojv = y.Qelaoova = /.gelaacu Jes. 565, wo sogar N* 
daran teilnimmt. Es kaim allerdings hier auch Verwechslung 
mit dem Nominativ zu gründe liegen. 



A. Deklination. 51 

Für spätere Papyri vergl. insbesondere Moulton 1901, 34 sq , 435 
und 1904, 109; die verschwindend wenigen Beispiele aus der Lagidenzeit 
findet man bei Mayser 199. Auf Dialektinschriften kommt die Erschei- 
nung schon sehr frühe in vorchristl. Zeit vor, weshalb Kretschmer Ent- 
stehung 28 sq. auch hier Dialektreste annehmen will. Doch genügt zur 
Erklärung sehr wohl das Analogieprinzip, zumal die Erscheinung erst 
später, als die alten Dialekte schon im Schwinden begriffen oder schon 
geschwunden waren, in der Koivri massenhaft auftritt. Vergl. auch WS 
9, 8, Reinhold 55 sq. ; wie dies im Neugr. zu neuen Nominativen führte, 
zeigt Dieterich IG, vergl. auch 159. 

Sclimid, Götting. gelehrte Anzeigen 1895, S. 42 rechnet 
hierzu auch Ttav, das wie schon Nestle Septuaginta-Stud. I 11 
beobachtete, öfters bei Maskulinen für navta steht. Ist dies der 
Fall, dann müßten wir nach unsern obigen Ausführungen überall 
TtavTCL herstellen. Aber an eine solche Kurzform vennag ich 
nicht zu glauben, es müßte doch wohl 7tdvT(xv heißen. Vielmehr 
scheint hier in der Tat ein Fall vorzuliegen, wo das Neutrum 
für andere Formen eintrat. So steht auch P. Par. 37, 11 
(c. 160"^) Ttäv Tov xb7tov\ ein anderes Beispiel bei Reinhold 52. 
Bei einem so häufig gebrauchten Wort wie naq würde das 
auch gar nicht auffallen; man vergl. auch den indeklinablen 
Gebrauch des Neutrums r\\.iiGv^ sowie des Maskulinums jtXrioiqqj 
und die LXX hatten damit ein bequemes Mittel an der Hand, 
um das hebräische unveränderliche bb auszudrücken. Geht 
man femer die einzelnen Stellen durch, so ergibt sich folgendes 
Bild: Einstimmig steht Ttäv in A u. B II Chr. 628 rcäv tcovov, 
IV Kö. 24i4 71 äv %t/LXova^ 11 Chr. 19 11 iräv loyov (2 mal), wie 
auch I Chr. 27 1 (an der ersten Stelle), endlich 7cäv cfoßov Ez. 
3821; gut bezeugt ist auch Hi. 406 ttuv vßQLGvnjv B», aber A 
Ttavia, auch sonst hat A öfters Ttawa, wo B 7t av bietet Ex. 1244 
Ttav olythriv ß TtavTa A, vergl. III Kö. 8 37 bei ftovov, IV Kö. 
259 bei or/.ov, I Chr. -271 bei loyov (an der 2. Stelle), Ez. 28 13 
bei liS-ovy endlich vergl. noch eine Stelle, wo B fehlt. Gen. I29 
Ttäv y^oQTOv AE, Ttdvta D, aber Vers 30 überall Ttävta. Die 
Stellen werden sich wohl noch vennehren lassen. Jedenfalls ist 
Ttäv = Ttüvia eine Eigentümlichkeit von B, der doch sonst die 
metaplastischen Akkusati ve auf av in der 3. Deklin. meidet; um- 
gekehrt hat gerade A, bei dem sich solche Akkusative zahlreich 
vorfinden, öfters TtävTa korrigiert. Schon dieser Sachverhalt muß 
die Annahme nahe legen, daß es sich hier um etwas anderes 
handelt. Später ist wolil dieser Gebrauch nicht mehr bekannt 



52 11. Wortlehre. 

gewesen, weshalb die Stellen sämtlich ursprünglich sein 
können. 

2, Ädjektiva. 

a) Deklination. 

Über x^^'<J£04:, agyigeog etc. wurde schon oben bei den kon- 
ti'ahierten Substantiven gehandelt; hier wäre noch folgendes zu 
bemerken : 

a) Adjektivische a-Stämme auf ^g mit vorhergehendem i, v 
oder E folgen in der KolvtJ entsprechend ihrer Ausgleichungs- 
tendenz dem allgemeinen Ty^^us und haben im Akkusativ Sin- 
gular ij, nicht wie meist attisch ä, s. vyii] Lev. 13 15, Tob. 12i3 
(die Fassung in n hat vyLahovra), evcpvij II Ma. 432, hderj Sprü. 
3 17, Tob. 22 (A om., n TtTw^ov), dyiXeij III Ma. 4 12. Das Adjek- 
tivum TzXtjQrig ^^t, wie auch sonst in der Ptolemäerzeit indeklinabel 
gebraucht Hi. 2124 nach BnAC tu de tyyLaTa avTov TclriQrig 
oreaTogf wo Swete unnötig in TtXijgr^ verbessert, wenn auch mög- 
lich wäre, daß das g durch das folgende o veranlaßt sein könnte. 
Daß aber alle 4 MS gleichermaßen denselben Fehler machen, ist 
doch sehr unwahi'scheinlich. Sir. 1926 läßt Swete ruhig nX^Qt^g 
stehen: t« evTog avvov ytli^Qt^g SoXov, obwohl hier »* tiXtJqt] hat; 
Aufnahme könnte ferner finden Num. 7 20 d^v'tayiT^v (Aiav uXriQrig 
^v/uidfxaTog mit B«*. 

'Yyirj u. ähnl. s. Crönert 179; zu den dortigen Papyrusbeispielen füge 
ich noch aus naclichristl. Zeit bei P. Oxy. II 278, 8 (17 n) 2 mal vyii], wie 
BGU III 887, 4 (151 n), P. Oxy. III 530, 20 (II n) und ivi^irj P. Oxy. II 
281, 11 u. 20 (um SO»^), vergl. ferner vyirj Scymn. 4, Hero I 132, 11 
av/j(fvrj, Theophrast de caus. pl. I 6, 4 siKfvfj, auf attischen Inschriften 
schon seit c. 350^ nach Meisterh.^ 150, s. auch KB I 1, 433, Schweizer 
153, für Joseph. Schmidt 504, wo auch von Aristoteles u. Polybius die Eede 
ist. Sonst möchte ich noch erwähnen Philo (I) Leg. All. III 32, 150, 233 
vyifj, aber nQoaifvcl 111, Apolog. des Aristid. ilnQoaöii] 3, Athenag. 27 
^i^vri, Aquila und Theodot. Jes. 3730 avroifvfj; vergl. Möris 280 vyiä A. 
vyiTj E., wenngleich, wie KB 1. 1. zeigt, ij schon früh im Attischen mög- 
lich war. Für nl^Qi^g verweise ich auf Crönert 179, wo ein überreiches 
Material geboten wird. 

ß) i;-Stämme: Von den Adjektiven auf vg kommt bisweilen 
ein Genetiv auf ewg vor; es ist charakteristisch für das Wesen 
der KoivTj, daß sie einerseits das spezifisch Attische ewg (s. z. B. 
Ttif/Eo^ = Tcr^/uog) abzustreifen sucht, andererseits das Gebiet 
von tiog erweitert, wobei auch das w im Genetiv Plural eingewirkt 
haben kann. So steht ßageiog in A u. B III Kö. 124, ßQaxecog 



A. Deklitiation. - 53 

IV Ma. 95, außerdem vergl. Hab. 03 daaeiog in An, wie Sir. 14 18, 
aber naxliog Jer. 28 1 nur in A, Neh. 815 öaoHog nur t<, Deut. 123 
nur A. Besondere Beachtung verdient rjiiuovg, das im Genet. 
Sing, stets die kontrahierte Form {](.uGovg aufweist z. B. Ex. 259, 
IChr. 1231, Ez. 4042, IMa. lOso. Das Neutrum Plural rj^ilori, 
das man auf Papyri für rn-uoea oft findet, kommt zufällig bei 
den LXX nicht vor, ebenso nicht das indeklinabel gebrauchte 
Neutrum rjfiiov. Ferner ist zu bemerken, daß »sanft« ^cQct'vg 
heißt, worin sich die Ausgleichungstendenz der Koivri wieder kund- 
gibt, insofern als vom Stamm Ttqav im Attischen im Singular nur 
das Femininum üblich war; Jtqaog steht jedoch II Ma. 155. 

Für den vulgären Genetiv auf fwj vergl. besonders Lobeck Phryn. 
247, KB I 1 442 Anm. 9, Schmidt 503, s. noch iiuCotwg bei Field Hex. 
in einem Scholion zu Num. 3233, heil. Theod. 24 u. 82 ßa{^€(og u. ßga/mg, 
jetzt auch P. Vit. I 13, 11 ^^taeojg (Vl/VIIn), 39, 7 d^iiog (396^); für 
rifiiaovg in der Ptolemäerzeit vergl. Mayser 294 sq., ich füge bei P. Hib. 
I 51, 6 (245 V), Reinach 9, 25 (112v), 10, 21 (111 v), nachchristl. z. B. bei 
Deissmann NB 14, wozu: jetzt noch c. 20 Stellen aus den BGU III, den 
P. Oxy. und P. Vit. I etc. treten. Sonst vergl. aus vorchristl. Zeit z. B. 
Archimedes in der hellenistisch geschriebenen Schrift de sphaer. et cyl. 
Heiberg I 73, 3, ferner oft bei Hero I 74, 14, III 56, 23 etc.. Philo v. Ge- 
schützbau 6 U.31, Aristeas 57, vergl. ^m^/ovg = ^in^/eog Philo v. Geschütz- 
bau 20 u. 29. Erwähnt sei noch rov ^fxiaov in A I Chr. 670, wo vielleicht, 
wie auch noch an anderen Stellen in A, eine tatsächlich schon in der 
ptolem. Zeit [s. Deissm. 1. 1. u. Inscript. Ins. Mar. Aeg. III 168 (I"^)] ge- 
bräuchliche Nebenform auf og vorliegt, s. auch Neugr. fxiaög. 

y) Im Zusammenhang mit den Adjektiven sei hier das Nötige 
über die Fonn der Zahlwörter erwähnt, der Genetiv övolv steht 
nur IV Ma. 1 28 im A, während « övelv hat, eine nachklassische 
Form, die sich 15 21 in A u. n findet, femer noch Hi. 13 20, wie 
9ä3 in einem Zusatz bei A. Sonst steht das indeklinable ovo 
für den Genetiv z. B. Gen. 31 41; der Dativ wird pluralisiert und 
lautet dvGi, daher ist wohl Jos. 622 mit B zo7g dvaiv zu schreiben 
gegen Toig ovo in A. Diese Pluralisienmg , sowie der Ersatz 
V. dvolv durch dvo hängt damit zusammen, daß der Dual eben in 
der KoLvr^ geschwimden war. Über Ttooeqa und TeooeQdy.ovza 
s. Orthographie. Für den Akkusativ reoGagag erscheint öfter 
TtGoagegy worin man ein Beispiel für das bekannte spätere Ein- 
dringen des Nominativs an Stelle des Akkusativs erblicken kann. 
Ebenso gut ist es aber denkbar, daß TiooaQsg in Anlehnung an 
die große Masse der Nmneralia überhaupt indeklinabel gebraucht 
wurde, wofür das schon bei Herodot vorkommende indekhnable 



54 II. Wortlehre. 

reoGageo/Mide/M und ferner das bei den LXX stets c. 50 mal 
erscheinende isooaoea/Midtxarog = rhagro^ Aal öe/Miog zu 
sprechen scheint. reooaQeg für ztocagag ist auch bisweilen ganz 
gut bezeugt, öfters haben nur B^^ag z. B. Ex. 2525 u. S4, Num. 
77 u. 8, Num. 2929, Eicht. 20 17 nur B^ zu B^^ tritt jedoch A 
z. B. Ex. 25 u. 374, 383, liooaqag sicher z. B. Gen, 2io; s. auch 
die Zusanmienstellung in der Konkordanz von Tromm, 

Für vorliegendes verweise ich nur auf WS 9, 4 Anm. 3 u. § 11 mit 
Anm. 8, KB I 1, G26 und besonders für ovo auf Keck, über den Dual bei 
den att. Eednern mit Berücksichtigung der att. Inschriften, Schanz, Bei- 
träge zur bist. Synt. I 188 sq. Für riaauoeg = r^aauQag auf Ptolemäer- 
papyri Mayser 59. Weitere Bemerkungen über die Zusammensetzung der 
Zahlwörter überlasse ich der Syntax, zumal mir hierzu z. Z. noch nicht 
alles Material zu Gebote steht. Auch die wenigen Bemerkungen, zu 
denen die Formen der Pronomina Anlaß geben, lassen sich am besten 
mit den syntakt, Ausführungen verbinden. 

b) Komparation. 

a) Folgende Adjektiva geben zu besonderen Bemerkungen An- 
laß: dyad^ög hat nach B Rieht. 11 25 u. 152 im Komp. dyad-ioxeqog, 
während A das sonst ungemein häufige /.geioocov bietet; dya&w- 
T6Qog ist wohl ursprünglich, so daß also A ins Gewöhnliche aus- 
wich. Weit weniger verständlich wäre es, wollte man annehmen, 
daß B hier vulgär wurde; man müßte dann ])eweisen, wai-um das 
gerade an diesen beiden Stellen des ßichterbuches geschah. 
l4/uelvcov ist nicht vorhanden, denn Esth. 8i3 (16 2) ist mit Aß 
(.leiLov zu schreiben; agioiog steht nur in den späteren Makkabäer- 
büchern III 3u u. TV 7i; ßslTLWv c. 20 mal, am häufigsten aqeloowv, 
das alle Bedeutungen haben kann, selten ßeXiiOTog u. ÄQciTioTog; 
h'jojv u. hnözog fehlen. Der Bestand zeigt deutlich die Verein- 
fachmigstendenz der Kocvr^. Ka'/,6g: vm/Jwv u. yiaKLOiog sind 
durch xeiQCüv u. xeiQLOTog ersetzt; doch kommen letztere fast nur 
im Buch der Weish. und in Ma. II u. III vor; in der Bedeutung 
^/geringer, weniger <^ steht rjizcov] rf/uoza ist nicht vorhanden. 
3lLy.Q6g u. oXiyog: imzQOTeQog u. (ArAQOTaiog bisweilen, so (.ilv.qo- 
tegog Gen. 4232 u. Eicht. 615 in B, A f-iLv.Qog (s. Syntax), I Kö. 
921 A, B f^r/.Qog, jAi/.goTaTog II Chr. 21 17; /xeiojv fehlt; aber oft 
liest man e/.uGOcov und c. 10 mal elaxiozog. IJolug: oft 7cXeiwv; 
c. 20 mal Txlelozog; das Neutrum von tz'Lelwv heißt überwiegend 
TiXeiovy daher wohl auch Lev. 25 21 mit B gegen itkLov in A, 
Weish. 16 17 mit AB gegen tzXLov in n, wie Sir. Prol. 7, doch 
wohl Tt'Uov mit ABF Mal. 3 u gegen tcXLov : nleiov in M *, zumal. 



A. Dekiination. 55 

in der Ptolemäerzeit tatsächlich beides vorkam. Der Verfasser 
von Ma. IV hat sicher vclcov Is, 26, also wohl auch 9 30 mit n. 
In andere Formen dringt das bloße e seltener ein, so Am. 62 
wohl nXiova mit Bn, dagegen steht Sir. 31 (34) 12 nltova \mr in 
ti*, aber TtXeiova in ABC. Taxvg: Komparativ im Xeutrum als 
Adverb, rdxiov Weish. 139, I Ma. 24, d-azzov nur im II Ma. 
uiloxQog : aioxQoreQog Gen. 41 19, aYoxiorog Est. 813 (I624) aller- 
dings nur in A, Bn tx^ioTog, vergl. III Ma. 327 (A l^&LOTog)] 
t'x^iOTog steht noch Weish. 124, 15i8, Da. 332, IV Ma. 5 20; der 
Komparativ von tx^Qog ist nicht vorhanden. Or/.TQog : ol'/.Tiovog 
IIMa. 928, III Ma. 43, aber ol'/.TQ6xazog IIIMa. 524. TiaXaiög : 
ftaXaLOTSQog Esth. 813, HI Ma. 3 18, vergl. 7taXaiw{o)TaTog in der 
Subskription zu Esther BnA. 

Vergl, zur Komparation vor allem KB I 1, 554 sq., anomale Formen bes. 
564 sq. ; für die hellen. Zeit bietet reiches Material Crönert 188 sq. Im ein- 
zelnen bemerke ich noch : dya&ioTfoog u. dyctd^ioTUTog ist meines Wissens 
bis jetzt allerdings nur in nachchristl. Zeit anzutreffen, so P. Par. 18, 3 
(lya&ojTccTog, wie auf zwei Inschriften röm. Zeit, s. Nachraanson 143, an- 
deres bei Keinhold 60 und Deissmann B 215; Phryn. 92 sagt: clya&bg 
juciXXov lf'y€, für] uyaS-bneQog, xcu kvtI tov ccyad-coTarog dyad-bg judliora, 
s, dazu Lobeck. Zu tcc/cov s. La Eoche, Wien. Stud. 21, 32, ich füge bei Hero 
I 12, 23 Philo V. Geschützbau 42, aus Papyri vergl. z. B. noch BGU II 
417, 28 (II/llI^), P. Oxy. III 531, 8 (Iln), aus der Ptolemäerzeit s. noch 
Eendiconti 1897, 91 sq., Zeil. 16, aus Inschriften z. B. Papers III 344 
(röm. Zeit), vergl. noch WS 11, 3, Schmidt de Jos. 505, Schmid I 86, 
Test. Isasch. 6, Pseudo-Kallisth. I 42 ; tk/iiov wird auch durch Herod. II 
270, 18 bestätigt und Möris 268 sagt rci/tov ov Xiymu naQ' 'AirixoTg, ccXXcc 
&CaTov. TTcdaioTSQog neben naXuCrajog ist schon Attisch z. B. Thuky. 1, 1 ; 
6, 2, Antiphon 6, 4, Lykurg 62, auch Aen. Takt. 31, anderes bei Crönert 
191; Scymn. 169 hat statt i^av/airarog ijav/onaTog. OixTtarog steht schon 
bei Homer neben otxToorcaog Od. 11, 421. Zu ccfa/oorenog u. cda/ooTccrog 
s. Crönert 189, auch Apolog. des Arist. 28, auf der gleichen Linie steht 
ix^QOTfQog z. B. auch Scymn. 727. Für den Wechsel zwischen €c u. « in 
den Kasus von nXeiouv s. bes. KB I 1, 571, wo auch andere Literatur 
verzeichnet ist, für Papyri Mayser 69 sq. Für das Nebeneinander von 
nXi'ov u. nXeTov ist bezeichnend das Dekret von Kanopos. D I pg. 96, wo 
das Exemplar A nXeov, B aber nXeTov hat. 

ß) Die kontrahierten Formen der Komparative auf cor, woran 
die lursprünglichen Sigmastämme erkenntlich sind, sind noch ziem- 
lich oft vorhanden: TzXeiovg tritt für rtleiovag immer ein c. 30 mal, 
besonders oft i^(.i£Qag TtXeiovg, wie wohl auch Deut. 20 19 mit B 
gegen uXeiovag in A, vergl. Epist. Jer. 18 mit Br gegen A; für 
TzXeloveg steht TcXeiovg ebenfalls c. 30 mal, offen nur II Chr. 32?, 



56 



II. Wortlehre. 



Jer. 43 32, n Ma. 1 1 12. Dagegen steht ji'Keuo einmal als Neutrum 
Phu'al, doch nm' in den späteren I Esr. 442, sonst steht ^rXeiova, 
so als Akkusativ Sing. Mask. Weish. 17 13, Bar. -435. Sonst findet 
man noch i'/Moaco als Akkus. Sing. Gen. I16, 27 6; eloTTOvg Akkus. 
Plm\ II Ma. 55, aber Nom. PI. 12 10; ßeXzlovg = ßeliioreg Hi. 
42 15, Sprü. 2440 = ßelvlovag Jer. 33 13; ßeXriio Neutr. PI. Jer. 
42 15, x^'Q^^ Neutr. Plur. I Kö. 1743, AVeish. 176; aber xeiqova 
als Akkus. Sing. III Ma. 5 20; -aQeiooovg = ÄQeloooveg Sprü. 275, 
'AQSioow Akkus. Sing. Jes. 565, sonst immer und sehr oft /.geiG- 
oovegy y.geiooovagy '/.QEiooova; (.leitco Akkus. Sing. III Kö. 11 19, 
lY Ma. 159; /LieiLova Da. 11 13, als Neutr. Plur. Ez. 815, IMa. 627, 
f.i€i'^ovag Ez. Se u. 13 II Ma. I31; die Formen auf ovg sind jeden- 
falls immer noch beliebter als die auf w. 

Mayser 298 sq. konstatiert, daß auf den Papyri der Ptoleraäerzeit 
seit dem 11"^ die offenen Formen immer häufiger werden, wobei aber ovg 
entschieden noch stark vertreten ist. Für Inschriften Meisterh.^ 151, 
Schweizer 159. Für spätere Papyri weist Crönert 189 noch mehr offene 
Formen nach, wie für das NT WS 9, 6 und für Apokryphen und apostol. 
Väter Eeinhold 52. Es hängt auch dies wieder mit der später mehr 
überhand nehmenden Neigung zusammen, die Wortelemente nicht zu 
stören, ein Prozeß, der somit schon in der Ptolemäerzeit beginnt, wo ovg 
noch herrscht, w aber schon wesentlich eingeschränkt ist. Die Attizisten 
kontrahieren fast immer, weil sie dies eben für speziell attisch halten, 
vergl. Schmid z. B. IV 17. 

y) Aus Adverbien bezw. Präpositionen werden abgesehen von 
TtQOTBQog ineQTSQog u. ä. folgende Komparative und Superlative 
gebildet: avohsQog z. B. Ez. 41? (2 mal), eooneqog u. iocoTazog 
in Kö. 629 u. 36, Hi. 28 18, Ez. 40 17 etc., i^cotegog u. e^cotatog 
z. B. Ex. 264, m Kö. 630, Ez. IO5, '/MTWTSQog u. '/.arcoiazog Neh. 
4 13, Ps. 62 9, 8.7 6 etc. Ferner wird zu iyytg eyyiiov gebildet Ru. 3 12, 
III Kö. 2O2, doch kyyvraTog Hi. 615, 194 ol lyyitaxoi fiov, sonst 
Ol eyyiora z. B. Ps. 37 11; vereinzelt mid nur in A steht endlich 
Esth. 4 11 evTozeQog, ßfi« eaojzeQog. Adverbielle Komparative auf 
zEQOj sind gleichfalls vorhanden, so l^iozlqo) Hi. 18 17 und öfters 
dvcozegiOy entsprechend dviozazio u. /.aztozcczw z. ß. Tob. 132 nach 
der Fassung n, dagegen ioojzegov als Adverb. Lev. 16 2. 12 u. 15, 
I Kö. 244 etc. wie '/Mzcozegov Gen. 358, und dvcozeQOv z. B. 
Xeh. 328. 

Für derartige Fälle vergl. KB I 1, 574, WS 11, 6, Schmid I 156, 
III 232, häufiger werden solche Bildungen erst seit Aristoteles, vergl. 
auch Dindorf-Vogel zu Diodor pg. XLIV, so auch ch'ojzfQog Heio I 36, 12 
u. 14, Turog 14, 25, xajorreQog 30, 16 und bei Kallim. Hymn. Cer. 131; 



I 



A. Dcklijiation. 57 

für syyiov bei Polybius u. Josephus s. Schmidt 505, dazu Krebs, Präpo- 
sitiosadverb. in der späteren historischen Gräcität II 51 sq. 

d) Der Komparativ wird bisweilen auch dui'cli /.läXlov um- 
schrieben, so i-iällov fiaya Num. 14 12, ccQeozog Sprü. 21 3, dyaO^og 
Weish. 820, evTLf.iog Jes. 11] 12, eggcof-iivog III Ma. I4, (.laXlov nach- 
gestellt bei luaiTElrjg Sir. 28 21. Mahaia steht überhaupt nur in 
den Makkab., so in eigentümlicher Weise zur Bildung des Super- 
lativ III Ma. 03 Tovg (.laXicsia xtov (flXiov = qiLlTdzovg, 

Im allgemeinen ist die Komparation seltener, was mit der hebräi- 
schen Grundlage zusammenhängt, s. die Syntax, besonders auch die Prä- 
positionen vn^Q, TTccnu u. änu. 

c) Geschlechtsformen der Adjektiva. 

Die spätere Zeit versieht gemäß der Ausgleichungstendenz 
und auch im Interesse der Deutlichkeit die Adjektiva immer mehr 
mit 3 Endungen, was dann im neugr. durchgeführt ist; dabei ist 
zu beachten, daß auch im Attischen schon Schwankungen statt- 
fanden. Die LXX zeigen hiervon deutliche Spuren: Von Ad- 
jektiven mit a privativum hat allerdings nur dd-wog 3 En- 
dungen Xiun. 5i9u. 28 (nur N* d&wog für dd-(oa)\ von Adjektiven 
auf Log zeigen nur 2 Endungen oioTrjQiog Am. 022, Weish. I14, 
alcfviöiog II Ma. 14 17, IIIMa. 324, oigdviog III ^ia. 618, lY Ma. 
9 14, 11 3, dagegen haben ooiog u. "cdiog stets das Femininum auf a, 
vergl. auch oXeS-glav Weish. 18 15, u. ftagad^alaoala 11 Chr. 817, 

I Ma. IIb, auch wohl Jes. 9i mit An, zweifelhaft ist IMa. 11 s 
A lag, N lov, t] Tta^dliog steht Deut. 33 19, sonst ^ ftagallay 
Aaza^ia findet man Esth. 16 is; so könnte auch i/voxeiQiccv in B 
Jos. 62 (A vTioxeiQLov) ursprünglich sein im Hinblick auf Polybius, 
der VTioxeiQia öfters bietet; auch das häufige altoviog schwankt, 
es ist oft zweier End. z.B. Gen. 9i2u. le, zumeist in Verbindung 
mit öta&)f/,ri, vergl. auch Ttvlai aiwviOL Ps. 737, aber öiad^tJAri 
alwvla Num. 25 is ev oöco alwvla Ps. 13824, s. noch Jer. 20 17, 
IMa. 257, aber Jer. 383 ayaTtrioiv alcovlav nur in A. Von Ad- 
jektiven auf ijiiog, die im attischen ebenfalls schwanken, sind 
zweier End. /.laxi^iog Sprü. 21 19, yvwQi/nog Sprü. 72, aber dreier 
End. cpQovii-iog III Kö. 3r2, Sir. 224, XQ^^^!-*^og Tob. 4i8; schwan- 
kend ist v6i.uf.iog, das Ex. 12 17 als Femininum erscheint; aber 

II Ma. 4 11 heißt es rag vof.ii(.iag TioliTslag. Von anderen Ad- 
jektiven erwähne ich mit 3 Endungen ßeßaiog z. B. Esth. 3 13, 
IV Ma. 174, fÄüTaiog Ex. 22 1, Ps. 59 etc., aizof-iaTog Weish. 176, 
mit 2 Endmigen rj(.ieQog Esth. 3 13, 11 Ma. 12 20, Tjoi'xog Weish. 18 14, 



58 //. Wurtlehre. 

ßeßijXog I Kö. 21 5, oft eQt]ino(;, sc. X(oQa; oft iTOif-iog dreier End., 
aber Jud. 9 6 Tcaoai ai böoi oov 1'zoii.ioi, ebenso ist of^ioiog stets 
dreier End., auch Ez. VAs ist mit B of-ioiaL zu schreiben, was 
u .uuittelbai' vorhergeht; oi ist hier in A durch die vorhergehende 
Silbe entstanden. 

Yergl. besonders KB I 1, 535 sq., Crönert 180 sq., wo man fast zu 
jedem der genannten "Worte Belege findet. Ich füge speziell über die 
Wörter auf log noch folgendes bei: cdojvcog hat im Femininum t« schon 
Plato Tim. 38b, dann auch Philo (I) leg. all. III 199, Athenag. 43, aus 
Inschriften vergl. noch D II 458, 28 (c. 9v), aus Papyri P. Par. 21, 5 
(616n) und Archiv III 415 sq. Zeile 20 (Straßb. Papyrus Vlß), zweier 
Endungen z. B. Papers III 187 u. 191, Heberdey-Kalinka I Nr. 60, an- 
deres bei Nachmanson 140, vergl. noch Aquila Lev. 2341 und Symm. 
Ecc. l4; für oaici s. Papers II 290, Aristeas 234, im NT nach WS 11, 5 
oaiog = oai'a; ovQciriog ist dreier End. z. B. Soph. Ai. 194, Herodot IV 59 
und bei Aristoteles nach Bonitz, aber zweier z. B. Plato Symp. 181 C; 
oXid^Qcog ist dreier End. schon Herodot II 112, vnoxiiQiog ebenso Herodot 
V 91, VI 107 etc., xaTct^ia steht noch Heberdey-Kalinka II 48, sonst vergl. 
Nachmanson 141, Schweizer 158; zu nunaf^cdaaaia, wie schon Xenoph. 
Hellen. I l, 24 sagt, stellt sich ^m&uXuaölav Rev. L. 93, vergl. Plato 
leg. IV 704 D, aber dreier End. z. B. auf einer Inschrift bei Nachmanson 
1. 1. Über die weitere Entwicklung der Adjektiva zweier End., die 
schließlich alle 3 End. bekommen, s. Hatzid. 27, Dieterich 178; für 
Pülybius, bei dem Hiatusrücksichten mitspielen, s. Kälker 238 sq., sonst 
vergl. zu Plutarch Bernardak. LVI, Schmidt 502. Von Grammatikerzeugn. 
ist jetzt noch anzuführen Keitzenstein Etym. 396, 24 /cu()«i^ 'iqri^ov ovx 

3. Deklination der Eigennamen. 

Die große Masse der Eigennamen, soweit sie direkt aus dem 
Hebräischen transkribiert sind, bleibt indeklinabel, auch dann, 
wenn die Endung, wie z. B. bei ^AaQtov^ reöecov u. a., zur Flexion 
einlädt, während späterhin vor allem bei Josephus die Gräzisierung 
(s. auch 'EleaCagog schon in den Makkabäerbüchern) und damit 
auch die Deklination weit um sich greift. Doch gibt es bei den 
LXX Ausnahmen. Die weiblichen Personennamen auf a, wo der 
a-Laut auch hebräisch in der Endung vorhanden war, werden 
dekliniert, wobei das a im Genetiv und Dativ auch dann stehen 
bleibt, wenn es impurum ist, vergl. Jeivag Gen. 3425, Me^x«^' 
Gen. 24 15, wie v. 29 wohl auch '^ PeßeA/M u. I Kö. I2 u. 5 'L^vva, etc. 
Von Ortsnamen auf a ist FaCa Femininum und wird dekliniert, 
so z. B. Fa'Crig Deut. 223, vergl. ferner Ex. 1523 tz Meggag, un- 
mittelbar vorher geht in B elg Mlqqa, aber A hat Meqqav^ was 



A. Deklmation. 59 

wohl richtig ist, weil es unwahrscheinlich sein dürfte, daß das 
gleiche Wort in so unmittelbarer Folge verschieden behandelt 
wurde; in B ist das v aus Versehen ausgefallen. Allerdings 
kommt es sonst vor, daß Ortsnamen auf a, bei denen zum Teil 
das a erst durch Gräzisierung hinzutrat, bald als Neutrum Plural, 
bald als Femininum behandelt werden; vergl. r6f.iOQQa, das z. B. 
Gen. 10 19 den Genetiv -rof.i6QQag aufweist, wäln^end es sonst z. B. 
nach elg und kjzl oft Neutrum Plural ist vor allem in Verbindung 
mit dem stets als Neutrum Plural behandelten ^oSo^ia z. B. 
Gen. 1924 eTil ^odoua /ml r6(.iOQQa'^ den Genetiv Fof^ioQQcov 
bietet nur D Gen. 18 20 ÄQavyrj 2od6f.iiov '/,al rofioQQcov, wo aber 
tüv offenbar unter dem Einfluß von ^odl(.io)v entstand; v. 16 hat 
auch D ^oSofKüv ymI rotnoggag. '^IeQoo6Xi\ua, wie es gräzisierend 
und wohl im Anklang an legog in den Makkabäerb., im Tobias 
und lEsr. statt des sonst üblichen 'hQOvoalrifA. heißt, ist Neu- 
trmn Plural, aber Femininum Tob. 144 '^leQOOölvf.ia sotai £Qrif.iog. 
Schwankend ist ferner Faudga, so FaKccgoig I Ma. 14 7, aber Fa- 
tdqav V. 34, indeklinabel Hog FaCdga I Clu*. 14 16, vergl. iv BaS^- 
oovQOig I Ma. 429, aber 650 Baid-GovQavy sonst auch öfter zrjv 
Baid^ooiqa indeklinabel, doch fügt z. B. 67 N das v hinzu. Neutrum 
Plural sind endlich woch. '"Aölöo. I Ma. 13 13, '^Aölvcc lOnv. 11 42, 
Fegaga Gen. 20 1, FdlyaXa Hos. 9 15 {ev FaXydXotg), endlich 
^dgeTtza, so cov Ob. 20, oft 2i/j{.{a Sichem. 

Was männliche Namen betrifft, so haben die sehr häufigen, 
diurch Anhängung von o gräcisierten Personenbezeichnimgen auf 
lag neben Inv auch den sogenannten dorischen Genetiv auf a, 
der um so mehr Eingang fand, als man offenbar das Bestreben 
hatte, bei den Eigennamen denselben Vokal durchzuführen, z. B. 
Meixaia Eicht. 174, l^vavia Neh. 823, 'Ot/a Jud. 146; dazu 
kommen noch einige andere Namen auf ag, die stets a im Genetiv 
zeigen, so immer "louöa von ^lovöag, ^Icovd von ^Iwvag, ^'Eoga von 
Eogag. Auch bei Namen auf ijg wird entsprechend das rj dmxh- 
geführt. Nach bester Überlieferung heißt es Mwvoijgj ^, ^, ^v. 
Erst im Tobias steht öfters wie später bei Philo, Josephus etc. 
z. B. 812 Blojvoecog, was einen Nominativ Mcovaevg voraussetzt. 
Wenn sodann vielfach in einzelnen MS im Dativ MtovoeT über- 
liefert ist, so liegt wohl nur graphische Variante flu" Mcüvafj vor. 
Es tritt hinzu FleTecpg^^g (Potiphar) ^, 'rj, vergl. Gen. 3736, 41 45 u. 50, 
4620. Ferner kommt von dem Nominativ Mavaoorjg, der z. B. 
IV Kö., I u. II Chr., sowie im Buche Judith öfters einstimmig 



60 //. Wnrtlehre. 

überliefert ist (sonst indeklinabel MmcLoai]). ein Genetiv Mavaoorj 
Jiul. 10 3 vor. Auch 'Itjaoig dekliniert mit Beibehaltung des ov, 
oVf ovj oiv; der Dativ kann auch '/j^aol lauten, vergl. Deut. 328, Jos. 
52, 72o; öftei-s allerdings nur in B z.B. Deut. 821, 3123, Ex. 17 14, 
Jos. li. AVas weiterhin männliche Personen und Ortsnamen an- 
belangt so konnnt. abgesehen von dem ganz gräzisierten BaßvXwVy 
u. ä. Deklination noch vor bei J^iScov, das den Griechen eben ge- 
läufig war, ferner bei dem Namen Ii^iwv, der griechisch ist= 
Endlich hat ^oIoluov einige Male olvioq im Genetiv, nach Ana- 
logie von BevocpwviOQy so z. B. Sprü. li. Der Akkusativ 2oXo- 
ILUoiTa steht nur in A z. B. EUKö. lio. Jedenfalls neigte die 
spätere Zeit unter dem Einfluß von Josephus u. a. melu* zur 
Deklination, weshalb man an schwankenden Stellen lieber die in- 
deklinabeln Formen w^ählen wird; vergl. noch I Chi\ 21 29 tv Fa- 
ßavJvL A, aber Bn Iv Faßacov wie sonst. 

Zu obigem bringt einiges schon Könnecke 1. I. 27 sq. bei ; dazu ist 
vor allem noch "WS 10 zu vergleichen, speziell über die Genetive auf « 
(hellenistisch nach Herod. II 636, 13) 10, 5 Anm., s. noch Nachmanson 
119 sq., wo auch andere Literatur verzeichnet ist, desgl. Schmidt 187 sq., 
Kälker 233; für Ptolemäerpapyri, wo ov häufiger ist wie « s. Mayser 
250 sq.; aus späteren Papyri vergl. noch nctoä '^UfeXa P. Oxy. IV 727, 8 
(IM^) ^uc Zaa Amb. II 143 (IV n); über tiv, mvtos bei ägyptischen Namen 
s. Mayser 275 sq. Was die Feminina auf « betrifft, so waren Formen wie 
JioTi'uag zu Jcortua, ^ir^iSug, lirSno^iöu etc. schon attisch; in späterer 
Zeit kommt jedoch auch r] vor, vergl. Papers III 55 ^ö^vri, 360 Muq- 
xiklrj, wobei zu bedenken ist, daß auch der Nominativ schon t] haben 
konnte, was nach Herodian II 753 speziell bei italischen Namen der Fall 
war; P. Amh. II 149 (VI^) steht aber z. B. Ma^ifxas. 



B. Konjugation. 
1. Personalendungen. 

a) 2. Pers. Präs. und Fut. Medii: 

a) Die Endung heißt, ursprünglich, aus eaaL entwickelt, i;. 
Dieses r^ wurde jedoch schon ziemlich frühe, wie dies auch z. B. 
bei den Dativen auf /; der Fall war, et geschrieben nach Ausweis 
der attischen Lischriften, und man kann mit Suidas (s. u. antei) 
die Schreibung jungattisch nennen. Wir hätten es also eigentlich 
nicht mit verschiedenen Endungen, sondern nur mit einer ortho- 
graphischen Variante zu tun. Die Koivtj hat aber die Schreibung 
EL offenbar als • spezifisch attisch wieder abzustreifen gesucht, wenn 



B. Konjugation. 61 

auch in vorchristlicher Zeit manches derart noch vorkommt. 
Jedenfalls bieten die Septuaginta-Kodices fast ausnahmslos ■rj. 
Festgesetzt hatte sich ll bekanntlich bei oi/'t/, oYel u. ßoilei, 
Aber es ist für die Uniformierungstendenz der KoLviq sehr be- 
zeichnend, daß auch bei den genannten 8 Formen das herrschende 
ji eindringt. So steht sicher oxpii Ex. 3323, Num. 23 13, Deut. 224, 
2867, 3252, Jud. 65, Hi. 01 etc.; einigemale haben oipu nm- die 
Korrektoren von B, vergl. II Kö. 2225, Ps. 90 8 ; zweifelhaft sind 
Ex. 61 A 9^, B £/, wie 11 Kö. 3 13, vergl. Bar. 425, Ez. 813 u. 15. 
Da anzunehmen ist, daß in der Lagidenzeit tj bei diesen Wörtern 
noch nicht ganz durchgedi*migen war, so werden wir an diesen 
Stellen wohl bl schreiben, zumal auch oYbl und olvy neben ein- 
ander hergehen, ersteres Esth. 92, Da. 2 11, letzteres Hi. 34 12 (3723 
nm' C, 40 3 nm' n), ferner steht ßovlsL Ex. IO3U. 7, Est. 3 11, 
Ex. 423; sowie 82 (72?) und 92 hat B ei f^irj ßoilec, A ßovXj], was 
aber möglicherweise auch Konjunktiv, bei dem auch sl steht für 
Tj als graphische Variante, ohne av sein kann (s. S}Titax); Ex. 821 
steht eav ßouXi] im gleichen Sinn. 

Der Umstand, daß auf den att. Inschriften die Schreibung h für tj 
auf allen Gebieten, s. Meisterh.^ 31 noch in vorchristl. Zeit aufhört, be- 
weist, daß die Xoivi^ sie fallen ließ. Natürlich kommen deshalb immer 
noch Schwankungen vor, vergl. für Papyri der Ptolemäerzeit Mayser 128 sq, 
zumal auch später, wo die Atticisten €c als attische Spezialität wieder 
schrieben, s. Schmid I 83, II 24 etc.; auch die Zauberpapyri haben wieder 
beides, s. Crönert 37, auch Pseudo-Kall. I 24 ßüvXec, III 17 XriipH. D I 
315, 74 steht ni^^' ovg ßovXrj, aber auch hier wäre der Ausfall von av 
nach dem Zusammenhang möglich; ßovXi^ bezeugt indes als xoivüjg gegen- 
über ßüiXec als l4jTixwg Herodian II 831, 34. Aus P. Hib. I 59, 10 (c. 245 v) 
tritt für 6t jetzt hinzu navaec, wie ctnoXri^xpH 78, 16 (244^). 

ß) Daneben kommt aber auch die Endung oai in der Kolvti 
schon vor, die Neugr. allein herrscht; so besonders qxxyeoai 
Ps. 1272, Sir. 619, Mich. 6u, 11 Ma. 7? etc. neben häufigem (pdyrj, 
desgl. TTieaaL Deut. 2839, Ru. 29, IIIKö. 174 etc.; auch bei kon- 
trahierten Verben: y,TaoaL Sir. 67, darum wohl auch ursprünglich 
ÄOij^aaaL in A Deut 31 16, endlich aTco^evoiöcxi IIIKö. 146. 

y) "Wie die Sprache hier öm neugeschafferi hat, so hat sie 
es in einigen Fällen der unthematischen Konjugation entfernt; es 
heißt divrj Da. 5 ig für sonst häufiges dvvaoaL^ eTziotri Gen. 474, 
Num. 20i4, Jos. 146, Hi. 384 mit B«C (^ aom), Ez. 373, Jer. 
17 16, aber iTTiOTaoat Deut. 2O20, 2833 u. 36, Hi. 38 20 u. 33, doch 
heißt es immer /.dS^riGai, nie xa^y;, dagegen fällt ao im Imperfekt 



62 IL Worflehre. 

in dem einmaligen r/.ad-ov = r/.d&t^ao Ez. 23 4i, vergl. das schon 
attische yjTcioKo Jes. 48 s. 

Formen wie qäyeßcci u. TiiEoai sind nicht etwa Reste der uralten, 
unkontrahierten Bildunj^, sondern Nenscböpfungen unter dem Einfluß der 
Yerba auf (jh {ri&fucci, oai, jc<i) im Zusammenliang mit dem Streben nach 
Gleichförmigkeit mit der 1. u. 3. Person. Aus vorchristl. Zeit ist bisher nur 
bekannt /aniftaai = /ccqui P. Grenf. II 79, 7 (IIP), ferner loiloat Theokr. 
I 78 u. vTiodixtacci auf einer epidaurischen Inschrift bei Meyer^ 549. Die 
Volkstümlichkeit beweist das häufige Vorkommen bei den Vätern und 
Apokryphen Reinhold 84, für das KT s. WS 13, 17, für spätere Zeit vor 
allem auch Hatzid. 188, Sophokles Lex. 40 sq., Jannaris 773; ans Symm. 
tritt ctuiXXäoai Jer. 22 15 hinzu. Auf einem in den Wiener Studien 1886, 
180 veröffentlichten Amulet finden sich dXviam, ßQu/claac und xoiuctacu, 
s. auch Möris 12 cixQocJ 14, clxQoänta 'E. u. Phryn. 360, wo dvaxTciaca im 
Munde der cl/uct&fTg bezeugt wird, sowie den Antiatt. 77 clxQoäaai dvrl 
Tov (IxQoä 7J ttxoveig. Ji'rj; wird verworfen von Phryn. 359, vergl. jetzt 
auch Reitzenstein 393 övvaaac • ro^e övvrj ßüoßaoov, ferner Fritz 59 sq.. 
Reinhold 95; 2 Beispiele aus Papyri bei Moulton 1901, 36; intarri wird 
bezeugt vom Antiatt. 93, zu Ixcid-ov weiß ich kein Beispiel, doch steht 
auf der gleichen Linie der Imperativ xuS-ov s. u. 

b) Aorist II: 

a) Schon im Attischen stand, wenn auch nicht in allen 
Fonnen eiTza neben einov und r^vEyv.a neben r^veyv.ov. Li helle- 
nistischer Zeit verbreitete sich das a des Aorist I dann weiter 
fa-st über alle 2. Aoriste. Was zunächst eijcov bei den LXX 
betrifft, so ist es vor Endungen, die ein t enthalten, fast immer 
vorhanden, so eiVrore, slTtaTio, elTratwoav, wie aTteiTtaTo Hi. 6i4, 
dann vor O] oft einag^ wie aTteinaad^e Zach. 11 12, oweiTiaoS^e 
Da. 29, ferner vor [.i tiTtauev, wie ovveLTza/Ae&a Sus. 38, doch 
eL7cofA€v in A IIEsr. 59 u. 822 gegen a/uev in B; schwankend 
ist auch SLTtag I Esr. 824, wo A dnov, vergl. 4i u. 13, eYnaq sicher 
Gen. 329, 462, Num. 23 19, I Kö. 11 12, v.axEijtavTeg Num. 1437, 
aber eItiwv Sprü. 2439 und stets in den Makkabäerb.; überwiegend 
stehen auch UTca und eli^cav, aber sicher eiTtov = elrra z. ß. 
Ecc. 2i, Bar. 824 und für eiJiav z. ß. II Kö. IO3, IV Kö. 61; an 
c. 50 Stellen schwanken die MS zwischen eiTia ehiov bezw. eiTtav 
eucov^ einmal auch ccTieiTtavTO Hi. 19 18. Der Imperativ heißt 
stets mit Übergang in die a-Aoriste cZ/roV wohl unter Beibehaltung 
des Akzents von elTce; doch ist ehci in A I Kö. 28 13, Zach. 75 
als ursprünglich anzunehmen, da es in der Ptolemäerzeit ganz 
sicher noch neben sItcov vorkam. Der Infinitiv und der Optativ 
scheinen von der Vermischung mit dem Aorist I nicht betroffen 
zu werden. 



B. Konjugation. 63 

""HveyvM hat im Indikativ stets das a, ebenso steht immer 
tveyy.ov, hey/Mve^ doch von ciTtoffiqu) a/r^Vf/xc Niim. 1646, Bei 34; 
das Particip ivey/Mg vom Simplex und den Kompositis erscheint 
häufig, doch tvsy/.tüv in den Makkabäerbüchern ; der Infinitiv hat 
fast immer die Form heyyiEiv, doch Kai oft bei Esra, Nehemia 
und in den Chronikbüchern, aber auch z. B. Lev. 2337, Ez. 36g. 
Schwankend sind z. B. .IKö. 24?, Neh. 815. Vom Medium vergl. 
7ZQ0Gi]veyyMVT0 III Ma. 4 17, anevBy/.ai.ievog II Ma. .021, jcQoasvty- 
yiaa&ai Sir. prol. 22, vergl. Jud. 129, Ez. 38 12 etc. 

Stark beteiligt ist der Aorist -qX'Jov bei Formen mit t, 
so c. 200 mal iqld^are, sX&aTS, lld^dio) etc. vom Simplex und den 
Kompositis; zweifelhaft sind jedoch z. B. IV Kö. IO25, Neh. 815, 
Ps. 118 77, im ganzen etwa 50 Stellen. Andere Formen sind fast 
nirgends sicher, doch '^l&av m AB II Kö. lOu, II Chr. 25 is, 
sonst schwankend z. B. Rieht. 18 13, 11 Kö. 17 20; 7]ld^a(.i6v ist 
selten und nirgends sicher z. B. Num. 1328, Deut. 29 le. 

Ahnlich liegt die Sache bei eilofir^v und Komposita; c. 150 mal 
liest man a vor t u. vto also nQoeilaTO, aq)el?MVTO etc., auch dveiXato 
Ex. 25, unsicher sind z. B. I Chr. 11 23, Jud. 193; auch sicher vor 
1.1 so i^€LXdf.iriy IKö. 10 18, 3O22, Jes. 48 10; nur in A 7tQouXdi-iriv 
Weish. 7 10. Ja sogar die 2. Person im Medium nimmt w für ov 
an Hi. 3621 i^elXw, wie Hi. 9? in ABC rcQoeiXco, und dcpeiXw 
Weish. I85 in Bn. Im Aktiv liest man einige Male y,a&siXav 
Gen. 44 11, 11 Chr. 30 14, II Ma. 10 2, misicher IMa. 67, wie ftegi- 
eiXav IKö. 74, dq^slXav IMa. 747, endhch steht yiad^eiXag in n 
Ps. 8841. 

Öfter steht sodann noch tueoav z. B. Ex. 3228, II Kö. I19, 
Ps. 156, Da. 720, c. 20 mal, sonst c. 40 mal schwankend, besonders 
auch in IMa.; anderes ist unsicher, so Titoaxe in B Hos. 10 8 ; 
TteodTio in Am* Jer. 1420, doch einstimmig djtOTtBödvwoav Ps. 5ii; 
Katerieocc endlich in et Weish. 73. 

Sonst ist bei andern Aoristen das meiste unsicher, vergl. 
eLdaf.iEv in B IKö. 10 14, icpdyajASv in B II Kö. 1942, evQuuev in 
A Ps. 1316, evgag n Neh. 98, ey7,aT£?j7zaT£ B Jes. I4; sicher ist 
noch tcpvyav II Kö. 10 13, eiöav I Kö. 19 20, II Kö. 10 19, Jud. 612, 
ly/.avtXLTrav II Kö. 29 14, unsicher l'cpvyav IKö. 30 17 in A, wie 
noch z. B. l'Xaßav in B II Kö. 23 le; dned^avav A Bu. Is. End- 
lich wäre noch hinzuweisen auf yevdf^evog in A bei Jer. 37 1, 
39i, 41 1, 42 1, 51 5, wie eyerd/ned^a 51 17. 

Überblickt man die Überlieferung, so ergibt sich, daß die 



64 IL Wortlehre. 

ursprünglichen Formen immer noch die häufigeren sind. Da 
die Formen mit « sich nach Ausweis der Papyri und der lite- 
rarischen Üherlieferung späterhin sehr vermehren, so wird man 
wohl gut tun, an zweifelhaften Stellen die ursprünglichen Formen 
beizubehalten. Beim Imperfekt ist vollends alles unsicher z. ß. 
h7.ey(xv in A IKö. 9 9, y&eXav N Jes. 28 12, r^yav B II Kö. 63, 
£(f£Qav B II Kö. 322, 7^Qm' A Jos. 3 14, avtßaivav B Rieht. 63. 
Es ist ganz natürlich, daß der Übergang auf das Imperfekt erst 
später stattfand. 

Für 6/>Trt aus der Ptolemäerzeit vergl. Mayser 331, wornach auch 
Optativ- und Infinitivformen nach Art des Aorist I vorkamen. Der Im- 
perativ ünov ist vorchristlich jetzt durch P. Hib. I 49, 6 (257 v) zu be- 
legen, ferner vergl. schon Meuauder bei Kock III 891, später P. Fay. 
128,3 (IIIö); vergl. ayayov, das Phryn. 348 verwirft: hißov u. ä. syraku- 
sanisch nach Etymolog. Magnum 302, 36, s. Brugmann^ Griech. Gramm. 345, 
Meyer^ 647; die Formen waren in der Tat frühe dorisch, vergl. ei/rov in 
einem vorsokratischen, anonymen, sophistischen Schulvortrag in dorischem 
Dialekt bei Diels, Fragm. der Vorsokratiker 581 Zeile 34. Sehr viel Bei- 
spiele sind auf den Papyri und Inschriften für rjvsyxa u. Komp. vorhanden, 
vergl. Mayser 363, Crönert 235, ich füge bei P. Hib. I 39, 16 (265/64 v) 
(liertyxctTS, 98, 20 (250 v) ijvi'yxcao; im Infinitiv erscheint häufiger dnyxHv, 
wie h'^yxcti, was mit dem LXX stimmt; s. endlich anderes aus vorchristl. 
Zeit bei Meisterh.^ 83 sq., Schweizer 82, Nachmanson 164. Für ^Xx^^ov 
ist aus vorchristl. Zeit bis jetzt meines Wissens aus Papyri nur bekannt, 
/jirfjl^ctc mit stehen gebliebenem Augment P. Tor. I pg. 5, 27 (117t), 
doch steht der Ptolemäerzeit noch sehr nahe BGU IV 1035, 4 (5^) ^k&av 
u. ^X&a^iv P. Oxy. IV 743, 25 (2v); für dXov kenne ich nQo^iXä^rfV D I 
383, 46 (60^) auf der Inschrift vom Nemrud-Dagh, die beweist, daß die 
Formen nicht etwa nur alexandrinisch waren, so jetzt auch nQoElXavto 
bei Hiller Priene 108, 99 (c. 129 v). Vergl. außerdem für Polybius und 
Diodor, La Roche, Wiener Stud. 21, 34 und Stich 150. evQcc/uev etc. ist 
bei Philo anzunehmen vergl. Wendland, Philos Schrift von der Vor- 
sehung 106. Für intaa, das auch bei Polybius vorkommt, s. besonders 
La Roche 1. 1. 35. Das Participium yevdutvog steht bei Archimedes I 
284, 4, 8, 21, 26 etc., weshalb man versucht sein könnte, y^vd^evog im 
Propheten Jeremias, da es bei ihm allein vorkommt, für ursprünglich zu 
halten und als Spezialität des Übersetzers in den Text zu setzen. In 
nachchristl. Zeit wird das « in der Tat häufiger: für Pap. s. Deissmann 
NB 18, dessen Sammlungen man jetzt durch mindestens 50 Stellen aus 
den Oxyrhynchospap. und anderen Publikationen, sowie aus späteren In- 
schriften vermehren kann. Ich verweise z. B. noch auf BGU IV 1036, 
23 (108 n) yevdjuü'ov, wie 1038 ^tTaytvufjLh'rig, ini^X0^((/u6V und aqetXctTo 
Archiv III 106 sq., Col. III 10 u. 23 (um 400n), xar^ßaXag und IXäßu^tv 
Wessely, Heft III der Stud. z. Pal. u. Papyrusk. Nr. 343 u. 346 (Vl/VIIn), 
endlich hvya Latyschev II 421. Für die Literatur vergl. das NT bei 



B Konjugation. 65 

Blass 47, WS 13, 13, ferner Schmidt 454 sq., Eeinhold 78 sq.; auch im 
Leydener Kodex des Pseiulo-Kall. finden sich viele solche P'ormen, die 
Meusel unnötig; verbesserte. Für Attizisten, die außer tlna u. rinyxa 
weni«^ bieten, s. Schmid z. B. I 232, III 44, ferner Fritz 52 sq. Aus den 
andern Übersetzern merke noch: Iveniactv Jer. 39 (41)9 Aquila, öi^manv 
Jer. 142 Symra., wie Jes. 646 f^fn^anuiv, tiXavro Jer. 16i9 Symm., ^^fikoj 
Ps. 29? (Quinta), TjooeikaTo irgend ein Übersetzer Deut. 142, i^ftkaro Theo«l. 
Da. G27, Tjl'kctv 22. Das Eiudrinj^en des « in den Aorist II hat dessen 
schließlichen, wenigstens teilweisen Untergang mit herbeigeführt, s. Diete- 
rich 237 sq., wo auch Byzantiner erwähnt werden, wie bei Hatzidak. 147, 
Sophokles Lex. 38; fürs Imperfekt vergl. auch Becker Index zu Kananos; 
Phryn. 139 weist tvQua(hra ab, 183 clcffiXctTo, 348 uyctyov u. uyüyag. 

ß) AVeiterhin ging dann die am ersten Aorist erwachsene 
Endung oav auf den zweiten Aorist über, sowie auf das Imper- 
fekt. Dabei ist zu beachten, daß die Verba auf ^i die Endung 
aar schon früher aufwiesen, und daß die Koivri nach dem 
Deuthclikeitsprinzip offenbar auch bestrebt war, einen Unterschied 
der ersten Pers. Singular und der dritten Plural einzuführen. 
Sehr geläufig ist iqXd-oGav und Komposita an c. 100 sicheren 
Stellen; unsicher sind z. ß. Ex. 19 1 B ooav, A ov, Num. 1324 
A oöav^ ß Ol', Jud. 18 lo AB öav, n ov\ vergl. ferner ildßooav 
u. Komp. Jos. 18?, Ru. I4, Ez. 3224, Zach, le, Jer. 338 etc., 
unsicher z. B. Deut. I25, Jer. 3923 (eioiqli^ooav ymI eXaßnv^ 
A « fldßoaav)-^ eugoGav Ex. 149, Neh. 5 8, 814, Jud. 10 6, Hohel. 
33, 5?; zweifelhaft z. B. Jos. 222, Jer. 143; el'öooav Jos. 24? u. 31, 
IIEsr. 3 12, Hohel. 6 8, Jes. 394 etc., unsicher z. B. Deut. 10 21, 
Ps. 966; Icpdyooav Gen. 188, Neh. 925, xaTeq)dyoaav neben I^Itviov 
Bei 14, aber unsicher Ex. I630, Ps. 7729; hcioGav Jer. 28 (51)?, 
42(35)14; i(pdyooav ymI hciooav I Esr. 83 in B, A hat beide 
Male ov\ IveßdXoaav Jer. 44 21, Da. 822 u. 46, Bei 30, zweifelhaft 
jcaQBveßäXooav Ex. 17 1, I Ma. 857; riydyoaav öfters im I Esr., 
auch Jud. 12 15, zweifelhaft I Esr. I19; eiTcooav Ru. 4 11, zweifel- 
haft z. B. Neh. I3, 4 12, 95; vereinzelt sind ferner noch rjfxaQTOGav 
Deut 325; ecpvyooav Neh. 18 10, ytad-siloauv Jes. 22 10, fraglich 
Jos. 82^*; aoxooav lEsr. 65, fraglich /Mxlaxooav Neh. 85; djced^d- 
voaav Bar. 225; unsicher '/MTeXiTToaav Ex. 16 24. 

Für das Imperfekt merke: fcplqoGav I Chr. 224; eXafÄßdvoGav 
Ez. 22 12, GvveXaf.ißdvoGav Jer. 526, ferner i/.XaioGav Sus. 37, 
IvexQiOGav Tob. 2 10 in der Fassung von n, vTCEQQiTiToaav IV Ma. 
625, misicher r/,QivoGav Ex. 18 26 (2 mal), ebenda dvefpeQOGav, 
TTEQiecfeqoGav Jos. 2483, eXa^ßdvoGav Ez. 22 12 (an der 2. Stelle), 

Helbing, SeptuaginLi-Gmram. 5 



66 //. Worflehre. 

OLJied^vr^O'AOoav Tob. 9ii, Iqalvooctv I Ma. 450. Es treten hinzu 
von kontrahierten Ver])en eyh'vwoav Gen. (U. brtri^ovovoav Xnni. 
Ii8, tvoovaav IT Kö. 20 15, evXoyovoav Ps. Gl 5, (üAodunovaciv 
Neh. 4 IS. (üf.u"/.ovoay Sus. 57, löoli'ovaav Ps. 5io und 133 (ein- 
stimmig zitiert Römer 3 13), tvoj^iovoav Ez. 12 11, ^d^i/niwoav 
Jer. 3929, noaav = eYcooav Jer. 41 10, l7n{e)Tld^ovoav lEsr. 4 10, 
ebenda a(fcti{i])QOvoav^ er&ipovaav Klag. I5; unsicher id^vuioiöav 
Jer. 19 13, wo in Bn Aorist Fd^v/niaoav von ^r/z/acw, was dem Zu- 
sammenhang nach wahrschein hcher; es folgt gleich xaf eaTtEioav; 
•ÄCtrevöovaar Ex. 338, htoiovoav Hi. I4. ('ir/.ovoav I Ma. 1434. 
Der Akzent muß auf der Antipaenultina stehen, also höovoav 
nicht hoovoav etc.. da oav für v doch an die fertige, kontrahierte 
Fonu anti'at und nicht z. B. tvoovoav aus tvotooav entstand, was 
ivoovacn' ergeben müßte. Erst im Neugr. sagte man dann z. B. 
ilaXovaav nach elalovoaiue, klaXovGETe. Das Verhalten der 
Kodices zeigt, daß den Schreibern beide Formen geläufig waren. 
Man kann nicht behaupten, daß etwa B mehr zu den Formen 
auf ov hinneige wie A oder umgekehrt. Da nach Ausweis späterer 
Pap>Ti, wie auch nachchristl. Literatur die Endung oav jedenfalls 
lange noch vorhanden war, so kann an zweifelhaften Stellen das 
eine, wie das andere ursprünglich sein. Man ^\nrd darum vielleicht 
gut tun, entweder der Majorität der MS zu folgen oder wo nur 
A und B einander gegenüberstehen, B den Vorrang einräumen. 
Eine besondere Stellung nehmen die Verba Kontrakta ein, wo 
oav heute noch im Neugr. weiterlebt; hier ist es in nachchristl. 
Zeit jedenfalls noch häufiger geworden, weshalb man an den drei 
zuletzt zitierten Stellen ovoav wohl den Abschreibern vindizieren 
muß. 

Aus den Ptolemäerpapyri sind bis jetzt folgende Formen bekannt: 
xarrtlitoactv P. Tebt. 24, 11 (117^), ibid. Nr. 179 '^k(hoacn', (^iXtaav = 
ca^dilooav P. Lond. I 41, 1.5 (161^), mehr zufällig für Imperfekta: ÜM/ußci- 
voaav P. Vat. Angelo Mai V 603 (160^), vTiiXu/ußdroauv P. Grenf. II 61, 16 
(95 v), nafjßürtnuviooav) P. Lond. 18, 31 (161»), tXxoaav P. Tebt. 39, 30 (114^), 
fiffiaxoaar P. Par. .34, 13 (162t), dazu kommt ebenfalls noch aus I^ fxnd- 
Coaav P. Oxy. IV 717, 11; einmal auch auf einer pergamen. Inschrift 
fa/oaav Schweizer 166; für spätere Papyri, wo bis jetzt nur ganz weniges 
nachzuweisen ist, s. Deissmann NB 19, anderes aus Inschriften bezw. Lite- 
ratur WS 13, 14, Meyer^ 546, Keinhold 82, Jannaris 791, Sophokles Lex. 
39, Hatzid. 124, wo man auch byzantinische Beispiele findet; für die 
Verba Kontrakta, für die man Belege aus allen Zeiten bei den genannten 
Gelehrten findet, erwähne ich noch rj^iovaav BGÜ IV 1024, pg. 4, 5 
(Hin), wie D II 751, 4 (Brief Attalus' II.) und Nachmanson 148; vergl. 



B. Konjugation. 67 

noch TTKQtjriQovaav Theod. Siis. 12, fnol^iJiovactv Theod. Ps. 119?, oft stehen 
auch solche Formen in den Ps.Salomos, worauf schon Kretschmer 10 aufmerk- 
sam macht, s. schließlich Index zu Kananus, der Formen \v'\e fxoäjovoav qIc. 
oft hat, während r]Xihoaav etc. nicht mehr vorhanden ist; er zeigt deutlich 
den Übergang zum Neugr. : gkv mußte eben auch dem später, wie auch neugr. 
sehr beliebten av (s. vorigen Abschnitt) weichen. An Stellen, wo «v und 
oaav in den MS wechseln, wird man oaav nach dem Gesagten vorziehen, 
s. z. Jos. 3 14 riQttv A, riQooav B. Daher kommt es auch, daß es zu 
Gunsten von av in manchen sonst sehr vulgären Schriften, wie in 
Pseudo-Kall. und im Test, der zwölf Patriarchen überhaupt nicht er- 
scheint. Bei den Kontrakta konnte av nicht wohl antreten, s, auch 
Dieterich 231. Ich erwähne übrigens für aar aus späterer Zeit nach meinen 
Sammlungen noch folgende Stellen: dariXO^oactv Symm. Jer, 43?, wie nf- 
QitCloaav 16 5, riyüyoaav Theod. Da. 624, ^Xt^oaav an einer anderen Hexapla- 
stelle Num. 28 1, hiy.oauv Henoch 7, 2, Ine^Qccuoaav Ps. Sal. 13, 3 wie 8, 31 
itJoaccv, Imperfekta: ^'^EConoaciv Theod. Ex. l6, hCXXoaav Ps. Sal. 13, 3, xar^a- 
f^oaav Henoch 7, 4. Was die Erklärung betrifft, so will Kretschmer 1. l., wie 
auch schon Bures(^h rh. Mus. 46, 229, böotischen Bestandteil der Koivri an- 
nehmen, aber einerseits widersprechen sich im Hinblick auf das Stamm- 
land die Gramraatikerzeugnisse (vergl. auch Sturz 59), andererseits kommt 
man hier sehr gut mit dem Analogieprinzip, das in Dialekten schon früher 
wirksam sein konnte, aus, vergl. Dietcrich 242 sq. und dazu noch Thumb 
198, der indes die Sache noch weiterer Prüfung anheimgeben will. Natür- 
lich können die Dialekte die in der Kolvt] liegende Tendenz befördert 
haben, vergl. Einleitung. Zu bemerken ist indes, daß auf Inschriften 
Böotiens dieses auv erst im IP auftaucht. 

c) Perfekt: 

Das Perfekt wird bei den LXX sehr oft in der Erzählung 
gleich dem Aorist gebraucht. Deshalb nimmt es auch um so 
leichter die Endung av des Aorist I in der 3. Plural an, zumal 
schon die übrigen Personen die gleichen Endungen wie im Aorist 
aufwiesen. Also heißt es Deut. 11? e(x)Q(XA(xv, Jud. 7 10 TttTtoi- 
d^avy n Ma. 10 21 Tzercga/MVy lEsr. 4 19 y,ex^vap, IV Ma. 18 4 i/.Tte- 
^OQ^r^yiaVf schwankend Jes. 529 nur B 7zoLQlox7]/,av^ I Chr. 19 10 
nur N yiyovav\ av ist wohl ursprünglich, da es gerade in der 
Lagidenzeit oft vorkommt ; vielleicht ist ferner ursprünglich edlw/Mv 
Jer. 28 (51)56 mit n*, obwohl hier AB den Aorist mkioGav bieten 
(s. Syntax), vergl. Ez. 19i3 B 7re(f>vTev/Mv, A IcpvTevoav. 

Aus der Ptolemäerzeit haben wir über 20 Beispiele, man findet sie 
bei Moulton 1901, 36 u. 435, 1904, 110, sowie bei Mayser323 sq., vorchristl. 
und frührömisch ist ferner noch BGU IV 1053, Kol. II 15 (13 v) \clvsvii- 
vo/ar. Dazu kommen verschiedene Stellen aus Inschriften vorchristlicher 
Zeit, vergl. Buresch rhein. Mus. 46, 193 sq., Dieterich 265 sq.; für spätere 
Zeit Jannaris 786, Sophokles Lex. 37 sq., Deissm. NB 19; s. noch clnrirrj- 

5* 



68 //. Wortlehre.. 

xcn' Oxy. III 530 (11"), für das NT AVS 13, 14, wo auch weitere Belege 
augeführt sind, s. ferner Reinhold 81, wo auch Beispiele für den umge- 
kehrten Vorgang, Übergang von ctac auf den Aorist, zitiert werden. Als 
weitere Fälle aus späterer Zeit führe ich noch an h'Tiin{}i]xar D II 697 
(Dachchristi.), ninoaxar Test. Seh. 2 nach 0, C InüjXrjaav, iarrjxccv Naphth. 5, 
OYJwxar Pseudo-Kall. I 23 u. 34, wo Mensel unnötig verbessert, vergl. 
auch J^Jü}x((y Malalas 438 u. 463. 

d) Plusquamperfekt : 

Das £1 ist aus den andern Personen auch in die 8. Plur. 
ül)ergegangen. Oft liest man jjöeiGar u. E^iaTriyteioav, sonst vergl. 
z. B. 7iagtLif^€ßXifÄeL0ctv (über das fehlende^ Augment s. u.) I Kö. 
136, IIIMa. li, iTtETtovd^eLaoLv Weish. 18 1, i7ce7ioid^eiaav Deut. 
3237, Sprü. 21 22; nicht davon betroffen ist jjsLv, s. öie^rjeaav 

IV Ma. 3 13. 

Vergl. naQccßfßl^xTjaar {iiactv) P. Tebt. I 24, 39 (117^), infnoi^xrjaav 
Archiv I 59 (Euergetes II., Gizeh), iJtf^utxrjaca' (geschrieben lJex(üxt]accv) 
P. Fay. 12, 23 (c. 100^), für Inschriften vergl. Schweizer 187, Nachmanson 
149. Beides hat z. B. auch Strabo nach Crönert 210, vergl. aus vor- 
christl. Zeit noch xaraßeßXi^xetaav Aen. Takt. 17. Für spätere Zeit s. 
Reinhold 83, WS 13, 20, Schmid IV 589 sq., Fritz 49; Phryn. empfiehlt 
149 foav ; der Antiatt. 91 erwähnt iXiXi^f^siaav; vergl, noch rjfuaQTi^xtiaav 
Henoch 12, 5, mnotiixeiaM' Theod. Bei i3. 

e) Optativ: 

Im Attischen gingen im Optativ Aorist die Endungen aig, 
ai u. aiev und die sogenannten äolischen Formen eiag, eis u. eiav 
namentlich im 4. Jahrh. ziemlich gleichmäßig neben einander her. 
Die KoLvi] hat jedoch in ihrem Bestreben nach Vereinfachuiig die 
äohschen Formen nahezu ganz fallen lassen. Auch bei den LXX 
herrscht durchaus aig, ai, aiev. Abgesehen von einigen Stellen 
des IV Ma. hat nur Hiob sicher ccTtwoeLe 18 18, ^rjldoeie 20 16, 
ferner eiav im Plural nach A 18? d^rigevaeiav, wie v. 11 oleoeiav 
und 14 iliriXacfroeLav. An den 3 letzten Stellen haben Bn 
(18: u. 11 auch C) Formen auf oav, die öfters vorkommen, wobei 
zu beachten ist, daß im Aorist Passiv, sowie auch sonst bei den 
Verben auf /xl die Endung aav im Optativ schon vorhanden war: 
Gen. 498 alveoaLoav, Deut, lu jvoLr^öaLoav, III Kö. 192 u. 20io 
nur in A TtOLr^oaLoav o\ ^eo'i^ B hat den Singular 7toirfai o O^eog, 
Jes. 6620 Iviy/.oLiüuv^ Sprü. 2462 (30 17) h./.oipaiaav , Hi. 20 10 
o/Joaioav und TtvgoevoaLOuVf v. 25 rcegucucr^oaLoav, Tob. 3 11 
Lv).0'/r^ouioav (die Fassung in n hat eukoyijaaiojaav); auch im 
Aorist 11: Deut. 33 ig tlO^oioav, wie Hi. 18:» u. 11, Ps. 3425 eiTtoi- 
oav (2 mal), Ps. 10335 l:/.U7toioav, Hi. 2l2(j Ydoioav, Sir. 339 



B. Konjugation. 69 

EVQOioav^ Sprü. 2452 (30 17) und Hi. 31 8 (pdyoioav. Den älteren 
Kodices B u. n war aap offenbar sehr geläufig; die äolischen 
Formen bei Hiob können dalier von ihnen getilgt worden sein; 
die Formen a7c(ü(jei£ und ^)jXäoEie beweisen ihre Existenz, wes- 
halb Avir A folgen und an den oben genannten schwankenden 
Stellen bei Hiob eiav für aioav aufnehmen können. Aolische 
Formen sind in der Ptolemäerzeit auf ägypt. Boden tatsächlich 
noch vorhanden. 

Verj^l. BGU III 1011, Kol. II 14 (II v) niaTuaHev, für nachchristl. 
Zeit vergl. Crönert 212, so jetzt auch noiriaeie P. Vit. I 83, 10 (Ill/IVn); 
Belej^e aus der Literatur s. ferner Keinhold 8, WS 13, 19; für Jo- 
sephus und andere Schmidt 444 sq. ; auch Polybius hat beides, wobei 
Hiatusvermeiduug mitspielt, s. Kälker 238; für den Attizismus s. be- 
sonders ausführlich auch Fritz 50 sq. Nach La Koche Beiträge zur 
griech. Gramm. Heft I, Leipzig 1893, 132 sq. sind im attischen die sog. 
äol. Formen häufiger. Wenn in der Koivi^ die andern durchgedrungen 
oder mindestens beliebter sind, so hat bei acf/i, aig, cu etc. auch der 
Anklang an oifxi, oig, ot mitgespielt. Für die Endung aav ist bis 
jetzt wenig nachgewiesen, einiges aus Dialektinschriften steht bei 
Kretschmer 10, der den Einfluß mittelgriechischer Dialekte annimmt, die 
allerdings die in der Kocvi] liegende Tendenz befördert haben können ; 
vergl. noch Valaori, der delph. Dialekt 60, außerdem Aquila Hi. 35 
ixd^f(/jßi^(jaiaav , wie 8 övojudacctaav, wie wohl der gleiche Übersetzer 
Ps. 1216 evTTa&riactLGm\ ferner steht bei Field an einer andern Hexapla- 
stelle Num. 1440 noLriaaiauv; auf die Psalmen Salomos weist Kretschmer 
1. 1. hin. 

Sclilicßlich bemerke ich noch zum Optativ, daß Formen wie eMtT/uiv, 
iiöthf:, etöftfv den LXX fremd sind, sie sagen immer döfCr]fitv etc., vergl. 
auch Möris 69 ßaXsTfUiv, ßnXuTi, ßcduev ^A, ßakdT]uev etc. '£, cf. 83 
yvoir}f48V etc. 

f) Imperativ: 

Im Attischen gehen nebeneinander her z. B. TtaiöevovTtov und 
Tcaidevhiooav, Tcaiöevead^wv und TzaLÖEvead^cooav; die Koivi] hat 
die Kategorie der Zweiheit beseitigt und läßt nur die Formen 
auf ocLv zu. Daß diese gerade durchdrangen, hängt mit der Be- 
liebtheit der Endung aav wohl zusammen. '/Ad^ri(.iaL bildet stets 
■/.dO^ov, nur II Chr. 25 19 heißt es '/.dd^voo. Die Endung d^i sucht 
die KoLvri abzustreifen durch Übergang in die w-Konjugation, so 
steht ctTzoGTa offenbar = oiTtooxaB Gen. IO9, Hi. 7 ig, 146, 21 14, 
aber dnoGTri^i II KÖ. 222, lEsr. I27, Sir. 72, c. 20 mal liest man 
sodann dvdoza z. B. Rieht. 8 21, Ps. o 7, Hobel. 2 10 u. 13, Jon. 1 6, 
daneben c. 10 mal dvdoTr]d^L; schwankend ist z. B. IIEsr. IO4 
Bn* dvaGza, A dvda^r^^^L, Mich. 4i3 A dvaara, wie umgekehrt 



70 II' Wortlehre. 

A ardoD^d^i, B araota Rieht. 1928. Später sind wohl derartige 
Formen noch geläufiger gewesen, weshalb man an zweifelliaften 
Stellen lieber ozrii^i schreiben wird. Dagegen heißt es stets zar«- 
ßijd^i, avaßr^d^t etc., während /Mxdßa etc. anderwärts schon sehr 
frühe vorkommen. Charakteristisch ist aber schließlich für den 
Fonnenaiistaiisch U/i*^< = c^ im Anklang an ßrjd^L, so im Daniel 
yjQie liaoilev L'-j^^t '24, 39 mid t.ij^c sv dya^ut Ecc. 7i5. 

Für die Endiiui^ aav, die in der Koivri herrscht und von Moris 11 
als hellenistiscli bezeugt wird, s. z. B. Nachnianson 149, Meisterh.^ 167 sq. 
(seit 300 auf att. Inschriften häufiger), Schweizer 167, WS 13, 21, wo auch 
weitere Literatur zu finden ist. Zu xc'c&ov vergl. Möris 172 xüf^riao l4, 
xd&ov % 8. Crönert 263, WS 14, 2, Eeinhold 89, vom Antiatt. 100 aus 
den Komikern Alexis und Diphilus erwähnt. Zu dvdaTa, clvdßa (auch 
neugr.) etc. Crönert 260, WS 18, 22 u. 14, 15, Eeinhold 91, aus Komikern 
erwähnt schon hei Bekker Anekd. I 436, beim Antiatt. 81 u. 108, vergl. 
auch Reitzenstein 395 xaräßa • ov xaTäßi](hi, woraus man wohl schließen 
muß, daß später xcadßrjfh fast unbekannt war ; Inißcc steht schon Theognis 
845. Zu C^^t vergl. Cobet 494, La Roche Wiener Stud. 21, 31; Theo- 
dotion hat Ci7i^t noch Da. 5io, 66 u. 21 ; öfters im Syntipas z. B. Seite 36 
u. 65 bei Eberhard, Fabulae Romanenses I. 

2. Augment und Reduplikation. 

a) Das syllabische Augment kann wie schon im Attischen 

wegfallen im Plusquamperfekt, so bei Kompositen, wo es sonst 

am häufigsten wegfällt, vergl. evdeövy,ELv Lev. 16 23, Hi. 29 u, 

l7tLßeßriy.Ei Num. 2222, 7iQoßeßrf/.BL Rieht. 19 11, eTCLTtertTiüKeL Esth. 

78, 7caQEf.ißeßlrf/.eL I Chr. 11 15, TcaQe/^ßeßlijyieioav I Kö. 136, 

selten im Medium, so t(.i7CE7tvQLOT0 Lev. 10 16, ferner im Simplex 

ÖEÖur/.ELV IIKö. 18 11, III Kö. 10 13, ßEßQioy.hi und JCErtomEL I Kö. 

30 12, ßEßrjV.Ei Weish. 18 16, doch 7CE7toi^Ei Jer. 46 18 nur in n, 

seiner Entstehung nach gehört auch hierher Eorrj/.EL = EiOTTqY.Ei. 

Da. 221. 

Aus den Ptolemäerpapyri vergl. naQctßeß^xrjanv P. Tebt. I 24, 39 
(117vj i7ii6i(So)x8i/uiv P. Amh. II 33, 12 (c. 157 vj, nQuaTtrdyfxrjv P. London 
I 23, 28 (158^), fliJomt P. Tor. II 69, 8 (139 v), wie auch (^tiSojxnv P. Oxy. 
IV 743, 28 (2v); nachchristliches, sowie Beispiele für das Augment bei 
Crönert 209, vorchristliches aus Inschriften bei Nachmanson 51, Schweizer 
169, s. noch Inscript. Ins. mar. Aeg. I 103, 2 (11^) yiydvei u. ÖLaTtnXixu, 
aus späterer Zeit vergl. /ufraßeßi^xii D II 543 (Zeit des Antoninus). Poly- 
bius läßt bei Kompositen das Augment oft weg, beim Simplex spielt die 
Hiatusvermeidung mit hinein, s. Hultsch , Erzählende Zeitformen bei 
Polyb. Abh. der sächs. Ges. der W. XIV 89 sq. ; für spätere Zeit ver- 
weise ich besonders auf Schmidt 437 sq., wo weitere Literatur zu finden 



B. Konjugation. 71 

ist, 8. noch Blass 39, Keinhold 63, Usener beil. Theod. 138, für Attizisten 
Schmid z. B. III 34, IV 591, wo auch öuairixn aus Philostratus belegt 
ist, vergl. später Eunap. 49 u. 85, Pseudo-Kall. I 33, doch auch schon 
Philo V. Geschützbau 52; k(^rrixf:aav metrisch bezeugt bei Menander frg. 503 
bei Kock III, s. jetzt noch avviöxrixr\v P. Hib. I 26, 296 Rhetorik 
des Anaximenes (285— 250^), wie <nv(aTi]x6c P. Leipz. I 27, 16 (123"). 
Schließlich erwähne ich noch xaraß^ßX/jx^ioav Aeneas Takt. 17, ^/nßfßi^xei 
Philo V. Geschützbau 54, yfyv/nvujvTo Philo (I) leg. alleg. II 57, neTToirjxiiaav 
Theod. Bei 13, TzenTtöxfaav Edit. sexta bei Field Ps, 262, ^xxe/vTo Symm. 
Ps. 409, IxTeraTo Ps. 763. 

b) Wechsel zwischen eu. r] : iSuvdfiriv steht sicher z. B. Gen« 
136, II Kö. 17 17, im ganzen c. 12 mal Im Aorist steht einmal 
sicher €Öuvdo^7^v Da. 247. Dagegen steht etwa 30 mal sicher 
rjdvvcif.iriv z. B. Ex. 9 ii, Ez. 47 5, etwa ebenso oft tjövrccod-r^v und 
rjövvi^d^riv, vergl. ersteres z. B. Gen. 30 8, letzteres Hi. 323 etc. 
Zweifelhaft sind für das Imperfekt c. 20 Fälle. Da es nach 
Obigem überwiegend r^ aufweist, so wird man in schwankenden 
Fällen wolil lieber ry vorziehen. An Stellen, wo wir 3 oder mehr 
Kodices zur Verfügung haben, ist r] entschieden besser bezeugt, vergl. 
AVeish. 11 19 ri BnC, e A, s. Jes. 206, Jer. 455. Im Aorist, wo 
auch etwa 20 Stellen schAvanken, ist die Entscheidung schwieriger, 
weil in der Kegel gleichzeitig auch die beiden Aoriste in den MS 
vertauscht sind, wobei dann övvao&rjvaL öfters e aufweist, dvvtid^rjvai 
aber r^, z. B. Ex. 1239 B rjövvrjd^T^oav^ A edvvood^rioav, vergl. 
Eicht. 1 32, n Kö. 3 11. Es scheint sich aus der Überlieferung so- 
mit zu ergeben, daß Imperfekt und övvaod^rjvaL schwanken, wäh- 
rend övir^d'rjvaL stets r^ aufwies. Was ßovlojuat betrifft, so ist e 
an etwa 30 Stellen sicher überliefert, z. B. Ps. 354, Jon. Ii4, 
7j ist sicher Jes. I29, 309 und öfter im IMa.; man kann es wohl 
an schwankenden Stellen gleichfalls annehmen z. B. I Chr. 11 19, 
Ps. 398, Jes. 30 15. Endlich ist zu verweisen auf r^i^ieXlov Weish. 
18 4, doch ei-iellov IV Ma. 17 1. 

Die KoLvri hat in der Tat häufig r] bei diesen Verben, auf den 
Papyri der Lagidenzeit immer vergl. Mayser 330, jetzt noch P. Hib, I 27 
Kol. II 34 Tiövväfxriv (301— 240^), wie 34, 17 (243/2v), 30, 4 rißovlov 
(300— 271 V) vergl. sodann riövväafhr]v P. Oxy. IV 743, 35 (2^) und aus 
späterer Zeit z. B. iqßovXojurjv P. Oxy. II 281, 16 (c. 30% rj^vvi^S^ijv Kei- 
nach 44, 33 (104 n), wie P. Leipz. I 108, 5 (ll/IIIn), s. auch Crönert 202, 
wo auch Beispiele für e geboten werden, s. noch P. Vit. I 6, 7 (210 Q) Ißov- 
XofiTjv. Für Inschriften vergl. Schweizer 173, Nachmanson 150 u. rjßovlo/urjv 
Ins. m. Aeg. III 91 (11"^), auf attischen Inschriften ^ erst seit 300 nach 
Meisterh.^ 169, was entschieden beweist, daß es die Koivri^ die dann 
ihrerseits das Attische beeinflußte, häufiger hatte. Auch der Umstand, 



72 // Wurtlvhrc. 

daß später »;, wie auch öfters in neugr. Dialekten z. B. im Kretischen, 
wo es ührigens schon alt ist, auch bei andern Verben erscheint, s. Hatzid. 
72, Jannaris 187, so auch IV Ma. lGi8 in V dni']Xai'atv von «77oA«t'tt» 
spricht für seine Häuti«j:keit in hellenistischer Zeit bei ßovXoucu, iU'vainfu 
und fitli.(t). Es beweist dies ferner die Überlieferung im NT bei WS 12, 3, 
vergl. auch vor allem für den Aorist von övra^iuL Reinhold 63 sq. Für 
vorchristl. Zeit möchte ich noch hinweisen auf Cebes tab. I 1 r]iSvrf(/ut:{U(, 
Aeneas Takt. 21 u. 20 t]<5i'raTo, Aristeas 51 »]Jrj'«iTo, Antig. Karyst. 115 
ijtSvrij&tjufr. Wenn Möris 129 //'ufAylor für Attisch, (futXXoi' für helle- 
nistisch erklärt, so ist dies jedenfalls in dieser strikten Form ausge- 
sprochen unrichtig, ebenso übertrieben ist andererseits Reitzenstein 394, 10 
ißovXö/urjv • ovx tjßovXöutjv, wenigstens im Hinblick auf die jüngere Atthis. 
Für die Erklärung wird man wohl noch immer am Besten von '^9ikov 
(von iy'i^(lio) ausgehen müssen, s. Schmid II 22 sq. 

c) Bei wd^Hü wiuxle das syllabische Augment als unnötig 
weggelassen, zumal in einer Zeit, wo das Bewußtsein von an- 
lautendem Digamnia längst entschwunden war; s. toaa Hi. 14:20, 
wofnat Ps. 6l4, aber i'waav Jer. 41 lo, oft £^wff«, a/rwaa, i^wof-iai^ 
a/riijauai, auch t^ojad^ijv Mich. 29, Jer. 16 5, aTtwod^r^v Ps. 875 
doch l^küoa IV Kö. 17 21, e^iLoo(.iai II Kö. 14 14, wo A das e 
wohl unter dem Einfluß von unmittelbar vorangehendem l^woa 
fortläßt. 

Aus vorchristl. Zeit vergl. Philo v. Geschützbau 35, oft önuaO^w bei 
Hero z. B. I 40, 6; 66, 19; 216, 15 etc., auch bei Polybius s. Stich 150, 
vielleicht Thukyd. II 84, sicher schon bei Herodot Smyth582; für spätere 
Zeit vergl. Schmid III 45, WS 12, 2, WH Append. 161 sq., wo auch das 
auf Papyri häufige üJVTjaufXJ^v (LXX nur InQid/utjv) erwähnt ist, vergl. auch 
oh'7ifX€rT}g für law. P. Oxy. II 270, 18, 19 u. 25 (94 n), ferner Usener heil. 
Theod. 907, Fritz 44 sq. u. Schmidt de Jos. 441, der in der Verwerfung 
solcher Formen bei Josephus sicher zu weit geht. Ein Beispiel für 
oj(T(i/LiTiv aus einem Magdolapap. (221 ^j in den Melanges Nicole steht bei 
Mayser 330. Aus den späteren Übersetzern merke noch nnaiocao Hi. 19i8 
Theod., wie Ps. 355 ilnü'jaaTo, dncjac'(^7]v Symm. Zach. lOe, l^ojo/utvovg 
Symm. u. Theod. Jes. 568. 

d) Das temporale Augment, das, von den Dichtern abgesehen, 
schon in ionischer Prosa fast überall fallen konnte, ist in unsem 
MS weit größerem Schwanken unterworfen als das syllabische. 
Eingewirkt hat hier auch das Bestreben, das Wortbild rein zu 
halten. Die Berührung mit dem ionischen Dialekt kann diese 
Tendenz befördert haben. 

a) Was zunächst die einfachen Vokale a. 0, e betrifft, so 
wird a fast durchweg noch zu r^, aber bleibt oft stehen ; so liest 
mau z. B. i^o'/.od^Qevev in B* I Chr. 21 15, zoto^^oj^i^ in A und 



B. Konjugation. 73 

B* n Chr. 35 10, avüQi^iod^rif.iEv in An Ps. 19 9, avoq^w^i^oav 
Ez. 16? in A u. B, dvoQi/w/Litvog in A II Kö. 7 16, I Chr. 174, 
ferner in den Simphcia 6xvQ(o^^jOav I Ma. 1 g2 nach A u. N, wie 
in A I Ma. 62ü und in n 1433, OTilodoTiioev An I Ma. 1432, ovo- 
(.idoü^ri 14iü, 6(.ioicüifi]i.i£v Jes. In A, 6do7Coirjaev, n Ps. 7750, 
oxla/A'jg III Kü. 85i; außerdem noch sehr oft in den M8. Da 
die Ptolemäerpapyri wenig derart bieten, vor allem nicht die 
offiziellen Urkunden, so werden wir solche Formen nicht für ur- 
sprünglich halten, also auch nicht das einstimmig überlieferte 
7iQOOQi6(.iriv = 7CQOWQc6(.iijv (wic B*^ einsetzen) = 7iqoeix)qw(.nqv 
Ps. 15 18, obwohl es ebenso einmütig Acta 225 in dieser Form 
zitiert wird, woraus man aber nicht auf Ursprünglichkeit, sondern 
höchstens auf frühes Vorhandensein der Verderbnis schließen 
darf. Man wird wohl TZQOioQwixr^v mit einfachem temp. Aug. 
schreiben. Es kommt noch hinzu, daß vor allem die spätere Zeit 
einen Quantitätsunterschied zwischen o u. io nicht mehr festhält, 
so daß die Frage am letzten Ende nur eine orthographische ist. 
Weit seltener und fast nur vereinzelt in den MS bleibt e unaug- 
mentiert; dies konunt daher, daß r] in der Aussprache qualitativ 
verschieden von £ war, weshalb es eher aufrecht erhalten werden 
konnte. Als besonderen Fall, wo zufällig Einstimmigkeit der 
Kodices herrscht, erwähne ich hier evexvQaoa Ez. 18 le AB (ebenso 
dort Aquila), Hi. 343i in A B N u. C; möglicherweise hielt man 
dieses AVort fälschlich für ein Kompositum und nahm das zweite 
e als Augment, als ob das AVort eyxvQccleLv hieße, doch Hi. 226 
mid 243 rivexigccLeg bezw. rjvexiQccoav. 

Für die Ptolemäerpapyri, wo, wie gesagt, weniges derart angetroffen 
wird, vergl. Mayser 336. Zu rivt^^vQaacc s. noch i^vexvQuofxsvijg bei Wessely 
Stud. zur Pal. u. Papyrusk. I, 1 Nr. 1, 10 (II v), aber htx^iQaatv P. Petr. 
II 22, 14 (III V). Wie groß die Schwankungen später waren, beweisen 
z. B. Pseudo-Kall., die Testamente der 12 Patriarchen, ferner die Väter 
und Apokryphen bei Reinhold 66; bereits im NT, s. WS 12, 5c, konnte 
vieles schon von der Hand der Verfasser herrühren. Besonders Kompo- 
sita werden von der Augmentlosigkeit gerne betroffen ; sehr viel Material 
bieten auch für spätere Zeit Hatzid. 62 sq., Dieterich 209 sq.; im neugr. 
Avird das temporale Augment auch oft vernachlässigt. Eingewirkt haben 
natürlich auf die Schreibung auch die nicht augmentierten Modi, wozu 
auch Fälle wie d<^i&rjoav Ps. 32 1 (s ec), dtfi&rj einstimmig Jes. 3324 und 
ttvi&i] Rieht. 83 gehören, s. dififxtv bei Latyschev I 47, 22 (naehchristl.). 

Ein besonderer Fall für o ist noch oifdov = ü(ft).ov ohne Augment, 
zur Wunsch-Partikel erstarrt ohne Rücksicht auf die folgende Verbalform, 



74 II. Wortlehre. 

vergl. Ex. 16 s oifdXov ilntS^ävo^tv^ Hi. 14 13 d yccQ oqeXov . . . l^vka'^ag-, 
vergl. auch Menander frg. 964 bei Kock III, Sturz 186 sq., Möris 261. 

ß) Diphthonge: 

Während ai nahezu immer in ij verwandelt wird (doch vereinzelt 
in A aixj.iaXiüvei oaie II Chr. 28 ii, /MTaiox^vS-ij A u. B Jer. 81 13, 
N ?;, Vers 20 alle t]), so zeigt ol große Neigung zur Augment- 
losigkeit, wobei zu beachten ist, daß et u. ev schon friilie in der 
Augmentiening schwankten, was leicht andere Diphthonge be- 
einflussen koinite, wie deim schon im Attischen gerade ol bis- 
weilen stehen blieb. Stets bleibt das Augment fort und zwar 
offenbar der Euphonie wegen bei oicovlKo/nai, vergl. ouovtöd(j.r^v 
Gen. 3027, IIIKö. 2I33, olcovito^iriv IVKö. 17 17 2l6, II Clii\ 336. 
Dieser Umstand kann immerhin beweisen, daß man ol nicht not- 
wendig zu augmentieren brauchte, weshalb auch manches andere 
hier ursprünglich sein kann: so steht oly.xeiQi]OEv in A u. B 
IVKö. 1323, oh.TEiqrjöaq in Bn Ps. 59 1, oly.TeiQiqoev Ps. 102 13 
AB^^N, einstimmig überliefert oder mindestens stark bezeugt sind 
auch TtaQOLOTQT^öe Hos. 4i6, evor/.eUoxaL Esth. 81, /MzoL/uod^rjoav 
lEsr. 545, Ez. 382, -/MToUiGsv I Ma. 1348, aTtoLvIöd^ri Jer. 13 19, 
olviO(.ilvovg Ez. 2343, ol/.oöofxr^d-rj I Ma. 10 10, anderes allerdings 
nur vereinzelt, so ol'/.oöo(.iYii.iivog in n Hohel. 44, olv.oö6t.i7]oav A 
Eu. 4 11, ol-/.odoi.nn^ri A Tob. I4, '/.aroLAOvv A II Kö. 28, ol/.ri- 
oa;Liev A Jer. 42 10 etc. überblickt man vorhegende Verba, so 
ergibt sich, daß offenbar das Bewußtsein von den darin liegenden 
Substantiven oi'/,og etc. das ol erhielt, weshalb man umgekehrt 
immer ojxsto findet. 

Für die Ptolemäerzeit s. Mayser 337 bezw. 338, wornach to das 
häufigere ist; nach Meisterh.^ 172 fällt das Augment bei oixoöo^elv 
schon im Attischen des III ^ fort; viele Beispiele gibt es aber in 
späterer Zeit auf ägvpt. Weih- und Bauinschriften; ich verweise noch 
auf Seymour de Ricci Bulletin epigr. de l'Egypte rom. Archiv II 431 
(Tiberius), 433 (Claudius), 437 (Domitian), 441 u. 442 (Antoninus Pius). 
Daß später die Schreibung w immer seltener ist, hängt auch damit 
zusammen, daß 01 in der Aussprache immer mehr = v wurde, so daß die 
besondere Bezeichnung des Augments fortfallen konnte, weshalb dann 
auch V geradezu geschrieben wurde, vergl. ävvyo(^6jur]a( bei Letronne, 
Recueil des inscriptions de l'Egypte I 49 {11^). Dieser Prozeß begann 
aber schon in der Ptolemäerzeit, wie dviiya) für dvotyoj P. Par. 50, 7 (160t) 
und umgekehrt loiuaväfxtvoi, = XvfUKvdfitvoc P. Grenf. I 17, 15 (c. 140^^) 
beweisen. Es spielt also auch hier wieder eine orthographische Frage 
herein. Sonst vergl. man auch Crönert 204, Schweizer 172, Hatzid. 69, 
oivoifiivoi steht auch Aen. Takt. 29, später noch bei Symm. Jer. 2538 u. 



B. Konjugation. 75 

50io nach Field im Auctariura, ofüjvtCovTo schon Xenoph. Hell. I 4, 12; 
V 4, 17. Das später häufige Vorkommen bezeugt Möris 208 oj^rjxvjg l4, 
oi^rjxwg 'E, vergl. Phryn. 153 für oixoöofj.^(j). 

Die Diphthonge av u. ev\ rjv für av steht regelmäßig bei 
avllKeiv, av^dvEiv, wie auch bei avyeLv Hi. 393; dagegen können 
die mit avzog zusammengesetzten Wörter av beibehalten: avxaq- 
yiTjaev Deut. 32 lo, avT0(.i6XrjO6v I Ma. 9 24, vielleicht auch mit A 
Jos. 10 1 u. -i, aber tjv II Kö. 38, lOiö. Für ev wm*de im Aug- 
ment r]v orthographisch konserviert, obgleich es seine selbständige 
Geltung längst eingebüßt hatte. Im einzelnen ergibt sich fol- 
gendes: evQia/Aü hat im Imperfekt meist ev, doch iqv Gen. 524, 
Ex. 1022; im Aorist Aktiv, sowie in den Perfektformen herrscht 
ev, ebenso im Aorist Passiv, bei letzterem aber liest man 7]v 
IV Kö. 20 13, Da. 826, 11 Chr. 193 nur in B. Bei evXoyelv steht 
nach B in der Regel ev, während A für r^v eine entschiedene 
Vorliebe zeigt; manchmal stimmen auch beide MS zusammen, 
so haben beide ev z. B. Gen. 474, beide i^i» 48i5, 11 Chr. 302?; 
meist ist es der Aorist; Imperfekt rivloyovv Da. 54 mid Tob. 1222 
in der Fassung von n; ev hat im Ganzen den Vorzug, was 
für schwankende Stellen ins Gewicht fällt und wohl daher kommt, 
daß die Zusammensetzung aus ev u. leyeiv immer noch gefühlt 
wurde. Das gleiche scheint bei ev6oy.e7v der Fall zu sein, wo ev 
die Regel ist; r^v steht IMa. I43 in A, Esth. 136 in B gegen 
An 7jv, Ev^vvco hat rjv Rieht. 4?, I Kö. 18 20 in B, v. 26 ev in 
A u. B; evlaßelad^at hat oft ev, doch iqv Sir. 265 nach iiA, 
IMa. 1240 in A; ebenso ist bei evq)Qaivü) ev das geläufige, doch 
rjv z. B. n Chr. 2936, Ps. 449, in A allein z. B. I Kö. 11 9. Da- 
gegen ist bei evxofiaL r^v regelmäßig, weshalb wohl auch Deut. 926 
riv^di.irjv mit A beibehalten werden kann, vergl. auch II Kö. 15i, 
Jon. 1 16. Von vereinzelten Fällen merke noch: evnoQiqoev Weish. 
10 10, rivoeßrioa IV Ma. 96, evd^r^vovoav Klag. I5, rivxaQLOtovv 
II Ma. 10 7. Diejenigen Verba, die nach ev einen kurzen Vokal haben, 
können diesen augmentieren : evrigaGTr^aa z. B. Gen. 522, Ps. 253, 
wie evr]QeoTOvv Ps. 34 14, evrjQyhTjGe Ps. 114?, aber eveoyhrioav 
Weish. 11 5, endhch ev7jyyelLO(x(.iv^v Ps. 399; bei evoöovv jedoch 
haben nur die Korrektoren von B einige Male w, so II Chr. 14?, 
Weish. 11 5, Jes. 48 15, im IMa. 3 6, 1436, 16 2 hat es der spätere 
Kodex V oder seine Korrektoren; sonst steht überall 0, cu sicher 
nur Da. 8 11 u. 12. 

Die Uberliefermig zeigt somit bei der Augmentierung von ev 



76 //. Wo rtlehre. 

ein buntes Bild; soviel erscheint jedoch sicher, daß diejenigen 
Verba, die wirklich mit dem Adverbium ev zusaiumengesetzt sind, 
7jv vermieden und dann die übrigen beeinflußten. 

Die Ptoleniäerpapyri bieten bis jetzt wenig Beispiele : r^voiaxtv 
P. Petr. II 21 Vers 3, 5 (IIIv), aber nmaxo^tv ib. 28, 10 (241 v), r^v^ö- 
xr]oug P, Lond. I pjj:. 4G, 6 (162v) dnrjvi^oxqactg P, Leid. P 3 (I^'); einiges 
aus späterer Zeit für fi u. t]v Crönert 205, wo auch Strabo, der beides 
bietet, bebandelt ist; für Inschriften, wo ev ziemlich herrscht, Nach- 
nianson 153, Schweizer 173; nach Meisterh.^ 171 kommt ijv seit 300 auf 
attischen Inschriften nicht mehr vor, was die allmähliche Herrschaft von 
{V in der Konrj bekundet. Dies veranlaßte Möris 129 zu der Behauptung 
r]i'^i(jut]v A, fv^äjurjv E, letzteres ist nicht so ohne weiteres richtig, wie 
eben die Papyri zeigen , vergl. auch Herod. II 789, 6 sq., wornach tv 
„xttTu xoivi]v Su'dixTov" jedenfalls immer mehr aufkam, so daß r]v im 
Neugr. schließlich schwand; rivQu u. a. sind spätere Neubildungen, s. 
Hatzid. 68 Anmerk. Das starke Überhandnehmen von ev zeigt auch das 
NT bei WS 12, 5 b, vergl. Keinhold 63. Selbst die Attizisten haben sehr 
oft 61-, s. Schmid III 34, IV 29 u. 591. Manches riv in den Handschriften 
späterer Autoren ist sicher gelehrtem Einfluß zuzuschreiben. Zu eihq- 
ytTtTv vergl. evtjnyirtjxccg Aristeas 44, evrjoyeTTjaag Symm. Ps. 11864, aber 
tCfQytTTjaag ein anderer Übersetzer Ps. 1418, s. auch Hiller Priene 105,46 
(c. 9v) tvfiQyixr]OfiV^ für evayyfUCouai vergl. auch Lobeck zu Phryn. 268. 

y) Temporales Augment iq tritt bisweilen ein für ei, das bei 
Verben wie IgyaLOfiat durch Kontraktion des syllabischen Aug- 
ments mid des anlautenden e nach Ausfall von ß oder o ent- 
standen war. Der späteren Zeit aber ging das Bewußtsein von 
dem ursprünglich anlautenden Konsonanten mehr und mehr ver- 
loren, weshalb sich IgyaCofAut u. ä. nach der großen Mehrzahl der 
anderen mit e anlautenden Verba richten konnten. So ist rj im 
Imperfekt und Aorist von egyaCo/^iac ganz gut bezeugt: Ex. 364 
rfQya^ovio Aß*, Hi. 34x2 r^QyaoavTO AB*n*, et C, vergl. Weish. 
148 nach AB* u. n, man kann auch aufnehmen Hi. 246 rjQyd- 
aavxo mit Bn, dagegen et im Aorist z. B. Ps. 73 12, Jes. 44 12 u. 15, 
wie in v.az. u. UegyaUo^ai z. B. Ez. 144, Ps. 3O20; im Perfekt 
steht immer et, auch /MTeiQyaa^rj Ex. 39 1. Von tX/.vco, wie es 
im Präsens für f Azw stets lautet, heißt der Aorist öfters €ily.voa, 
aber rj?./,voa nach An* Ps. 118 (119) 131, wie jetzt auch in den 
P. Amh. I pg. 35 aus dem 6. Jahrh. überlieferten Fragment 
dieses Psalms, ferner vielleicht mit A Neh. 9.30. Außerdem treten 
hinzu Ps. 105 30 i^^gipav v. l^tgrcco und rj'J^LOiiievr^v v. id^l'Cfo 
II Ma. 1430 (erst V el^.) 

Zu ^oydCofiui s. besonders Crönert 203 sq., für Inschriften Meisterh.'' 
171, wonach ;; im Attischen schon ziemlich frühe auftritt, Schweizer 



B. Konjugation. 77 

170 sq. Aus den Ptolemäerpapyri vergl. nan bis jetzt P. Par. 22, 8 
(c, 165 v) awrjoyäaaTo, ferner verweise ich auf die Inschrift von Sestos 
D I 339, 12, wo xarrjoydaaTo zu lesen ist, s. noch Kretschraer Vasen- 
inschriften 197. Später ist dann rj auch aufs Perfekt und Plusquam- 
perfekt übergegangen, s. yjQyaao bei Wilcken Ostraka II Nr. 1043 — 1047, 
vergl. dazu Band I 261. Zu ^Axt-a« stellt sich y.afhrjlxov (Iv) bei Meisterh.^ 
171, s. auch Keinhold 67, der in solchen Fällen nur graphische Variante 
annehmen will; zu riS^io.fiivr]v s. Meyer^ 558 und wohl auch riOiafxh'tDV 
Aristeas 105. r] war auch dorisch schon in früher Zeit, s. KB I 2, 14, 
wie jetzt auch /j'/oj^ = t'i^^ov bei Epicharm P. Hib. I 1, 10 (280 — 240^). 
"jlaaE = ftVff« bietet Hiller Prione 113, 35 (c. 80 v). 

e) Doppeltes Augment: 

a) Doppeltes syllabisches Augment findet sich in einigen De- 
kompositis; so ist stehend arct'/.aTtöiriöav Gen. 23 16, 40 21, Jer. 238, 
a/cs/MTsoTri Ex. 4?, 14?, aber a7coy,aTeGid0^i] Da. 433 u. 34, vergl. 
ferner jcagE/Mied^eio Jer. 47?, 48 10, wie naQS/MTeTiO^ef^riv II Ma. 
925 (erst V läßt das erste € weg), diSTvaQSTrjQOvvTO II Kö. 3 30, 

TlQOOE/MTtTELVOV IV Ma. 9 19 Uach N (A 7CQ0OE7trAaTt'UUV0v), 

dazu tritt noch an einer Stelle, die sich überhaupt nur in 
A findet, Rieht. 18 9 heTZEQiETiaxriöafxev^ es kann auch ticxqegvvb- 
ßlijS^rj Ps. 48 13 u. 21 mit A m^sprünglich sein. Doppeltes Aug- 
ment findet man ferner bei 7^vei%ovto III Ma. I22, aber avloxovxo 
IV Ma. 1327, ferner bei r^vwyXiqd^riv v. evo^kElv I Kö. 30 13, öfter 
noch bei jcaQEvoxkElv z. B. Rieht. 14 17, Mich. 63; dvoQ&6(o und 
i/tavog^ow haben bei den LXX nur einfaches Augment, wobei 
allerdings oft für w geschrieben ist (s. Seite 74), doch vergl. 
iTiavcoQ&cod^ri II Ma. 5 20. Doppelt redupliziert ist sodann das 
Perfekt y,E'/,aT7]QafAaL v. 'Äazagdof-iai, dessen Simplex fast ver- 
schollen war, Num. 226, 249, Deut. 21 23 (B hat hier sogar /.EAara- 
gai^ievog), Sir. 3i6, doch IV Kö. 934 y,aTrJQa[.iai. 

Zu ctTTf-xar^aTTjacc vergl. ccriexaTsaTdaa/ueg schon auf den Herakleischen 
Tafeln, worauf öfters hingewiesen wurde z. B. von Hatzid. 65, anderes 
s. bei WS 12, 7, Nachmanson 153, ich trage nach Latyschev I 41, Archiv 
II 436 (Titus), ferner dntxcataTu^r] Bulletin de la soc. arch, d'Alex. 1902, 
44 (Vespasian), sonst Pseudo-Kall. I 9, Malalas 485 und dnexa&iarwi' ein 
Übersetzer III Kö. 1428; für andere Verba derart vergl. besonders Crönert 
207. Zu avs/o^tti s. Möris 130: i^vea/tjo l4, dv^a/ivo 'E, womit die Papyri 
nicht stimmen, s. Crönert 207, vergl. auch Keinhold 68, doch speziell für 
dvea/ero WS 12, 7. llvoQd-ouv und Ivo/lHf behandelt ausführlich Crönert 
207 sq. ; s. noch rjvut/krjaai P. Amh. II 37 (c. 180^'), aber Ivca/Xi^aa/Litv 
I Kö. 25? Symm. Zum Perfekt von xaraoaüiuat vergl. Henoch 22, 11 xarrj- 
ga^ivüiv, aber 27, /l xExairioafxevoig. Bei den LXX lautet indes der Aorist 
xaTrjoaadfj.r}v Ps. 1516 und Neh. 1325 (nur B ixaTaQaadf^rjv). 



78 //. Wortlehre. 

ß) Ein besonderes Interesse beansprucht ogaco, in dessen 
Perfekt man das temporale Iinienaugment als unnötig oft fallen 
ließ. '^E(üQa/M ist allerdings noch häufig, aber eogayia ist sehr 
s^ut bezeucht und öfters nur durch die Korrektoren von B in 
fioga/ia verändert, so in den Königsbüchern IKö. 16 1 u. is, 229, 
24ii, 28i3. II Kö. 18u, III Kö. 21i3, ferner Jos. 233, Ez. 812, 
Sir. 1(>5 u. 4331 in AB*nC, Jes. 2925 in AB*n, wie Hi. 192? 
AB*N, C kü. Andere Stellen für fo sind mitunter nur ganz 
schwach bezeugt z. B. Jer. I12, 23 u, 37 6 luu' durch Q, während 
gerade in diesem Propheten ftüQa7,a sicher steht 1327, 51 2, vergl. 
Bar. 424. Im Perfekt Med. hat fo keine Gewähr, so Lev. 1435 
nur F fogarai. Rieht. 1930 in B (A liest hier (V)(pd^ri), auch fOQwv 
findet man nur in A Ex. 33 10, IV Kö. 2 12; (OQa/.a endlich, also 
nur temporales Augment, liest man, möglicherweise ursprünglich, 
Lev. 5i in B; vergl. oben tüqowqiouyiv. 

'EoQctxa war schon frühe volkstümlich, weshalb auch die attische 
Komödie davon Gebrauch macht, s. KB I 2, 504. s. jetzt noch z. B. 
metrisch bezeugt aus dem KoXa^ Menanders P. Oxy. III pg. 22, 57 
eoQaxag, wohl auch bei Plato und Xenophon s, Crönert 272 sq., der am 
ausführlichsten über iÖQuxa, ujQaxcc, kÖQOiv etc. handelt. In den Ptolemäer- 
papyri sind bis jetzt nur Formen mit Iw nachweisbar, doch steht 
wenigstens auf einer Inschrift Archiv III 132 (Berenike III oder IV) 
avvioQ(i}f2tv\ ferner bietet jetzt Hiller Priene 37, 25 (II v) IqtoQafiiva. 
Für spätere Zeit trage ich noch nach koQax^v P. Oxy. III 471, 56 u. 60 
(II n), wie 74 iooax^vttt u. ioQnxag Archiv III 107 Kol. II 9 (um 400»), v(f'8o- 
QÜTo "Wessely, Corpus Papyr. Hermop. I 21, sonst vergl. z. B. Schmid 
III 42, Fritz 46, für das NT ausführlich WH Append. 161 sq. 'EÖQaxa 
kommt, wie eben Crönert zeigt, so oft vor, daß man an spontane Quan- 
titätsschwankung nicht denken kann , was man natürlich für iovrjfi^vovg 
P. Oxy. II 252, 6 (20n) annehmen muß, da das Präsens schon w hat. 

y) Schließlich kommt noch avoiyto in Betracht, das sogar 
dreifaches Augment haben kann : T^veojxS-rjOav Gen. 7 11, Da. 7 10, 
Jes. 2428 mit An, r^vei^ß^s Gen. 86, IIIMa. 618, rjveipyfxevtjv Jos. 
817, wie wohl auch rivto>y{.Uvovq IIIKö. 829 mit B, während A 
av£(ißyufvovg hat, außerdem Hi. 3132 r^vlor/^to mit A«C gegen 
uveojyiTO in B; zweifaches inneres Augment ist wie im Attischen 
allerdings auch öfters vorhanden vergl. aveto^ev Gen. 21 19, dveoty- 
fÄtvog Ps. 09, s. n Chr. 293, Neh. Ig etc., noch häufiger steht das 
im Attischen sehr seltene einfache Augment, so rjvot^a rivoi%^riv 
z. B. Gen. 293, Ps. 42 20, 108 1; bei öiavolyo) ist überhaupt nur ein- 
faches Augment zugelassen. 

Vergl. P. Petr. II 31, la, 7 und 2a, 5 dvtojy^^vai, ebenda la, 12 



B. Konjugation. 79 

i^vq)Cc(/ü8v (III v) 'T'lso mit zweil'achem temporalem Au<?raent, was sonst nicht 
nachgewiesen zu sein scheint. Für dreifaches Augment vergl. WS 12, 7, 
Keinhold 69, i^v((o^y9rjaav Test. Lev. 2, r^v^ioxro noch bei Anna Komnena I 
75, 10. Einfaches Augment ri steht schon Xenoplion Hell. I 1, 2; 5, 13; 
6, 21, vergl. Hero 1 414, 2, später immer häufiger (auch neugr.) s. noch 
Test. Lev. 5, Juda 7 u. 9, BGU I 326 Kol. II 10 (194n), Eunapius 166, 
heil. Theod. 37, Symm. Ps. 65 14, Aquila Hohel. 7i2, Jes, 4220 hat Symm. 
dvfipyfjh'ce, die LXX aber rivoiy^iva; s. noch Fritz 48, Schmid I 230, 
II 28, TU 42. 

f) Augment und Reduplikation in Kompositen: 
Die Komposita haben wie gewöhnlich Augment und Redu- 
phkation hinter der Präposition. Im allgemeinen folgen dieser Regel 
auch die Derivata von bereits zusammengesetzten Wörtern, wobei 
ein entsprechendes Simplex fehlt; man vergl. Verba wie üttojitevcüj 
ovvBQyiiü, iveÖQSiiüj i/,ör/,tü), 7tQO(j.axho etc. Deshalb braucht 
auch '/MTr^yogeiv keine besondere Augmentierung, wie i^ovaiaCsiv. 
Dagegen heißt es ETtagoifiiaLsv IV Ma. 18 le, das Bewußtsein von 
einer Zusammensetzung war hier erloschen; nicht hierher gehört 
TcuQQiqöLaCeoiyaij das WS 12, 6 beizieht vergl. Ps. 98 1 s^aQQij- 
oidoaTo, denn es liegt hier gar keine Präposition, sondern Ttav 
vor. Andere Wörter schwanken, so heißt es Jes. 448 rjviüTioaGO^e 
V. tvwiiLeod^ai, aber tvtüiioaio Jer. 238 und IvwzLoavvo Neh. 930 
mit Am, B ^vco., ferner rjiv/cvLaodjLtriv v. evvTtnd^taO^ac Jer. 2325 
mit Ba, gegen ev. in A, was allerdings sonst oft erscheint. So- 
daim liest man häufig E/cQoq)7JTevGe vergl. z. B. Jer. 28, 206, 
339. 11 u. 20, 358, wie noch öfter in diesem Propheten u. sonst; 
aber A hat auch verschiedentlich das Augment hinter der Prä- 
position, z. B. IKö. 10 10, 18 10, 1921, III Kö. 22 12, auch in B 
Sir. 4620, so steht auch in A Ttgoevöi^evoa Num. 31 9, Deut. 235, 
vergl. auch TtgoefxdxriGS Weish. 18 21, aber iTVQOvöfxevoa in A u. 
B Deut. 3?, Jos. 11 u etc.; so auch 7tercQOvoi.iEV(xlvog Jes. 4222. 
In der Ptolemäerzeit waren wohl beide Formen vorhanden. AVir 
werden die Fälle mit Innenaugment in A schon deshalb nicht 
verwerfen, weil die spätere Zeit gerade mehr zur Vorsetzung des 
Augments neigt. Schließlich sind noch folgende Einzelheiten zu 
merken: ÖLaitdo) wurde, obwohl es mit öid nichts zu tun hat, als 
Kompositum behandelt, so öirjTtüVTO Hi. 30? öi^TriGsv TV Msi. 2 17, 
4 19 steht mit Doppelaugment e^eöit^vtjGev; ferner wird als Kom- 
positum aufgefaßt syyvdw in iveyvrJGw Sprü. 63, während um- 
gekehrt ETTeQiGGEVGs Ecc. 3 19 u. I Ma. 330 (in dem Zusatz bei n) 
regelrecht ist; zu TtaQavofÄSCü heißt das Imperfekt Ps. 118 21 (die 



80 //. Wortlekre. 

Stelle hat nur A) jtagr^vofAOvv , als ob das Wort von itaga 
und avof.ittü käme. Anderwärts steht das Augment vor der Prä- 
position, wenn das Simplex zwar existierte, aber außer Gebrauch 
war; so heißt es, wie im Attischen, t/Md^evöov, 1'A.dd^iaa, k/,ad^7JiLirjV, 
evLaO^riTO (nicht mehr /Md^ijaro), doch a7cr(VTrjaa^ VTrt^vrrioa, ob- 
wohl avicao verschollen war; vergl. daini noch i/Mf-ifiiGav v. ym/h- 
ui(o = /Miau reo Jes. (ho, w^o man infolge der Apokope die Prä- 
position nicht mehr fühlte. Die Präposition wird auch augmentiert 
in ijq^ietg v. aqir]fUL Sus. 53, wo man jedoch wohl Länge des i, 
also Doppelaugment aimehmen muß. '^vaXioy.(x) endlich hat stets 
das Innenaugment r^, aber y,aTavaXiG7,ov steht Jer. 27?, wo nur 
die Emendatoren v. B u. h, sowie der Kodex Q y.aTavT]liay,ov 
bieten; ferner kommt, da das Wort schließlich als Kompositum 
nicht mehr gefühlt wurde, AaTr^vdXwoe Jer. 324 vor, aber imr in n, 
vergl. y.aTr]va?.cüd^r] Jes. 59 14, nur B*^* 

Zu 7Too((fr,T€van etc. vergl. ngofaraTTjaE auf einer Inschrift (II oder 
IIP) Archiv III 134, ferner tiqo&t^qow bei Diodor neben Ittqot^qow bei 
Polybius, s. La Roche, Wiener Stud. 21, 32, wo man noch weitere Parallelen 
findet. Das NT hat nach WS 12, 6 nur InQü^r^maa; Test, des Sim. 3 
steht TTQoi., aber Da. 7 ingo., vergl. noch Reinhold 68, Schmidt de Jos. 
442; s. Inoo^ivH Aristophanes Frg. 775 bei Kock I, sonst attisch jiqov'^vh. 
Zu weiteren Einzelheiten bemerke ich: rivaniaaTo steht bei Aquila Ecc. 
129, aber iroüTtacao bei einem anderen Übersetzer Deut. l45, rivvnvu'io(hriv 
nach Bs Theod. Da. 2i u. 3; zum Augment von (^utndoj vergl. aus späterer 
Zeit Iv^irjTicro bei Philo (I) de opif. mundi 142, wie 161 lv6irjTT],9ri, ferner 
ixSfi^iriTrjuh'rj Bari, und Joas. 8; zu lyyvdu} s. Mayser 343, vergl. noch 
P. Hib. I 48 (255/54^) fhrjyyvrjiu^vüjv, aber 92, 14 (263/62 v) Iviyvrjaiv, 
iyyfyvfja^cu P. Vit. I 8, 4 (136— 138 n), ivyeyvrj^aL P. Oxy. II 259, 7 (23 n), 
fveyvriaaTo Theod. Sprii. 20i6, wie27i3 Aquila, Symm.. u. Theod.; niotaaeva) 
hat Innenaugment z. B. Da. 10 13 Aquila nfoieaafv&rjv, wie Rieht Is ein 
anderer Übersetzer, Phryn. 28 warnt vor solchen Formen. Zu Ixci/n^vaccv 
vergl. auch Phryn. 339 u. Thumb 64; zu 7](fi6ig vergl. KB I 2, 214, wo- 
nach diese Augmentierung schon attisch ist, deshalb später auch bei Atti- 
zisten s. Schmid IV 593, bei Reitzenstein 394 heißt es sogar i^ifitaav • ovx 
dqdaav, s. noch WS 12, 6; zu xarrivcÜM&r] vergl. noch xaTrjvdlcoas Symm. 
Ps. 68 10, riv{tla),7i]v schon Hippokrates, s. Smyth 581. Im allgemeinen 
findet sich später oft das Augment vor der Präposition, wie auch viel- 
fach im Neugr., vergl. Hatzid. 65 sq., Dieterich 211, Reinhold 69^ wobei 
das Innenaugment auch stehen blieb, wie mitunter durch den Einfluß 
späterer Zeit in unsern MS, vergl. ^awi&tro I Ma. 1527 A, löukvaafjiv 
Neh. l7 K, l^i^xQivt Hi. 23 lo s *, vergl. noch Index zu Dukas und Kananos 
unter Flexio Verborum. 

Ich trage noch nach ^xxlrjauil^üj, von dem mit irrtümlicher Ver- 
doppelung des X der Aorist f^fxxlrjaiuaa lautet Lev. 84, III Kö. 1221, so 



B. Konjugation. 81 

auch wohl mit A I Chr. 135 l^ocxltjataas, Bs lxxky]a£(ca€; attisch kommt 
auch rixxXr]oic(ac( vor. Irrtiimlieho Verdoppelung- des Konsonanten findet 
sich z. B. aucli sonst in Formen wie heyyvriaav s. Crönert, Wiener Stud. 
21, 68. 

k) Folgende Einzelheiten sind endlich auf dem Gebiet der 

Reduplikation zu erwähnen: Die sogenannte att. Reduplikation 

steht oft in cr/Jf/.oa, eX^lvd^a, Ojii(üf.ioy.ay OTtoXioXa, dTtolcüXsyia^ 

evrivoxa^ ev^vsyfiai, eyQY/oqa nur Jer. Ii2, 5127, neu ist ayroya 

von ayo) z. B. Gen. 4632, Lev. 10i9, Sir. 243; dagegen neigen 

zum allgemeinen Typus iXavvco u. aXeicpco, so ovvTJXaoro II Ma. 

42G, 7jlei{.i{.isvoL Num. Ss; ferner ist zu ])emerken, daß flu* iöriöoy.a, 

sötjöeofiai [UßQiü/M u. ße^jQtof.iai eintreten. Im Plusquamperfekt 

endlich fehlt das Augment oft in ilriXv&eiv, ferner in ay,ri/,6eiv 

I Kö. 1427. €1 im Perfekt der Komposita von Myco ist nicht 

erhalten, sondern der allgemeine Typus der Reduplikation ist hier 

durchgediiingen : ovveXllev.TO Jud. 4i3, 87tLXiXEy(.iaL IMa. 12 4i, 

Tob. l4, txAf'AsxTfft IKö. 10 u; so steht auch füi' elXrixtoq das 

ionische XeXoyy^cog III Ma. 6 1, während andererseits eLQri'/M und 

eih~(pa sehr häufig sind. Anlautendes q redupliziert bisweilen: 

in A Jud. 6 13 qsQi(.if.dvog, Bt< bqq.^ wie Jer. 43 so, in ß Tob. li? 

u. Jud. 14 15. Bei ßeßtjloco unterbleibt des Wohlklanges wegen 

eine weitere Reduplikation vergl. Lev. 2l7U. i4, IMa. Ssi, 444. 

Mvr^OTSuoi-iaL redupliziert w^ie f.ief.ivrii.iaiy vergl. (xs(.iv^OT£VTai Deut. 

207, 2225. 27 u. 28, iiuT Vers 23 hat A e[.iv. 

Zu späteren Perfekten wie lö^oo^ai,, üovy^uai, rjQstxa, riQEia^ai, vor- 
christlich und sonst, s. La Eoche Wiener Stud. 21, 33, Schmidt 470, Loheck 
zu Phrjn. 31, ^jlccauca schon Aeneas Takt. 31, ojQuxTac bei Möris 202 als 
hellenistisch bezeichnet, s. noch riveyfxat bei Reinhold 67, bei den späteren 
Übersetzern: tiIh/liucu Aquil. Ps. 8839, II Kö. 1 2i, Ps. 278 (Auctarium bei 
Field pg, 13), Da. 926, in^QstOfXKc Symra. Jes. 263, yMTriXaa^ca Aquil. Jes. 28 1, 
7]ntiGficu und lüov/a auf Ptolemäerpap. Mayser 339. Für den Wegfall des 
Augments im Plusquamperfekt vergl. auch P. Par. 13, 8 (157 v) nQoaevrj- 
v€XTo; ZU {(yrjo/cc, eigentlich clyriyoxci, oft dy£io/a geschrieben s. Meyer^ 
627, Schweizer 171, Crönert 243, als hellenistisch gegenüber -^/a bezeugt 
bei Möris 109. Was die Komposita von Xeyto betrifft, so steht XE'Uyfiat 
schon im Ionischen, s. Smyth 583, 6, aber auch Xenoph. Hell. I, 6, 16, 
Cyrop. III 3, 41, sodann Aen. Takt. 38, P. Petr. II 40, 16 (III v), P. Tor. I 
34, 25; 42, 1 (116 y), für das Nebeneinander ist bezeichnend ixXeXey/uirog 
Hohel. 5 10 Aquila, derselbe hat aber mit Theod. Zeph. 39 i^edsyfzivov; 
Phryn. 111 gebraucht selbst y.ccTccXeXiyfxsva; Reitzenstein 395 heißt es 
GvvsiXoya- ov avXXeXo/K- nach KB I 2, 25 stünde u bei X^yaj im Att. in 
der Bedeutung »sammeln«, sonst auch XeX. AiXoyy_a mag als lonismus 
gelten, wird aber doch schon frühe ins Attische eingedrungen sein, vergl. 

Hei hing, Septuaginla-Gramm. 6 



82 II. Wortlehre. 

auch Aeneas Takt. 18, sodaun Hero III 140, 10, P. Arah. II 99b, 11 (179 «), 
P. Oxy. III 503, 20 (118n\ P. Vit. I 50, I 3 (268n), P. Leipz. I 26, 7 (IVn), 
s. auch Schmid I 232 und Schmidt 409. Zu redupliziertem ^, das 
in der Tat erst später wieder aufgekommen zu sein scheint, nachdem 
es im louischen möglich gewesen war (s. schon (ttQvnwfx^vn bei Hom. Od. 
6, 59 u. Hippokrates bei Smyth 477), vergl. Crönert 206, Lobeck Paralip. 
13, WS 12, 8. Reinhold 67, Jannaris 738 sq., s. auch Herodiau II 789, 44 sq. 
u. Möris 339, wo ohQ^vxi verworfen wird; die Ptolemäerpapyri bieten bis 
jetzt nur (insQQrcf^ai P. Magd. I 29, 11 (III v), (QQifxai P. Petr. LI 19, 2, 3 
(246"»); bei Hero I 160, 4 scheint IxQfoevxcJg vorlianden zu sein. Zu 
ßißtjXoüj vergl. noch /S6/^;;Aw^uij'o? Aquila Ru. Ii2 u. Jes. 535; zu /je/uv^arev- 
um s. WS 12, 8, Reinhold 67. 

3. Bildung emzelner Tempora. 

a) Präsensbilduiigen. 

Von Perfekten sind gebildet yQi^yoqeco Neh. 73, Jer. 56 etc.; 
oir^v.io = stehen, doch nur m A und wohl erst späteren Ur- 
sprungs, S. Ex. 14 13 B GTT^TE, A OTiqAETE^ VCrgl. Ricllt. 162G, 

m Kö. Sil, wie TcagaOTi^KELV Num. 72, Rieht. 3i9, III Kö. 10 8, 
wo B das Perfekt hat; TtETtoid^elv Hi. 3124, wie Rieht. 926 m A, 
B illnioav^ vergl. Zeph. 32 in A, aber Bt< iTtenoi^eL. Öfters 
erscheinen auch Präsentia auf ew neben solchen auf w, so qutTto) 
in Kompositen, wie ÖLUQQLTcxovvTai Hi. 41 lo, auch wohl mit B 
7C(XQaoL7iielod^aL Ps. 83 ii, vereinzelt r^xpovv Num. 11 8 von 6(//£w = 
f 1//W, entstanden unter dem Einfluß der übrigen Tempora, Iy,7cie- 
tovvTEg Ez. 2229, q)vr^oovot = (fvoovoi Jes. 37 3i, vergl. duoAvüv 
rVMa. 15 17, aber -aielv Jes. 59 13, wo Vers 4 -/.vovoi wohl zu 
akzentuieren ist, obgleich v.vovol möglich wäre; uagTigeoiLiaL und 
uaQi'ooLiaL sind der Bedeutung nach an sich auseinanderzulialten ; 
ersteres fungiert als Passiv zu i-iaQTVQeoj, letzteres ist Medium 
namentlich in den Kompositis iTVt- und öiaiAaQTuQEoO^ai = be- 
zeugen oder bisweilen = zu Zeugen annifen vergl. Jer. 39iou. 35; 
doch erscheint auch in medialer Bedeutung dLai.i£fAaQzvQr^i.iaL = 
ich habe bezeugt Ex. 1923; denn die Perfektformen von fxaQivQO- 
(xuL waren offenbar nicht gebräuchlich; für iTXLiÄElofxai heißt es 
stets tTtLLiE/.lofxuL, so ist auch Sprü. 2725 tTtijuEXov zu akzentuieren 
und I Ma. 11. 37 mit A ETTif^ElETod^E gegen tTtLi^dlEodE in N zu 
schreiben. Sonst sind noch folgende Präsentia zu merken: Für 
uXko steht a'lr^d^oj z. B. Xum. 11 8, doch -/.aTaXtu) Ex. 3220, Da. 
234, ähnlich heißt es vi]^(x) für vlio, s. Ex. 3525, daher Perf. Passiv 
vlvriGuai oft Ex. 35sq. ; füi' vit(x) tritt viTttw ein z. B. IlChr. 46, 



B. Konjugation. 83 

oft Aorist Iviilia; y.vliw für v.vXivdlw z. B. Am. 2 13, Zach. 9 ig; 
av^io für av^dvcü oft, letzteres nur Gen. .'iOii, Sir. 438; ßagsw für 
ßaqvvü) Ex. 7 14, 11 Ma. 139 (Perf. Pass.); ßXaoctovxa Ecc. 26 weist 
auf ßXaöxdio für ßlaGTccvco ; für qxxu) u. cpaivo) tritt cpavo^co ein in 
dta- u. e7tLcpavo/.w, Aorist öUcpavoa z.B. ELKö. 232; das Präsens 
'AQvßcü gebildet aus dem Aorist tytQvßrjv findet mau IV Kö. 11 3 
'/.{)vß6(.iEvog, sonst nur in A, wo B anderen AVortlaut bietet, I Kö. 
2323, I Chr. 21 20; O'^iTirof-iaL u. t7itG/j7ccoi.iaL nach den übrigen 
Tempora gebildet tritt im Medium meist für ax.07tt0(xai u. i7Lia/,o- 
7ito(.icxL ein, im Aktiv steht aber o^OjCelv Esth. 813, II Ma. 45 
u. öfter STviGKOTtelv; aQ/iwLw nicht ccqilicttiü z. B. Sprü. 830, 
II Ma. 1422, stets acpaLw u. '/.araocpaLM trotz toq)a^ay ioq^dyvv, 
z. B. Lev. 420, Zach. 11 5; für das häufige dvalloxio kommt nur 
einmal Epist. Jer. 9 dvaXoto vor in xatavalovoi, wo aber A das 
Futurum hat; neben sad^iw erscheint etwas weniger oft besonders 
im Particip tod^w, wohl auch Sir. 242 mit A m, während B iod^l- 
ovieg hat, vergl. Klagel. 45, doch auch tod^sTE Lev. 1926, tG&riTe 
Num. 15 19, tG&ETai Deut. I222; dvo^ai nur Ps. 34i3 in iveövo/nriVy 
sonst övvoj und in der Bedeutung auskleiden oft ey.öidvGKtü wie 
umgekehrt tvÖLÖiG-Äecv; aTioKztvvw tritt für dTio/.Teiva) ein — 
beide Formen gehen auf a7to'/.ttvjoj zm'ück — II Kö. 4 12, IV Kö. 
1725, Ps. 7734, Hab. I17, Jes. 663, Weish. 16 14, m Ma. 7 4 und 
noch einige Male im Tobias nach der Fassmig von ^«; dagegen 
haften dva- u. ÖLaßlvvco = ßalvw fast nur an A und sind 
späteren Ursprungs, z. B. Deut. 021, 426, Gen. I3 nur in B; für 
Xecü steht x^^^ hi drcexvve III Kö. 2235, gebildet aus dem Stamme 
XV, der vom Perfekt an herrscht, nach Art von tvIvvco ; sonst vergl. 
noch dvoiyco stets für ctvoiyvvfxi, ^sXm stets für sd^eXo), letzteres 
in augmentierten Formen, s. auch Seite 14, daher '^d^e^Ga, aber 
^neder ^eXt^Gag d^eXrjGr^g etc., qt^ggco flu* Qr]yvv(j.L III Kö. 11 6I, 
l-iiGyio für (.ilyi'VfXL z. B. Hos. 42, II Ma. 14 14, eXy,a) im Präsens 
z. B. Ecc. lö, öfters in B Rieht. 20 2 sq.. wo A aTtaGd^ai einsetzt, 
in den Tempora ist nur eXavu) zugelassen; neTaixai für TttTOfxai 
Deut. 4i7, Sprü. 262, aber Jes. 62 und 60 8 nur in A, 1429 nur 
in B gegen Ttixojxai in Bn bezw. An, was sonst c. 10 mal vor- 
kommt, anderwärts in Kompositis 'iTtzaj.iaij so Jes. 16 2, Sprü. 7 10, 
Epist. Jer. 22 ; sehr wahrscheinlich ist ferner im Hinblick auf die 
PtolemäerpapjTi , sowie in Anbetracht des Konjunktivs övv(i)(j.ai 
das Präsens övvofxaL in B Jes. 2820, in n* 59 14; in A IV Ma. 2 20. 
Anderes wie TreraCw für 7tET(xvvv(A.Ly '/.QefA.aC(x) für y.Qs^dvvvinij 

6* 



84 II Wortlehre. 

neigaZtü iür 7i;£iQd(ü s. unter Wortbilduiigslehre; ^Giaw, Ttiitirldto, 

iXedcü 11. ileko u. ii. s. unter den Verben auf f.u und den Kon- 

ti'akta. 

Für fast alle obeugenaimten Präsentia ist WS 13, 2 mit Anm., 
ferner § 15 unter den einzelnen Verben, wie aueli Yeitch zu vergleichen. 
Im einzelnen bemerke ich noch folgendes: zu. yQijyoQio, das jedenfalls seit 
Aristoteles sicher vorkommt (s. Bonitz), vergl. auch Sturz 137, wie Ps. Sal. 
3, 2, Theod. Da. 9i4 und Roinhold 71, wo auch das schon polybianische 
aTt}x(ü behandelt ist, s. noch Aquila u. Theod. Jos. 10i9, wo die LXX 
iarrjxaje haben; für (nriTiio (attisch oft mit iterativem oder intensivem 
Sinn) und TittC^o) s. Crönert 224, letzteres auch belegt bei Lobeck Paral. 559, 
uiTJT^o) auch Theod. Da. 9i8 u. 20 und bei allen 3 Übersetzern Jer. 3623 
(Field, Auctarium) lonimei, während die LXX hier (qqitits bieten; xviüj, 
später (s. Lobeck 1. 1.) häufiger als xvüj, z. B. noch Philo (I) leg. alleg. I 15, 
Aquil. Ps. 7 15, Symm. Ps. 50?, Tatian 9 u. 35, Aristid. Apologie 16, für 
<fvs(ü neben (fiu spricht auch (fvrj^a neben ffv/u^cc bei Hippokrates; iip^u 
Aristid. Apol. 14, vergl. heil. Theod. 27; zu lniuiXofj.ia und InijuslfojLica 
Crönert 223, s. auch Möris 109, der geradezu behauptet: incuf'Xov na^o- 
^uTÖrcog 14, nEOLOTKüuivwg 'E; dXri&Hv Agatharch. 26, cf. Sturz 145 und 
den Antiatt. 78 (tXi]d^eiv ovx dXfTv, wie 109 vrjd^nv, ov fnüvov vhv; zu 
riTiTiü u. rt'Cw Cobet 251, der Grammatiker bei Reitzenstein 393 sagt: 
iviTtri xa\ ivt^f.v' ixarioiüg igsig ; av^cj belegt u. a. aus der Kocvri Schweizer 
175, es steht aber schon bei Pindar und bei den Tragikern; zu ßagiu), 
das früher fast nur im Partizip Perf. Passiv (so auch Plato Symp. 203 B) 
vorkam, s. jetzt auch Melcher, de serm. Epicteteo, Dissert. phil. Hai. 
XVII 1, pg. 12; xQvßcj Reinhold 72, Dieterich Abraxas 194, 21, wie noch 
Aquila u. Symm., Jes. 818; ax^nro/uca s. Reinhold 100, Melcher 16, auch 
Hero I 320, 13; ctQuöCw Schweizer 176, auch P. Vit. I 55, 17 (c. 90ii) und 
Mayser 350; Oi^ctTTto u. oi^ctLOi Dieterich 233; dnoxTewoj Reinhold 72; zu 
dno/vvo) vergl. Ix/vvoj Hero I 310, 1, Henoch 9, 1, für clvoiya) kommt 
jetzt in Betracht Reitzenstein 392 clvoiyvvovaiv • ovx dvotyovaiv; für 
^rjoacü s. Reinhold 72, ferner Lykophr. 1416, Symm. Ps. 140?, Aristid. 
Apolog. 42 ; fiiayoi (ionisch) ist für fj-iyw/uc bereits bei Thukydides, Plato 
und Xenophon vorhanden , s. Mayser 23 u. 91, wo man auch Beispiele 
aus den Ptolemäerpapyri, sowie andere Literatur findet, vergl. noch Int- 
juiüy6u8i'oi Aristeas 139 u. 152; zum Verhältnis von ?Axeü u. iXxvio in den 
Tempora vergl. Reitzenstein 393 'iX^ai- ov/ iXxvaac, s. Möris 99; n^Ta/uKi. 
seit Aristoteles, von Möris 229 als hellenistisch bezeugt; ^vvo/uai s. Diete- 
rich 222 sq. und Deissmann NB 21. 

b) Futurum und Aorist I und II Aktiv und Medium. 

a) Für das Futmiim und den sigmatischon Aorist gemeinsam 
ist zu merken, daß einige Verba auf Cw zwischen t- u. k-Stamm 
schwanken. Dabei beachte man, daß ein solches Schwanken 
schon bei Homer vorkommt, und daß die Gleichlieit der Präsentia 
(vergl. att. olfxoj^w, olf^w^o^aif aber z. B. ovo/xd^io, ovofAdaw) 



B. KonjtKjation. 85 

Übergriffe von einem Gebiet in das andere stets ermöglicbten, 
was dem Wesen der KoLvrj durchaus entspricht. So ist ßaordCco 
t-Stamm IV Kö. 18i4 ßaardoto, Rieht. I63 dvsßdozaoev , aber 
k-Stamm Rieht. I63 eßdoia^av, Sir. 625 ßdota^ov, wie Futm* 
Passiv Hi. 28 16 u. 19, misicher ist Ruth 2i6 B oaze, A ^aze; da 
das eine wie das andere sowolil vorchi^istKch wie nachchristhch 
möghch ist, so ist eine direkte Entscheidung ausgeschlossen; wir 
werden schheßHch dem älteren Kodex folgen. Auch öttiqiZo) ist 
bald k- bald t-Stamm: Perfekt Passiv eovTJQiyfxaL (oft Partizipium) 
z. E. Gen. 28 12, Ps. 110 8, Jes. 2225, seltener laTriQLOi-iai Lev. 
1355, IKö. 26 19, IV Ma. 175, wohl auch I Ma. 2 17 mit n ioxri- 
QLOf.itvog wähi'end A mit iazriQLyf^ivog ins gewöhnliche und später 
fast allein herrschende auswich. Das Perfekt Aktiv eoz^Qtyia 
Jer. 21 20 weist auf den t-Stamm, der Aorist Akt. ioTTJgi^a Da. 
728 wieder auf den k-Stamm, während es sonst c. 25 mal eozi^gioa 
heißt, wie auch das Futurum (s. die Verba auf i^co) stets t-Stamm 
ist. Aorist Passiv eazriQr/ßriv IV Kö. 18 21, Sir. 24 10, 43 17, wohl 
auch IMa. 249 mit A gegen lod^iq in B, ebenso Sir. 3932 mit 
ABC gegen t<, dagegen GTriQLoO^rjaezat mit AnC Sir. 15 4 gegen 
x0^r^Gezai in B. Also ergibt sich, daß Futurmn und Aorist Akt. 
u. Med., sowie Perfekt Akt. u. Futur Passiv t-Stamm sind, wäh- 
rend das Perfekt Passiv u. Aorist Pass. den k-Stamm entschieden 
bevorzugen. Vollständig ist zum k-Stamm geworden Ttai'Co) z. B. 
Rieht. 16 25, II Kö. 2 14, besonders oft i/XTrallwj so auch If-utiTtai^o. 
Ex. IO2, Nmn. 22 19, l^-iTteTtaLy^ai Jer. 10 15; umgekehrt ist oaX- 
Ttitto ganz Dentalstamm vergl. z. B. iodlTvioav Jos. 613, Galfcl- 
oaze Hos. 68. 

BaarccCoi ist von jeher im Aorist Passiv k-Stamm gewesen, worauf 
dann die übrigen Tempora nachfolgten, wenn auch nicht konsequent; für 
spätere Papyri, wo meist der k-Stamm erscheint, Moulton 1901, 37 u. 435; 
1901, 111, doch ißciaraae z. B. jetzt auch P. Vit. I 59, 7 (241 n); Symm. 
hat Ps. 90x2 ßaoräoovac, aber 54x3 ßaaTd^üj; besonders oft steht der 
k-Stamm bei den Apokryphen und Vätern nach Keinhold 71, auch neugr. 
ißccGTct^a. ZrriQCCio, das bei Homer und im Attischen k-Stamm ist, er- 
scheint als Dentalstamm auch bei Philo (I) de opif. mundi 84 arrjoiGuaS^ai, 
schwankend in den MS ferner OTriqtaov und ot^qi^ov Ps. Sal. 16, 12, s. Test. 
Sim. 2 und vTioarrjoiaac Aquila Jes. 504; Crönert 228, sowie Eeinhold 71 
beweisen, daß der Gutturalstamm später wieder an Terrain gewann, s. 
noch D II 612 (515 »i) aTrjoixO-rjvcu. Ucu^ac gibt Phryn. 240 als dorisch 
aus, wo tatsächlich oft ^ bei Verben auf Cw sich findet, s. Meyer^ 610 sq., 
vergl, auch Kretschmer 17 und allerdings ncd'^ofjicu im Munde eines Syra- 
kusaners bei Xenophon Symp. 9, 2, doch vergl. Hatzid» 134 sq., s. noch 



86' //. Wortlehrc. 

ijunai^ai Hero I 70, 24, Test. Lev. xaTanat^m, Ps. Sal. 2, 25 h'^nai^av, 
schon der Komiker Krates hat inmiav frg. 27 bei Kock I, wo dorischer 
Eintluß nicht gerade ausgeschlossen wäre; später war snai^a offenbar sehr 
geläufig, so daß es Reitzenstein 393 bei dem Grammatiker heißt: ^lencti- 
^iv Ol xttTinaiiiri er nimmt an dem | keinen Anstoß, s. auch Möris 109 
und 216 und neugr. fnai^a, vergl. noch Crönert 1. l., Melcher 15, Eein- 
hold 70. Letzterer behandelt auch attkni^co, wie WS 13, 4, aaXnCaaie 
auch Ps. Sal. 11, 5, oaXniau Hero I 22G, 12. 

li) Die kontrahierten Futura, ausgenommen bei den Verba 
liquida, sind im Schwinden begriffen, wobei aber in der Ptole- 
mäerzeit noch keiiie Konsequenz herrscht. Ja es erscheinen sogar 
neue Konti*aktionen, die dann später wieder verschwinden, weil 
man immer mehr zu offenen Formen neigte. Kaltao) und teltaiu 
bleil)en immer offen, wohl auch deshalb, damit eine Verwechslung 
mit dem Präsens vermieden wird, vergl. ferner oft TceTccocOf ayie- 
öctowy wie Kge/uaGCü Gen. 40 lo und ikdoio Ex. 25 ii; aTtolw stets 
im Pentateuch, daher wohl auch Deut. 723 a/iolelg, A schreibt 
aTTo/Joeij schon die Verwechslung der Person deutet auf Kor- 
rektm-; dagegen liest man Ecc. 9i8 a7ro?Joei, Jes. I25 ccTioktacü, 
wie Sir. 63 a/roXeoeig; das Medium ist immer kontrahiert. Femer 
bleiben von Verben auf duio in der Regel offen dva- ovv- und 
TiQoßLßdoo}, doch s. ovi.ißißid Ps. 31 8, ovixßißa Jes. 11 13 nach 
Bn"^, avaßLßu) in B Ez. 392; die kontrahierten Formen kamen in 
der Ptolemäerzeit sicher daneben vor; so erklärt es sich auch, daß 
andere Verba auf duo entgegen der klassischen Sprache kontra- 
hierten, was für das eigentümliche Wechselspiel der Formen miter 
einander innerhalb der Kolvtj höchst bezeichnend ist: vergl. eQya 
tqyäiai tQ'/iZvTaL von tQ-ydCof-iai z. B. Gen. 29 17, Lev. 23 40, Jes. 
.010, aqua. Lev. 193, dQucüi-iai Hos. 014, hqrcdxaL Ez. LS?, kY.öi- 
Y,aTai Lev. 19 11, Jud. 11 10, l/Miyli II Ma. 615, aber bvA.doti IKö. 
820, öo/Aiiioj Zach. 139, Jer. 9?, d7toöo'Aif.uo Jer. 3837, dyoQ(7)(.iEv 
Neb. 10 11, so wohl auch mit A Ivtyvqaq Deut. 246, wie auch 
V. 17 in dem Zusatz bei A und &^. 

Für xiü.iaoi und xtUobi auf den Ptolemäerpapyri s. Mayser 357, für 
spätere Papyri Moniten 1901, 435; 1904, 111, auch P. Vit. I 91, 7 (Iln) 
Ixitl^ao), P. Oxy. IV 727, 24 (135 Q) ^ncrtltaovm^ Beispiele aus Inschriften 
Schweizer 179, sonst s. z. B. Reinhold 73; vereinzelt schon in attischer 
Prosa s. Veitch s. v. Zu ilnoXiaw vergl. Henoch 1, 9 ; 10, 2 aber ano- 
Uixat 1, 7, ferner s. Test. Seb. 10, Jos. 7. Was ßißuCcj betrifft, so sagt 
Möris 92 öcaßißo) l4, Siaßißüaoj 'E, was in dieser strikten Form ausge- 
sprochen jedenfalls nicht gilt. Von andern derartigen Verben s. dixas 
schon Herodot I 97, worauf bereits der Antiattizist 90 hinweist; xoldj 



B. Konjugation, 87 

und xoXdjfuca von xolc'cCco findet man bei Aristophanes, s. Cobet 427, an- 
deres aus dem Attischen s. KB I 2; aus dem Ptolcmcäerpapyri weist 
Mayser 357 iQyuraL und xaTSQyÜTat nach; (Txsvu) von axfvüCoi hat eine 
attische Inschrift des II v, s. Lautensach 17; ferner xaTaaxevdv auf dem 
Dekret von Olbia B 29 u. 53 (röm. Zeit) bei Latyschev I; sonst s. dno- 
iSoxifjuü Theod. Jer. 32 (40)26, ^cctQndivTa Aquil. u. Theod. Jer. 205; vcrgl. 
auch Bekker Anekd. I 331 dyoQdacj X^yovac . tu J' dyoQco ßÜQßuQov. 

y) Was dami speziell die Verba auf /^w betrifft, so beginnt 
auch hier das durch den Zusatz von e und Ausfall von o be- 
wirkte uo und LOCf.iai zurückzutreten und taw, ioo(.i(xi Platz zu 
machen, d. li. die Verba auf t^w schließen sich dem allgemeinen 
Bildungstypus an, wobei auch zu beachten ist, daß man bei zwei- 
silbigen AVörtern schon im Attischen stets ioo) sagte. Indessen 
überwiegt bei der LXX noch, wie dies für die Anfange der 
KoiVTJ nicht anders zu erwarten ist, die Kontraktion an zahlreichen 
Stellen. Es erscheint sogar davuo zu öaveitw, was möglich war, 
seit man el wie l sprach, so Deut. 15 6. 8 u. lo, 28 12 u. 44, Sir. 
20 15 etc. Doch kommen ganz gut bezeugte offene Formen vor, wie 
Jer. 175 OTTigloeL, sonst GzrjQLOjy öxr^QLelq etc., ferner mit Aß u. C, 
der i'^OEi schreibt, unmittelbar hintereinander öiaoTrjQuov duiozri- 
qIosl Sir. 28 1 (n* lel), /Mj-uoeTai Sir. 296, niu* A /.oi-ueiTai, es 
folgt loyLElzat, was A zur Korrektur veranlaß te, ferner ßaoa- 
VLOSL Sir. 4 17, y,a&aQioeL Mal. 3 3 («* lel), yta&loeTai Da. 726, 
^EQiaei Sprü. 228, Ecc. 11 4, oveiöioEi Sir. 20 15, ipwf.uoovoL 
Da. 429 etc. Da die offenen Formen m der Tat erst später 
häufiger werden, so wird man an Stellen, wo sich A u. B allein 
gegenüberstehen, oder wo überhaupt nur ein Kodex die offene 
Form bietet, lieber die kontrahierte vorziehen', z. B. Hi. 37 11 
ÖLaOAOQTtLOEL wvoc A, wio Ps. 1459 acpavLOEL, Jo. 220 cLcpaviow 
nur N*, Ex. 18 22 v.ovcpioovoL in A gegen lovgl in B etc. 

Aus den Ptolemäerp. ist bis jetzt bekannt xccTdQTtaöf^sd^ft P. Tebt. I 
24, 47 (117 "^'^ das jedoch nicht ganz sicher steht, doch vergl. XoyCotai^cit 
P. Par. 63 KoL 6, 172 (165^), s. Mayser 385, sodann l^ifuvtaH Hiller 
Priene 59, 29 (c. 200^^'); nahe heran an die Ptolemäerzeit reicht xofÄiata(hcu 
P. London 11 167, 15 {\4.^)\ Homer hat bald kontrahierte bald offene 
Formen, Herodot kontrahierte, doch xaTiaovai, IV 190, attisch auch xartöj, 
der Komiker Theopomp bietet frg. 32 bei Kock I ys/uiau; vergl, dann 
ferner (foüvrCaHv Aristeas 124, fineoiaCaei Hero III 202, 19, avoiaet I 186, 
12, acdnCan I 226, 12, auch bei Diodor trotz Dindorf- Vogel XXXVII. 
Später werden die offenen Formen allerdings viel häufiger, s. WS 13, 5 
Anm.; wo im NT solche Futura aus den LXX zitiert werden sind sie 
kontrahiert z. B. Eöraer 10i9 TraooQyioj; ferner findet man zahlreiche offene 



88 IL Wortlchre. 

Futiira bei Joseplius nach Schmidt 447 sq., in den Testamenten der 12 
Patriarchen, bei Pseudo-Kall, etc., wie auch noch Henoch 15, 1, Fs. Sal. 
9, 12; 17, 30. Die späteren Übersetzer haben fast immer t'ffw, laoixctc, 
auch da, wo die LXX kontrahieren, vergl. Jes. 563 Aquila und Symm. 
/(ooian, Theod. und LXX clifoQiei', 60 19 LXX ifiontT, Aquil. (fcoriaei, 
Ps. 90io Symm. lyyiOEi, LXX ^yynt, was die Geläufigkeit der offenen 
Formen in späterer Zeit deutlich zeigt. Wie eingebürgert sie waren, 
zeigt auch der Grammatiker bei Bekker Anekd. I 426 u. 437, der sie 
selbst anwendet, wenn er sagt dnoTfueiTai • flno/MoCofii, anoödao^ai • ano- 
f.i(Q{aoutti. Möris verzeichnet sie als hellenistisch 156 u. 185, vergl. noch 
Keitzenstein 395 oQ&QtoCfiat • ovx oQ&Qiao/uccc. Aus neueren Publikationen 
späterer Papyri, wo bis jetzt wenig zu finden war, vergl. noch xad^aQi- 
aoutr l\ Leipz. I 111, 12 (IV n), (fQovriaei P. Vit. I 57 II 93 (223/5n), x«(>- 
nia€Tat steht auf einer Inschrift Dalmatiens aus nachchristlicher Zeit 
in den Abh. des archäol. epigr. Seminars "Wien 1898, Heft XIII pg. 18. 

d) Aus dem Gebiet der Futura ist noch folgendes zu merken : 
Neben k'öoi-iaL steht mindestens ebenso oft cpayof.iaL, das der 
Aoriststamm veranlaßte; av^dno wii'd als Verbum liquidum be- 
handelt und bildet av^avcd^ av^rjoco nur I Chr. 17 lo; ein kontra- 
hiertes Futmimi ist mit Weiterführung des Aoriststammes elco = 
algr^ocj, ferner ist Kontraktionsbildung x^^^ = yM'^-) zu lyagr(v^ 
sodann yaqov\xai neben %aqriGo\,LaL für yaiQrooj] zu cp&dvco heißt 
das Futurum stets (jp^aVw (vergl. ecpd^aGo); zu diai-icxxoixai heißt 
es einmal öiaj^ayy^ao/AaL Sir. 082s, zu ve/iico wird ve/j-TJoco gebildet 
z. B. Hos. 4 16, Mich. 7 14. Zeph. 2? u. s. w. (vergl. die Bildung 
des Perfekts und des Aorist Passiv), entsprechend Aorist s. u. 

Gegen y ff >'oa«t wendet sich Phryn. 327; s. noch Ezech. bei Eusebius 
IX 29, 13, Aquil. Jer. 199 (LXX fJo^ra), Tcstam. Seb. 3, Athanasius 
nini TTftQ^tvucg Texte u. Unters. XIV 48, anderes bei Eeiuhold 74; ähn- 
liche vom Aoriststamm gebildete Futura erwähnt WS 13, 15 Anm. 6 aus 
den Sibyllinen, so (fvyofxai, lüßofxta. Zu Dm vergl. P. Par. 22,9 (c. 1(35^), 
Aristeas 253, Asklepiod. 1, 3, Hero I 304, 4, III 300, 10 u. öfter, wie später 
vergl. Reinhold 73, Fritz 64, dazu Testam. Isasch. 6, Aquil. Ex. 5 19, 
Symm. Jes. 386, s, Antiatt. 80; ähnlich ist vom Aoriststamm gebildet 
das kontrahierte Futurum Iveyy.öJ, so z. B. jetzt auch datvsyxovfxev P. Vit. 
I 21, 14 (239 n). Zu /fw vergl. noch Testam. Jud. 24, Aquil. Symm. und 
Theod. Jes. 3733, Symm. Jes. 5860, yanriaouca s. Henoch 5, 6; 25, 6, Aquil. 
Jes. 61 10, Symm. Ps. 57 11, Theod. Jes. 605, doch schon nach Meisterh.-* 
181 auf einer attischen Inschrift des II v. ¥üt fxc'c/r^ao/uac vergl. abgesehen 
von Dichtern schon Aeneas Takt. 16, s. Keitzenstein 395 /Ltu/ov/uat ■ ov 
^cr/naouca, vergl. Reinhold 70, Fritz 67 sq., Schmidt 450 sq., wornach auch 
Dionys v. Halik. und Plutarch /ucc/^ao/uai haben ; fAaytaöfxtvog, das fxctyov- 
juivog mehr entspricht, steht D II 765, 31 (III 'j. vergl. auch Heliodor 
Aethiop. 166, 9. Nt/ji^ao) ist bei den späteren Übersetzern noch viel 



,B. Konjugation. 89 

häufiger z B. Syiura, Ps. 48i5, 598, Jcr. G3 (Fielcl Aiict.), Aquil. Jes. 61 5 
(Fiele! Auct.), doch incvffxi'ianca schon Aeneas Takt. 33, vergl. Möris 339, 

e) Mediale Eutiira: Bekanntlich hat die khissische Sprache 
bei einer größeren Anzahl von Verben nur das mediale Futurum 
gebildet. Die Unifonuicrungstendenz der KoLvri veranlaßte jedoch, 
daß solche Verba sich dem allgemeinen Typus anschlössen und 
das aktive Futurum- stark heranziehen. So steht ajtavxiqao) 
IKö. 10 5, Hi. !21i5, Tob. 11 4 in der Fassung von n, aber i^oof.iaL 
Ru. 222, I Kü. 18 10, wie ovvavz/^oto Jes. 34 u, sonst medial; zweifel- 
haft Sir. 152 v7cavzi\oexaL mit BC gegen obl in An; da später- 
hin die Aktiva noch mehr aufkommen, so wird man vielleicht 
dem Medium den Vorzug geben ; oft dtcu^of.iai und Komposita, 
aber Aktiv z. B. II Kö. 17i, 2238, Ps. 17 37, Jo. 2 20; häufig ye- 
laoofiac u. Kompos., aber doco Hi. 21 3. IV Ma. .028; oft aL(jD7trj- 
GOjiiai und oiy}jaoj.iaL, doch Aktiv Ex. 1-1 14, Sir. 20?, Hi. 37 20; 
häufig aoofiaL, aber aoco Ps. 126, 2013, doch 266 nur in N, vergl. 
10338; (-^or^Gco liest man Klag. 38, auch wohl Jes. 529 und 30 mit 
Bn, aber 31 u nur in n*, ayMvaco u. Kompos. neben dy,ovaoi.iat 
II Kö. 146, Hi. 37 4, Jes. 69, Jer. 5 15, wie 51 16 nach Bn, doch 
Ps. 147 19 InaAovOEi nur n"^, vergl. Jer. 11 14; überwiegend d^av- 
fÄCcooi-iai, aber Aktiv Lev. 19 15, Deut. 2850, Jes. 14i6 noch An; 
in der Eegel Li]O0/.iai, aber Krioco IV Kö. I832, Sprü. 9 11 und 
transitiv Ps. 137?, 142 11; ovf.ißu6oo(.iaL Sir. 135, aber ßiMOio 
Hi. 29 18, Sprü. 72; mehi-fach 7cal^0{.iai, aber luicai^ovOL in Bn 
Jes. 334, Hi. 4024 if-inal^eig nur A; 7rveioof.iaL Sir. 13 16, Tivevow 
v. 20 u. Ps. 147?; nm" aktivisch ist ejcaLvtöio Ps. 553, 623, 1414, 
IV Ma. 13 17, ebenso y.Xeü'oj Ex. 20 14, Lev. 19 11 und Sprü. 2432, 
30 9), desgl. d^i]Q£voto z. B. Ps. 139 11, Sir. 27 19, so auch vereinzelt 
diLiaQzr^ocü Sir. 736, 2422 (30), öquiioj Höh. li, olf.ic6^co IV Ma. 12 15, 
ferner immer (pO^aGw, nicht cpltrjaouaL (s. oben); dagegen scheint 
do7caCio in der Ptolemäerzeit noch stets mediales Futm-um gehabt 
zu haben, wie Hos. 5 14, Ez. 18? u. Lev. 19 13 dgua = dg/cdot], 
wo A unter späterem Einfluß, vielleicht auch durch vorhergehendes 
aSi/J^Geig veranlaßt, aQ^vdoeig hat. Anderes ist jedenfalls späteren 
Ursprungs und haftet nur an A z. B. t/^TtTjörjoeL Deut. 3322, 
dvaßr^OETe II Chr. 11 4. Umgekehrt ist es flu- das Leben der 
Sprache bezeichnend, daß doch noch neue mediale Futura auf- 
tauchen, s. oben 7000 t/m^, ferner Xr^öOLiau = Xr^ow II Kö. 18 13. 

Für diese allmähliche Ersetzung medialer Futura durch aktive vergl. 
besonders WS 13, 8 mit Anm., Dieterich 205, Keinhold 74, Möris be- 



90 //. Wortlehre, 

zeichnet an mehreren Stellen, so 28, 78, 136 die Aktiva als hellenistisch, 
vergl. auch Keitzenstein 392 u, o9-i, wo aTioXavato bezw. if^rjQivaco ver- 
worfen werden. Zu ctoco, ,v^«r^a«aw, axotaco, tFtwilto vergl. auch Cobet 250, 
256, 581 u. 255. Aus den späteren Übersetzern vergl. noch «aw Ps. 93 
und 654, wie 266 mit Aquila, während die LXX dort aaofuai haben, vergl. 
882 Symm. {tacj, aber LXX, A(]uil. u. Thcod. (((To/uai; dxovaio Aquil. Ps. 
857, Symm. Jes. 4220, wie Ps. 8-46, wo aber LXX, Aquil. u. Tiieod. das 
Medium schreiben, außerdem ebenfalls Symm. axuiaco Ps. 808 (Field Auct.) ; 
(Tiw^w Hi. 1928 Symm.; derselbe ßoi]aa) Ps. 2l3; forner avvavTrjoa) Aquil. 
u. Symm. Jes. 6O18 und dnavTi^ab) Jes. 473 Aquil.; yfläcffo Aquil. u. Symm., 
wie die Quinta Ps. 51 8, wo die LXX das Medium bieten. Das Wechsel- 
spiel beider Formen ist aus diesem Tatbestand auch für die spätere Zeit 
deutlich. Sonst notierte ich: &avfic<a(o Ps. Sal. 2, 19, Eunap. 157, heil. 
Theod. 49, anonj']aio Eunap. 206, xXavaut Symm. Jes. 13 17 aber xXavao/uac 
Aquil. u. LXX, wie sonst, nai'io) Test. Lev. 14, (Inohäaiü Philo (I) Leg. 
all. III 247, (IranXnaa) P. Amh. II 131, 7 (II n) und BGU II 601, 17 (11^), 
vorgl. Philemon frg. 116 bei Kock II, anov^doM P. Oxy. IV 746, 8 (II n), 
Inatvoiü P. Grenf. I 21, 13 (126 v), vergl. Keinhold 1. 1., Sim^io D II 522, 
25 (^Galatien, Augustus), «orw Waddington-Le Bas Voyage archeol. en Asie 
mineure 111 519 (Kaiserzeit) neben ciao/nKi^, anderes, so auch (^qu/hüj, C^ffw, 
ßiiöooi, nrnob), (fd-üocj, belegt Schmidt 445 sq., wo man auch weitere 
Literatur findet, vergl. Schraid IV 598; jetzt auch clnavxriOHv P. Leipz. 
I 53, 8 (372q), wobei man auch beachte, daß das Präsens aktiv und medial 
vorkam , s. Wendland, Philos Schrift über die Vors. 97 ; für Xrioofiat 
s. ebenfalls Schmidt 447, ferner Melcher 10, auch Athenagoras 59. 

c) Aorist I und 11 Aktiv. 

a) Die LXX zeigen schon ein Vordringen des sigmatischen 
Aorists, wobei zu beachten ist, daß die Konkurrenz in einzelnen 
Fällen schon in frühester Zeit, sogar schon bei Homer vorhanden 
war. So findet sich neben häufigem rjfxaQzov iqf.iaQTi]Ga in An- 
gleichung an die Bildung der andern Tempora IKö. 194, 23 17, 
Klagel. 342, Ecc. 05 nm- in B f^a^tia^r^aat, AC zelv^ n zccvelv] 
neben ili/cov u. Kompos. liest man einmal I Chr. 289 'ÄaTaXelipr]g 
Ps. 99 14 steht in N eyycaieleLipev , doch ist dort mit AB das 
Futurum am Platz ; sehr oft TJyayor, doch owrj^a II Esr. 7 28, 8 15, 
Neh. 75, IMa. I4 auch wohl Rieht. 11 20 mit B, ajcoovvci^ai 
IV Kö. 5?, {jieia^aL Esth. 817, wie l^cd^ai 925, i/ca^w Konjunkt. 
Aor. Ez. 22i3, a/rd^w^ev Tob. 6 13 in der Fassung von«, vielleicht 
auch ava^ov IMa. 958 mit n (A a^oiuev, V* dvd§of.iEv), also in 
Kompositen, Simplex a^ai erst IV Ma. 9 17; häufig dvf-nQayoVy 
aber dvty.Qa^a Rieht. 7 10, IKö. 45, III Kö. 1224, 2232, IMa. 227, 
III Ma. 617, Simplex l'xga^a Rieht. Ii4, II Kö. 194, dazu aus 
yJy,Qaya, das Präsensbedeutung hatte und leicht einen solchen 



B. Konjugation. 91 

Aorist nach sich ziehen konnte, neu gebildet 8/.iy.qa^a nebst 
Futurum 7.ey,Qa^0(.iai, c. nO mal, auch Jer. 2220 mit A« '/,e'/,Qa^0Vj 
wo B x£ ausläßt, wie n* 0I20, daneben auch l7,ty.Qayov Jes. 63 u. 4, 
III Ma. 023; endlich steht für tßXaoTOv immer tßXaoxrioa z. B. 
Gen. In, Sir. 24 17, für ü)}Aad-ov stets coliaOTjaa Sir. .824, 14 1, 
258 etc., füi' sTvxov einmal tiev^a II Ma. 15?. Der umgekehrte 
Fall, Aorist II für I,- liegt vor in avld^aXov Sir. 46 12, 49 10, wo 
dvad-dloi steht; die Formen ccve&aXevVs.2l7, Hos. 89 u. dvad^dXr] 
Weish. 44 können aber auch von dem ü1)rigens früher ebenfalls 
kaum vorhandenen dvid-aXa = avei^r^Xa (über das a in der 
Mitte s. u.) kommen. 

Zu signiatischen Aoristen neben sogenannten starken vergl. WS 13, 
10, wo man auch ältere Literatur findet, ferner Veiteh unter den betr. 
Verben, sodann Dieterich 238, weiter Crönert 202 sq. u. 242 sq. unter den 
einzelnen Verben und mit deutlichem Hinweis auf das Neugr. Eeinhold 
74 sq., woraus das Weiterschreiten dieses Prozesses klar ersichtlich ist, 
sowie Schmidt 453 sq. u. Schmid IV 600 sq. Noch bemerke ich folgendes: 
a^ctorriGM Konjunkt. Aor. auch Ps. Sal. 16, 11, nQoafdCinr^aas sagt der 
Verfasser der t^ixdjv övouktk bei Bekker Anekd. I 193 ; zu xaTaXetipcti be- 
merkt Deissmann NB 18, daß der sigmatische Aorist vielleicht speziell 
auf dieses Kompositum beschränkt war; dies ist so ziemlich richtig, und 
ich füge den Stellen bei Deissmann hinzu P. Oxy. III 488, 22 (11/111^), 
Archiv III 173 (IV n), 415 (Vl^), aus Inschriften Heberdey-Kalinka II 61, 
sonst vergl. Schmid I 232, IV 38, auch schon Philemon bei Kock II 92, 
ferner Hero vom Geschützbau 14 und bei Heiberg III 256, 23; 258, 1, 
s. noch Pseudo-Kall. bei Eeinhold 75, wo auch sonst nur Beispiele für 
xaTciXtiTKo stehen, doch auch cmoXHypca bei La Koche, Wiener Stud. 1. 1., 
ferner cmaXuxpov bei Pseudophokyl. 77, ty-XsTipat Phryn. 364, vergl. dazu 
Lobeck Parerg. 743 sq., auch Malalas 59, 152, 248, naQccXtixfjag P. Leipz. I 
103, 13 (arab. Zeit); das Simplex sletipa scheint seltener gewesen zu sein, 
s. Inscript. insul. mar. Aeg. III 820 (nachchristl.), Pseudo-Kall. I 43, nach 
dem Antiatt. 105 schon in Aristophanes' Andromeda, einiges aus Grab- 
inschriften bei Schmidt 458 Anm. Für >?<?« vergl. schon Homer z. B. 
505, vereinzelte attische Fälle KB I 2, 347, ferner rj^s Timotheus Perser 
165, Hero vom Geschützbau 14 xara^avTeg und nenicc^ccvTeg, bei Heiberg 
III 188, 9 TiQoci^ca, P. Tebt. I 22, 16 (112^) Jm^'/^a^«; awd^e auf einer 
delphischen Inschrift DS- 858, 11 (II"*^); zu den Papyrusstellen bei Crönert 
treten noch Oxy. IV 707 Kol. II 23 (136n) urü^cu, wie Ic^co/niv 742, 7 (2n), 
aiarj^cc Leipz. I 33, II 13 (368n), clnci^ag Vit. I 36, 11 (IVn), M<|ca 
93, 25 (569d); weiterhin aus nachchristl. Zeit Symm. Sprü. IO5, Malalas 
119, 123, 185, 206, Anna Komnena I 120, 1, II 208, 8; der Grammatiker 
bei Bekker Anekdota I 424 sagt selbst (Inrj^ev • difconfirjaav, nimmt also 
offenbar keinen Anstoß. Zu dvfxnn^a vergl. Malalas 111 clvccxod^ccg, für 
ixexQK^cc und txixoayov weiß ich bis jetzt keine Parallele, aber xtxqä'^o^ai 
steht schon Eupolis 1 bei Kock I, wie ebenda Aristophanes 79, ferner 



92 IL Wortlehre. 

P. London I (Zauberpapyrus) p. 73, 259, Ps. Sal. 5, 10, Theod. Sprü. 8i, 
Eunapius 125, sonst WS 1. 1. 'Kßl((OTi]aa liäufii; schon bei Hippokrates, 
dann bei Aristoteles (s. Bonitz) und Theo])lirast (La Koche L L 36), vergL 
Symm. Hi. 31 40, Ps. 91 8, Ez. 179. Zu (üXi'a&ijaa La Eoche L 1., Fritz 57, 
auch Ps. Sal. IG, 1, Euuap. 102, hw^a heil. Theod. 75 u. 95. Zu chi- 
^^^ceXov vergl. Lob. Parerg. 557, drtd^ccXctg Symm. und Theod. Jes. 38 16, 
l^e&tjXf Symm. IIoheL 2i3. 

fi) Stark gefährdet sind die sog. synkopierten Aoriste; so 
tritt für l'q^d^i]v stets eq^d^aaa ein, das schon attisch daneben er- 
scheint (Partizipium immer cfiiaaag), flu* tßiiov heißt es stets 
f.iuüoa neben dem gleichfalls attisch seltenen £t'i]0&, tiitduv und 
iviöiT sind durch ff £(5raa,f'^i*' ^i"t^ ei'sduadi.njv ersetzt, ^välu'end das 
Simplex low in der Bedeutung »untergehen« von der Sonne noch 
vorkommt, so oft töu 6 7J?uog, Konjunktiv öu)] II Ko. 3 35, Lev. 227, 
daneben I'Svve 6 rjhog II Kö. 024, was Aorist von öcvco ist, so 
auch dvvavTog tov r^Xlov in B II Chr. IS34 A ovtoq, doch öv- 
vovTog III Kö. 2236, sonst tritt bisweilen auch das Aktiv eövaa 
in intransitiver Bedeutung auf, so Am. 9 3 /.aTaövotooi, II Chr. 
2420 iveövoev, Jud. 610 vTtoöuoavzeg] Icptriv fm tq)vv s. unter 
Aorist Passiv; oft lyaQr^v, aber Bar. 4 31 ijrixciQavTeg (nur B^^ 
tvTeg). Ez. 256 iTteyaoug (Vers 3 FTtexccQrjze)] neben eQQvrjv steht 
einmal eggevoa Hohel. 4i6; ditiögaoa für auidqav steht Tob. Ii9 
in der Fassung von n (B u. A haben ganz andern Text), sonst 
noch ciTildQcxoag Jud. 11 3 nur in 6<; avdyviooov = dvdyvcoü^i nur 
in A Jer. 3 12; sonst immer eyvcov, wie tdhov (über dlco^^vai 
s. Aor. Pass.) und l'ßriv; schließlich kommt noch in Beti'acht 
7CQL(xoao^uL Gen. 42 io nach AEF, D TtqiaGd^aL ; covr^odf-ir^v sagen 

die LXX nicht. 

Für diese Aoriste s. die gleiche Literatur wie im Anfang der vorigen 
Anmerkung. Sehr oft kommt iif^ccaa in der Kotvi^ vor, jetzt auch z. B. 
mehrfach bei D II 669 (Zeit des Galba); zu Ißioacc u. Hrjaa vergl. Nach- 
manson 167, ßiojaag neben ßcm'ai, im Brief Hadrians P. Fay. 19, aus vor- 
christl. Lit. s. Eupolemos bei Euseb. IX 34, 20 ßidjaca; zu l^vauf-iriv, das 
schon bei Homer erscheint, vergL noch Tatian 30, Athenag. 71, heil. 
Theod. 5 u. 84, s. Cobet 52 u, 788, Möris sagt 19 (c7i6^vSil4, dnodvaaL'E; 
zum Aorist * Jw« vergl. Cobet 790, La Koche 1. 1. 36, daövvaoa bei Malal. 
238, dvvKVTog heil. Theod. 26, zum intransitiven Gebrauch von ^va), der 
sich z. B. auch bei Pherekrates 12 Kock I findet, kommt als Grammatiker- 
zeugnis jetzt in Betracht Pweitzenstein 395 y.artövtxo • ov y.uriövt; zu 
iTti/üoccvreg stellt sich jetzt die gleiche Form in einer Ptolemäerinschrift 
Archiv III 128, In^/una ist somit regelrechte Bildung aus //uQO), wie 
h.db^aqa zu y.a^^atooj (s. nächster Abschnitt),; der Aorist tontvaa ist wie 
auch das Futurum oiiao) = nvi]Gofxfu häufig z. 15. bei Hero, der das 



B. Konjugation. 93 

"Wort oft gebraucht, ferner fast regelmäßig bei den späteren Übersetzern, 
wobei jedoch interessant ist, daß gerade Hohel. 4i6, wo die LXX ^evaü- 
Ttoacci' haben, Aquila ^vr]Ta}ac<v schreibt; eine charakteristische Mischform 
ist Sjmm. Sprü. 42i nciQCionvtiacauiaca', was einen Aorist fQQvt]aa bedingt; 
übrigens ist mQiQofvafa bei Lykurg 9G schon zu halten, auch mitunter bei 
Aristophanes u. Plato Rep. 544 B ; «7/6 Jrmff« s. Cobet 698, Fritz 57 ; La Roche 
1, 1. 36, bisweilen Plutarch nach Bernardakis LXII; zu erwälinen wäre 
noch, daß Jud. 11 ig dniiSQU}!' vorkommt, das WS 15 Aum. 2 für ein Im- 
perfekt eines allerdings im Etyni. magnum erwähnten Präsens cIjioöqkv 
hält; doch ist das Imperfekt dem Zusammenhang nach ausgeschlossen, 
und es wäre möglich, daß eine Analogiebildung nach tyriov vorliegt, 
Möris 28 sagt auch in der Tat antöottv l4, (Int'd^Qojv 'TT, vergl. auch 343; 
zu (h'syvcjacc speziell Crönert 248; zu nouiaccßx^ai bringt ein Beispiel 
Reinhold 75, außerdem s. Test. Seb. 3 iTiQiüaavTo (O enqluvro). 

y) Von sonstigen sigmatischen Aoristbildungen sind zu merken : 
Zu avacptQio wird vom Futurstamm der Imperativ avoloate Bar. 1 lo 
gebildet; Jud. 1 14(19) steht eidtjoai für elöevat, wohl auch Deut. 
435 nach B (A eldevai), entsprechend Futurum £iÖ7jo'ovol Jer. 8834, 
dagegen hat Deut. 32 17 A i'jdeioav, B eLÖr^Gav, das aus ersterem 
durch Buchstabenumstellung verschrieben sein kann; sonst vergl. 
tyd(.i7^Ga Esth. 10 s mit Durchfülu'ung des erweiterten Stammes 
ya/^is, wie II Ma. 1425 neben eyrjfxa, IV Ma. 16 9 nur in dem jün- 
geren Kod. A yaf.i7^GavTeg, während im n yrif-iavisq steht; zu dem 
oben erwähnten Futurum vef-iriGio stellt sich der Aorist zartj'e^ij- 
Gazo Ps. 7 9 13, sonst tvei/.ia; olv.tiqu) bildet seine Tempora von 
dem erweiterten Stamm oly.TiQS, also olvaLQriGio und coycTiQr^Ga, 
doch ol'/LTl.Qai II Ma. 82, III Ma. 5 51, ebenso heißt es (Jüdiv7Joiü 
und cüdivriGa von codlvco. 

Zu clvoiaaTS vergl. oXacae bei einem Übersetzer Hag. 1 8, InoiaavTfs 
P. Goodsp. 14 (IV n), aber schon Homer hat z. B. oiaiTS = olGure O 718, 
vergl. Herodot VII 149 dvcpaca = dvolaai, sowie InoCa^ auf einer Inschrift 
von Tegea, Bull, de Corresp. Hell. XIII 281, 21. Einen Aorist tXöriaa 
hat bereits Homer, vergl. auch Hippokrates bei Smyth 702, Aristoteles 
nach Schweizer 185, P. Petr. II 52, 11 (c. 240^), s. noch Hiller Priene 
57, 11 (HI^), 59, 27 (c. 200^), 61, 23 (HIv), oft Herkul. Rollen Crönert 271, 
8. auch Wendland, Gott. gel. Anzeigen 1905, 187, Futurum auch Aen. 
Takt. 31, Philo vom Geschützbau 41 und in einem Jesuwort P. Grenf. II 
pg. 15. Für iydfirjaa vergl. besonders Schmidt 459, yafxei'aii = ya^i^ay 
IGS 3343 (wohl vorchristlich), ferner schon Menander bei Kock III 885, 
für v6fi(o {xciTSvijurjaav auch P. London II pg. 167 (14 n), oV/.TiQOi, utöivia 
verweise ich hier auf Veitch. 

6) Aorist der Verba Liquida: TV^ährend T}^en wie riyyeiXa^ 
e(pd^£LQa stehend sind, haben die Verba auf alvw, aiqn) u. aX'kvi) 



94 //. WurÜehrc. 

fast durchweg, wie schon früher diejenigen unter ihnen, bei denen 
/ oder Q vorangeht, wie (.iiaivco, eiffgahw, Ttegatvco u. dergl., 
langes a; so immer rcpaya, ferner meist eotjuava, doch e7ceoy\i.n]vev 
Hi. 14 17. vergl. I Esr. 2\, oft l'cpava und t/ceq^ava, wie auch 
l'/.q^civai Sir. 1925, aber a7ilq'i]va, sowie a7tEcprivaf.n^v II Ma. 623, 
104, wie auch öfters e?A'i.i)]vdjinp', ferner '/Md^ägwoi Jer. 28 
(51)39, TTEQuyMd^aQe Jos. 04, wo A r^QE hat, was ursprüng- 
hch sein kann, da in der Ptolemäerzeit ij daneben vorkommt, 
l^eicaS^aQU Deut. 2r)i3, ctjCü%a&dQWi.iai Hi. 93o, oft xpctlare in den 
Psahnen, l'oq^ala Hi. 21 11 für andere Verba, wie ^eQ^iaivio, uoi- 
^ah'(ü, yXvy.aiv(ü etc. s. Ps. 1745, 22 51, 279, 54 14, 7772, 1405, Sir. 
38 11 u. 17. Hi. I16, Neh. 3 19, m Ma. 221; rj noch in igv&i^vag 
Weisli. 13 14; TexTi'jvfj Sprü. 329; -/.egöaiviOf das im Attischen 
schon a aufweist, kommt nicht vor; ferner füge ich noch bei, daß 
der Infinitiv Aor. von yijgdoy.co yr^gaoai hiutet, Gen. 2436, 27 1, 
nicht y}]QävaL wie im Attischen, was auf yr^gaivo) weist. 

Zu solchen Aoristen aus den Ptolemäerpapyri, wo t] neben « erscheint, 
vergl. Mayser 360, für spätere s. Crönert 226; ich füge bei xodcivuiac 
BGÜ IV 1053 Kol. I 29 (13^), wie xodcirr} 1055, 24 (13 v), s. ferner Eein- 
hold 71, WS 13, 12, Schmid IV 594, Schmidt 459 sq., aus vorchristl. Zeit 
vergl. noch Aen. Tatt. 9 arjuärrj, aber 10 arifjirirri, txffdrrj 23, Ceb. tab. 
19, 4 lxy.c(f^(iorj, Philo vom Geschützbau 27 ImäravTag, Aristeas 33 arjfiii- 
vcciTtt, vergl. 200 und ötf.ar\fxavav 16, im Medium aber ?j 200, 277, wie 
auch Hero III 288, 12 u, 16; aus den andern Übersetzern vergl. Ixxtt- 
^i'cüüj Symm. Jer. 30 11 (P'ield Auct.), In^ifavs Theod. I Kö. 16 13, arj/utcvras 
Symm. Ps. 462, clva^dvai Aquil. u. Theod. Sprü. 2621, dviO^cda neben 
i^^!hrjl(i s. oben; Möris 101 bezeichnet solche Formen als hellenistisch, 
dasselbe tut er von yrjQnacn 85, Phryn. wendet sich 24 gegen arifiävca; 
neugr. haben die Verba auf aCvo) bald r] bald «, s. Thumb Handb. 155, 2. 

«) Aorist von Ti^rii.iL und ölöco/^u: Im Plural werden die 
Formen mit z durchgeführt, wie man ja auch schon im Attischen 
neben t&LOuv bezw. tSoaav t&rf^av bezw. l'dw/.av zuließ; vergl. 
ti^tf/MuEv Xeh. 010, Jes. 28 15, 11 Ma. Is, EÖv'r/MTE Rieht. 21 22; 
die 3. Plur. hält bisweilen offenbar wegen der Belie])theit der 
Endung aav die andern Formen noch fest, es heißt zwar oft 
tdiovMv und l'^r^xav, aber IHdooav IV Kö. 12 11, TZQOtS-Eoav 
IV Ma. 8l3, so wohl ed^Eoav mit B HE Kö. 2132, A weicht ins 
gewöhnliche td^rf/.av aus, wie umgekehrt IKö. öis A hct^Eoav, 
B hctiyi/Mv, Weish. 14 21 uEQuO^EOav mit AB N gegen 7tEgLbAyi[Aav 
in C. Das sporadische Eindringen der sigmatischen Bildungen 
in einzelnen Kodices ist späteren Ursprungs, vergl. 7CqogS^7^ocooi 



B. Konjugation. 95 

Nah. Ii5 ß, A TTQoaS-oJGi, d^rjaai TIMa. 14 is, wo übrigens mit n 
GTijaai zu schreiben ist, töfoaev Sir. 1020 A. 

'Antöwxa^tv, ilntduixaTi bezeichnet Müris 9 als hellenistisch, vergl. 
^7Te^ojxcc/utr> Aristeasbr. 3, Philo vom (jeschützbau 43 aw€&i^xc(fxsv und 
^Süjxc<fj8v, für das NT WS 13, 8, aus späterer Zeit vergl. auch (i^rjXttTf 
Athenag-. 45, Test. Juda G f(h6xc<^(v Pseudo-Kall. III 25 n(f^x((juev, aus 
Inschriften vergl. clvfx'^^xKjuev D II G02, H^rixuixfv und l^ioxa^tv Benndorf- 
Nieraann pg. 156, für Papyri der Ptolemäerzeit vergl. Mayser 367 sq., 
außerdem jetzt P. Hib. I 72, 8 (241/40 v) löiöxa^sv, wie 159 (c. 265 v); 
Beispiele aus dem Attischen des IV^ s. KB I 2, 19G; aus späterer Zeit 
vergl. fScüxcas [löüjxmai, geschrieben) BGU III 783 (11/111») und Medium 
7rnor]xd/ur}v P. Leipz. I 10 II 3 (240") 29, 15 (295 n). Vergl. endlich noch 
Eeinhold 89, Fritz 60 sq., Schmidt 479 sq., für die 3. Person Plural auf 
aav neben xccv auch Schweizer 184, so noch ntiQ^öoaixv D II 669, 15 (Zeit 
des Galba) und Wessely Stud. 5, 119 Vers. 3, 8. Über tatsächlich erst 
spätere Bildungen wie e&Tjaa, ^Swaa s. WS 14, 9, wo auch frühere Lit. 
verzeichnet ist, Eeinhold 89 sq., heil. Theod. 136; neugr. auch €&taa 
neben fd^rjxa. 

d) Aorist I und II Passiv, Futur Passiv. 

a) Der Aorist II Passiv ist im Vordringen begriffen ; für iytgvq)- 
d^i]v steht immer sxgvßrjVf iür riyyeX^riv u. Kompos. riyyiXriv^ für 
ei;dxd^7jv u. Konipos. tTccyriv; oft 7jQ7cdyrjv u. Kompos., oriv ver- 
einzelt Sprü. 625 und in den Makkabäerbüchern ETI 54i, IV 54; 
von y.azavvoo£ad^ai steht im Pentateuch noch y.ai£vvx^^riv Gen. 
347, Lev. 10 3, sonst KaTSvvyr^v III Kö. 20 29, Ps. 34 15 (neben 
disaxlo^r^Gav) u. s. w.; WQvyT^v für wQvxO-riv Ps. 93 13, wie Jer. 
3233, mit B wohl auch Jos. 2433; neben lytaud^riv u. Kompos. 
liest man £Y,dr^v Rieht, lös, Sir. 2822 u. 23, 40 30, Da. 3 19 u. 27, 
Tob. 144, Jes. 47 14 wohl y.aTay.avd^TJGOvzai mit Bi< gegen zara- 
ytarJGovzai in A; bei dXldGGw u. Kompos., die im Attischen 
alXayijvai u. dA?Mx^rjvai bilden konnten, ist der Aorist II allein 
herrschend, dagegen sind wie im Attischen von (.11yvv1.1L beide 
Aoriste vorhanden, so x^r^v IV Kö. I823, Jes. 308, aber yr^v 
Ps. 105 (106) aö, ebenso hat s/Ltq^QaGGco %d^7]v Hi. 5i6, Mich. 5i 
(4 14), aber yr^v Ps. 62 11, Zach. 145; überwiegend ferner rjvoix- 
d^iqv bezw. r^vewx^^v, aber JNeh. 13 19 avoiyrjvaij wie 73 dvoi- 
y7]G0VTaLj vereinzelt auch ehyriGSTav Jes. 344, aber elixS^eiri 
Hi. 18 8, ferner oft i7csGy.87triv zu i/CLGyiSTiTo^ai, in passiver Be- 
deutung, aber 87tLG7,ecpd^rjG€Tai Jer. 3i6, immer öielex^^i^y ^ber in 
den späten lEsr. 84 dieleyr^v in B, was im Hinblick auf sonstige 
Koivt^-SteWen ursprünglich sein kami, nm' s^sliyriv I Chr. 16 41, 



96 II- Wortlehre. 

Da. 11 35, Tob. l4, vergl. oiXleyevTuv III Ma. I21; sonst verweise 
ich auf 8&Xtß)^v, früher auch 8d-?Jq)d^7}v, z.B. I Kö. oOg, II Chr. 
33 12, öt8thQViS)]v für dieugrcpriv odov diergrq^Oiijv 8h\ S4riö, Nah. Ig, 
Hab. 36, stets auch und oft GvvEVQi(ii]v ebenso fQQicptjVj nur Weish. 
18 18 schiebt A ein ^ ein in QKp^etg gegen Qiqeig in Bm, I Chr. 
29 4 fJffA/gp^ra/, aber nur in B, wie B* /MieliTtrjoav Neh. I2, 
eyevi] = iyevyjd-Yi 1 Ma. 14 30, A kann durch Ausfall von -O^t], also 
durch Versehen entstanden sein, neugr. allerdings lyivrf/M^ was 
auf lyiv)]v weist; vereinzelt vt(pi]oeTaL zu vuctco = vi'uo Lev. 15 12, 
ßQC(Xit(>ouaL zu ßq^X^o Am. 4?, Jes. 333, voii yrAfxw u. Komposita 
heißt der passive Aorist nie eicl^xO^r^v, was aber auch früher 
selten ist, sondern mit Ablaut STrldKijv z. B. Nah. 24, Sprü. 28 is, 
n ]\Ia. 15?, doch auch TvleyMg durch Einwirkung der andern 
Tempora Jes. 18 5 Bn, A 7rXay.Eig, vergl. dazu in A öieoTgsf-ijuevag 
Rieht. ÖG = dieoTQai.if.dvag. Von seltenen Bildungen erwähne 
ich noch heyXicpriv Hi. 1924, GvvecfQvyi]v Hi. 3030, Ps. 101 3. 
Der umgekehrte Fall, Aorist I für früheren Aorist 11, liegt vor 
in y.azedxO^riv Jer. 3125, sonst ldyr\v^ vergl. l^ecpvQS^rjg Jer. 32, 
sonst eqvQt]v, stets auch /Md^r^vaij nicht yMvrjvai, daneben auch 
ovy/.haO^tjaovzai Mal. 1 10. Ein neuer Aorist 11 mit intransitiver 
Bedeutung ist dvecpiriv = avecpvv I Kö. 5 6, Da. 78, 89; II Ma. 
15 17 steht eiJ.q>v6VT£g nur in V, A If.ucla^/.tvTeg., nur auf A beruht 
das neue aXw&rjvat, wodm'ch das Passiv deutlicher werden sollte, 
Ez. 21 24, 40 1; schließlich reihe ich hier an a7t€y,Tdvd^iqv, statt 
ctTitd^avov, wodurch ebenfalls das Passiv deutlicher wurde, IMa. 29; 
jung ist auch ovveßgdo&riv II Ma. 58, wie das häufige tvex^r^v 
und ogaO^TJvaL Ez. 2124, ogad-rjoetat Hi. 22 u, oga&wGL Sprü. 26 19 
nach B«*, A qxoga&cüoi. 

Zu vorliegenden Aoristen vergl. vor allem Schmidt 462 sq., wo man 
interessante Parallelen z. B. auch zu dhififjvixt (465) findet, das wohl 
schon bei Plato Phaedrus 258 B anzunehmen ist; außerdem s. Schmid IV 
594 sq., Xachmanson 171, Keinhold 76 sq., WS 13, 10, Schweizer 190 sq., 
Crönert 230 sq., Mayser 381. Aus späteren Papyri füge ich noch bei 
P. Oxy. III 486, 31 (131 n) dnriyyariv, Archiv III 106 sq. (Abschnitt III, 8, 
c. 4(K)n) KQTTayivra, vergl. Möris 134 und agnuytTaca' in der Lagidenzeit 
bei Lykophron 820, ferner ebenfalls nachchristl. Wessely, Stud. zur Paläogr. 
u. Papyrusk. 5, 119 Vers 3 vnoTuyfjvac; aus Inschriften vergl. dyyelrivca 
schon im Attischen des Vn bei Meisterh.^ 127, xarcacty^vra D II 343 (Anto- 
ninus Pins), vnoTayuaav Archiv II 429 (Augustus), vnoTctyfjvac Latyschev 
IV 181, II u. IV. (üovyr) Bull, de la soc. archeol. 1902, 4, 44 (Vespasian). 
Zu Ixcirjv, das schon Homer und Herodot haben, vergl. WS 13, 10, auch 
neugr. Ixdrjxce neben ^xavrrjxu; zu i^voiyrjv s. auch Hero I 414, Henoch 



-B. Konjugation. 97 

32, 44; attische Beispiele s. schon unter Augment; SctXiyr]v auch Scymnus 
27, daneben auch difl€/&r]v in der Kücr^, wie Symm. Hi. 7ii, D II 763, 39 
(Brief Eumenes' II); xaTsXtTrrj ist jetzt P. Vit. I 61 II 58 (86/88n) zum 
Vorschein gekommen, wie iltnrjactv 67 [Einleitung] (c, 165 n); zu ihyrjvai 
bringt Roinhold 1. 1. ein Beispiel, vergl. auch mit verschlepptem Augment 
tlXtyivToq später bei Malalas 89, wie elXiyfjvai 47; zu ßoa/i^aofxai s. schon 
^ßQ((/rjv bei Aristoteles nach Bonitz im Index, ßgct/^vTcuv Philo v. Ge- 
schützbau 48> attisch fßQßX^V^'y neugr. Ißquyrixa u. ißQi/Ttjxa; nXexeig jetzt 
auch P. Reinach 7, 18 (c. 140^), funXsxh^Tfg P. Tebt. I 39, 17 (114v), 
vergl. auch Wilamowitz zu Thimotheus pg. 40, wo unnötig lonismus an- 
genommen wird; für ähnliches WS 13, 1. Kc(T€c'c/&r}v findet man schon 
bei Aristoteles nach Crönert 232, ein analoger Fall ist <SteaTi(X&r] bei 
Aquila Ez. 321 = JtfffraJlij, s. neugr. laTdXd^rjxa , lanKQx^r^xa, liSdod^rjxa, 
wornach sich also das Verhältnis von Aorist I zu Aorist II Pass. etwas 
zu gunsten des ersteren verschoben hat, s. Thumb Hd. 94, ^aox'^ifg sagte 
aber schon der Komiker Nikochares nach Bekker Anekd. I 89, ygaiff^rj- 
aofxh'aq lesen die Herausgeber P. Hib. I 72, 16 (241/40^), vergl. neugr. 
lyQ{((fTr)xa neben lyonc^rjxa; übrigens finden sich die Aoriste auf rjxcc 
schon im Syntipas, so dnsxQi&rjxa bei Eberhard Seite 82 und cji^iX^- 
y'^rixav 60. Zu avyxXia,9^aovTac s. avyxXiO^tjg P. Fay. 135, 7 (IV n). Zu 
i(fvr}v s. WS 13, 11, Fritz 69 sq., Melcher 16, lnf(fvri noch Athenagoras 60, 
(fvtig schon Menander bei Kock III 1091, (fvy](jou8V(p jetzt auch P. Vit. I 
20, 20 (127 n), entsprechend dvfi^vrjv Malalas 20 u. 455; zu ((Xiot^fjvm vergl. 
Diodor 21, 6 frg. bei Bekker; zu aweßQciaS^rjv stellt sich Symm. Jes. 5720 
IxßQuaS-riaovTttL, auch neugr. ißQc'«TTT]xcc; zu onaS^rjvat. vergl. Hiller Priene 
112, 69 (c. 80 V), wie naQOQa&riaofiivov P. Tebt. 27, 116 (113 v), oft bei 
Philo z. B. (I) leg. alleg. III 57 u. 170, noch geläufiger später bei den 
andern Übersetzern z. B. Aquil. Ex. 63, Symm. Ecc, 12i4, Theod. Da. 1 15, 
oft fand ich diesen Aorist auch bei Barlaam und Joas. und im Syntipas. 
s. noch Irenäus bei Eusebius Kircheng. III 18, 3. 

ß) Deponentia Passiva und Deponentia Media. 

Mehrere Media bilden statt des früher ausschließlich üblichen 
medialen, den passiven Aorist daneben: so steht sysvijd^riv neben 
eysvoiiiriv, letzteres ist immer noch häufiger und stark überwiegend 
z. ß. im Pentateuch und in den Makkabäerbüchern, vor allem im 
Indikativ, weit seltener in den Modi, so im Imperativ Gen. I3, 
wo der mediale Aorist alsbald folgt; yevrid^i^Ta} cpcjq vmI eylvExo 
(piZg, was die Geläufigkeit beider Aoriste neben einander beweist; 
yevij^riTi Jud. 12 17; Infinitiv z.B. Jud. 12 13, Konjunktiv Jer. 17i7 
yevrid-j]g, Partizip. 11 Ma. 24, vergl. III 633; Optativ stets yevoi^riv. 
An c. 80 Stellen finden sich Varianten. Da beide Formen 
gleichermaßen ursprünglich sein können und auch in nachchrist- 
licher Zeit nicht etwa eine besondere Beliebtheit der einen oder 
andern nachweisbar ist, so werden wir, wo A u. B einander gegen- 

Helbing, SeptuagintA-Gramm. 7 



98 //. Wortlehre. 

Überstehen, dem älteren Kodex folgen, in anderen Fällen, wo 
N dazu tritt der Majorität. Viel häufiger als a7iey.Qivaf.iriv ist 
sodann «Tre/^/^i^v, ersteres ist sicher nur III Kö. 2i, I Chr. 10i3, 
Ez. 9 11, ferner wohl noch Hi. 40-2 arc6'/.QtvaL mit B, wälii'ejid An 
ins gewöhnliche ajiov.Qi&riTi ausweichen, öfters vTtoyiQi^^rjvaij aber 
ÖQaua v7toAQivaod^ai IV Ma. 617. Für r^yQOfir^v steht immer 
7jy£Qd-t]v, flu' wo(fQ6f.irjv cooq)Qdv&r]V z. B. Gen. 821, Am. 5 21, in 
passiver Bedeutung IKö. 26 19. ""Atcoqelv steht öfters medial und 
bildet dami d/tOQ7]dijvat wie Lev. 25 17, Jes. 24 19 etc., vergl. bvtio- 
Qt]&{jvai Lev. 2549. Für wvrjfiriv, das überhaupt nicht vorkommt, 
heißt es wvda&j^v Tob. 38, vereinzelt auch dvenav^riv Kl^tg. 60 = 
dvenavodfxi^v \ femer alad^t^d^f^ für aLod^ijTai Hi. 40 is, vergl. 
alod-rid^ijOEoOe Jes. 33 11, aber 4926 in Anlehmnig an den Präsens- 
stamm alo&av&)'^G£TaL. Neu sind ferner eöwdod^riv neben tdvvri- 
&iiv^ allerdings oft mit Varianten (s. unter Augment 1^), exa- 
^to&i]v zu yM&t'^o/LiaL Hi. 3928, iTtEidod^riv zu TrsTajuaL Ps. 17 10, 
Hab. Is; jung ist auch iqqvod^v mit passiver Bedeutung zu 
Qiojiiai z. B. Ps. 1729, 123 (124)7, gleichfalls früher sehr selten 
und ebenfalls mit passiver Bedeutung lldoS^r^v z. B. IV Kö. 244. 
Schließlich bemerke ich hier, daß Ecc. 29 iazdd^r^v intransitive 
Bedeutung hat = toxiqv. Die passiven Deponentien haben 
in der Regel auch das passive Futurum in medialer Be- 
deutung in einem Umfang, wie dies früher nicht der Fall 
ist; so heißt es stets (poßTjd^r^ooiLiaL, öei^d-TJoouaLj y,oif.i7]&rJGoi.iai, 
dnOAQL&rioofiai, ey£Qd^i]O0fiai etc., doch £7tii.ieXr^aof.iaL zu £7r£- 
LuXi^&riv Sir. 33 13, immer TtogeiaouaL und dvvrjO0f.iaL, ebenso 
TreigdooLiat, ßovXi^oo{.iai, y£vr^^ao/.iaL, auch Ecc. In BCn yevri- 
oo/.i£vojVj ei'st A y£vr]&rjao/.i£vcüv, aber q)avrjGouai neben cpavov- 
fiaij (.iEtafi£krjooi.iaL Ex. 13 17, riS^rjao/iaL aber z. B. Sprü. 5 11. 
llberhaupt ist auch sonst eine große Vorliebe für das passive 
Futurum vorhanden, so daß das mediale Futurum in passiver 
Bedeutung nicht mehr vorkommt; man scheut sich dabei nicht 
vor sehr langen Formen, wie hd^oßolrj^TJoofÄai , i^olE&QEvd-^- 
oofiai. 

Für die in der Koivr] sehr häufigen Aoriste clnfxQtr^rjv und lyfvrj&ijv 
vergl. z. B. Mayser 379, Crönert 236, auch schon Philemon 95 bei Kook II, 
speziell für Polybius Stich 150, Kälker 300, s. noch Viereck 69 u. Nach- 
raanson 168, endlich jetzt auch dnoxQi&rjvcti Hiller Priene 41, 10 (136^). 
Zu dnoy.Qivua^ia bemerke ich, daß diese Form immer noch, wie ytv^a&at, 
daneben auf den Papyri vorkommt, vergl. z. B. jetzt auch Papyrus Cattaoui 
Archiv III 55 sq., wo ccTioxnii^^vac nie steht, s. noch P. Leipz. I 33 II 15 



B. Konjugation. 99 

(368^) und als erstes Beispiel aus der Ptolemäerzeit, wo bisher nur äno- 
xQifhfjvat belegt war, P. Hib. I 31, 24 (o, 270) dnixQivaio, neugr. dno- 
xQiff^rjxtt. Für die Tatsache, daß iyevi^d^rjv und iyevo^rjv gleichberechtigt 
waren und leicht vertauscht werden konnten, ist charakteristisch yevia- 
&(ü (füig bei Aquil. Gen. l3, yevrjx^^Tü) bei den LXX s. o., (IxoxQid^Tjvac und 
ysvrjd^rjvai verwirft Phryn. 108, vergl. für cinoxQiO^fjvai auch Bekker Anekd. I 
331. Weiter bemerke ich folgende Einzelheiten: lyfQO^rjvcci auch schon 
Aeneas Takt. 18 u. 26, ^ergl. WS 15 s. v., öaifQavd-rjvac Aquil. u. Theod. 
Eicht, 15 14; auch bei Philemon 79 (Kock II), (vTioQTi&fjvac s. Schmidt 
397 sq. u. 467; zu dvenavd-r]v s. Reinhold 71, vergl. auch Malal. 38 und 
Kvancc^anai = dvancivd^i^ancii (s. WS 13, 9 Anm.) P. Oxy. IV pg. 4 (Hin) in 
einem Jesuwort; zu aiaS-rj&^afa&cK, zitiert ein Beispiel aus der Mithras- 
liturgie Moulton 1904, 111, ataS^avS^dHac erwähnt Eeinhold 77, s. auch 
Wendland Gott. gel. Anz. 1905, 187; zu IJuvdaS^rjv auf Papyri s. oben 
unter Augment //, auch Henoch 14, 119; lxa(^eaß^r]v verwirft Phryn. 269, 
auch Eunapius 30 u. 89, s. Reinhold 97 und D l 201, 6 (Silkoinschrift) ; 
zu innc'iaO^rjv vergl. noch die 3 andern Übersetzer Sprü. 235 u. Ps. Sal. 
17, 18, s. Sehmid I 232, III 43; Qua{}^ijvai auch Sprü. 11 8 Aquila, wie alle 3 
Jes. 37 11, vergl. heil. Theod. 93, Malalas 89, sonst WS 15 s. v.; IXaaO^Tjvcci 
kommt nach WS 15 schon vereinzelt bei Plato leg. 862 C vor und 
ist auch neugr., vergl. noch Aquil. Ps. 24 ii, Syra. Jes. 402; für das in- 
transitive laiäd-rjv ein Beispiel bei Reinhold 90, s. auch P. Oxy. 1 130, 16 
(VIn). Zu den in der Koiv^ sehr häufigen passiven Futurum der Depo- 
nentien vergl. z. B. auch Bekker Anekd. I 429 clnoxQivHiac Xiyovat /nicXXov 
7] ilnoxQt&rjancd, Reitzenstein 394 i^iri^aoucci aov • /ur) yug ^Trrj&i^aoutti, 
vergl. Möris 9, 15, 85, 184 ; sogar zu vnoxtLuai wurde vnoxua&i^aof^ai 
gebildet Lanckoronski II 147; zu den im attischen noch häufigen medialen 
Futura in passiver Bedeutung namentlich von vokalischen Stämmen vergl. 
La Roche, Beiträge zur griech. Gramm. 227 sq., s. auch Reitzenstein 393 
yvfj.v(iao/utti ' ov yvfxvciad-^aofxai, 394 d^oQvßqaofxca <^€t • ov d-oovßrjß^^aofiai; 
WS 13, 9, ausführlich auch Schmidt 451 sq. 

y) Der umgekehrte Fall, d. h. die Verdrängung des passiven 
Aorists bei Deponentien durch den medialen ist seltener und zeigt 
sich konsequent nur bei aQvrjoaod^ai gegenüber Attischem aQvrj- 
^ijvaLy vereinzelt ist i]diöaio Jud. 93 neben i]deo^iqv in den 
Makkabäerb., dtele^avTO Rieht. 8 1, £/,7toQeuor] IIKö. 19?, Itiltco- 
QEvoaf.dvri III Ma. l4, daher wohl auch Tob. 617 ovav tcqotco- 
Qevoj] mit A, B evr], ebenso mit A Lev. 2623 u. 27 TtoQEvario^ey 
B jcoQEvTjGd^e, zumal an den beiden letzten Stellen ein Konjunktiv 
Aorist unmittelbar damit verbunden ist. 

Zu uQv^oaa&cti s. Schweizer 190, wo auch das hier einschlägige Ini- 
(jLtXriaaad^iu erwähnt ist, s. auch Buresch, Epigraphisch-geogr. Reise- 
früchte aus Lydien 1, Lanckoronski II 5, anderes bei Nachmanson 169, 
Anm.; ttQvriaaad^cii z.B. noch Aquil. Jes. 59 12, Theod. Sprü. 309 P. Vit. I 
61, II 49 (86/88n); zu övalf^aa^at s. Crönert 233, Sehmid IV 34; Reitzen- 

7* 



100 //. Wortlehre. 

stein 393 sagt auffallenderweise thfX^iaro ■ ov 6i(X^xx9i]v, letzteres ist ge- 
rade meist attisch, vergl. Meisterh.^ 187 ; dnoQSvact^^voc steht P. Par. 
35, 30 (lG3v), wie noQevatjrrti Aeu. Takt. 37; «/tT^(r«(i,V«t auch Plato 
Epigramm 95 bei Bergk Anthologie der Lyriker, 

e) Perfektbilduiig. 

a) Einschiebmig von a im Perfekt und Aorist Passiv : Mit 
o, das ursprünglicli auf lautgesetzlichem Weg entstanden sein 
kann, bisweilen aber anorganisch ist, sind folgende Perfekta und 
Aoriste beachtenswert: /.Bv.tQaaixai von yLEQavvvfAL Bei 32, aber 
yJvLQauai Jer. 30 lo (4932), wie avy'/.eQaad^€ig II Ma. 1539, aber 
oiyy.Qa&ijrai Da. 243; von öia7tEiavvvf.u heißt es immer öiaTte- 
^chaofiai, nie diafz^Tttaixai (vergl. auch das Aktivum dia/ie- 
Triva/M II Chr. os) z. B. II Kö. 635, II Chr. 3 13; stets eC(joafAaiy 
während attisch lLWf.Lai daneben möglich ist; fest ist das o auch 
in /J'/.XsLOt.iaLy l/.XeLod^riv, -^^txQiOixai^ f/^/cr^t^v; auch Xovo) schiebt 
im Aorist Passiv ein a ein Ez. 16 4, im Perfekt Passiv nur in B 
Hohel. 5 12 gegen Xeloiixlvai in A«; das Plusquamperfekt von 
övvE).avv(.o heißt 11 Ma. 426 ovvtj?MOT0y vergl. rjXaoO^rjv 5 5 von 
^ld(ü steht Te^laoftuL IV Kö. 18 21, Jes. 36g, k^ldo^r^v Ex. 29?, 
wie ly.Xdo&iqv von xXaw Jer. 16 7, 27 (50)23; zed^Qavof^aL und 
l^qaio'Jriv von dem früher wohl nur poetischen ^^gavio z. B. 
Deut. 2833, n Clu\ 624; unsicher ist ov(.ixpriodeig in B Jer. 22 19, 
A« ri^elg, doch 31 (48)33 Gweipr^od^rj in Bn, ^^rj A; vergl. ferner 
noch '/.aze^vGfiivrjv von -/Mza^vw Epist. Jer. 8, s. Lev. 1442 u. 43; 
immer Geacoouai, aber diaGiowrai in B* IKö. 23i3, B*^ A gtul, 
ebenso II Kö. I3, die Ptolemäerpap. haben auch beides; gut be- 
zeugt ist das G im Aorist bezw. Fut. Passiv von ETtaivto) Ps. 332 
AB*«* InaivEG^rpETai, Sir. 9 17 in AB*», Ps. 438 nach Bn*, 
63 10 B * N, 62 11 B * N *, vielleicht auch Ecc. 8 13 mit C hiT^vkGd^t\- 
Gav\ G schieben femer ein yjvkiG^rivai (Präsens /.vXioi = '/.vXivdu)) 
z. B. Am. 524 und kX/.vGS^rjvai Da. 4 15; der Aorist tTceiQccGS^rjv 
mit passivem Sinn gehört zu TTeigdla) Da. 12 10, Weish. 11 9; 
tTteiQa&riv voii TTeigdo/nai = dem sonstigen hteigaGa steht nur 
Sir. 31 (34)10, wo n fälschlich g einschiebt, sonst nur in den 
Makkabäerbüchem, so IMa. 1 15, 12 10 und IV Ma. 15 le rceiQa- 
^elauj wo A ebenfalls irrig TteiQaG&eiGa bietet; schließlich ist 
hier noch auf die schon oben erwähnten Aoriste tdvvdG^rjVj 
cijvuGd^r^v, fTteraGd-riv und Iqqvg^tiv hinzuweisen. 

Hierzu bemerke ich folgendes: Zu xExiQuafiat vergl. WS 13, 1, 
Crönert 264, zu ntn^raaucu Cahet^bl, 462, zu x^xlecafxai Crönert 227 sq.. 



B. Konjugation. 101 

wonach auf Papyri mitunter das a noch fehlt, aus den späteren Über- 
setzern vergl. xixkuafxttL nocli Aquil. Gen. 3922, Symm. IV Kö. 155, Jes. 
38 14; das <T ist auch bei Josephus fest, s. Schmidt 470 sq., wo noch an- 
dere Autoren behandelt sind; zu Xovb) s. WS 1. 1., zu i^kaa/xctt vergl. Aen. 
Takt. 31, Aquil. Jes. 28i, sonst Schmidt 471, der 463 auch ijXdai^rjv be- 
handelt, s. Crönert 227, Schweizer 189, Cobet 496, Keinhold 70, auch 
Philo vom Geschützbau 43, vergl. Möris 10 u. 15; zu avuiprja^aCg vergl. 
auch avvtxjjriad^r] bei Symm. Jer. 46 (26) 15, av/iix{jr]a&iüac Jer. 5045, ferner 
dvtxpt'iad^T] BGU I 330, 14 (In); daß auch sonst noch Einschiebung von a 
in der Koivri vorkam, beweist Möris 175 xccT€xav&T] li, xarixavad^t} 'E, 
s. Schmidt 464, vergl. auch vTroxeia^^aojUtti Lanckoronski II 147, ano- 
XavaS^rjvac bei Philo (I) Leg. all. I 57; xsxkavafxivog Lykophr. 273, wie 
xXava&8VT€i 831 gehören wohl zu dem Präsens xXavd^o) = xXaico, das sich 
P. Tebt. I 3 in einem Epigramm des Iv findet. 

ß) Verba auf alvio und i'vco : Hier assimiliert sich das v dem 
fx der Endung, während im Attischen in der Regel o erscheint, 
so immer f.ieiiiiaf.if.iaL z. B. Num. 5i3, 1427, auch Hag. 2i4 mit 
AB gegen f^ie/niao/nevog in n, vergl. Ttgoaeai^jiiiiiafxevcüv III Ma. 547, 
doch oft vcpaöi.iai z. B. Lev. 19 19, sodann s. xazrjaxvini^i^vog Ps. 
7321, i]Oxv(.L(.iaL I Esr. 8&4, (.iEf.iaAQvi.if.dvog Ps. 55 (Überschrift), 
TtejcXrid^vfifdvoi IKö. 25 lo, vergl. Klag, li, riOQVf.ifA.iva. Ps. 143 12, 
fiEftoXvfifdvog Jes. 654, II Ma. 143, wie mit An Jes. 593 gegen 
öfdvog in B, und wohl mit A gegen B I Esr. 8 83; später fanden 
speziell bei den Verben auf vvco offenbar wieder Schwankungen statt. 

Vergl. hierzu Crönert 229, KB I 2, 168, ßaßctQvfifisvot, P. Tebt. I 23, 5 
(c. 120v), lxTa&T]Xvfxfiivr]g Philo (I) de post. Cai. 166, s. speziell für dieses 
Wort Schmidt 471, üatfqafifxav Henoeh 24, 4, fxsfi£xQVfijuca Aquil. Gen. 32 10, 
fiefitycO.vfifiivog Aquil. u. Theod. Jes. 38 18, i^r^nafifisvag Symm. Eicht. 16 7, 
TTfncxQcc/Ltfievog Symm, Ez. 3i4, dagegen wieder fiafiCaafxm IV Kö. 14i4 
Symm., Jes. 52 1 Aquil., wie auch fxEfxokvafXEVog Mal. I7 (alle 3 Übers.), 
was also später wieder geläufiger gewesen sein muß ; s. zum Ganzen noch 
WS 13, 1 und Crönert Wiener Stud. 21, 73. 

y) Auf dem Gebiet des Perfekts sind noch folgende Einzel- 
heiten und Neuerungen zu merken: Von Tvyxdvo) wird lerevxcx 
also mit Weiterführung des Futurstamms (vergl. oben auch STev^a) 
gebildet, auch Hiob mit BC N, TSTvxtjycog erst A ; aTtoy.Teivu) bildet 
neu ani-M:afAa Num. 16 41, IKö. 24 12, 11 Kö. 4 11, begreifhch in 
einer Zeit, wo das Perfekt stark in den Vordergrund tritt und 
mit dem Aorist konkuniert. Dem gleichen Bedürfnis entsprangen 
andere Neubildungen, so EQQtiyia zu QiqyvvfXL in transitiver Be- 
deutung n Kö. 1430, 1532, IV Kö. I837, IMa. 1345; das intran- 
sitive EQQioya steht Jos. 94 u. la, epist. Jer. 31, dafür heißt es 
intransitiv IKö. 4 12 Ifxdtia ÖLEQQriyoTay also SQQriya = eQQwya, 



102 II. Wortlchre. 

WO das ?/ aus den übrigen Tempora eindrang, vergl. Hi. 32 lo, 
aber I Kö. I2 nur in A; ferner ist neu fdraxa transitiv z1110Trjf.lL 
z. B. I Kö. 15 12, Jer. 617, auch nach B Jer. IG 5 aq)tocaKa ttjv 
eigijvyp', n*A schreiben fälschhch das intransitive acpiocT^Kai 
das Perfekt von Ti^T^^tu heißt wohl unter dem Einfluß von elza 
T£^£/xa, nie r6^?;xa, was die ältere und regelrechte Form ist; 
das Perfekt von ^f'Aw lautet Ps. 40i2 in AB Ted-eXrf/.ag (n* ?J^f- 
?.i]oaQ, aber 11 Kö. 15 20 ^d^eXrj'/.a, wie auch sonst die augmen- 
tierten und reduplizierten Formen von kd^eXco, nicht von d^iho ge- 
bildet werden. Obengenannten Aktiven entsprechen sodann die 
neuen Passiva: tatafiai oft, namentlich '/,a&iOTai.iai z. B. I Chr. 
929, Jer. 20 1, das Passiv trat dadurch deutlicher hervor als bei 
/MdioTif/ia; dem gleichen Bedürfnis entsprang Egqriyixai z. B. 
Sprü. 2321, lEsr. 813, auch in medialer Bedeutung Jer. 485 
öceQQtjyiuevoL ra l^idria Bn, A dLEQQriyßXEq\ vergl. ferner averoy- 
/iiaij ijvoiyi-iaL und 7Jvi(i)yf,iai für avicoya, letzteres nur Tob. 2 10 
in der Fassung von AB, oft auch Ivöidvi-iai für evdidir/.a z. B. 
II Chr. 012, Zach. 34, Ez. 236 u. 12 nach A tvöeövfiivovgy während 
B h'dedv/.ozag hat, hdedvfxui war später geläufiger, gerade Ezechiel 
hat sonst oft Ivdedvy.a^ zu Tt^BLV.a tritt lid^Ufxai neben -/.ufLai^ 
es kann auch medial sein vergl. Ex. 3427, II Ma. 4 15; zu aniv.- 
Tö/za tritt a7ti7.x(x\x\.iaL I Ma. 5 51; aTte'ÄTOvrja&ai II Ma. 436 ist 
Weiterbildmig aus ccTieATOvay das bei den LXX nicht vorkommt. 
Tirev/tt haben schon Homer, Herodot und Hippokrates, dann Aristo- 
teles, s. Schmid I 86, KB I 2, 556, Phryn. 395 verbietet die Form, vergl. 
weiter Sturz 198, Crönert 279, Mayser 374, Schmidt 468 sq. aus Inschriften 
s. noch D II 761 (Ptol. XI), IrtTtv/H auch Alex. Aetol. bei Bergk Antho- 
log. lyr. 121 ; die Entstehung kann auf dem Boden der Kocvri der Futur- 
stamm veranlaßt haben, so daß also Anschluß an den ionischen Dialekt 
nicht unbedingt erforderlich ist; letzterer kann jedoch die Tendenz be- 
fördert haben; dnixrayxa (vergl. Möris 28) ist bei Schmidt 1. 1. belegt, 
ebenso dntxjovrixa, s. oben untxjovfaü^cu, unixxayxa schon Menander 344, 
Kock III; zu ti^Q^j/u s. noch Aquil., Symm. u. Theod. Jes. 3622, aQoriyfica 
Aquil. Ez. 26 10, vergl. Cobet 212 und Bekker Anekd. I 422 dniQoayyav 
ovx uTiiooTjxTai, iQQr]ya ■=■ fOQODya steht auf den Herakleischen Tafeln bei 
Kaibel IIS 645, I 18 (III v), war also auch dialektisch; ri&Hxa Mayser 
370, Crönert 278, Schweizer 184, bisweilen auf Papyri noch Ti'O^rjxa, so 
P. Tebt. I 120, 106 (I^), j^i^ufiai sehr häufig, s. Crönert 278, Schweizer 
188, Mayser 375, doch schon Aristoph. Fragm. 327 bei Kock I, s. noch 
P. Oxy. III 504, 41 (II n), 507, 24 (169 n); zu Utuxu vergl. Schweizer 185, 
für Papyri besonders Moulton 1901, 37 u. 436, 1904, 11, vergl. noch 
P. Oxy. IV 726, 12 (135nj, 727, 12 (154n), s. Schmidt 482, wornach es 
schon bei Hyperid. 3, 38 vorliegt, auch von taia/j-at ist dort die Kede, 



B. Ko7ijiigation. 103 

das wohl auch Plato Tim. 81 D sich findet, s. dann Mayser 375, Crönert 
263, außerdem z. B. noch BGU IV 1057, 7 u. 22 (13v), 1058, 7 (13^), 
P. Oxy. IV 725, 46 (Iln), Schweizer 188, vergl. Aristeas 1, 24, Aktiv 37, 
auf att. Inschriften eara^ac erst seit 100^ s. Meisterh.-* 190; dviiny^ca 
auch Henoch 1, 2; 14, 15, Symm. Jes. 4220, P. Vit. I 13 sq. (563n), Mt- 
öv/uac Theod. Da. 126 u. 7, vergl. schon Menander 432, Kock III, dann 
P. Oxy. II 285, 12 (c. 50"), P. Vit. I 59, 6 (241«), in dieselbe Kategorie 
gehört xuTEay^iva = xaranyora, wie ein Übersetzer nach Field Ps, 1453 
schreibt. Zu TtO^eXtjxa vergl. T6&eli]xovac mit präsentischer Endung P. Amh. 
II 130, 17 (70n), T€&(X^x«at P. Oxy. II 237, 7, 18 (106 «); Phryn. 332 
nennt dies Perfekt ein ^AXt'^cn'öotbiTLxbv ovo^u«, s. auch Lobecks Bemer- 
kungen. Zum transitiven Gebrauch von {(irrjxcc vergl. Mayser 371 u. jetzt 
auch xa&f:OTrixafjiev = xa&eaTÜxttuiv P. Hib. I 81, 14 (239/7^). 

d) Was die Formen loxiog und eoTriytcog betrifft, so kommt 
beim Simplex beides, wie auch noch in nachchristhcher Zeit, 
gleich oft vor, weshalb man an schwankenden Stellen z. B 
m Kö. 10 19 A eoTcog, B lart^/wg, Hi. 37 20 BnC «ari^'/wg, 
A eoTwg dem älteren Kodex bezw. der Majorität den Vorzug 
geben wird, wodurch man das ursprüngliche Bild etwa treffen 
mag. Von den Kompositis ziehen einige koTcug entschieden vor, 
so eviOTrji.lL und ecpioTru-iL , vergl. auch das Neutrum eveoTog 

II Ma. 3 17, ecpsoTog Bu. 26; umgekehrt sind von ovvioTif]i.ii nur 
offene Fonnen überliefert, wie von TtagiOTrifuiy ausgenommen 

III Kö. 126, Jud. 13 1, während yia^eoTtog und Äad^eozrixog sich 
die AVage halten. Von den andern Kurzformen erscheinen nie 
tOTaaaVj ^aTafieVy tatave, eOTccai, weshalb man wohl IV Ma. 1 is 
y.a&eazT^yiaGL mit N vorziehen wird, dagegen steht Ttageozccvai 
Deut, 108, I85, Sprü. 2229, /.a&saTavai IV Ma. 525, 154, aber 
TiaQEaTTiKhai Deut. 21 5, Esth. 84. Von a7rod^vi]oy,(o heißt das 
Partizipium bei den LXX nur Ted^vrjuog z. B. Ex. 21 35, Ru. I9, 
Ecc. 42. 

Vergl. für dieses Nebeneinander der kürzeren und längeren Formen 
auch noch in späterer Zeit Crönert 260 sq., Eeinhold 81, WS 14, 5, Nach- 
manson 160, Schweizer 185, nach Meisterh.* 189 kommen auf attischen 
Inschriften des IV ^ nur noch Formen mit k vor, was natürlich vorerst 
als Zufall zu gelten hat; auf den Papyri kommt htarüg stehend vor in 
h'taTiüai^ riusQct, doch sonst z. B. IvtarrjxoTog P. Tebt. I 7, 7 (104 v), P. Tor. 
I 13, 21 (11^) IvaOTTjxoai neben hsarwari, vergl. Mayser 370 sq. ; für iarccvac 
s. Schmidt 181 sq., wo auch rad^rjxa behandelt ist, wie Eeinhold 92, 
re&väac Papers III 322 (nachchristl.). 

e) Als Besonderheit ist schließlich zu erwähnen, daß ^xw in- 
folge seiner Bedeutung und wohl auch unter dem Emfluß des z 



104 IL Wortlehre. 

in die perfektische Flexion übergeht: T/.ai.iev Gen. 474, ^'xorifi 42?, 

Deut. 12 0, aber einstinmiig /^'xcre Jes. 45 20, endlich c. 20 mal 

Tfl/MOi, auch Hi. 16 23 mit BnC, erst A ^'xorat. 

Aus der Ptolemäcrzeit vergl. z. B. xaS^qxvCrjg P. London I 29, 4 (161 v), 
t'jx^vai P. Par. 35, 30 ^163v). fjxari P. Greuf. II 36, 18 (95v), r]x6aiP. Tob. 
I 189 (vorchristl.), anderes Mayser 372, WS 13, 2, Reinhold 73 und rjxfccri, 
Aquil, Jes. 41 5. 

4. Besondere Bemerkmigen zu den Verben in (.11. 

a) Große Verba in fxi. 

Bei Tid^r^f-iLj h]f.iL etc. zeigt sich bereits als Vorbote des 
späteren Untergangs der mithematischen Konjugation überhaupt 
eine starke Neigung zum Übergang in die thematischen, speziell 
kontrahierten Yerba, wobei man beachte, daß der Konjunktiv von 
jeher au diese Klasse erinnerte. 

a) Besonders interessant ist i'azr/yfit, das im Präsensstamm 
fast ganz durch das aus dem Konjunktiv gewonnene loiato ver- 
drängt wird: am häufigsten ist, c. 40 mal, das Partizipium laiiiüv 
und Kompos., ferner 3. Pers. Indik. avLOxa IKö. 28, vergl. a(piaTa 
Sir. 34 1, 429, fxs&LOTav IIIMa. 624, iGzcoaL I Ma. 81 3. Pers. 
Plur. Indik., wie öliotcool Jes. 592, Imperf. ovvIgtwv II Ma. 925, 
dTie/MitioTcüv Gen. 293, demgegenüber einigemale ioti^ol z. B. 
Sprü. 614, Hi. 5i8, lOTTifXL Gen. 99, 41 4i, xad^LOTccvteg IIIMa. 3 19; 
die Medialformen werden stets von caTr/im gebildet. 

ß) Bei 'ir^jni zeigt sich — das Simplex fehlt — der Übergang 
in die w-Klassein avvLio = ovvirjiuL z. B. IKö. 2 10, III Kö. 3 11, 
n Chr. 20 17, Hi. 159, Am. 5 13, selten anders vergl. ovvislg Neh. 83^ 
s. Ex. 3535, 36 1, Ps. 32 16, Da. 11 33 u. 123, IIEsr. 816 A Gvvuvzag, 
B ovrlovzag, IH Kö. 39 B ovvleiv, A ovnivac^ 11 folgt in beiden 
M8 Ulv, was den LXX offenbar geläufig war; vergl. ferner afpiwv 
Ecc. 2 18 u. 5 11, a(plovai I Esr. 4?, sonst z. B. dcpiriOL Sir. 2 11, 
dffuvac Gen. 35 18, auch iviovieg in A IV Ma. 4 10 kann demnach 
ursprünglich sein; auf a^fw weist dcpelg Ex. 3232, wo allerdings 
auch das t, ähnlich wie \n rajusTov (s. unter Lautlehre), ver- 
sch^sTUiden sein kann. 

y) Bei didoji^u ist Übergang in die Formation ölöoco an einigen 
Stellen gut bezeugt: didolg AVeish. 129 AB, n dldwg, wie didoi 
= didwoi Bn Ps. 3621, didwöi A, dTtoÖLÖdl B«C Hi. 34 11; 
töidow = Idldooav II Chr. 275, IIIMa. 3 30. Da bei den Verben 
auf 60J der Indikativ und der Konjunktiv im Singular gleich 



B. Konjugation. 105 

lauteten, so ist diöolo, didol auf den Konjunktiv übergegangen 
und hat sogar im Aorist öol = d(n hervorgerufen, so einstimmig 
aTtoddi Ez. 23 15, Ttagaöol Ma. 11 40; aber II Kö. 839 avxaTZoddi 
nur in A,. wie Tiagadol Jos. 2i4 in ß. Von den Verben auf ato 
ist ferner der Optativ auf wriv auf andere Kontrakta übertragen 
worden und erzeugte schheßlich ölöojkiv = diSoir^v, sowie im 
Aorist öwriv = öoiriv; letzteres haben die LXX oft, so als 
Wunschmodus Gen. 2728, Num. 626, Deut. 2824 u. 25, Ru. 4 11, 
I Chr. 22 12, Hi. 68, Sir. 5023, daher wohl auch Sir. 4526 mit ßC 
gegen dolr] in An*, wie auch fiij TtaQadwrj A» Ps. 403, wo 
B rcaqctdoi hat, was wohl Ttagadolri ^^^^ ^^^^5 ^^ yfivd die hebr. 
Formel "jn^ ■'72 bald weniger genau mit dem einfachen Wunsch- 
modus übersetzt Ri. 929, II Kö. 18 33, Hohel. 81, Jer. 02, selten 
gewählter mit dem Potentialis speziell bei Hi. 1923, 31 31, oder 
energischer mit dem Futunim z. ß. Jer. 92. Einen Konjunktiv 
(Jw?^ braucht man an diesen Stellen nicht anzunehmen; er ist 
überhaupt nur als Variante vorhanden Gen. 28 10, Ps. 1213, wo 
E bezw. A öcoT] für öio bieten, ferner noch Ps. 364, wo A statt 
dcooei dwtj hat, was an sich möglich ist, da der Konjunktiv für 
das Futiurum eintreten kann (s. Syntax). Denkbar wäre ja auch 
irrtümliche Verwechslung der beiden Modi oder absichtliche 
Variation, vergl. dafür Ru. lo A öco xal evQtiTs, ß diißr] /mI 
evQOite. Schließlich erwähne ich in diesem Zusammenhang, daß 
auch für yvoiriv yviotjv vorkommt Hi. 23 5, Vers 3 jedoch nur 
nach A. Für öiSwjhl ist weiterhin folgendes zu bemerken: für 
ein Präsens ölöio spricht eöiösTO in Aß« Jer. 5334 (die Kor- 
rektoren haben ozo), wie in A Ex. 5 13; aber hier kann auch 
Schwächung der nachtonigen Silbe, also phonetische Orthographie 
vorliegen, wie das doch wohl sicher für e^eöevo = h^idozo anzu- 
nehmen ist Ex. 221 in A, I Ma. 10 58 in An*; auch spätere, 
spontane Verwechslung mit i^ed-eTO ist möglich, wie sie sicher 
vorliegt in der charakteristischen Form öf] = d(o Lev. 14 19, 27 9 in 
A u. B. 

ö) Ti&ri(AL hat seine Flexion bewahrt; nur einmal steht in N* 
vTtEQTid^ovTai Sprü. 1522, was auf späteres lid^o) hinweist; sicher 
ist dagegen hTVLZL^ovoav = hrcexid^ovöav = s/ceTi^eoav von 
eTtizid^eu) I Esr. 4 30. 

e) Anzureihen wären hier TtifiTcXrjini und 7tin7tqi]fxi^ die Trtjii- 
TtXaio und 7tLf.iTtQaw in folgenden Formen voraussetzen: 7ti(.iTcXiüv 
Sir. 2425, ifiTtiTtlcovia Ps. 1025, ef.i7tiTclag Ps. 144 le, IfXTiiTtla 



106 IL Wortlchre. 

Sprü. 18 25, h'ETiiTthov III Ma. Is, evETtif^iTtQa IIMa. So, iveTtifi- 
7TQLÜV 1036, doch ;ctfi7cXtjOi Spi'ü. 1820, eve7ii(.iTcXaoav Sprü. 2460 
(89 lö). Die Medialforinen werden wie im Attischen gebildet z. B. 
Hi. 1922, Ecc. 4s, ei-st III Ma. 43 IfXTtLJcltüVTo. Almhch sagte 
man für '/.ixQij,ut, xixQdio I Kö. I28, Ps. 111 5, Sprü. 13 u. 

Für vor- und naclieliristlicLes tfrra'w vergl. WS 14, 14, Crönert 259, 
KeinboUl 93 sq. u. a., wie jetzt auch Mayser 353, vergl. noch xaB^iaTuivxtg 
Agatharch. 47, anaräiv Ps. Sah 2, 35, TinniaTtorTsg Tatian 2. 

Zu (Tw/cü und a(ftoi s. WS 14, 16, Jannaris 960, Dieterich Abraxas 
169, 12, außerdem noch avvCwv Theod. Da. 85 u. 27, d(f>CtL Test. Jud. 18; 
zu «f/f'w bringt WS L L Parallelen, s. auch Dieterich 220. 

Zu JtJütü und J^Jw, s. besonders für Papyri Moulton 1901, 37 u. 436; 
1904, 112, wonach aber die Ptolemäerzeit noch wenig derart bietet, vergh 
jetzt auch TiaQaSiöovvTog P. Vit. I 31, 10 (212») und Mayser 353 sq.; viel 
Material findet man sodann bei Eeinhold 93 sq., wo auch darauf hin- 
gewiesen ist, daß JfJdw, wie taracj und ti&^o) schon im Ionischen zu 
Hause sind; die Neigung zum Übergang in die thematische Konju- 
gation war offenbar von jeher vorhanden, vergh ^k^oI = öCöwat bereits 
bei Homer; öiöovOi = ÖLÖoaai hat auch Aristophanes Fragm. 936 Kock I. 
Der Konjunktiv i^oi steht wahrscheinlich P. Petr. II 9, 5, 5 (240/239^), 
obwohl im gleichen, überhaupt schlecht geschriebenen Papyrus oixovofioc 
= ofxovojuo) sich findet, so daß also nur graphische Variante vorliegen 
könnte, vergl. Mayser 325. P. Fay. 112, 7 (99 1^) steht jedoch 'iva dTioöv 
= dnoSol, wie 124, 22 (11°) der Konjunktiv dnoöiövs = dno^i^oig-^ da 
an diesen Stellen v geschrieben ist, so muß doch als Originallaut 01 zu 
Grunde liegen, nicht w, welch letzteres nie mit v vertauscht wird; ein 
Konjunktiv Jtcfor u. öoT hat also doch wohl existiert; für spätere Papyri 
vergl. Moulton 1901 1. 1. u. 1904, 11, s. jetzt noch P. Oxy. IV 728, 18 
(142ii), 742, 9 (2v), p. Vit. I 1 A 6 (153°), 81, 10 (303°), endlich vergl. 
WS 14, 12, Eeinhold 90. Zu öoitiv vergl. WS 14, 10, Eeinhold 90, Schmidt 
478, Schweizer 191 und schon Sturz 52, vorchristl. auch Aristeas 185 und 
238, 8. noch Aquil. und Symm. Ps. I2 und Aquil. Ps. 1193; Athanasius 
mol nuQd^trlug Texte und Unters. XIV Neue Folge pg. 60; Phryn. 345 
erwähnt {T^Jw/jy, Möris 86 ö<i)i)v. Ein Konjunktiv öunj scheint allerdings 
in Dialekten vorhanden gewesen zu sein (von einem Verbura Jww?), vergl. 
tl xa öonj DS- 858, 17, wie 861, 9 ^ntt xa i(noöa)i^ auf delphischen In- 
schriften, Avo dem Zusammenhang nach doch wohl nur dieser Modus 
möglich ist, vergl. auch IGS I 3054 Irre xav Jwft = Jw// (Lebadea, wohl vor- 
christl.). Für Formen wie i^^no und ö^g s. WS 14, 11, Moulton 1901, 37, 
Eeinhold 94. 

Zu Tl<}riuL s. WS 14, 13, Moulton 1. 1., Dieterich 1. 1., Eeinhold 1. 1.; 
uiTUTi&iöv Aquil. Ecc. 10 9, TiQoatrC&ow Test. Jos. 4, 

Zu l/nTiiTzlüv Usener heil. Theod. 137, IfxncnQdv La Eoche Wiener 
Stud. 21, 30. 



B. Konjugation. 107 

b) Präsensbildung der Verba auf vvfxi. 

Hier zeigt sich ein bedeutsames AVeiterschreiten des schon 
im Attischen in einzehien Formen beginnenden Prozesses zu 
Gunsten der w-Klasse; vergl. anoXliEL Deut. 820, Hi. 922, artol- 
Iveiv Sir. 497, aTtoX^^vcov Hi. 1223, Sir. 2O22, Jer. 23i, aTtollveiv 
Sir. 497, doch d7c6klvoi Sprü. 5i, II Ma. 839 und mit An Ecc. Ts 
gegen et in B, d7cöXXvi.t€v Gen. 19 13, vre IMa. 839; die Medial- 
formen werden wie im Attischen gebildet, also wohl auch Ecc. 7 16 
ccjcolXviiievog mit ß« gegen dnollvoi.iEvoq in A. Ferner 6f.ivvco 
= oi.ivvfxL Jes. 4523, Bei 6, oft dfivvwvy ofxvvivTeg etc. z. B. 
Am. 814, Mal. 35, Imperat. oixvvexe Jer. 78, Hos. 4 15, wfxvvov 
Jer. .07, o/nvieiv Jer. 12i6, sonst vergl. Am. 42, 87, Jer. 62; stets 
so im Aktiv, aber 6fxvvi.dv(ov Weish. 143i. JeUvvfiL u. Kompos. 
öer/.vvio Ex. 208, Ez. 144 etc., Partizip auf lov Deut. I33, 11 Chr. 
153, Tob. 126, öer/,vvovOL III Kö. 13 12, vTcedeUvvev m Ma. 529, 
öerÄVvof.iev lEsr. 224, wo A das fortläßt; ursprünghche Formen 
nur in den Makkabäerbüchern vergl. z. B. 1. Pers. STtiöeUvvfui 
rVMa. 635, außerdem deiTivvg Weish. 144, 18 21, Epist. Jer. 2; 
Medium stets wie im Attischen. Es kommen hinzu: -/.araoTgcov- 
vviov Hi. 1223, dvaZevyvveiv Jud. 7i, doch dveCevyvvöav Ex. 4036 
u. 37; von Medialformen vergl. noch QT^yvvTac III Kö. 133, tisql- 
tiuvvvTai Ps. 108 19, avfx/.iiyyvf.ievog Sprü. 20 1, dTtooßevvviai 31 is. 
An mehreren Stellen bei Möris werden die Formen der thematischen 
Konjugation ausdrücklich als hellenistisch bezeichnet vergl. 9, 19, 21, 
94, 123, 207, 248, auch sonst werden sie später vom streng attizistischen 
Standpunkt aus zurückgewiesen, vergl. Keitzenstein 393 u. 394, Bekker 
Anekd. I 40, 331 wird für den Infinitiv beides zugelassen, für Attizisten 
speziell vergl. Fritz 62 sq. ; aber in klassischer Zeit waren sie bereits in 
Gebrauch, immer sagte man ja i^ecvvovai, vergl. besonders La Koche, Bei- 
träge zur griech. Grammatik 155 sq. ; auch die attischen Inschriften lassen 
die ständige Weiterentwicklung erkennen, s. Meisterh.^^ 191; die Papyri 
haben im Aktiv nahezu immer die Formen der w-Klasse, vergl. besonders 
Crönert 238 sq., so fast stets ofxvvoj, für Inschriften noch Schweizer 178, 
Nachraanson 155 sq.; für Polybius, bei dem z. B. im Wechsel von ^ecxveiv 
und (ieixvvvtti die Hiatusvermeidung mitspricht, Kälker 237, sonst Jan- 
naris 936 sq., Keinhold 95 sq., Dieterich 221, Schmidt 474 sq.; die Formen 
sind seit Aristoteles so zahlreich, daß ich wohl auf weitere Beispiele 
verzichten kann. Der häufige Gebrauch von öeixvvo) führte sogar zu dem 
Aorist Miixvvaa bei Pseudo-Kall., worüber Thumb 13 sq. Die medialen 
Formen haben sich fast durchweg gehalten, soweit nicht schon attisch 
die w-Konjugation, wie im Konjunktiv, vorhanden war; doch fand ich 
Inscript. Ins. M. Aeg. II 57, 16 (wohl vorchristl. /iCotr^'-In schritt von 
Mytilene) ofxwoixivaiv. Im Neugr. sind, wie überhaupt die Verba in 



108 IL Wortlehre. 

jui, auch die auf vv/uc geschwunden, es heißt z. B. 6e(/vio (oder rw) für 
Siixvv^iy aoojvvü) für aTOiörvvjuc etc., vergl. speziell für die Bildung auf 
ro) Hatzid. 394. 

c) Kleine Yerba in /.il. 

Soweit nicht schon in den vorhergehenden §§ einzelne Formen 
erwähnt werden mnßten, sei hier noch folgendes verzeichnet: 

«) eljul hat in der 1. Person Imperfekt stets c. 60 mal die 
medialisierte Form ijf^irjv^ auch ovi.i7caQr^^riv Sprü. 827, ^f^ed^a 
steht I Kö. 25 16, Bar. I19, sonst r^fj^ev; die 2. Pers. Sing, heißt 
öfters i^ad^a, aber ^g Eicht. 11 35, Ru. 82, Ob. In, stark bezeugt 
Hi. 384, B«C, A TjO&a. Der Imperativ heißt tjtco Ps. lOSsi, 
IMa. IO31 nach A, wie 16 3, allerdings N Iotoj, Die Kurzfonn 
svL für l'veoti findet man Sir. 372, IV Ma. 222. 

ß) Eljui : die Futurbedeutung ist ganz aufgegeben, zumal auch 
die Modi Präsensbedeutimg hatten ; das Simplex ist überhaupt nur 
in ganz dürftigen Resten vorhanden, so YS^i, Ecc. 66, tVw Ex. 3226, 
doch auch aveioiv III Kö. 21 22 in Präsensbedeutung nach A, 
B schi'eibt avaßaivei. Sonst c. 20 mal Partizipium, doch fast nur 
in den Makkabäerbüchern, dort auch Infinitiv und Imperfekt, wie 
noch 7tBQLi]eiv Weish. 818. Es tritt eben tqxeod^ai dafür ein mit 
dem Futuriun eXeioo^ai^ das als lonismus gelten mag, aber wohl 
schon frühe ins attische eingedrungen ist; die Modi und das Im- 
perfekt von SQxo/naL waren früher sehr selten; egxr] steht aber 
z. ß. Rieht. 19 17, IKö. 1743 u. 45, eQXsod^oj IKÖ. 294, sqx'"}^^^ 
Sprü. 1 26 u. 27, sehr oft Partizipium und Imperfekt. 

y) Oiöa : olö wird entsprechend der Ausgleichmigstendenz der 
KoLVTj durchgefülirt, es heißt also oft im Plural OLdafiiEv z. B. 
Ex. 33 1, oi'öaTe z. B. Deut. 11 38, OLÖaucv z. B. Hi. 3628, auch 
die 2. Person wirft o^a ab (vergl. r^g für r^od^a) und lautet oldag 
z. B. Hi. 1.09, olod^a nur IV Ma. 627, Deut. 92 steht in B die 
Mischform oiad^ag, erst F olod^a, A fälschlich r^o&a, Xoxe nwc 
III Ma. 3 14; für 7;^£f(j^a stets r^'detg; die Kurzformen f^afxevj fjoze, 
rjOav existieren nicht mehr; über fjdetoav = jjöeoav s. unter 
Personalendungen. 

d) Orijui: fast nur, aber nicht oft g)riGl und 1'^?^, cpaal Epist. 
Jer. 20, e(paoav Esth. 10 3, q)af.iEvog Hi. 24 15, sonst q)doy.cov in 
den Makkabäerb. und Gen. 2620, Bei 8; im II. Makkabäerbuch 
findet sich auch 337, 727, 818 der später auch sonst häufigere 
Aorist sq)r^aa. 

Zu ^f^T}v vergl. Möris 127, wo es ausdrücklich als hellenistisch he- 



B. Konjugation. 109 

zeichnet wird, Phrynichus 152 verwirft es, vergl. nocli Herod. II 840, 7 u. 10 
und jetzt auch Reitzenstein 394 ^v • fii] Xiy vi^w, s. WS 14, 1, wo auch 
ältere Literatur zu finden ist, Schweizer 178, Eeinhold 86, Schmidt 484 
(mit zahlreichen Beispielen), Jannaris 984 sq., zu der Medialisierung, die 
später alle Personen und im neugr. auch das Präsens {dfxai == d^C) er- 
griff, s. besonders noch Dieterich 223; vergl. Aquila u. Symm. Jer. 11 19, 
Aquil. Ez. 3322, Symm. Ps. 7223, Test. Ruh. 1 u. 8, Lev. 2, Jud. 1; für 
die Ptolemäerpapyri s. P. Magd. I 6, 6 (III ^), P. Grenf. I 12, 9 (c. 148^), 
21, 3 (126^), ferner Wilcken Ostr. 1256 (136^), für spätere Papyri Moulton 
1901, 38, 1904, 112; die Medialisierung der ersten Person Singular ent- 
sprang w^ohl frühe dem Bedürfnis, einen Unterschied gegenüber der dritten 
Person herbeizuführen; an den bezeichneten Stellen neuerer Literatur 
findet man meist auch Beispiele für rifxiSa (übrigens auch schon P. Petr. 
II 4, 7, 3 1(255 vj), sowie dann für ^g = rja^a, vergl. noch Möris 129; 
zum Imperativ ijrto s. Schweizer 177, Nachmanson 158, Meisterh.^ 191, 
sowie WS 1. 1. und Reinhold 87, wo auch der sogar Aelian nicht fremde 
(Schmid III 40) Imperativ eao behandelt ist, vergl. noch Symm. Ps. 303, 
neugr. eIgov. 

Zu eI^i vergl. Nachmanson 157, insbesondere Reinhold 87 sq., wo- 
nach es bei den Vätern und Apokryphen auffallend häufig wieder vor- 
kommt wohl unter vorübergehendem gelehrten Einfluß; das Partizip 
(s. Nachmanson 1. 1.) findet sich z. B. öfters auf Pergamenischen In- 
schriften, auch noch spät auf Papyri z. B. P. Grenf. I 54, 10 (378 n), wie 
57 (561 ii); im großen und ganzen kommen fast nur Komposita in Betracht, 
s. auch WS 14 Anm. 1 a. E. und vereinzelt so siaiaai P. Petr. II 38b vers. 3 
(III V) allerdings nicht ganz sicher, inaviraj D I 218, 110 (Seleukus I); zu 
dem für elfit eintretenden tQxofjLttt vergl. WS 15 s. v. Reinhold 97; zu 
ii.€vao(bicu, das zahlreich auch aus der Ptolemäerzeit belegt werden kann, 
wie jetzt bei Reinach 12, 7 und 13, 11 (110^), vergl. noch Reitzenstein 
392 u. 395, wo die Form verworfen wird, wie bei Möris 12. 

Zu olScc, das schon im Ionischen den Plural otda^Ev etc. hatte 
(Smyth 702) vergl. Mayser 372, Reinhold 92, WS 14, 7, Fritz 68, Jannaris 
969, für oXdaGi s. auch Möris 151, für oiSare Bekker Anekd. ot^ars • 
ufiHvov TÖ lOTS; für oMag s. Möris 208, Mayser 321, die Mischform ola&ccg 
auch bei Komikern; oUag jetzt noch P. Oxy. IV 745, 16 (In), P. Vit. I 61 
II 36 (86/8811). Zu ^Jaf = 'i^sia&a s. Möris 126, Schmidt 484, vergl. 
stfrjg für f.(fr}a&c( Mayser 355 und jetzt auch P. Hib. I 42, 3 (262^), ver- 
worfen von Phryn. 236. 

Zu (fT}/iih das in der Koivi] stark im Rückgang begriffen ist, wofür 
auch Möris 289 (fa^C L4, sin^ E in Betracht kommt, vergl. Crönert 281; 
für den später seit Aristoteles (s. Bonitz) häufigeren Aorist vergl. Mayser 
413, Kälker 237 sq., wonach bei Polybius im Wechsel zwischen €(pr)v und 
f(frjaa Hiatusrücksichten mitsprechen; zu (fd/nsvog neben (fäaxojv s. u. a. 
Nachmanson 157, Mayser 34 u. 355, auch bei Herodot s. Smyth 704, so- 
wie bei Tragikern, dann bei Aristoteles (s. Bonitz), bisweilen schon 
attisch, so Xenoph. Hellen. 1, 6, 3; vergl. noch P. Hib. I 32, 20 (246/45v), 



110 //. Wortlehre. 

Eupolemos bei Euseb. IX 17, 6, Philo vom Geschützbau 30, D I 221, 5 
und 50 (Autiochus I). 

5. Bemerkungen zu den kontrahierten Verhen. 

a) nendiü und önlidw gehen hellenistisch in den allgemeinen 
Typus über und kontrahieren in a, nicht in tj: l/telvag Deut. 15 18, 
Tceiv^t Sprü. 1521, öiipa Sprü. 2521, wie Jes. 298. Bei Tteivdoj 
bleibt das a auch in der Tempusreihe, so Ps. 33 lo ^ceivccgwoi, 
49 12 Tieivdocüj im ganzen c. 25 mal; nicht so ixpccw, s. Jes. 49 lo 
oT TceivaoovOL ovdf öixj.>7j0ovoiv. Stets heißt es Kijvj wie XQrjod^aij 
doch xQaod^ai II Ma. 6 2. 

Zu TiHVttV, das Phryn. 61 verwirft, s, Dieterich 228; zu neivciaio, 
iTieiraaa Keinhold 84, s. Ps. Sal. 5, 10 u. 12, WS 13, 24, vorchristl. auch 
bei Teles, s. von Müller, de Teletis elocutione, Freiburg Dissert. 1891, 
pg. 4; xQ(7a&ai ist in der Xoirrj sehr geläufig, s. Eeinhold und WS 1. 1., 
wie Schmidt 472 sq., Crönert 221, wo man auch byzantinische Beispiele 
findet; aus Inschriften s. noch Benndorf-Niemann 155 yQÜad^ioaca^ Papers 

111 275 /()«ff^fa, vorchristl. I) I 214, 19 (Seleukos I), ferner Schweizer 
275 ; aus Papyri füge ich den Crönertschen Stellen noch bei P. Oxy. II 270, 
34 (49n), III 489, 4 (117n), 502, 29 (164n), p. Vit. 1, 7 (155n), 50, 115 
(268n) und oft; vergl. Möris 296 xQiiTca 'A, xQ^Ijkl 'E, doch xarttXQf\a&cu 
P. Oxy. II 281, 15 (20—50°). 

b) Die einsilbigen Stämme, wie x^'w, bleiben bisweilen auch 

da offen, wo el das Kontraktionsprodukt wäre, d. h. die betr. 

Formen schließen sich den übrigen z. B. x^ofxevj xlovöi etc. an, 

so Iv.x^ETEy Ps. 61 8, h^%tu Ps. 28 11, hcLxlete III Kö. 18 33, vMia- 

xi^i Hi. 41 14, auch l^exee Gen. 389 muß Imperfekt, nicht Aor. 

sein, ferner Idhxo Hi. 19 11, Jud. 128, Esth. 13 14 nur in A, 

desad-ai Ps. 27 21, 63 1; '/MTeöhro Gen. 42 21, ferner in B 2 mal 

og STrideezaL Deut, los u. 10, wo A og av hadlricai hat (s. Syntax), 

sonst oft delTaiy ideiTo, im Aktiv immer öely eöeiy vergl. noch 

tyx£L und evex^i IV Kö. 4 40. 

Phryn. 220 verwirft (}^€t und bezeichnet es als Ionisch, was unrichtig 
ist, da doch sonst auch nociec u. ä. anzutreffen sein müßte; der Gram- 
matiker bei Reitzensein 394 verbietet «(>(>«; der Antiattizist 94 erwähnt 
Id^iTo; oiH, /^<t etc. finden sich oft bei Hero Alex., der die beiden Wörter 
namentlich in der Schrift über die nvevfxuTiy.ä häufig braucht; kaum 
liest man derartiges im NT WS 13, 23; sodann vergl. Crönert 221, Rein- 
hold 84 sq., Schmidt 472 sq., Fritz 55 sq., aus der Literrtur füge ich noch 
bei ^iu Henoch 17, 5, Ininktuv Test. Seb. 6, ^öitTo Test. Naphth. G, 
Jos. 13, dnonXlHv Malal. 94, 113, speziell aus den späteren Übersetzern 
xcaayjH Theod. Hi. 41 15, wie ix/^ne Ez. 3325, vTieQex/iit Aquil. Sprü. 122, 



B. Konjugation. 111 

uvinv€E Aquil. I Kö. I623, wie l^nviu Symm. Hi. 14 12, xarctQieig Syram. 
Ps. 425. In der attischen Prosa will KB I 2, 138 diese Formen alle ver- 
dächtigen, doch wohl mit Unrecht, da die genannte Analogiewirkung 
sicher schon frühe hegonnen hat. 

c) Kurz bleibt in den Tempora abweichend vom Attischen 
das e in (poQto), so Sprü. I623 q)OQeaei, Sir. 11 6 icpogeoe, wie in 
7toviiü, oft 8710 veoa z. B. I Kö. 2821, III Kö. 1523, Hos. 9i8, 
Klag. 46, Tiovioio Sir. 135, Jes. 19 10, ferner q)&oveodzw Tob. 
4? u. 16, auch ioTSQeoEv Sir. 28 15 nach B*nA, gegen ioieQr^oev 
in CB**', und wohl Num. 24 11 nach B* gegen iq in AB^^; ferner 
kommen in diesem Zusammenhang noch in Betracht ojteoev 
Ex. 814 (10), wie ETzcüKsoev Ex. 7 21, I620 u. 24, wie Itvo^eoel Ex. 7i8; 
8QQ8d'r]v Gen. 15 13, II Kö. 56, Jon. 3?, Da. 7 23, aber Part, und 
Infinit, mit r} z. B. Gen. 4527, Sprü. 25?; misicher, aber möglich 
ist ocpeilioei in B Tob. 613, A iqoeL. 

Vergl. Crönert 224 sq., wo die Papyrusstellen aus der Ptolemäerzeit, 
wie nenovex^vca und OTtQiata aus den Magdolapap. fast alle verzeichnet 
sind, s. jetzt noch P. Oxy. III 531, 15 (II ») (foQ^ang, sonst WS 13, 3, 
Eeinhold 70, Inoveaev auch Aquil, Sprü. I626, novaaui, Syram. Sprü. 14 13, 
uvEßoXiaaxo Aquil. Jes. 59 18, iifoQsaiv noch Malal. 32 u. 33, Iqq^S^t] Theod. 
Sus. 27, Test. Jud. 7, Henoch 14, 5, Malal. 172, 194, Partizip. Qe^evriov 
P. Oxy. II 237, Kol. VII 40 (186«); zu dif^sdiasc vergl. Schweizer 180, 
Nachmanson 162, s. jetzt noch nQoaoifscUar} P. Oxy. 729, 25 (137 »). 

d) Die Vennischung von da) und «w, die dm'ch die Gleich- 
heit des Kontraktionsproduktes w, ferner durch die Ähnlichkeit 
der Tempora, wie i^aw, rioa nahegelegt wm'de, findet sich bei den 
LXX bereits in iledcü neben eXssco: so steht sicher eledw Sir. 
18 14, Sprü. 1431, 21 26, Tob. 132, IV Ma. 612, 93, auch wohl noch 
Ps. 3626 a B*N, el AB^S vergl. Sprü. 139a, 288 B*C tovri, 
ovvTi B^^ An; da ileew immer noch das gewöhnliche war, so 
konnten die Abschreiber leicht dahin ausweichen. Anderweitige 
Vermischung von eco und dw ist später entstanden, wo derartiges 
beim Übergang ins Mittel- und Neugriechische immer häufiger 
wurde, vergl. z. B. Ttfxovoiv in fc<* Jes. 29 13, TrQOOeöoxovv Ps. 11966 
in A, gegen wv in Bm, wo ovv auch durch Verwechslung mit 
doTceo) entstanden sein kann. 

Nicht auf Vermischmig, sondern vorn herein auf verschiedener 
Bildung scheinen zu beruhen eXavTovew neben llaTTOvoio, e^ov- 
öevito neben l^ovöevow. Der Wechsel zeigt sich besonders in 
den Tempora, so steht sicher iXaTTOvio) Ex. 16 17 u. 18, III Kö. 17 14, 
öfter iXaTTOvocOj schwankende Stellen sind Ex. 30 15 A woei, 



112 III. Wortbildung sieh- e. 

B i'^Gei. vergl. ITT KÖ. 17 6. Sir. 19?; füi- das Präsens vergl. 
III Kü. 1123 f)Miiovf^y aber Sir. 19 6 tXaxtovovTcti-^ e^ovdeveco 
steht I Kö. 87, Sprü. I7. Ez. 21 10, II INfa. I27, Da. 4 2s, oft e^ov- 
öevow, Varianton z. B. IV Kö. 192i, Hohel. Si, Sir. 84(31)22; 
da die Formen auf oio geläufiger sind, so wird man an den 
zweifelhaften Stellen ein Ausweichen der MS in das häufigere 
anzunehmen haben und ew bevorzugen. 

Was schließlich speziell noch die Verba auf ow lietrifft, so 
scheint der Konjunktiv Präsens im Plural 01; aus dem Indikativ 
angenommen zu haben, wie ja auch der Singular beider Modi von 
jeher gleichlautete; wenigstens heißt es in einem Iterativsatz 
Ex. 1 16, wo der Konjunktiv gefordert wird otav ixaiovod^e statt 
^laiüo&e. Sonst kommt der Konjunktiv Präsens bei den Kon- 
trakta überhaupt selten vor, da die Modi des Aoristes stark be- 
vorzugt werden (s. Syntax). 

Für die auch im Neugr, sichtbare Vermischung der Verba auf «w 
und icj vergl. besonders Dieterich 228, Thumb 15, 68, 244, Keinhold 85 sq., 
wo auch von ilfcioj und Us^uj die Kede ist, vergl. WS 13, 26, wonach 
auch für rJQiüTom' u. ä. die Zeugen im N.T. sehr stark sind; il(ttT8 noch 
Test. Seb. 7; in Dialekten begann die Vermischung schon in vorchrist- 
licher Zeit, s. z. B. Valaori, der delph. Dialekt 66; die Ptolemäerpapyri 
sind frei davon, abgesehen von Stücken niedersten Stils z. B. oqovaa 
P. Par, 51, 21 (160v, Traurabericht), dagegen mehr in späteren Papyri 
vergl. Moulton z. B. 1904, 110. 

Für Verba auf ow neben solchen auf ita bezw. «w vergl. man Attisch 
TjTTcioudi zu ionischem iaaoo/ucd; zu den Konjunktivformen auf ov vergl. 
Blass 50, auch iva kvomnuL Test. Naphth. 6. 



III. Wortbildungslehre. 

A. Wortbildung durch Suffixe. 

Aus dem ungeheuren Gebiet konnte ich im Rahmen dieser 
Arbeit nur einige interessante Kapitel auswählen. Von den Sub- 
stantiven sind deshalb die Wörter auf ^a, dtg, iJ.6qy zrjg und ovvtjy 
von den Verben, die auf dCoj, l'Co), aw, £w, ow und evcj behandelt. 
Diejenigen V/ikUtr, die in der attischen Prosa bei Thukydides, 
Xenophon, Plato und den Rednern auftreten, sind weggelassen, 
auch seltenere Bildungen wie TtoXvioQfAo, TtiatoWy ayxiOTevu) etc. 



A. Wortbildung durch 8ufßxe. 113 

Dagegen sind die Formationen beachtet, die vor den LXX nui* 
bei Dichtem von Homer bis Pindar, sodann bei Tragikern und 
weiter bei Komikern anzutreffen sind, ferner bei Herodot und 
Hippokrates, bei Aristoteles und Theophrast. Sodann kommen 
die in Betracht, die gleichzeitig mit den LXX bei Polybius und 
anderen Autoren der alexandrinischen Epoche geläufig sind. Den 
Schluß bildet die Aufzählung der Wörter, die man nur bei späteren 
Profanschriftstellern oder in der kirchlichen Literatur oder nm* 
auf PapjTi und Insclu-iften oder lediglich bei den LXX antrifft. 
Vor allem sind die Papyri herangezogen; Wörter, die mit einem 
Stern * bezeichnet sind, gehören den Ptolemäerpapyri an; bei nach- 
chi'istlichen Papyri und Lischriften ist die Zeitbezeichnung weg- 
gelassen. Eine Präposition iu Klammer bedeutet, daß das Wort 
nur in dieser Zusammensetzung bei den LXX vorkommt. Für 
die Ptolemäerpapyri s. Mayser unter Wortlehre. 

/. Substantiva. 

L Altere Dichter bis auf Pindar. 

^^^vccTtav^a Hes. Theogn. P. Amh. H 39, 4, wie noch oft auf 
Papyri namentlich in der Bedeutung »Brachfeld«, öiavocTtav/ua auf 
einer Lischrift bei Herwerden 206, s. auch CIA 1324, vergl. noch 
bei den LXX xarccTcav^a wie Homer; xat-^i^^a Pi.; OQ/nT^fta Ho.; 
TtQl^a Ho. Her. Kom. P. Fay. 217 ; xcLQ(.ia [e/ti) Ho. Pi. Trag. Korn. 

^'AfxEiXpig Pi. P. Vit. I. 3, 7, auch dvTdf.i£ixpig wie Aristeas, 
Simplex jetzt auch Hiller Prione 105, 18 (c. 9^). 

KXavS^fxog Ho. Aristot. ; olycTiginog Pi. 

2. Tragiker. 

'^yviGftaj ctTtavtriixaj ßdoxay(xa, ßXdoTri/na Theophr. P. London 
I 175; yevi^ia Hippokr., IGS 3064; tdqaaixay ^riaavQioiÄay 
^Qavo^Uy d^Qijvrifxaj *'/,dQ7rio^a, oiwviafia, Ttrjyfxa Aristot. Pol., 
QiLMfxa Theophr., *aT6fxionay xqixwna Her., * (fci%vo)(.ia Pol., 
XQvaco^ia Pol. BGU H 387, 18, Fränkel 170. 

Ei67iaLg P. Oxy. I 123, 13, DS* 929, 4 (H^); aivdvrriGLg 
Hippokr. 

Jiü)yii6g, (pQayi^og Her. P. Oxy. HI 580. 

Tqaxvtrjg Aristot. Pol. 

* Evyvw^oavvr]. 

3. Tragiker und Komiker. 

^'Alyrifxa P. London I 78, syxslqrjfxa P. Oxy. I 139, 25, 
XdXrifia P. London I 105, {.irixdvrifj.a Pol., TzhaOfia {/.azd) Aristeas, 

Helbing, Septuaginta-Gramm. 3 



114 III. Wortbildung slehre. 

odyita (ftiI) P. Oxv. I 826, ar/jQiy^ia Hippokr. P. London I 100, 
oiQiyf.icty TOQevf-ia, (fiatjitia (hc) P. London I 122. 
"Ololvy^og P. London I 94 ii. 109. 

4. Komiker. 

rivu^a BGü in 896, 17, IP 1485, 96 u. 105, ^Ao^i^ia 
[nqog], zgiuiia (orr) Aristot. DS^ 587, 304 (IV^). 

*n6Qioraatg Aristot. Pol. Hero, P. Anih. II 31, 27, oft auf 
Inschriften = jteQiaivXov s. Herwerden 653; o-^/Levcwig. 

BQvyfiogj yoyyi'Oi.i6g, *iO-ioiu6g Aristot. Pol. Aristeas, *&eQia- 
liiog jetzt auch P. Hib. I 90, 5 (222^), vergl. BGU II 594, 5, 
Aristeas; nvÄ.T7iQiOf.i6g^ 7tvy(.i6g Pol., XQSuevionog, 

5. Herodot. 
^(fijyr^fia, f^Ttagfia, oreiöia/iia, oriy/ua Aristot. 

":Aluxlng [e^] BGU n 362 I 8. 

6. Hippokrates. 
QlGOf.ia^ ?jrcao(.ia Epikur, ftzro/ua (tv) Pol. 
U7tdvir]Gig BGÜ n 362 YU 17, Aristeas; niipig Aristot. 
D I 444, 15 (I^), Ttiil'ig, 

MevecoQiafxogy warayinög. 

AiTtaQorrjg Aristot., axoAiori^g, xkwQOxrjg. 

7. Aristoteles. 

Bot^^r^iua P. London I 92, vJvrjiua. 

revaig, ilaiTcüWig Epikur, Aristeas, Pol.; y.6lvvGig^ o^ipig, 
TsUicooLg Aristeas, P. Vit. I 56, 7, DS^ 366, 29 (I^); s. noch 
avanvevoig zu ^ircvtvoLg bei den LXX, wie vnaQ^Lg BGU III 
929 A 4 zu tTtaQ^ig u. öidivTrcoGig zu ly.xvjtwoLg vergl. I IS 455. 

"EfüTiodiG/jcg, OQiGudg BGU II, 599, 2, DS» 929 II v); Ttleo- 
ruG/uag P. Leyden H 3, 7. 

Koüozrjg, vwd^QOTrjg, wQawTrjg Aristeas. 

8. Theophrast. 
3l6GX€v/ua. 
^TieQ^aziGiJog. 

9. Polybius. 

*revrj/ua P. Vit. I 7, 3 und oft s. Orthographie; öiriyrn^ia, 
*l)xaTV}^a BGU III 776 I 6, vUr^na, jtiliia P. London I 113, 
Herondas; rcgoTlgr^^u^ Gaviöcoiua, *xo^Tö(7^a. 

l^^hr^GLg BGU II 394, 14, *dvavewGig P. Oxy. II 274, 20, 
IGS I 26, dv^o^oXoyr^Gig, ly.dUrjGig P. Par. pg. 258. 



A. Wortbildung durch Suffixe. 115 

^Aq)avL0(.i6g, ifdTivQio^iogj ^i/AaTiGfxog jetzt auch P. Hib. I 
54, 16 (c. 245 v), vgl. BGU HI 717, 8 u. DS^ 653, 15 sq., oqmo- 
(^6g Aristeas, *7caQad£iyiiiaTiaiiiog, 7tsQiG7caG(.i6gj 7tOQiO(.t6g, vtvo- 
^ivr^^aTLOfxog P. Oxy. III 471, 16, DS^ 543, 2 (Hv). 

l\ley(xXoQqrii.ioövvri. 

10. Sonstige Autoren alexandrinischer Zeit. 

Aristeas: /r^a P. Oxy. I 234, II 42, oft Inschriften s. Her- 
werden 94, ayccTtrjoigj diaod(fi]OLgy XuTQcooig und aTtoXvTQcooLg, 
ar^f^eiiüGig, ayogaGi-wg IIS 2532, aTif.iaGf.wg, ^avfiaGfwg, furjQv- 
Kiofiog, fiolvGfiog, ^oioXiGf.wgj d^eioTTjg P. London I 206, fieya- 

XwGVVtj. 

Epikur: /.oihofiaf auch Archimedes, vergl. Waddington-Le Bas, 
Voyage archeol. en Asie mineure 281, AavxriGig, GxoLXEUoGig. 

Pseudophokylides : vipMfia, fivQLOtr^g. 

Philo ßyzantinus: f.idlayfia, s. P. Oxy. I 117 I 7, P. Goodsp. 
30 X 6. 

Kallimachus: cldlayfxcxy diaofia, eXei^fxoGvvri. 

Theokrit: GvQiGfj.6g, wie P. London I 109. 

Alexander Polyhistor bei Eusebius: oQOcpwfia. 

Timon bei Athenäus: TcXatvGfiog, 

11. Ptolemäerpapyri und vorchristliche Inschriften, 

sowie nachchristliche Papyri. 

* JiaG'/.OQrtiGfiogj doch Simplex bei Späteren; zu iyxölafifia 
stellt sich jetzt e/./,6Xafifua Hiller Prione 42, 9 (c. 130'*'); zu ovy- 
TilaGfiog vergl. jetzt B7tiY.XaGfi6g BGU III 920, 14; xr^qevGig auf 
dem Gesetz von Gortyn, s. Fi'änkel unter xriqevw. 

12. Profanschriftsteller seit Diodor u. Ptolemäerpapyri. 

*'^^6V?yjUa, '^aq)Bfia, ^Ivdvfua, wie auch P. Fay. 12,20; ^GeiGfia. 

* KQocTriGig, vergl. BGU 111832, 22 u. oft; *(pavGig^ ^XQ^^^S- 
"^ KaiaXoxLOfiog wie BGU III 866, 1; "^GxoiviGfiog, s. P. Oxy. 

IV 597, *ipvyfi6g, wie BGU IH 698, 3 u. oft. 

13. Profanschriftsteller seit Diodor. 

^'.Avoiyfia, dvdfitjfia, aTtdvtrjfia, avyaGfxa, yavQiafia (auch 
dyavQiafia), SixoTOfirifia, övG^chrifda, dvGGeßrjfia, efißQifA.rifxa^ €/u- 
fieXltrifia, IjiTtaiyfia, evtaXfia, e^ovdevri(o))fiay eQv&Qr]fia, 'fjyrifuay 
TjfiiGevfia, iXaGfua (g^, UQOjfia, YvöaXfia CIA 1403, Y,aTavTrj(xa, 
xXeiGfia (gvVj d7t6\ y^XioGfia, Y.oiXaGfia, xoA/rw^a, /.Qdfia P. London 

8* 



116 III. Wortbildungslehre. 

I 89, UitLOf-iccy ^e&iaiiia, oöev/iia (acp) P. Leyden W 6, 29, o^i- 
ßgri^a, Ttagogyiafia, 7tai;rif.iay 7iEQiOTrii.iciy TtgoGox^t^o/^a^ ttqo- 
Xcogr^^ia, qdTtiG(.ia cf. Phiyn, 157, der dafür Inl /.OQQtig Ttaid^ai 
verlangt; oeßaoua, oinijyLia von a^/ifx^» vergl. P. London I 209, 
vervs'orfen von Phryn. 255 gegenüber dem attischen Ofirj(.ia von 
o/^du)] ateQHüfia, Tivay/ua (a/ro), voitQri^a^ cpa.l(xY.qu)i.iay (pi>dQ^ia^ 
q>iXayf.ia, xioveina^ xl'dXfAa {dia). 

u^Yveoig, dvdßlexlnq, agorgtaaig, ßof^ßriaig, yii^ivcoaig, lley^ig^ 
eX/AOig [negi), i^ißtwoLg, vergl. av^ßiwoLg BGU II 540, 11; 
i^flevoig vergl. eTte^ihvaig P. Oxy. I 67, 15 u. oft; e^ilaaig, 
f^oXeS-gevaig, i^ovÖ£vi]{ü))oig, l'a^rioig s. BGU I 16 R 12 nach 
der verbesserten Lesart im Nachtrag pg. 365; laxvoig, -/.dO^iaig^ 
'/MTccvv^tgy ytsgavvcoaig, TcgaTaiwoig, Xccf-iifiigj f.iay,Qori^tQevaig, ^vq7]- 
GLg, olo/MiTioGigy cf. olo/MvoTriaig Latyschev II 342, 6 okoKav- 
tbIv bei Xenophon neben sonstigem oXo'^avTOvv\ oxvqioöig^ Jta- 
Xaicoaig^ TteTtol&rjaig, 7tXr]i.i(.ulr^aig, Ttogevoigy ^vgcoaigy ouoTtr^aigy 
o/~ivu)oigy aregiiüoigj avvovXcooig, L'i/'watg, g)vgaaigj x^Q^^^^^^y 
Xtüvevoig, \lirikd(prioig. 

"^Ayiaoixogy ayvioj-iog DS^ 879, 19 (vorchristl.), dvaTtoöiGfxogy 
dvaiLvayf.i6g, ÖLaaTtao^og, öiTtlaoiaoi^ogy l/.ßgay/xögj £KTLvay/.iög 
s. P. Fay. 114, 22, e/dcpaviafxog vergl. P. Amh. II 30, 2, evBxv- 
gaoLwgy O^gavO/uSg, IXaai^og (!§), ytad^agioi-iogj ixiaofxog, fiygio/aog, 
ouovLö(.i6g, ovsidioiAog, TcavtjyvgiGfxog, Ttugaouog wie BGU III 
954, 23, 7tBgL0voi(xa(.L6g, ^r/,gaOf46gf 7tlr]yfj.6g (xaira), GKogayuOf^ogy 
(pgr/MO/uSg, (fvgf.i6g, q)iüTioft6g, wgcäoinög. 

'Ayad^oT-qg, adelcpOTrig cf. BGU 11 605, 1, dvd^gwTtoTrigy 
iXagoTr^gy TigaraioTrigj iieyaXeioxrß vergl. für Inschriften schon 
Stephanus im Lex.; /uay.goTr^gy TrioTtjgy aTtovöaioTr^gy TeXeioirig 
auch P. London I 109, Teg/tvoTrig^ rgvcfsgorrig. 

l^yad^iüGvvri, ayioavvr]^ yMy.oq)goovvrj, xa^jU0(7i;yi^. 

14. NT. und sonstige christliche Literatur, wie Apo- 
kryphen, Väter etc. 

^^yallla/^a, aylaOjAa, ßdlXvyixay yXvy,aaf^aj lyy^öirifia, wg- 
TaofxoLy d^elri/xa wie BGU III 954, 17, yigataiojina, Aw^a, veiofxaj 
olvLTBLgriTtcty oiponolrjfiaj oxolvLOfiaj (pavXiOfxay x^'Evaüixa, 

^AyaXXiaGLgy dij.(piaatgy öevrigwaig, lyKalvcooig, ttJOLg, ^elrjoigy 
i/xdvTwaigy xo/rwatg, OTÜ.ßwoLgy TTjXavyrjGigy cpdtvwaig, 

^A'/,gLßao^6gy dklocfvlLO/nogy ßÖEXvyfxogy yXvY.(xay.6gy ly/xavia- 
fxogy lleyfiogj r^övafxogy ^ojgayuafxögj iovSaca^ogy y,Xr^öoviafi6gy 



A. Wortbildung durch Sufßxe. 117 

yiV7tQLOf.i6gj fregaafÄogj qavtLOixogy qE(.ißaoix6q, OJtXctyyrviGfxög^ avy- 
ytleio^wg vergl. P. Oxy. II 275, 20, P. Vit. I 50, 114; cpavlia- 
lAog, (poßsQio/iiog. 

"^Ayiorrig cf. P. Amh. II 151, 16, yvfxvoTrigy Aoi/ior?;g, fia- 

m • 

15. LXX und spätere Übersetzer des AT. 

^E^oXi&QEViiia y d^talaofiia, oloKavTCOf^a cf. öloKavjovv bei 
Aristeas, rcaXaiwfxay TrjXavyrji^ia nach Hesych agxri leTtgag. 
Gef^iekiwaig, Y.aTaqaoig. 

'^EKOvaiao/.wgf meQvioi.i6g = ^rtißovXri nach Hesych. 
^ttXoovvyi. 

16. LXX allein. 

^AvacpaXdvTuyna = (paXaytQWOig nach Hesych, cf. avaqxxlavrog 
auf Papyri der Lagidenzeit in Personalbeschreibungen, s. Deiss- 
mann B 83; Swaotevi-iay IvexvQCcOjj^a, d^QvXrifxa = aör](xoi cpwvai 
nach Hesych, f.idyiQvi.ia, /ueyccXcofiay fxioAi^fxa, vvorayixa, toqvixa, 

^^TtOKivirjOig^ ßeßrjlwoig^ yoyyvoigy do'AoxJig = orsyr] nach 
Hesych, OKSTtaoig. 

roi.icpLao(.i6g = avv&Xaaf.i6g oder avvTQtfxiAog oder aif.ia)öiaa- 
fxog TCüv döovTwv nach Hesych, d^XLix(x6g, yiaTaxpevaf.i6g. 



IL Verha. 

1. Altere Dichter bis auf Pindar. 

Avydtu} Ho. Trag. Kallim. P. London I 135, aTtavydtio 
Aristeas; ßaozdlw Ho. Pi. Trag. Korn. BGU III 731 H 9 und 
oft, s. auch S. 85; da/xd^w Ho. Kom., *zotrö^w Pi. Aristeas, 
Pol., BGrlJ n 619, 4, Collitz, Sammlung griech. Dialektinschriften 
3339, 15; 7tsiQdi;ü} Ho. Pol. P. Amh. 11 134, 3, HiUer Prione 
121, 28 (I^), s. Anz 274, neugr. = necken; 7tvy.d^o) Ho. Her. 

L</y/,aA/Co|Mat Simonid. Amorg. Lykophr.; Ira/^tTw Ho. Kom.; 
TclrjXTitoidaL (Sid) Ho. Kom. Herondas, Anz 362 sq., neugr.; 
gtoXllw Hes. Archil.; (poQTiKo) Hes. P. Amh. II 150, 21. 

KavxdoiiaL Pi. Kom.; Xoxdw Ho. Her. Pol.; f-icoi^doinai Ho. 
Demokrii; TteXemw Ho. Kom. Philo Byz. bei Herwerden 62, 
vergl. CIA IV 2, 1054 b. 

^TzodeiQOTO^iio) Ho., cf. g)XsßotO(^£w auf den Ptolemäerpap. 
Mayser 460; ^af-ißeio Ho. Lykophr.; ytorio) (iv) Ho. Trag. Anz 



118 111. Worthildungslehre. 

285; ^ojiißQico {e^, avd) Hes. Lykopin'., rtovro/cogea) Ho., QoiCfio 
Ho. Kom. Lykopin-., ijceQi^cfavko Ho. Pol. P. Leyden W 16, 10 u. 11. 
(DaQ(.ia'Ä6cü Pi., xo^/tow {Tiegl) Pi. Hör. Fräiikel 167. 

2. Tragiker. 

^^vd^iliü [dia) Her. Aristot., •/MQTcitof.iai Theophr., P. Oxy. 
n 265, 6, Abhandl. dos arcliäol. Sem. in Wien XHI 1898 pg. 18 
(Inschrift Dalmatiens), neugr.; yi.vit(.o Her., oyiv^itto^ ovQiCtOy 
ofQayi^cü BGU in 780, 15, IIS 956 B 25; (fXo^'i'Ccü neugr. 

JvooeßiiOy "^ svr^fABQeco Aristo!., P. Amh. II 39, 5; oöriytio 
Aiiz 296, TQOi.ieiü. 

JoXioWj €LOÖ6(o Her. Theophr. 

Kt])uö6co Aristot, Fränkel 136; boioco BGU HI 75 IV, 
cf. dcpoOLow I IS 830, 10; aTtaqyavoio Hippokr.; xey.voio [dno 
vergl. ore/vow); q>Qev6of.iai. 

*j£Oi.i€V(jü {ycavdj d/ro) P. Loud. I pg. 182; loxevci) Aristot. 
Lykophr. 

3. Tragiker und Komiker. 

Neduo Aristot., P. Amh. II 147, 9. 

^^yviLw Hippoki\, Anz 283, vwtl'Cw (zara) Latyschev II 342, 5. 
rijQoßooyiiCü Lykophr.; ovweq)eco; OTQoßeio Lykophr. 
JsifiaTÖw (iyJ) Lykophr. Fränkel 122 sq.; vergl. Bildungen 
wie al/iiaTow, d/jf-iarow bei Komikern; ottoöow Hippokr. Lykophr. 
JIox^icü, 

4. Komiker allein. 

^H?dd'^(o Aristot; *dv(Sidl^(üj s. Anz 307, wo auch Beispiele 
aus vorchiistlichen Inschriften geboten werden, Aristeas, Herondas, 
vergl. P. Lond. I 99; hd^dlco Theophr.; oxedidCoj Pol. 

^Ay/.u)vitvj (TteQi) Hippokr. ; dTtoyalayaitu) P. Oxy. I 37 I 22, 
P. Leipz. I 31, 20, Anz 303; ÖQoaiCoj] y.vfxßaXiCtOj *'/,wd^covlKoiLiaL 
Pol., ixv/.xr^^it(jj (r/), ^av^itw dorisch nach Bekker Anekd. I 284, 
Ifx(pa/Alü)j dvvxilü) Phrj'n. 289, meQvltvjj gaßöl^w Theophr., 
QiTcuüj Aristeas, OKpojvitw (ez), zr^yavL^o) BGU 11 665 11 3, 
vXitio {ÖLdj P. London I 67, Fay. 95, 22; xpcüf.uCo)y vergl. Möris 
328 oiTiCu) l^, (fwiAito) ^E, 

BQLixaofxai (ez, Ttqog)^ yavQidto bezw. dyaogidcjf y.aXaf.idonaif 
yuoadü), y.omdo) Aristot., Epikur, XeTtqdo} Herondas, ^aödcj, 
^aadof^ai Theophr., P. London I 73 ; OTQayya?M0iuaiy xo^cca) (^>t). 

*^AQX^T€y,zoveoj Theophr.; ^doxoXeoixai Aristot Epikur, Pol. 



A. Wortbildung durch Suffixe. 119 

Hero, P. Oxy. I 44, 7; öi'orif.i€Qia)j evaQearlo) Aristeas, P. Oxy. 
n 265, 43, IIS 757, Anz 307; yievoXoyiw Aristot, ^leooTtoqko, 
Telcoveco, P. Leipz. I 81, 1 xQ^f^HoXoysw; zu ETta^oveiv bei den LXX 
tritt a(.iq)(x^ovelv in einem Komikerfrg. Kock III 925. 

^Anloio, aQÖaXdiü Hippokr., Kvyöw IGS 3194, Fränkel 128, 
Hippokr.; Lvfiow Hippokr., neugr. L'r^/oVw Anz 341, Fränkel 128; 
■/.aQow Hippokr., Aristot., Fränkel 134, y.oXoßö(o Aristot, *T^07row, 
(fii-idio ; ferner gehört wohl in die Sprache der Komödie das auch 
Cicero Epist. ad Att. 13, 40 einmal gebrauchte '/.encpöo^at = sich 
berücken lassen. 

^^Xievio, vrjOTEVü) Hippokr., Kallimachus, doch schon Empe- 
dokles, s. Anz 310, neugr. vTjoTevyw. 

5. Herodot. 

^E^ßgaCio Lykophr., ytOTtdCw Hippokr. Aristot. neugr., 
Anz 316. 

Ola'Äito) auch Heraklit, oagalll^io (Ix), gkoqtiI^o) auch Hekatäus 
nach Phryn. 218, vergl. Wessely Stud. 5 Corpus Hermop. 7, 128, 
ionisch gegenüber attischem o/,edavvvvac. 

XQVOOCfOQtO), 

QQtjoyievw, 

6. Hippokrates. 

^Evv7tndKoi.iaL Aristot., Anz 341; f.ieodKio. 

AlqETito) Anz 340, wo auch Inschriften erwähnt sind; 
*a7ra^T/tw P. Oxy. IV 724, 12, Papers III 28 u. oft, cf. Anz 
370, Simplex bei Lykophr.; oleU^co (TtQog). 

u4\(.iwdLdio, 

^ovvETEiOj y,voq)OQScOf XtTto&vfxsü), Xif.i(xyxove(jt) cf. lii^iayxEco 
P. Oxy. I 37 I 14, GTEvoxwQEO). 

MoToiOj 7teXi6oi,iav Aristot. Fränkel 148, orjf.iEi6(jo Theophr. 
Hero, BGU III 733, 8, D H 629, 18 u. oft; vipoco Pol. Aristeas, 
Anz 342, P. London I 135. 

7. Aristoteles. 

"^Yy^dKü) Antig. Koryst., Pol. 

^^TEvilio, cf. Ey.TEvl^o) bei Kom., evarEvl^co P. Leyden W 16? 
8, 9; ßv^iCcü DS2 324, 7 (I^); Eyyiiw Pol. Hero, Anz 344, auch 
neugr.; ^inroTrll^a); /j.aXayill^o/j,aL Anz 347. 

BQayxidu). 

*^EvEQyeiüj ^(ooyovEw P. London I 101; yivvrjysü), Anz 346, 
neugr.; zEXEOiovQyeo} Pol. CIG IH 4537; "^xELQaywyio). 



120 ///. Wortbildungslehre. 

OatfiaoTOio] Xi&oio (a/ro). 

'EQi&evofiai Fränkel 252, Pol., fied^oöevio. 

8. Theophrast. 

'Eöa<ftUo), Xerciuo Pol. Aiiz34:7; q^ü^eiQiUo] qxüTiuo Pol. Hero, 
Laty^schev f 199, 7, Anz 347. 

^^QOTQldü), eVQCOTldü). 

Mayeigevu). 

9. Polybius. 

Zu öe'/.aTtlaaidKa) vergl. 7tolla7tXaaidt(i)y wie 7toXv7tXaaidK(o 
auf einer Ptolemäerinschrift bei Mayser 464 und öiTtlaoid^co bei 
Hero und Komikern. 

*^^G(paXiLcü Aristeas, BGIT m 829, 9, Heberdey-Kalinka 
II 26; 7taQadeLynciTit(x)\ v/tegaa/ti^aj Anz 361. 

^TtazaXdo) (xard); VTceqy.eqdo), 

^^xlr^geü)] "^dvögayad-iü) P. Oxy. 11 291, 8; avTLÖo^ico Aristeas; 
dvTO(pd^aXfxeu)\ *dooTX€(o BGU 11 531 II 19; *e}iörA,ico Anz 364, 
P. Ainh. n 134, 10, neugr. yÖLyieLOVfiac] ii.iTC€iQew; *evöoy,iü} 
P. Oxy. I 56, 21, IGS 3366, neugr., Anz 358; * sixagiOTeco 
P. Oxy. I 71 I 22, kretische Inschrift bei Herwerden 335, neugr. 
(l)q)y.aQOTWf verworfen von Phrynich. 8 gegenüber x^Q^^ eldivai\ 
loo6ivaf.uu)\ * v.cr/.ovxio) P. Oxy. II 265, 14; [^eooXaßeo) cf. BuU. 
Corr. hell. VII 301, 10; *(.iiao7tovrjQiü); vevQO/.OTtiu) Anz 359, 
cf. XiS^O'/.OTtlu) Mayser 461; ^evoXoyect); ovQayect)] oxXaywyicjj vergl. 
X£iQcty(joylcfj bei Mayser 461 u. vögaycoyicD P. London I pg. 179; 
OLTOf^iBTQeojj wofür Phryn. 383 oItov f^etgew verlangt; au)(.iaTO- 
7touio\ * q)LXav&QW7cict) P. Oxy. III 532, 20; (pOQoXoyiu). 

^Axgeccw; ÖLy,Tvdu)] Gcprivou), 

10. Sonstige Schriftsteller aus alexandrinischer Zeit. 

Aristeas: dyidtw bezw. /.aS^ay.j cf. BGU lEE 954, 16; 
alxi^ciXcüTiCct) cf. Phryn. 442, wo für aixi^ccXiotltsad^aL aixiad- 
Xcjzov ylyveo&ai gefordert wird, s. DS^ 348, 7 u. 10 (vorchristl.) ; 
doe/uvilio] '/.ad^agllio, Anz 371, wo zahlreiche Inschriftenbelege zu 
finden sind, s. auch schon Deissmann NB 43 sq., ich füge bei BGÜ 
IV 1024, 4, 16, P. London I 175, 191, P. Leipz. I 111, 12, dva- 
vM^agltut) auf den Tafeln von Heraklea Herwerden 64; aXcoyso) 
bezw. ovvaXiayeiü Aristeas 142, wo Wendland unnötig ov/iif^ioyo- 



A, Wortbildung durch Sufßxe. 121 

HEvoL gegen avvahoyovfxevoL verbessert, was in den Zusammen- 
hang vorzüglich paßt, vergl. aXlayrifxa im NT und ahoyiq&rvaL 
jetzt bei Athanasius Ttegl Tta^d^eveiag 40; (J^x^^Aew; Ua^ow; xaqi,- 
Toio; alx^(xXo}Tev(ji)\ öixflX^vw cf. xrikevio bei Komikern. 

Aristarch: yeXoial^io Anz 351; *a^6r£w Pol. Anz 350. 

Epikur: hdelexito)', (xcoyidofiac Aristarchides, Teles; *efi7to- 
öoOTaTeo); otogevio Pol. 

Epigrammatiker der Anthologie: ivracpidl^w Anz 353; eöga^w; 
hd^ovQysü) Anz 355 vergl. ilaiovQyeo) bei Mayser 460; ixaiooixai 
Anz 355. 

Lykophron: axaXaCo)] atT^Xoü) bezw. dvaatrjloo), s. D I 221. 
15 (Antioch. I). 

Teles: *lyiav6(o Anz 353. 

Theokrit: q)oißda}j vergl. d7toq)Oißdofxai. auf Zauberpapyri 
Herwerden 103. 

Batrachomyomachie : -äotcoü) P. Oxy. I 128, 8. 

Herondas: q)ihdKcü, s. den Titel des VI. Mimiambus. 

Antigonus Karyst: XaxoixlM (Ix), neugr. 

Duris: TteLgaieio) Anz 355. 

Hero: xwqoßatew, 

11. Ptolemäerpapyri oder Inschriften vorchristl. Zeit. 

*Je^Ldt,oixaL, P. Leipz. I 41, 5. 

*ZevyiC(0'j *g)eQvltu) Anz 381; *xwjMai:/Jw; zu dva^ef^arito) 
stellt sich £z^€/uair/Cw bei Mayser 464, vergl. d^efxati^u) DS^ 329, 56. 

lAQXUQdo/iiaLj Beispiele aus Inschriften hat schon Stephanus 
im Lex.; zu '^ (xeQitevoj vergl. ovfXfxsQLTevw bei Mayser 495, ähn- 
liche Bildungen sind vcfuTsvw oft auf Papyri, ^sviTevio bei Kom. 
Aristot. Pol., P. Lond. I 130, IIS 1413 (nachchristl.), s. auch 
iieqitda P. Fay. 97, 16 u. 32. 

12. Ptolemäerpapyri u. Profanschriftsteller seitDiodor. 

""E^eLKovilü), auch P. Fay. 36, 23, P. Vit. I, Anz 363; neugr. 

*EvGTa^eio P. Leyd. V 15, 23, cf. IIS 1464 und Herwerden 
334; *6XLyoipvxi(Ji). 

^^^vaoTaTOWy s. Mayser 509 in einem poetischen Fragment 
der Ptolemäerzeit, auch P. Oxy. I 119, 10, attisch dvdoTarov 
Ttoieiv; *x«^(jow. 

*^u4q)rjixeQ€vcOy jetzt auch P. Hib. I 148 (III''), vergl. sqir^f^ie- 
QEVü) auf Inschriften von Tomi Herwerden 337; ^öevreQevw^ *f^ya- 



122 ///. Worthildungslehre. 

TEvof.iai\ *i£QaTEico, cf. Aiiz 370, wo verschiedene Beispiele aus 
Lisclirifteii zitiert werden ; bei den LXX ebenso agxiEQccTevto, wie 
BGU n 362 II 20 und rhodische Inschriften bei Herwerden 385; 
*la^evco Anz 372, P. Oxy. III 498, 29, neugr.; *7^T^a/jW£t'w, 
wie P. Oxy. I 130, 17, von Phryn. verworfen gegenüber dem 
attischen xq/^gi^iov ylyveoS^ai. 

*13. Profanschriftsteller seit Diodor. 

^^Mvaiduo, Q-KQißaLcü, a/^KpiaKa) = af.iq)L€Ccü für dixcpiivvviUf 
yXvY.duo, yof.iq}iduo, evSo^aLOfiai Anz 377, l^ovaid^co IIS 79, 4, 
wie ovaiduü auf Zauberpap}Ti Herwerden 608 ; evwdidCo), (.lovcc^to 
P. Oxy. I 146, 1, TtiaLco = TTiitiOj ö'/.ozdtiOj axoißaCw, ozvy- 
vaLco, ov/LKpoga^cOy ovveÖQLd^to, 

'y^Ttoxeq^aXiUOj öoyf.iaTiK(o IIS 759, 13, Hiller Prione 111, 
124 (c. 80^), eY.ocfovdvXiLoi.iaLj htoxitoiiai Anz 378, eoxccTiCtOj 
^QOviLco Anz 363, P. London I 108; xfi^ar/^w Anz 372, vergl. 
Möris 212 y.vQiTTsiv '^, '/.sgari^eLv *^j?, -/.Itjö oviLoiuaL s. Möris 249 
OTTsioiuai L^, ■AXrßovi'Co{.iai ^E, v.Xvötovi'CofxaLy yiollvQiKco, yiorvavlCiOj 
'/A'TTQiLco, jLieXiLio, {.iveliUo (fz), oq&qi^io Anz 372, Möris 249 
OQd-Qevtü L^, od^Qilco 'E; ox^itco Anz 380, 6xrjf.La%Lt,io, tzvqqi^Wj 
QavTiLco, OTißltonai, öweiittOj (pvlXlta) (£z), /ai^fi^/Cw, /Aw^t'Cw, 
xpoyltw jetzt nachgewiesen bei Yettius Valens, s. Kroll, Mantissa 
Observationum Vettianarum, Brüssel 1906, 152. 

JeiXido), (.lagv^Adof-iai neugr., i.ivQi^iriy,ida), ogyiao). 

^^d^Xod^exlw^ ali^OQQOtco, a/roxaxew, aQyvQ07.07tH0j ßagtS^vfiia), 
yXojTzoTOiueco, yovoqqvuo^ deiXavögeco, eXazTovetOj iTtiQQCoyoXoyeoi^ai, 
Ei€/,T€w, ev-/,?^r]!LiaTeco, ev7CEiS-eo) s. dvüTtEid^lio P. Oxy. I 44, 6, 
rjd^oXoyicü vergl. ör/MioXoyeo) Mayser 401, lEQOVQyeWj 'äevoSo^eMj 
yiXr^Qodorew, s. oza^idoöoTeio u. ä. Mayser 460, '/.XonocpOQHü Anz 
372, Xi^oßoXko Anz 366, XiTtora^/^zew, (.iay,Qodn:/.iia), i.iaXa/MipvxEw, 
1-ieyaXoQQi-f.ioveio, olvoTvozecOy oitXodozEW s. oben ^^XriQOÖ.y ogd^ozo- 
/.lEO) s. unter 1 aTioÖELQOZ., nridaXiovx^o^i jcad^o/.QazEOixai, tzlozo- 
noUwy 7tQ0iJ.ayJci), TZQCozoßoXico, oaQytocpayeWj zanELVOcpQOveWj 
q)LXaQyi'Qia)j oj/xozo'keo). 

^Ayad-öojj d^ojöojj dyiVQOw BGU III 944, 11, ccvÖqeioOj d/co- 
ÖEÄazoo) Anz 368, aTtOTtEfATTzoo) Anz 367, dqozQtou)^ dog)aXzdwy 
ßEßr^Xöw neugr. ßEßriXcovo) Anz 368, öelXoco, öitzXoco Anz 370, 
P. Ox}\ III 520, 6 ; dwai^iow, eveow (a^ro), loxvQOCo, yiaXXwoinaL, 
'/Mzioco, vergl. I^looj P. Leyden H 1, 32 etc., Tigazaioo), y.ajcpoio, 



A. Wortbildung durch Sufßxe. 123 

Xißavoa), (xelavcco, oXiyoto, OQOCfoto, jrtxoow, ooffoio, OTtilow, 
GTearoto, GtiXßoio, OTQoyyvXoco, tvqoco^ xlovoo). 

'^TtlrjOTevoj^iaL, acpqoveiü), yai.ißQevO(xai Anz 376 u. 378, 
deOTtotevo)^ iy7.QaTevoi.iai^ vergl. aÄQazevoixaL schon bei Komikern 
und Aristoteles, beides von Pbry^n. 442 verworfen, attisch eyyiQccrrj 
eivai oder allenfalls lyAQaxelv, svo/.oheiOfiaL^ s7tieLyietO!.iaL^ Itzl- 
lri7tTevof.iai, exS-gevo) Anz 370, neugr., rjf^LOevio, vod^evo), oled^gevo) 
und i^oled-geitü Anz 363 u. 372; daß oXod-gevco, die diu-ch Silben- 
assimilation entstandene, öfters überlieferte Form späterem Ein- 
fluß zugeschrieben werden muß, beweist Buresch rh. Mus. 46, 
216 sq., s. auch Nestle Monitum 4, neugr. ^oXod-gevco; tQioaeiio] 
TQOcpeio) P. Oxy. 138, 8; 91, 16, tqvcpEqevoi^m, v7teQr]q)avevo^ai. 

14. NT. und sonstige kirchliche Literatur. 

ÖTtToConaif oyioXLa^a). 

'^xotr/Cw, ßovvit^w, %oXaßQitof.iai, TtTWxlKco, oaßßaTi^io Anz 
380, oxavdaXiCw neugr., OTteQfxaTLLo) Anz 380 neugr., onXayxvi- 
UOfxai neugr., otlxI^cj, tqlbtiKco Anz 380, (foßeqittOy cpvXadloi, 

^AyaXXLdoiA.ai^ aytrjöidco. 

^EvöeXex^io^ e^ovdevlo), 7tvBvi.iaxoq)oqeoiiaL, itqwToßad^qm^ nqo- 
oa}7toXrji.i7CT€w^ cpwraywylw^ XOQXOfxaviu), ipaXTcoöeo). 

^^TtOTcagd-evoco^ ösvtsqoü) Anz 376, eqvS^qodavou) Aj^l 378, 
fxaTai6o(.iaLj Gzeiqoco, iqLöOOO), 

'iXaTEvü) und EviXaxevw, vergl. schon eilXazTog auf Ptole- 
mäerpap}Ti Mayser 482, fiayiqor]f.ieqevw, /tayideva)^ TtqooriXmevw, 
Tonevo) bezw. 7tq(OTOToy,evo}. 

15. LXX und spätere Übersetzer des AT. 
'^ETiovaid^Of.iaL nach Hesych unter eKOvoiaCerai == uqoai- 

qüod^ai, h^TtSTatw, e^Lx^idCco = i^eqevvav nach Hesych, r^qe^idlu). 

Tqaxy]Xidü) = vxpco avxiyci nach Hesych. 

"Aovv&eTiio, doch vergl. schon eIovv^bteo) Mayser, da)qoy,07teoj, 
avfxßoXoy.OTtecOj g)vvo'A,TOvew. 

^EvTif^idw^ fxveXoo), wqaiow. 

KcücpELW, Hesych : /.(ocpeioaL ' dvaiod^riTijoai, r^ovxdoai, ouo- 
Ttrjaai. 

16. LXX allein. 

JeivdK(i>. 

'^Ttevd^avaTL^o) = ev dTtod^vrjOKeiv nach Hesych, d/tOTtqati' 
t^oixai, dLafÄaxlto(.iai^ Tqcjxeql^co. 



12i ///. Wortbildung slehre. 

^(OQCcyQictw. 

'^D.ocp v)Jwj ßaQViOTtko vergl. dvoiorcko schon attisch und 
P. Ox)\ 1 128, 4, Anz 376; yXiooooxaqixiio^ eQyoÖLw:<,Tiio vergl. egyo- 
ÖKoxTrig auch auf Ptolemäerpapyri, s. Deissmann B 118 sq., Mayser 
440, kieQO'/AocpiiOj r^jiaroo'AOrieof.iaiy xaret'^zxri'w, ycoilooTad^f^iio^ 
f.ia/iQOToyHo^ OTtXoXoyiiü, jcoXei-iOTQOCfiu), /toXvTvXrjd^ito ueugr. ; 
Auz 379; TtQcoTovo'Kho^ (parTaoio'KOTtiio, q^ilexO^Qtw, XQvoavysMy 
xpi'XOvX'KfOfiai {iJ'vxovXy.ori.ieroi ' zag il'vxag lX%6jxevoL Hes.). 

^^ßavöiOj d^ioyiiöaQÖcü, iynXoLOiOy tfiTtOQTtow, '/,aTa7teX/.iai6oitai^ 
■KaQÖiöcü {y,aQSidio bei Nikander), (xaöaqow, fAeXa&qoo)^ TieQiaiaXöw, 
TteraXoü) [TteraXcooig bei Aristeas), oaTigioco, (parvoio. 

Jidv/uevcüj exaTOOTetcOf /MTaQSi^ßevw cf. qt^ßo^ai bei Kom. 
und Q€ußaai.i6g unter No. 14 bei den Substantiven, XaqjvQetw, 
XotfisiofiaL. 

Resultate, 

Im Anschluß an die Nummern unserer Tabellen ergibt sich 
folgendes : 

1. Aus dem Wortschatz der älteren Dichter von Homer bis 
auf Pindar sind eine Anzahl Bildungen vorhanden. Die Mehrzahl 
davon war gewiß von jeher im Munde des Volkes im Gebrauch, 
und die Dichter, die, individuelle Neubildungen zugegeben, doch 
am letzten Ende zumeist aus dem reichen Born der Sprache ihrer 
Umgebung schöpfen, haben diese Wörter eben ohne weiteres benutzt. 
Poetisch sind sie lediglich insofern, als sie vor der hellenistischen 
Zeit sich mit wenigen Ausnahmen nur bei Dichtem finden. 
Einige, so avyd^oj, ßaozd^iOy xor^w, liest man auch bei Tragikern; 
sie sind also wohl im Attischen schon zu Hause gewesen und 
von da in die Koiv^ gelangt. Noch mehr gilt dies von den 
Wörtern, die auch in der Komödie Anwendung finden, vergl. ab- 
gesehen von ßaordlojy das auch Tragiker haben, tTaigltwy ttAi^x- 
Ti'Co^at, '/.avxdofuai, TreXe/Mü), goiteo, endlich x^Qf^^ und rlqua. 
Letzteres, ebenso Ttv/MCo) trifft man auch bei Herodot; sie können 
somit als lonismen gelten, ebenso einige homerische und hesiodi- 
sche Wörter wie «votTraijua, OQf.nq[.iay öioXltw^ (pOQTi^cOj nw^dof-iai^ 
Ipißglu), die offenbar erst in hellenistischer Zeit aus dem Ionischen 
der Koivrj zuströmten. 

2. Ziemlich bedeutend ist die Zahl der Formationen, die nur 
bei den Tragikern nachzuweisen sind. Die meisten davon können 
in der attischen Volkssprache von jeher üblich gewesen sein. Be- 



A. Wortbildung durch Sufßxe. 125 

sonders zahlreich sind die Substantiva auf /t/a, die zum Teil 
ionisch sein können vergl. Thumb 217, Fränkel 225 sq., aber be- 
reits im V. Jahrhundert fester Bestand des Attischen geworden 
waren, so daß sie als eigentliche lonismen innerhalb der Koivri 
nicht mehr gelten können, so aly/nr^^a für alyog^ ßlaoTtj^a für 
ßlccGTT^, y.cxQTztüf.ia für ^dQucoaiq^ vergl. besonders noch yev/xa und 
TQix(joi.ia^ die bei Hippokrates bezw. Herodot vorkommen. Von 
Verben können ursprünglich ionisch sein z. B. av^/fw, das bej 
Herodot erscheint. Beachtenswert ist, daß in mehreren Fällen 
Aristoteles und Theophrast die Brücke hinüber zur Zeit der LXX 
bilden. Von ihnen kann man doch nicht, ebenso wenig wie von 
den LXX oder den Verfassern der Papyrusurkunden und In- 
schriften annehmen, daß sie etwa mit Absicht poetische Wörter 
aussuchten, sondern sie entnahmen diese Bildungen der Sprache 
ihrer Umgebung, der sie längst geläufig waren. 

3 u. 4. Sicher dürften aus der attischen Umgangssprache 
die Wörter stammen, die den Tragikern und Komikern gemein- 
sam sind oder nur den letzteren angehören. Auch hier bilden 
Aristoteles und Theophrast vielfach den Übergang zu den Zeiten 
der LXX, vergl. TteglGTaaig^ i&ia^ogy ^Am'tw, gaßSl^o), xo/rtaw, 
ycoXoßooj etc. Ionische AVörter können darunter sein, vergl. gt^- 
Qt.yf.iay «yxwy/fw, ayvlCio^ agöalow, tvixow^ OTtodoio^ die vor den 
LXX nur noch Hippokrates bietet. Sicher ionischen Ursprungs 
ist yoyyvGfiog zu dem ebenfalls bei den LXX und auf Papyri 
erscheinenden yoyyv^eiv^ vergl. Phryn. 358, wo lovd^QVGfxog imd 
Tovd-Qvteiv als eigentlich attisch bezeichnet werden. Besondere 
Beachtmig verdienen bei den Komikern die Verba auf tCcu, die 
in der attischen Umgangssprache sich großer Beliebtheit erfreuten, 
wie man aus Aristophanes und aus Kocks Fragmenten ersieht, 
wo sich c. 500 solcher Verba befinden, die man sonst selten an- 
trifft. Auch neugriechisch ist itu) zahlreich im Gebrauch, vergl. 
Thumb Hd. 79, ebenso wie afw. 

5 u. 6. Die Wörter, die nur bei Herodot und Hippokrates 
auftreten und dann erst wieder in hellenistischer Zeit, in einzelnen 
Beispielen frühestens bei Aristoteles, auftauchen, sind wohl als 
ionisches Sprachgut anzusehen, das in hellenistischer Zeit Auf- 
nahme innerhalb der KoLvri fand. Ausdrücklich als ionisch ist 
Gi^OQ7tlt,o) bezeugt s. oben, ebenso wohl aTtagrl^ü) für aTtoteXeio^ 
s. Phrynich. 447; zu beachten ist auch olaytH^to^ das bei Hera- 
klit vorkommt, also entschieden in die ionische Sphäre weist. 



126 III, Wortbildung slehre. 

7. 8. 9 u. 10. Diese Wörter zeigen deutlich, daß die LXX 
mit ihi*er Wortbildung ganz auf dem Boden ihrer Zeit stehen. 
Es handelt sich hier, wenn man etwa von Wörtern bei Aristoteles 
mid Theophi-ast absieht, die wohl schon früher vorkamen, zum 
größten Teil um Neubildungen der Koiv^, die von dem schöpferi- 
schen Geist der neuen Sprache beredtes Zeugnis ablegen. Manches 
dialektische, speziell ionische Element mag darunter sein, läßt sich 
aber im einzelnen nicht mehr erweisen. Für Zusammensetzungen 
wie (piXai'd-QcoTtelv etc. s. Glaser 41 sq., Hatzid. 178 sq. 

11 u. 12. Diese Substantiva und Yerba kann man außer 
bei den LXX auf den Pap}Ti oder auf vorchristlichen In- 
schi'iften nachweisen. Davon kehrt eine größere Anzahl bei 
späteren Autoren seit Dioder wieder. Vor allem bringen die 
Papyrusstellen die Sprache unserer Übersetzer speziell mit der 
äg}'ptischen KolvtJ in engsten Zusammenhang und zeigen abermals, 
daß die Wortbildung der LXX durchaus in ihrer Zeit wurzelt. 

13. Hier sind alle die Wörter verzeichnet, die sich bis jetzt 
außerhalb der LXX nur noch bei späteren Profanschriftstellern 
seit Diodor nachweisen lassen. Für die Lexika ist es von Wichtig- 
keit, künftighin bei Wörtern, die man erst für spätere Zeit in 
Anspruch nahm, anzugeben, daß man sie schon bei den LXX 
antrifft. Bei einer nochmahgen Durchsicht wird sich die Liste 
vielleicht verringern mid manche Bildung weiter hinaufzurücken 
sein. Auch manches ionische Wort mag darmiter sein und wird 
vielleicht bei Hippokrates, dessen Wortschätze noch lange nicht 
alle gehoben sind, zu Tage treten. Jedenfalls aber stammen 
sonst viele Wörter bei den Späteren, auch schon bei Polybius, 
nicht etwa aus der Lektüre früherer Schriftsteller, wie Herodot 
und Hippokrates, sondern aus der KoLviq. Bei künftigen Unter- 
suchungen über Wortbildmig und Wortbedeut|ing bei Späteren ist 
darauf unbedingt zu achten. Mehrere der hier einschlägigen 
Wörter kommen auch, wie unsere Zusammenstellungen zeigen, 
auf späteren Papyri vor und erweisen sich dadurch als vulgär. 

14. Hier sind die Wörter untergebracht, die nur im NT oder 
sonstiger kirchlicher Literatur wiederkehren, bei den apostolischen 
Vätern, bei den Apologeten, Kirchenvätern und Apokryphen. Es 
sind darunter viele, deren Bedeutung so zu sagen eine indifferente 
ist, weshalb sie gewiß auch sonst vorkamen; man vergl. z. B. 
ykv7MOiia^ oly,zeiQrjiÄaj 6ipO7V0Lr^fj.aj y.OTtcJOig, atllßiüGig, a/,Qißaa- 
fj-og, d-ajQay,io^6g, femer Verba wie c/rra^o^wat, a>tot;rt^w, ßovvl^Wy 



A. Wortbildung durch Sufßxe. 127 

(poßeQitu), av.ridicico, Gteigcco etc. d-elrif^a und övy^XsLOf-Log müssen 
von vornherein ausscheiden, da ihr Vorkommen auf Papyri ihre 
sonstige Verbreitmig zeigt, desgleichen wohl ayioTtig, wenn auch 
der Amherstpapyrus, auf dem wir es antreffen, christHcheu Ur- 
sprungs ist. Unter den Verben war OTteqiiavito) gewiß schon 
frühe üblich, da bereits Theophrast G7teQ(xaTioii6g hat. Ebenso 
ist lvdeXE%i(i) wohl alt; denn schon Epikur hat evdsXexlLw, das 
wie in der Regel die Verba auf iCco später als das entsprechende 
Kontraktum sein dürfte. ^^yallLcco/nai lebt in der neugr. Volks- 
sprache weiter und zeigt damit, daß es von jeher vulgär war, 
vergl. auch Ttayiösvw. Das gleiche kann man von oxavdaXil^a) 
mid aTtlayxvitoixai annehmen, die ebenfalls neugriechisch sind. 
Möglich wäre bei ihnen allerdings auch, daß sie sich durch den 
Gebrauch der heiligen Schriften im Lauf der Jahrhunderte ein- 
gebürgert haben. Sicher entfernen sich beide Worte durchaus 
nicht vom hellenischen Sprachgeist. 2yiavdaXi^o) kommt von 
oytavöaXov^ einer Kurzform für Gy,avdalr]d'QOv = Stellholz in der 
Falle, dann Falle selbst und bedeutet somit »einem eine Falle 
stellen, verderben, Passiv zu Fall kommen, irre werden, ein Ärgernis 
nehmen, sich ärgern (Luther), wie namentlich im NT mit ev rivc. 
Die eigentlichen LXX haben indes das Wort nur Da. 11 41 oytav- 
öaXLGd^rjGOvzaL, wo Theodotion aöd^EVTqoovGiv hat, wie die LXX 
sonst Öfters das entsprechende hebräische b'4^ wiedergeben, wofür 
anderwärts aövvaxeiv, avLGxvv eivac oder Korciäv vorkommt. Sonst 
erscheint Gy,avda?UKco an 3 Stellen des Sirach, weiterhin dann 
auch in den Psalmen Salomos 16, 7 und außer im NT öfter 
noch bei Aquila und Symmachus. Das Buch Sirach, sowie Daniel 
gehören zu den ziemlich spät übersetzten Büchern; es macht durch- 
aus nicht den Eindruck, als ob die Übersetzer das AVort neu 
prägten, sondern sie entnahmen es, wie auch der Verfasser der 
Psalmen Salomos der Sprache der Zeit. Auch den späteren Über- 
setzern, die das Wort oft da verwenden, wo es die LXX gerade 
nicht haben, war es doch wohl aus ihrer Umgebung bekannt. 
Was die Verfasser des NT betrifft, so kann man auch kaum an- 
nehmen, daß sie lediglich durch die Sirachstellen und durch die 
eine DanielsteUe zum Gebrauch von Gy.av6all^eLv veranlaßt worden 
sein sollten. Man wird deshalb auch bei GKavöaXl^etv nicht von 
einer vox biblica schlechthin reden können. Ahnliche Erwägungen 
gelten für Gnlayxvitoi.iai == Mitleid empfinden, eigentlich in den 
Eingeweiden ergriffen werden. Es existierte im Attischen ein 



128 ///. Worthildungslehre. 

Wort OTtXaYX^^^'f^ = Eingeweide verzehren, am Opfer teilnehmen, 
opfern, wofür man hellenistisch OTtXayxviLio sagen konnte, vergl. 
n Ma, 6 8, s. 6q&qi^(ü zu attischem ogO^gerco. Das Wort arclayxvcc 
= viscera -vv^mxie schon bei Tragikern als Sitz der Affekte des 
Zonis, der Liebe mid des Mitleids verwendet, vergl. q^g^jv bei 
Homer; ahnlich bedeutete im Hebräischen D'^Tan*;» eigentlich uterus 
und viscera, aber auch Mitleid und Barmherzigkeit ; so heißt es ein- 
mal Sprü. 12 10 Tcr öi OTtXayxva ziov aoeßwy aveXerj fAOva vergl. 
07r?,dyxra elfoighuk. lis. Dem entsprechend legt der Übersetzer 
Sprü. 175 dem Yerbum ajtXayxvLLo^aL auch die übertragene Be- 
deutung Mitleid empfinden bei: 6 de iTtiOTtkayxviLOfievog iXevid^ri- 
oeiai. Diese Bedeutung von onXayxvitofjLai findet sich sodann 
noch viel öfter im NT. Es fällt schwer anzunehmen, daß die 
Verfasser des NT durch die einzige Stelle in den Sprüchen, die 
vielleicht sogar späterer Zusatz ist, zu der Wahl dieses Verbums 
veranlaßt worden sind. Daß man sich abwartend verhalten muß, 
beweist i/'oy/Cw, das bisher nur aus kirchlicher Literatur bekannt 
war, jetzt aber bei Vettius Valens zu Tage getreten ist (s. unter 
No. 13 bei den Verben). 

15 u. 16. Schließlich folgen die Wörter, die nur bei den 
LXX und späteren Übersetzern oder bei den LXX allein zu 
Hause sind. Auch hier sind viele darunter, die ihrer Bedeutung 
nach gewiß auch sonst vorkamen. Aquila, Theodotion und Sym- 
machus benutzen die gleichen Worte wie die LXX öfters an den 
gleichen Stellen, aber häufig kommt es auch vor, daß sie dieselben 
auch da zulassen, wo die LXX andere Ausdrücke verwenden. 
Damit gewinnt die Annahme an Wahrscheinlichkeit, daß ihnen 
diese Wörter eben auch sonst geläufig waren. Unter den Wörtern, 
die den LXX allein angehören, mögen einige Augenblicksbildungen 
sein, so aTto'/.LÖaQOM = die '/.idaQig vom Haupt nehmen Lev. 10 6 
und 21 10, womit der Übersetzer das hebr. uJNhn pn yne anschaulich 
wiedergibt IIolvTtXrjd-ioj scheidet aus, weil durch sein Vor- 
kommen im Neugr. die Verbreitung in der Kolvt^ bewiesen ist. 
Auch hier wird sich gewiß die Liste mit der Zeit noch ver- 
ringern. 



B. Wortbildung durch Zusammensetzung. 

Hier wählte ich die sogenannten Dekomposita aus, die zum 
Teil Anz 383 schon zusammenstellt. Ein * bedeutet, daß die 



B. Wortbildung durch Zusammetisetzung. 



129 



betr. Kombinationen sich auch auf den Ptolemäerpapyri finden. 
Die fett gedruckten Verba finden sich ebenso auf den Ptolemäer- 
papyri mit den vorgesetzten Präpositionen. A bedeutet Attisch, 
über dessen Dekomposita Schubert in den Xenia Austriaca 1893, 
191 sq. gehandelt hat, Sp. bedeutet Spätere seit Diodor. Für Poly- 
bius (= Pol.) vergleiche man Jerusalem, die Inschrift von Sestos 
und Polybius, Wiener Stud. 1879, 32 sq. 



1. '^avrava- 



2. "^avTarco- 
A 



3. *avTi/Mxa- 



4. avTLTtaga- 

A 

5. dvTinEQi' 

A 

6. *dv&V7to- 

A 

7. ccTtava- 

A 

8. *d7toöia- 

A 

9. ^aTtoYMTa 



10. CCTtOOVV 

Sp 
11. *öiava- 
A 



alQeiv A, BGU HI 776 H 18. 
loTccvai Trag. Sp. 
yilav Sp. 
öidovai A. 

yiQLvead^aL Sp. 

GTsXXsLv Pol., Sp. 

zelveiv Sp. 

dXXdaaeLv A, Pol., Hero, P. Lond. I pg. 33, 

P. Vit. I 47, 339. 
cteiv Herodot. 

loTccvaL A, P. Oxy. I 38, 12. 
ayeiv A, Pol. 
l'xsiv A. 
Tccooeiv A, Pol. 
ßdlleiv Hippokr. Sp. 

a\QE7v Sp. 

loTccvai A. 



GziXXeiv Sp. 



iöxdvai A, Hippokr., Pol., Aristeas, jetzt auch 

P. Hib. I 62, 13 (245^), 77, 5 (249^); 

vergl. BGU H 467, 14, P. Vit. I 36, 20. 
ayeiv Sp., vergl. aTtoavvLGTCcvaL BGU I 191, 

37, wie ßißduLv P. Oxy. I 136, 25. 
iGtdvaL A, Pol., Aristeas. 
TtavELv A, Hippokr., Pol., Aristeas. 
cptQEiv LXX allein Lev. 4io, wo jedoch A 

dvoLGEi statt ÖLavoiGEi hat. 

Helbing, Septuaginta-Gramm. 9 



130 



III. Wortbildungslehre. 



12. 


*d/£X- 


äyeiv Pol., Sp. 




A 


ßdkXeiv Pol., Sp. 
e'jOj^ecn^'at A, Pol. 
tfVaf A, Pol. 
böeieiv Hippokr., Sp. 


13. 


Siev- 


ßdlleiv Sp. 




Sp 


TtLTildvai Sp. 


14. 


*diayMTa- 


iX£»' Pol., Sp., P. Oxy. I 67, 9. 




seit Po. 


lldvELV Sp. 


15. 


SiaTtaga- 


TtiQÜv LXX allein II Kö. 3 30, vergl. diaita- 




, ^p 


gaoiWTtav bei Joseph us. 


16. 


"^höia- 


dXXdoaeiv Aristot., Sp. 




A 


ßdXXeiv Sp. 
TQißeiv A, Pol. 


17. 


* eyxata- 


lULV A. 




A 


V.QVTtTELV Sp. 

ksuieiv A, Pol., P. Oxy. H 281, 21, 1 1 1 488, 22. 
h/dTidveiv Hippokr., Aristot., Sp. 
loxi^eiv LXX allein II Chr. 31i8. 


18. 


A 


yiveod^ai LXX allein Sprü. 611. 


19. 


iflTVSQL- 


Ttatelv Sp. vergl. iuTTEQtlaußdvev bei Hero. 



09 



Hippokr., Aristot. 
20. i^ava- alio/.eiv A. 

A lordvai A, Pol. 

TeXXeLv ApoUonius Rhodius, Sp. 
2L *i^a7C0' hlXvvai Trag., Her., Theophr. 

Trag., Her., Sp. axeXXeiv Pol., Sp. 

vergl. e^a7teXevd-€Q0vv P. Oxy. IV 722, 13. 
^tTcava- äysiv A, Pol., Aristeas. 

A alQeXv A, Pol., P. Vit. I 51, 22. 

egxso^ai A, Pol. 

iJKELv A, Pol., P. Amh. n 50, 5. 
lazdvai A, Hippokr., Pol. 
■/MLViCeiv LXX allein Hi. 10 17. 
'/mKeXv Sp. 

oQd^ovv A, Pol., Aristeas. 
TiavEa^aL Hero, Sp. 
ovQicpBiv A, Hero. 
TQvyuv LXX allein Lev. 19 10, Deut. 2423. 



B. Wortbildung durch Zusammensetzung, 



131 



23. 


^eniöia- 


alQsTv Herod., Pol., Sp. 




A 


'^yeiod^ai Sp. 


24. 


i7iiY,aza- 


agaoO^at Kirchenschriftst., s. Sophokles im Lex. 




A 


lai-ißdveLv A, Pol. 


25. 


871 1 TTQOa- 

Hippokr., Sp. 


Tid-evai Hippokr., Sp. 


26. 


*£/ctavv- 


äyeiv Pol., Aristeas, Sp. 




seit Pol. 


OlQ€(pElV Sp. 


27. 


y.aTava- 

seit Pol. 


lOidvaL Pol., Sp. 


28. 


Kom. 


a[Q£LV Pol., Sp. 


<-l L/. 


Kazsv' 


ßlertELV Sp. 




Trag. 


laxveiv LXX allein I Chr. 29 so 


30. 


ytaTETCi- 


"/i^TTTc^y LXX allein Esth. 15io. 




A 


XafxßavELv LXX allein öfters im Med. um- 
armen. 


31. 


* /.araTtgo- 
A 


didovai A, Pol. 


32. 


* TtaQava- 


yivcjöxeiv A, Pol. 




A 


Mvuv LXX allein Sir. 47 19. 


33. 


*/ra^£>'- 


ßdXXeLv A, Pol., P. Fay. 91, 6. 




A 


7,Uv€Lv Hipp., Aristot., Sp. 




- 


öx^tv A, Pol. 
TtiTtTEiv A, Pol. 


34. 


*7taQ£ia- 
A 


Ttoqevea&aL LXX allein ii Ma. 8i. 


35. 


/ra^€z- 


iGTovaL Pol., Sp. 




A 


"keiTtELv Sp. 
teIvelv Trag., Pol. 


36. 


Sp. 


ÖEi'iivvvaL Sp. 


37. 


* 7iaQay.aTa- 


iötävai A, Sp. 




A 


Tt^iVat A, Sp., P. Oxy. 11 237 VIII 16. 


38. 


A 


ßdllELv LXX allein Ps. 48i2u. 20. 


39. 


*7tQoava- 


IaeXtvelv Sp. 




A 


Ttkr^QOVV Sp. 

TccaaELv Sp. 
xeXksLV Sp. 



132 



III. Worthilduyigslehre. 



40. TlQOaTtO' 

A 

41. */r^oex- 

Sp. 

42. *7tQoyMtct- 

A 



43. * 7TQ0V710- 



44. TtQoovv- 
Hippokr., Sp. 

45. "^TtQooava- 

A 



46. * TtQOoarco 
A 



47. ^TTQOoev- 
A 



a/y/AAe/v Sp. 

de/zviW/ A. 

d^vTqo'/.eiv A, Pol. 

qilQELv Sp., vergl. TtQOs^dyeiv BGU III 802 111. 

7jye7od^aL Pol., Sp. 

?y'x€iv LXX allein I Ma. 10 39, 7TQoyiad^7]y,ovoav 

nach A, M ytad-^^xovoav. 
TJo'd'aL A, Pol. 
hxußdvEiv A, Pol., Hero. 
(7Z€i;aT€t>' A, Pol., Hero. 
(TXf^^ot'j' (vorher hart machen), LXX allein 

III Ma. 4i 7tQoy,aTeoY.iQQOVf.ieyrig artex' 

S^elagj von Hesych mit TtaXaiovv erklärt, 

cf. Fränkel 157. 
XWQiLeiv Sp. 
äQXEi'V A, Pol., Hero. 
latcvat Sp. 
Tccaosiv Sp. 
oreUsiv LXX allein III Ma. 229. 

ßalveiv A, Pol., Hero. 

Xeyeiv LXX allein II Ma. 8i9. 

ol'/,oSo(.ieiv Hero, Sp. 

TtavEod^aL Pol., Sp. 

TtlriQOvv A, Hero. 

TQtTiEiv LXX allein Sir. 18 23. 

cpEQELv Pol., Aristeas, Sp., cf. Herwerden 699. 

tQxeo&aL A. 

d^vrjO'/,Eiv Sp. 

öXXvvai A, Pol. 

gteIIelv A. 

CO'&'ECV Sp. 

vergl. TtQoouTtlyuv P. Oxy. III 510, 21 
-yQucfELv 636, -tivelv P. Hib. I 29, 11 
(c. 265^), Vit. I 29, 6. 

ßQifxaod^ai LXX allein Sir. 133. 

t/Etv Sp. 

y.QOVELv LXX allein II Ma. 13 19. 

TlLJtQUVCLL Sp. 



B. Wortbildung durch Zusammensetzung. 



133 



48. *7tQOoe/.- 
A 

49. *7CQ00E7rL' 

A 

50. * 7ZQ0O/,aTa- 
A 



c ^ 





vergl 


51. 


* JCQOOTtaqa- 




A verg 


Olj. 


* TtQOOVTCO- 




A 


53. 


* avvava- 




A 



54. *ovvavTt- 

Sp. u. Aristeas 

55. * ovvarto- 

A 



vergl. 



56. *ovvEia- 

A 

57. *(TtTe'/- 

A 



riyelod-ac Sp. 

y,aieiv Sp. 

aTtazäv LXX allein Hi. 36 16. 

rLf.iäv Sp. 

ßaCveLV Sp. 

tcTTctvat Sp., auch P. Hib. I 115, 16 (c. 250^). 

laf-ißccveiv Sp. 

Xeineiv Sp. 

telveiv Hipp. 

7tQooy.ataßaU€Lv P. Hib. I 29, 23 (265^). 

HakeXv A, Pol. 

TtQOOTtaqaderAvvvca P. Vit. I 56, 14. 

„ Aelod^ai P. Vit. I 50, 72 wie Hero. 

li.Ll.ivTqaY.eLv Pol., Sp. 

ßaCveiv A. 
'/Mad^aL Sp. 
IxLyvvvaL Hero, Sp. 

TCaVEOd^CLL Sp. 

otQtcpeLv Sp. 

(psQELV Pol., Aristeas, Hero, Sp., vergl. DS^ 

21, 6, s. ai^mveA^cIj/ BGU H 638, 10 und 

lai.ißdveLv BGU HI 918, 9. 
AafißdveLV Aristeas, Sp., jetzt auch P. Hib. I 

82, 18 (239/38^), DS^ 250, 7 (HI^). 

ay€Lv A, Pol. 

d^vT^ayieiv A. 

lordvaL A, Pol. 

aIblelv Sp. 

YQiTZTeLv Sp. 

oAAiWfc A. 

(TT^AAetv A, Pol. 

ovva7ti%BLv P. Oxy. I 55, 23, für Inschriften 

Herwerden 780. 
£^X€(y^«t A, Pol., BGU n 38 n 26, vergl. 

OVVELOq)€Q€LV P. Vit. I 93, 18. 
EQxeo^aL A, Pol., BGU H 380, 13. 
y^evteIv Sp. 
ÖQfiäv A, Pol. 
noXEfiElv Sp. 



134 ///. Wortbildungslehre. 

7toQ6iea&aL Sp. 
jQiq)eiv A. 
TQißeiv Sp. 
(paiveiv Sp. 
vergl. owE/LÖLdovat P. Vit. I 95, 15. 

58. *ovve7tL- d'KoXov&eiv A, Hero, P. Fay. 43, 4. 

A loxvBLv A, Pol. 

oyjTitea&aL A. 
tid^imL A, Pol. 
vergl. avvBTtiyqäqieLv P. Oxy. II 265, 16, veveiv BGU 
II 511 II 13 etc. 

59. *ovyy,aTa- ßaiveiv A, Pol. 

A yrjQao'ÄEiv Hippokr., Menander, Aristot, Epikur. 

sai^ieiv Sp. 

Tja&aL A. 

'i^eLv A. 

'/.XtlQOvvojueiv LXX allein Nura. 32 so. 

juiyvvvaL A. 

Tid^lvai A, Pol. 

vcpalveiv Sp. 

(piQELv Aristot., Pol., Aristeas. 
vergl. Gvyy.aT(xyeLv P. Hib. 49, 5 (c. 257^), Ttlelv 
38, 4 (252/51V), x^^ftfif»' BGU n 578, 19, 
XaixßavBLv P. Hib. I 41, 13 (c. 261^). 

60. * av(.LTcaQa- ylveod^ai A. 

A elvaL A, Pol., Aristeas, P. Oxy. III 471, 132, 

Amh. n 41, 14 etc. 
lazdvaL Pindar, Soph., Sp., P. Amh. II 41, 10. 
Xa/ußdveiv A, Pol., Hero. 

fÄtVUV A. 

vergl. av^TtagaTti/urcecv DS^ 848, 2, ri&ivai P. Vit. 
I 67, 49. 

61. *oii.i7ieQL- Xafißdveiv A, Pol. 

A (psQELv A, Pol., Hero. 

vergl. ovi.iTtEQLXvELv P. Oxy. n 259, 25. 

62. *oijLi/tQo- TcifxnELv A, Pol. 

A TtOQEVEGd^at LXX allein Deut. 31 8, nach A 

ß hat avjLiTtoQ. 

63. *av/d7tQoa' elvai Sp. 

A cf. ov^TtQoaylvea&aL P. Oxy. IV 743, 33. 



B. Worthildwig durch Zusammensetzung. 135 

64. *vneY,- gelv A. 

A alQetv A, BGU III 840, 4, 6. 

65. V71EQEA- '^ELV Sp., Hei'o. 

A 

Mit drei Präpositionen sind zusammengesetzt rcgoe^arco- 
areXleiv II Ma. 122i, vergl. Polybiiis, ferner TtgooETriy^aTareivu) 
IV Ma. 9 19, wie bei Späteren; doch hat dort n TtQooyiazaTeivio. 
Für solche tETQanlä vergl. Schmid IV 710. 

Besultate. 

1. Im ganzen weisen die LXX 65 Kombinationen mit zwei 
Präpositionen auf. Davon trifft man 47 auf den Ptolemäer- 
papyri, vergl. Mayser 497 sq., wo alle aufgezählt sind außer aivavvi, 
das jetzt erst durch die Hibehpapyri hinzukam. Fast alle Kom- 
binationen sind schon attisch, doch sind nur bei Späteren seit 
Diodor nachzuweisen aftoavv, öievj diajtaqa, TtagsTttj ngoey,; die 
beiden zuletzt genannten sind auch auf den Ptolemäerpapyri vor- 
handen. Andere wie dia/Mta^ sfiTtegiy e^arto, eniTtQoa, krciowj 
'/.araraj xar«(Jta, yiarev, ttqogvv^ ovvavTc sind in vorchristlicher 
Zeit bis jetzt nur bei Tragikern, Komikern, Herodot, Hippokrates, 
Aristoteles, Aristeas oder Polybius nachzuweisen; darunter ge- 
hören den Ptolemäerpapyri an l^a/ro, Iniow, xaradta, avvavzL. 

2. Folgende Tabelle gibt sodann über die Häufigkeit der ein- 
zelnen Kombinationen Aufschluß: 

11 Bildungen weist Inava auf, das auch auf den Ptolemäer- 
papyri und in klassischer Zeit au der Spitze steht, s. Mayser 504. 
10 GvyY.aTa. 

8 0VV€7,. 

7 TtQO'/MTa, TTQoaava, owaTto, 

6 Gvvava. 

5 avTano, dieXy iy^-ara, rcQOOCLnOj Tr^oaxara, avf.i7t(XQa, 

4 TtageVy nqoavay Ttgooev, GvvETti. 

3 avTava^ avTizata, avtcTtaga, diava^ ivöiUy e^ava, TtaqEK, 

TtQOaTtO^ TtQOVTtO. 

2 diEVj öiaYMiaj i^aTTO, ETttdta, ETrr/MTa, etvlgvv, Y,aTEv, 
narsTtLj TtaqavUy TtagaKaTUy Tr^oaex, ttqogettLj Gv/.i7tEQij gviutvqo, 



unsyi. 



1 cvTiTtEQL, dvd-v/cOy cLTtava^ CLTtoöia^ aTtoY-axa^ arcocw, 
öiaTCaga, Ef.i7TaQa, ifx/tEQL^ stvittqog, "Karava, /.atadia, xaiaTtgo^ 



136 ///. JFortbildimgsIehre. 

TtaQEio, TiaQETTL, TtaQaovv^ TtQoey.^ ttqoovVj TtQOOnaQa^ TtqoovTto, 
oivavTi^ oiveta, oif.iTtQOG^ vfrege/.. 

3. Als erstes Konibinationselement sind wie im Klassischen 
und auf den Ptolemäcrpapyri oiv (11 mal) und ^Qog (8 mal) be- 
vorzugt; es folgen /tagd (7), dril und 7I€ql (6), dm', STtl und 
xard (5), dno und iv (4), e/. (2), vtto und vtisq (1). 

Als zweites Element hat dvd (10 mal) bei den LXX den 
Vorrang, während die Ptolemäerpapyri und die klassische Zeit 
YMid und d/ro vorangehen lassen; bei den LXX folgt dann aller- 
dings sofort /Mid (9 mal), weiterhin iy. [1), dno und 7cagd (5), 
d/c/, Iv, Ini und ovv (-4), tieq^L und InC (3), ctg, ngo und n^öq (2), 
arr/ (1). 

Die Präposition n^xd geht bei den LXX keine Kombina- 
tion ein. 

4. Von den Verben, die mit den einzelnen Doppelpräpositionen 
zusammengestellt werden, kommen 39 auch auf den Ptolemäer- 
papyri vor. 43 Bildungen findet man, die erst wieder bei Späteren 
seit Diodor auftauchen und auch den Ptolemäerpapyri fremd sind. 
25 erscheinen ebenfalls nicht auf den Ptolemäerpapyri, dagegen 
in vorchristlicher Zeit bei Tragikern, Herodot, Aristoteles, Theo- 
phrast, Polybius oder Hero. Den LXX allein gehören an öiavot- 
(fegeiv, hf/MTaXoxi'CeLV, e/.iTtaQaylveod^aif eTravavMivl^eiv, htava- 
TQiydVf '/MzerioxvEiv, 'Ä,aTeTCiXaj.ißdv£iv, TzaQava/.llveiv, TtageiOTto- 
geieoV^ai, nagaotfußdlXeLv^ 7VQoyMTao'/.iQQOvv, TtqoovüieXXeiv^ 7tqo- 
oavaiQiTteLv y TVQOoey/.qoiELV ^ ovy/,aTayJ^.riQOVO(xelv ^ ovi-iTiqoTco- 



137 



Inhaltsübersicht, zugleich Sachregister. 

Bemerkung: Folgende Inhaltsübersicht geht so ins Einzelne, daß 
sie bei leichter Orientierung sehr wohl als Sachregister dienen kann. 



I. Lautlehre, Akzent und Spiritus 1 sq. 

A. Allgemeines Isq. 

B. Vokalismus 3 sq. 

1. Iota adscriptum 3 sq. 

a(6C(o, tixfj, xQvtffj, neCrj, Xci&Qct, 

7TQ(üt. 

2. Wechsel zwischen Vokalen 
untereinander, von Diphthon- 
gen und Vokalen etc. 5 sq. 

a) Wechsel zwischen «u.f 5 sq. 
Tioaena, T^aaeQdxovTcc, x«- 

^fQiCco etc. 

b) Wechsel zwischen 6t' u.ai; 7 
iQauvdio 

c) Wechsel von et u. t 7 sq. 
«) anfeXia, xaxona&ia etc. 8 
ß) Mov = dSov 8 sq. 

y) t =1 H ^ sq. 

3. Kontraktion u. Vokalschwund 
10 sq. 

a) reofiTjvia und vov/urjvict 10 

b) TccfxiHov und ra/miov 10 

c) vyCiia und vytTa 11 

d) TILHV und TIHV 11 

e) voaaog und veoaaog 11 sq. 

4. Elision 12 sq. 

5. Krasis 13 sq. 

6. Prothese 14 

C. Konsonantismus 14sq. 

1. Verdoppelung 14 sq. 

a) OQ, CiQQCißtüV, xaT«()dxTT]g 15 

b) ßaXkävT iov 15 sq. 

c) IvttTog, IvevrixovTcc etc., y^- 
vrjfAa 16 

2. Assimilation 16 sq. 

3. Konsonantenvertauschung 
17 sq. 

a) ov^et's und ov&iCg 17 sq. 

b) aa und tt 18 sq. 

c) QQ und Q<y 20 

4. Ausstoßung u. Einschub von 
Konsonanten 21 sq. 

a) yivoficit und yivtoaxoj 21 



b) Ausstoßung von y zwischen 
zwei Vokalen 21 

c) dqxog = dqxrog 21 

d) ifiniTTlrj/ni, Xrifixpo^ai 22 

e) ccju/nog und ipd/u/xog 22 

5. Wandelbare Schlußkonsonan- 
ten 22 sq. 

a) V lifeXxvaTLxöv, näaiv, ei- 
xoai, (^TiQoa&ev etc. 23 

b) Bewegliches?; oi/'rwff, a/()f ff, 
H-^XQ^^> ^vS^vg 23 

D. Akzent und Spiritus 24sq. 

a) Akzent, öierrig, d/QsTog, (Qtj- 
jnog etc., TTOjua, xQifxa 24 sq. 

b) Spiritus; Schwund des 
Asper; Verwechslung von 
ovx und ovx 25 

E. Die Transkripition der 
hebr. Eigennamen 26 sq. 

1. Vokale 26 sq. 

a) A-Laute 26 

b) E-Lauto 26 sq. 

c) I-Laute 27 

d) 0-Laute 27 

e) U-Laute 27 

f) Segolatformen 27 

g) Schwa simplex mobile 27 
h) Schwa compositum 27 

i) Schwa quiescens 27 

2. Konsonanten 27 sq. 

a) litterae begadkephat 27 sq. 

b) Mediae 28 

c) Sibilanten 28 

d) Gutturale 28 

e) Liquidae u. Nasale 28 sq. 

f) Halbvokale 29 

g) Dagesch forte 29 sq. 

II. Wortlehre 31 sq. 

A. Deklination 31 sq. 
1. Substantiva 31 sq. 

a) a- u. o-Deklination 31 sq. 
«) Wörter auf qcc und vTa; 



138 



Inhaltsübersicht, zugleich Sachregister. 



juctxntotjg, TfTfXfiTrjxvttj 
etc. 31 sq. 
ß) ßoi^Qcts u. ßoQ^ag 33 
y) ^60? u. t>6^ 34 
J) Kontrakta 3-1 sq. 

ytiuaoQog u. ;(8ijU(xQQovg, 

döeXtfiJös u. di^eXifc- 

6ois, /niafog. aQyvQSog 

etc., dffrorr ii. yij 34 sq. 

f) «c/of u. ttQXT]g 37 sq. 

C) Attische DeUinat. 38 sq. 

rceög, kctög, ciXüjg etc. 

b) Konsouautische Stämme 
40 sq. 

ff) K- u. T-Stämme 40 sq. 

uXojn?]^, xXsig, /«C'^f 
ß) (T-Stämme 41 sq. 

ÖQsun', x^LXiuiv etc. 
y) Digamraastämrae 43 sq. 

Akkus, auf fr? V.Substan- 
tiven auf 61'?; vttvg,ßotg 
S) i;-Stämme 44 sq. 

Akkusativ i'«?, nrixiog 
u. 7iT}/ü)v 44 sq. 

c) Geschlechtswandel, Hetero- 
klisis, Metaplasmus und 
sonstige Einzelheiten im 
Gebrauch der Substantiva 
45 sq. 

«) Geschlechtswandel in- 
nerhalb der gleichen 
Deklination 45 sq. 
Xifi6g,Xr]v6g, vaaojTrogeic; 
6sa/Li((, Cvyoin. Cvydetc. 
45 sq. 
ß) Geschlechtswandel als 
Folge V. Heteroklis. 47sq. 
eXeog, C^^og, ij/og etc. ; 
nijQu u. n^TQog, öCxpu 
u. ^Ixpog etc. 47 sq. 
y) Einzelheiten 49 sq. 

uX(t)g, adßßarov, tiXctg, 
vlog etc. 
(f) Übergang der Akkusa- 
tiv-Endung V auf die 
konsonantische Deklina- 
tion; ndv = nciVTcc 50 sq. 
2. Adjektiva 52 sq. 

a) Deklination 52 sq. 

«) Adjektiva auf rj? 52 
Akkusative auf i^ statt « 

ß) Adjektiva auf vg 52 sq. 
Genet. ßan^ojg etc.; rj/ui- 
aovg, nnavg. 

y) Zahlwörter 53 sq. 

(^VOZV, ÖVHV, (SvOl, T^a- 

accoig = T^aaanag 

b) Komparation 54 sq. 



«) clytt&(6r6Qog, rd/tov, aia- 

XQOTEQog etc. 54 sq. 
ß) TiXftovg, nXtiot) etc. 55 sq. 
y) Bildung von Kompara- 
tiven aus Adverbien 56 
dvMTSQog, dviüJ8Q(o etc. ; 
(yy{füv 
J) /udXXoi' zur Umschreib- 
ung des Komparativs 57 
c) Geschlechtsformen der Ad- 
jektiva 57 sq. 
Adj ektiva auf log u. cfiog etc. 
3. Deklination der Eigennamen 
58 sq. 

B. Konjugation 60 sq. 

1. Personalendungen 60 sq. 

a) 2. Person Präs. und Fut. 
Medii 60 sq. 

«) ri u. €i; oiprj, ßovXrj, oirj 

60 sq. 

ß) acte in (pdytaac, nttöai, etc. 

61 
y) 6vVTj , iTiiarrj, Ixd&ov 

61 sq. 

b) Aorist II 62 sq. 

«) elna , tjveyxu, ^XO^ais, 

iXXajo etc. 62 sq. 
ß) oauv für ov 65 sq. 

c) Perfekt 67 sq. 
(iv für aai 

d) Plusquamperfekt 68 
eiaav für taav 

e) Optativ 68 sq. 
Aeolische Formen; Endung 

aav 

f) Imperativ 69 sq. 

xd&ov, dvdara, dnoara, ^iiS^i 

2. Augment und Keduplikation 
70 sq. 

a) Wegfall des syllab. Aug- 
ments im Plusquamperfekt 
70 sq. 

b) Wechsel zwischen € u. »; 

71^Sq. 
l{ri)6vvdfA,riv etc. 

c) iü&ib) 12 

d) Temporales Augment 72 sq. 
«) Vokale «, o, € 72 sq. 

TiQooQio/xriv , ive^vQaaa, 
ö<fiXov 

ß) Diphthonge 74 sq. 

oio)vlCofiac , avTOfxoX^ü), 
ivQCaxb), tvXoyio) etc. 

y) iQydCofJ.C((, 76 sq. 

e) Doppeltes Augment 77 sq. 
«) Doppeltes syllabisches 

Augment 77 sq. 



Inhaltsübersicht^ zugleich Sachregister. 



139 



dnixariartiacif xexaTi^Q«- 
juai etc. 
ß) iogaxa u. icoQuxa 78 
y) dvoCyto 78 sq. 

f) Augment u. Keduplikation 
in Kompositen 79 sq. 

iVüXTlCofiac, TTQOVOjUaVü), 71Q0- 

(fT]Tei'(o, J^afTrtw, iyyvciojj 
ixxXrjGidCco (Anmerk. pg. 
80 unten) etc. " 

g) Einzelheiten zur Kedupli- 
kation 81 sq. (s. Berichti- 
gungen) 

rikaa^cii, XiXoyxci, QSQift/ue- 
vog etc. 
3. Bildung einzelner Tempora 
82 sq. 

a) Präsensbildungen 82 sq. 
yQTiyoQioi, aTi^x(t), (/i/^to, 
dXri&üj, Qi](ja(o etc. 

b) Futurum u. Aorist I u. II 
Akt. u. Med. 84 sq. 

«) t-u.k-Stamm bei Verben 
auf C<ti 84 sq. 

ac(XniC(o 

ß) Kontrahierte Futura 

86 sq. 

xaXaaco, reAftTw, dnoXsOüj ; 

i^ydj^uac^ agnioficd etc. 

y) Catü u. KÜ bei Verben auf 

t'Cw 87sq.^ 
J) (^«yOjUat, fAw, ;^£tü etc. 88 
t) Mediale Futura 89 sq. 

c) Aorist I u. II Aktiv 90 sq. 
«) Vordringen des sigma- 

tischen Aorists 90 sq. 

aXH\pa, ri'^ci, (dXiad^T}ac(, 
ißXdaTTjaci etc. 
ß) Synkopierte Aoriste im 

Kiickgang 92 sq. 

€(f&aaa^ ißicoüa, dniöqnaci 
etc. 
y) dvoiauTS, d^rjoa, iyd- 

furjofa etc. 93 
t^) Verba liquida 93 sq. 

iarjiuttvaj fifciva etc. 
i) Tid^rjui u. öiÖMfAi, 94 sq. 

id^^xKfxev u. i^(6x«fX6v etc. 

d) Aorist I u. II Passiv, Futur 
Passiv 95 sq. 

«) Vordringen des Aorist II 

Passiv 95 sq. 

ixQußrjv, Iräyriv, i^Qndyrjv, 
lxd7]v etc. 
ß) Deponentia Passiva und 

Deponentia Media 97 sq. 

iyavi^d-riv, dnexQi&Tjv, (da- 



(figdv&rjv etc., ^QV6ad~ 
fitjv, 7j^eadi^T]v etc. (s. 
Berichtigungen) 
e) Perfektbildung 100 sq. 
«) Einschiebung von or im 
Perfekt u. Aorist Passiv 
100 sq. 

xex^Qaa/uKi, u. IxeQdaO^rjv, 
öiamniTaa^ai^ iXova- 
^T]v etc. 
ß) Verba auf aCvoj u. i^vw 101 

juefxidfi/Littc etc. 
y) Einzelheiten 101 sq. 
T^T6ü/«, dnixrccyxa, sara- 
X«, TSd^iXrjxcc, 'iarccfiac, 
iv^^Sv/^ai etc. 
J) ioTuig u. iardvac 103 
e) rjxio; 7]xctjLisv etc. 103 sq. 

4. Besondere Bemerkungen zu 
den Verben in fui 104 sq. 

a) Große Verba in /ac 104 sq. 
«) laTfjjut u. taidü) 104 

ß) 'irific 104 

avvib) u. d(f((ü etc. 
y) diöojfXL 104 sq. 

JtJow, (TtJct), dol u. ^({ii] 
ö) rCd^rjfic 105 
€) nifinXrifii[nifinXdb)),nCfi' 

nqrini (jii^nqdoi) 105 sq. 

b) Präsensbildung der Verba 
auf vvixL 107 sq. 
dnoXXvbi^ (feixviKo, ofxvvoi etc. 

c) Kleine Verba in ^i 108 sq. 
«) dfxi: rj^TjV, rj/usd^ct, ijg, 

7JTW 108 
ß) e'lfxc: i&c, iTO), rjeiv, Modi 

V. ?^/0|a«t, iXevaofuca 108 
y) olöa: oMcig, olöafxav etc. 

108 
ö) (fT]jui: (fdfA.evog, sifrjaav 

108 

5. Bemerkungen zu den kontra- 
hierten Verben 110 sc[. 

a) neivdojxi. Stxpdio^xQtto/iiat 110 
inaivag, Scxpci, Inelvaaa etc. ; 

)^Qdo&aL 

b) Einsilbige Stämme in e 
bleiben oft unkontrahiert 
110 

XisL, xttTsdiiTo etc. 

c) e bleibt kurz in den Tem- 
pora 111 

(foqeaoi, inoveaa etc. 

d) Vermischung von «w u. ^w, 
i(i) u. 6(0 111 
iX€da){^(ü), lX((ZTov^(ü{6o)) etc. 



140 



Wortregister . 



III. Wortbildungslehre 112 sq. 

A. "Wortbildung durch Suf- 
fixe 112 sq. 

I. Substantiva auf /u«, aig, (xog, 
TTjg u. avvy] 113 sq. 

II. Verba auf a^co, ^Cw, c'ao, fw, oio 
u. noj 117 sq. 

Innerhalb von I u. II sind fol- 
gende Abschnitte bezeichnet : 

1. Ältere Dichter bis auf Pindar 
113 bezw. 117 sq. 

2. Tragiker 113 bezw. 118 

3. Tragiker u. Komiker 113 sq. 
bezw. 118 

4. Komiker 114 bezw. 118 sq. 

5. Herodot 114 bezw. 119 

6. Hippokrates 114 bezw. 119 

7. Aristoteles 114 bezw. 119 

8. Theophrast 114 bezw. 120 

9. Polybius 114 sq. bezw. 120 



10. Sonstige Autoren alexandrini- 
nischer Zeit 115 bezw. 120 sq. 

11. Ptolemäerpapyri u. Inschriften 
vorchristl. Zeit 115 bezw. 121 

12. Profanschriftsteller seit Dio- 
dor und Ptolemäerpapyri 115 
bezw. 121 sq. 

13. Profanschriftsteller seit Dio- 
dor 115 sq. bezw. 122 sq. 

14. NT und sonstige christliche 
Literatur 116 sq. bezw. 123 

15. LXX und spätere Übersetzer 
des AT 117 bezw. 123 

16. LXX allein 117 bezw. 123 sq. 
Eesultate 124 sq. 

B. Wortbildung durch Zusammen- 
setzung 128 sq. 

Dekomposita in alphabetischer 
Folge; Eesultate 135 sq. 



Wortregister. 

Bemerkung: Verbalformen sind unter den betr. Präsentia zu suchen, 
also z. B. (fc'cyo/utci, unter la&io), ebenso Kasusforraen unter den Nominativen, 
wie i/d^vaq unter i/^d^vg etc. Die Substantiva und Verba, die bei der Wort- 
bilduugslehre vorkommen, sind sämtlich im Kegister aufgenommen, dagegen 
nicht die Dekomposita, die 128 sq. alphabetisch angeordnet sind, so daß 
man sich leicht informieren kann. 



A. 

a im Aorist II und Im- 
perfekt 62 sq. 

cißCiTOÜi 124 

(lyciS^ooi 122 

(lyad^og [aya&wfitnog) 54 
ilya&OTTjg 116 
ciyaxhoxji'Vr] 116 
uyciXUufxa 116 
ctyuD.iäotxca 123 
uycü.XlaOLg 116 
dyänriOig 115 
clyuvgiaua 115 
dyavocabJ 118 
icyyü.Xo), riyyO.TjV 95 
ctyi('(i^(o 120 
äyluOfxa 116 
dyiuOfxog 116 
dyioovvr] 116 
dyt,6rr]g 117 
clyxaUCojuiic 117 
ayviCo) 118 
liyviGua 113 
dyviafxög 116 



dyoodCco, Fut. dyoQdü 86 
dyoQuauög 115 
Icyb), ?j|« 90, dyrioxc< 81, 
-^ydyoaav 65, riyav 64 
dö^Xiftdög u. d^eXifc^ovg 

, 34 

döiXc^oTTjg 116 
^J^J« 59 dekl. 
i/Jtv« 59 dekl. 
d<JoL>v(t), rjöoi'iu/iKd 101 
divaog 16 
dr]6lcc 8 
ddij^O} 121 
d&eTT]u(c 115 
d^^T7]aig 114 
d(^Xo&eTtiü 122 
dr^qjöoj 122 
d&oiog 57 

«t augmentiert 74 
aiöinuca, ^dtodfxriv 99 
ai(^dXri 49' 
aluoQooico 122 
ciifxoj^idtü 119 
ttiveacg 116 



(dQniC(o 119 

cclQe'ü), iXdj 88, itXtao etc. 

63,^ tl'Xoaccv 65 
cda&dvo/ucii, ^ad-i^d^Tjv, aia- 

d^ccvd^^ao^ac 98 
ctia/QOTBQog u. aia/iaiog 

bb 
ctia/uvofxca, rjO^vfificu 101 
aiifvi^iog 57 

C(t/jUC(X(OT8V(Ü 121 

ai/jicü.(jiT(!^(x) 120 
ciicovtog 57 
dxT](^tdü} 123 
«xAf^?, dxXsij 52 
dy.Xi]Qi(o 120 
dxovacdCi^ 122 
dxoiniCüi 123 
dxovb)^ dxovaojuca u. dxov- 

a(ü 89, «x^'xo« 81 
dxQtßdCoj 122 
dxQtßaOfXüg 116 
azü()dw 122 
dXdßuaxQog u. dXdßuajQov 

46 



Wortregister. 



141 



tthiXay/ucc 115 

ulyrifxa 113 

dX(t(f,(i) Reduplikat. 81, 

Aor. Pass. i^Uifriv 96 
dXri»(ü 82 
cihayscj 120 
dXi€i)(o 119 
ccXiaxoficit, (iXio&iivcii 96, 

IwAwxai' 67 
«AAwaffw, T^Xlc'iyrjv 95 
c\XXo(fvXibi 124 
ciXXo(fvXiGy.6q 116 
o «Af u. t6 «A«? 49 
«Affo?, dXa^cov 41 
dXcönr}^ 40 
aAtü? u. «Atüv 38, Genus 

49 
d/uaQT((VO), cijuaQTriCfoj 89, 

rjfxaQToaav 65, ^/z«^- 

TTjCrt 90 
ttfliiVbJV 54 
dfxsixptg 113 
et fi flog 22 
ccfifj.(!)dr]g 22 
{c/Li(f^iiaaig 116 
«v = ««rt im Perf. 67 
dvaßivvb) 83 
dvußXeipig 116 
arayftüö'or s. yivuffxio 
dva&dXX(o, dvid^aXov 91 
dva^SfiariCoi 121 

«rßX()«Cw S. XQciCco 
dvaXiaxu) Augra. 80 
«rKAocü 83 
dvavioiOig 114 
dvanoöiGfiög 116 
'Avm'Cag 59 dekl. 
dvdnavfjia 113 
dvanavoßxttL, dvsTiav&riv 

dvdöTa s. XOTrifii 
dvaaTttTOü) 121 
dvarivciyfxog 116 
dvtnf.ctXävT<j)fia 117 
civaifwojbiai,, dvi(fvr]v 96 
dvSQuyci&sü) 120 
«rJ'pftdcu 122 
«V^^?; 73 

dvEXo/ucci Augm. 77 
dv&ofj.oX6yr}(Tig 114 
dv&qiOTiÖTtig 116 
"Avva 58 dekl. 
l'ivoiy^a 115 
dvoCyo) Präsensform 83, 

dvoCbi 21, ^voix^W u. 

■^voiyrjv 95, dvsiüyuat, 

102 



dvofißQ^ü) 118 
dvofxrjinct 115 
dvoQO^ocü Augm. 77 
dvTajueixpig 113 
dvTLÖoU(o 120 
dvTO(f)&aXfxi(i} 120 
«i'wr£()oi' 56 
dvioregog 56 

dvtüT^QCt) U. dvüJTaTÜ) 56 

dTiavTacü Augm. 80, Fut. 

dnciVT^aco u. dnavr^oo- 

fj.ac 89 
dndvTTjfia 115 
dndvTrjaig 114 
dnttQTi^b} 119 
dnsvEoüj 122 
dnivd^avKTiCü) 123 
dnXriGrevofxca 123 
dnXoavvri 117 
«TrAdw 119 
dnoyaXay.xd^Oi 118 
«TroJfxardw 122 

dnoÖELQOTOfX^Cü 117 

djio^aa/iisixo 118 
itnoÖLÖqdaxbi , dniö^aa« 

u. dniSqav 92 
dno&v^axoj, t£5^i/7jxco?103, 

dnEhävav 63, dns&u- 

voaciv 65, dned^vriaxo- 

Gav 66 
dnoxu&CöTTifXL Augm. 77 
dnoxaxeu) 122 
dnox^.VTTjGig 117 

d7lOX€(f'C(XlC(0 122 

anroxfJa()dw 124. 128 

dnoxXua^a 115 

dnoxQivofxac, d7iEXQC&r]V 
u. ctnfiXQivä^riv 98 

dnoxTfirtü, dnoxTsvvo) 83, 
dnixjttyxa 100, dmx- 
rdv&T]v9Q, dnEXTdfXfxaL 
u. dnexTovTj/uac 102 

dnoXiO^oü) 120 

dnoXXvfic, dnoXXvüi etc. 
107, «TTO/l^ffw 86 

dnoXvTQcoaig 115 

dnonaQd^ivob) 123 

dnon8fj.7n6(x} 122 

dnoTiQaTiCojuai 123 

dnogov/nac, tjTioQ^&rjv 98 

fCTToara s. larrijui 

dnoOTEvöüi 120 

«TToTfxydcü 118 

dnorlvayfia 116 

dnoifttCvo^ca, dnecfrjvd- 
(j.rjv 94 

dQyvQfog u. dQyvQovg 35 

dQyvqoxonibi 122 



«^JwAdw 119 

uQiOTog 54 

«();fOff 21 

ß()^dCw 83 

dqvio^ca, ^ovrjadf^rjv 99 

aQOTQCaaig Il6 

dQOTQlälÜ 120 

dooTQioco 122 

a()7r«Cw, Fut. aQTKüjLiac 
86. 89, Aor. Pass. 7](3- 
ndyrjv u. i^Qnda&ijv 95 

dQ[Q)aß(üV 15 

CCQQTJV 20 

dQXT}g u. dQxog im Wech- 
^ sei 37 

dq^LEQdofxaL 121 
dQ/ieQc(T€v(o 122 
dQ^iTExrov^co 118 
dasfxvC^üj 120 
dar 0^8(0 120 
davVETEbi 119 

dawd^Exib} 123 
dacfaXiCüj 120 
daifaXToio 122 
da/oX^ofiat 118 
drexvooj 118 
dT€viC(o 119 
drifiaüixog 115 
«i' augmentiert 75 
«tyaCw 117 
avyaafia 115 
av&ciöla 8 

«0^«>^w, Fut. av^avü)? 
(s. Berichtigungen) 88 
«u^w 83 
ctmö^caog 57 
difavtGfxög 115 
dif^d^Tjv 73 

d(p€jUC( 115 

d(f)T}yr]fxa 114 

d(fr}fj.EQ8V(o 121. 

diföÖEVfia 116 

d(f>QOVSV(ü 123 

a/^£tdw 120 

rc;^()<ff) 23 

«w u. ^w vermischt 111 

BaßvXoov 60 
Baid^aovqa 59 dekl. 
ßaX{X)dvTiov 15 

ßc(QvS^VjLl8(0 122 

ßaqvg, ßKQioig Genet. 52 

ßttQVlOTliOi 124 

ßdaray/xa 113 

ßaardCa t- u. k-Stamm 85, 

Wortbildung 117 
ßöavy^a 116 



142 



Wortregister. 



ß^slvy/Liog 116 
ß^ßatog 57 
ß^ßrjlog 58 

߀ßr]X6io Keduplik. 81 
߀ßi]l6<ü 122 
ßfßt]kio<Tig 117 
ßflTtcü 11. ßeliiovg 56 
ßei.Tiiüv u. ß^lTiOTog 54 
ßeßQüJxa u. ßißQtüjuai 8. 

ßtßd^ui, ßtßüi oder ßißaao) 

86 
/3tocü, ßiiöaoi u. ßicoaofitti 

89, ^;S/a>(T« 92 
/SAa^rj u. /Si«;?o? 49 
ßlaarcaio, lßläaji]aa 91 
ßXaojäui 83 
ßXäaTi]^ct 113 
/3o«w, ßo^ao/Jtti u. ßoriüft) 

89 

ßori&Tjfitt 114 
ßo/ußrjaig 116 
ßoQQcig 11. ßoQ^ag 33 
ßovXouai Au gm. 71, /Soi;Aj? 

= ßovksi 61 
ßovvt'Cw 123 
/Sorf, /Jo«? 43 
ßoay)^iä(D 119 
ßaa^vg, /S(>«/^w? Gen. 52 
ßo^X^i ßQf^X^f^ofiai 96 
ßQvyixög 114 
/?i;*Hü; 119 

r. 

raßttcöv dekl. 60 
r«C« 58 dekl. 
raC«(>a 59 dekl. 
y«r« 37 

r«;.>'«A« 59 dekl. 
yaußoeiio/J.ai 123 
ya/a^üj, iyrjfxic u. lyufUTjau 

93 
yavQici/ua 115 
yavQu'f oj 118 
yiXüui, ytXüaüi u. j'f>l«ffo- 

^«t 89 
yfiotaCw 121 
yü.oTog 24 
yivr]ua 16, 114 
yh'VT}/U(c 16 
r^ouQu 59 dekl. 
yioccg 42 
yiijfxcc 113 
yivGig 114 
yi7, yat Plur. 37 
yi7()a?, y^ooi;?, y^C«« 42 
yT]odax(ü yrjQäaai, 94 
yrjQoßoax^o) 118 



ytvo/uca 21, ly(Vi^&T]v 97, 
j'/}'or«)' 67, iysvdfie&cc 
u. ynäfxivog 63 

yntüffxw 21, «»'«j'oxror = 
«Wji'tü^t 92 

^'Ai'X«Cw 122 

yXvxctOf^a 116 

j'jli'xaff^id? 116 

j'A.;^^« 114 

yXojaaoxcfQiTico 124 

yXüiTTOTOfX^di 122 

yriüQc/uog 57 
ydyj'vdfS' 117 
yoyyva^og 114 
röfxoQoa 59 dekl. 
yo/j.(fC(x^(o 122 
yo/uifiaa/ixog 117 

yOVOQQV8(0 122 

yQTjyoQiio 82 
yvfivoTTjg 117 
yv/nviüOig 116 

Jßx^Jfov, ödxqvüL 49 
Ja^udCio 117 
(favft'Cw, Fat. J«ww 87 
tfaffi;?, 6ctai(i)g Gen. 53 
ödxvvfjii, ÖHxvvbi etc. 107 
(fftylfa'(T()fw 122 
Jfdtaw 122 
(^fdow 122 
^f/v« 58 dekl. 

JftvaCw 123 
JfxaTrylKffmCw 120 

Jfr(F(Joj', (r^vJ()€t 49 

6t^UiC0fJ.ttL 121 

öiofxttiy dÜTdi etc. 110 
Jf(T^« u. i^sa/uoC 46 
^tonoTivbi 123 
(Tfi'Tf()6i;w 121 
Jfi;T6(»da; 123 
ötvTiQOiOig 116 
6u(ßivvüJ 83 

<Sui&QvnT(ü, 6uOQvßriv 96 
öuuTdo} Augm. 79 
öutX^yofxai, 6uXi/&r]v u. 

(TtfA^yjjt^ 95, 6uXs^ccfir)V 

99 
öui^ayl^ofMui 123 

Xriaofiai 88 
6cuv»(C(o 118 
^tanaQccTTjQ^ü) Augm. 77 
^mnXaacaafiog 116 
öucnXrjxTiCo/jitti 117 
6iaau(fr}aig 115 
öiaaxoQTTiaf^og 115 
^üifffict 115 



^laffTiaa/uog 116 

öuixpaXfiK 116 

^c6vfĀii(o 124 

ölöüi^i, (Ttrfdtü 104, JtJw 
lOiS, ISiüxaTE 94, J'ot 
u. (fw»;»' 105, (SoDOn' 95, 
iSüiXttv u. eöoöav 94, 
^^^^Jfro u. (f^ 105, Jf- 
JtüXftr 70 

Jtfrjjff 24 

SLriyr]fia 114 

Jtx«Cw, Fut. Jtxw 86 

(^iXTudcü 120 

(TtTrAdw 122 

JtuAttw 118 

Jm//« u. öCxpog 49 

öiipttw, kontrahiert in « 
statt ^ 110 

(ri/7;A^(u 121 

iSt/riXivco 121 

öt/OTOfirj/ua 115 

6i(t}yfi6g 113 

Jtwxw, Fut. öm^bi u. (^tw- 

^OflCiL 89 
ÖiüJQv'^ 40 

^oy^arCCct) 122 

(JoAtow 118 

öoxLfj.tt^(ii, Fut. (^oxifiio 86 

cFoxtüfff? 117 

J(50<T/'CW 118 

Svvafxtti Augm. 71, ^(fi»- 
vda&Tjv 98, övvofxai 83 
öuva^ob) 122 
6vväaTtvfia 117 
Juvtü 83 u. 92 

(f 1^0, Ji'or»', Ji/fr»', J'fff/' 53 

(Svofiat 83, fJur u. ivföv- 
adfxrjv 93 , iv^^övfiai 
102 

övarifiSQ^oi 119 

^vaniTTj/uu 115 

(yi;ff(Tf/9^w 118 

öuaaißrifKt 115 

(Ttw, fdvaa intrans. 92 

6(i}qoxon^iü 123 

^. 

f augmentiert 73 

f Augment fehlt im Plus- 
quamperfekt 70 

« bleibt in den Tempora 
bei Verben auf fw 111 

^y yaöTQC 17 

^yy/Cw 119 

lyyicjv 56 

lyyXvTiTO), lvsyXv(fT}V 96 

^y)/t;«w Augm. 80 

iyyvTurog 56 



Wortregister. 



143 



iye^QOjuai, r^yiQ&riv 98 
lyxaiviafiog 116 
lyxttivioais 116 
iyxloioü) 124 
iyx6Xcc/u/ja 115 
iyxOT^O) 117 
iyxoTrj/ucc 116 
lyxQctTEvofiai 123 
ly/iCQtifia 113 
fy/iffTCi 56 
l(Sa(^{Coi 120 
|J()aCw 121 
'iÖQCia[j.a 113 
^5^^Aw und ^^ilw 14. 83, 

?;'^f>lav 64, TE&ikr]xa 

102 
^^t'Cw Augm. 76 
i&ia/uog 114 

6t im Wechsel mit t 7 eq. 
«tcrijfffff 113 
fiöraiü, di^TjGa s, unter 

o?J« 
«6 etc. im Optativ Aorist 

68 
«?xr7 4 
iXxoüL 23 

TjTOi u. «rt 108 
slfAi, Futurbed. aufgeg., 
td^i etc. selten 108, 
Tj^actv 68, s. auch sq- 

aaav im Plusquamp. 68 
ixaroOTSvio 124 
ixßQayfiog 116 

ixßQciCbi 119 
IxßQLf^dofxai 118 

IxSufJ-KTObJ 118 

^xJtcTüffxw 83 

^x(ytx^ü> 120 

ixöCxT^aig 114 
lxx}ir}aic(C(ü Augm. 80 
IxXcaofi^bi 121 
Ixk^yo), ^iUyriv 95 sq. 
Ixfxvai^txi 122 
^xfXvxTr]Qi^(o 118 
ixovauiCofJCic 123 
ixovaiaafiog 117 

ix7T(T<xClO 123 

lx(JctQxiC(o 119 
lxai(f(üvtC(ti 118 
lxaif)ovSvXiCo^aL 122 
IxTivayfxog 116 
IxroTiiCco 119 
IxTVTKüaig 114 
IxifvlXiCü) 122 

lx(fVQ(0, i^8(fVQ&t^7' 96 

Ixifvarjficc 114 



Ix/oXccüj 118 
Ikäaau) 56 

iXcCTTOVOVV {hv) 19. 111. 

122 
IkaxTovv 19 
ikciTTovg 56 
^>l«rT((ra)art' 19. 54 

^XttTTCO/Lltt 19. 114 

IXaTTtoaig 19. 114 

Ikavvo) Keduplik. 81, 
Fut. IA«crw 86, i?A«(r- 
|U«t u. iJylwa^^JjJ' 100 

IXci/iöTog 54 

!£A6«C«(>(o?) 58 dekl. 

lAfKW U. ^AffCÜ 111 

Ikeyfxog 116 

iXey^ig 116 

fAfo? 6 u. To 47 

iX£r]fiioavvr} 115 

kXlaatx), dXCyr]V u. atX(/~ 

d-r]v 95 
lAxüw, dXxva&rjv 100, 

l'Axyff« 9, Augm. 79 
?Axw 83 
Ifiißioiacg 116 
ifnßQifj.y]ua 115 
l/ufufXtTTJiua 115 
^^a ^6 (TW 17 

fjuvivatg 114 
efinaiyiiin 115 
l/uneiQ^u) 120 
ifxniQcnaTibi Augm. 77 
l/j.no6iafi6g 114 
l^noöoaTurib) 121 
l/u7ioQn6(o 124 
e^TTQoa^ev 23 
efimvffjua 114 
l/LinvQia(j.6g 115 

IfKfKViGfXÖg 116 

lfi(fiQccaa(ü , lv£(fiQd/d^r}v 

u. IviifQctyrjv 95 
ivaxÖGt-oi 16 
h'arog 16 
^rJfTjff, ^x'(5"fi7 52 
^rJ*A6/^tü 123 
Ivi^eXe/tCco 121 
Iv^c^vaxcj 83 
Ivöo^äCofiac 122 
'ivSvfia 115 
h'iöoa u. EveÖQov 49 
Ivevrjxovra 16 
IvEQyib} 119 

ive/vgciCo, Fut. iv€/vQ(ij 

86, Augm. 73 
lve/vQttCffj.tt 117 
Ive/vQKOjLiög 116 
Ivo/Xid) Augm. 77 
ivaxoXisvoficti 123 



€VTKXfia 115 
h'TK(f>lttC(0 121 

h'Tavd^ev 23 

IVTIUOÜ) 123 

ivToriQog 56 
Ivvnru'cCofxac Augm. 79, 

Wortbildung 119 
IvcoTi'Co/nttc Augm. 79, 

)yortbildung 122 
i^äXeiipig 114 
i^HxoviC(o 121 
^|6;ifi;(rt? 116 

21 
l'^CXaa^a 115 
i^iXaa/iiog 116 
i^i/vidC(ti 123 

l^oX^^QSV^Ci 117 

^^oXid^QSvaig 116 

i^0Xer9Q€V(0 123 

i^o/ußQf(o 118 
l|oi;cF(^)fr€ri^(ow) 18. 112 

123 
i^ov^ivrji^a 115 
^^ov^svijaig 116 
l^ovatdCo) 122 
flcü^fv 23 

l^CüTEQOg u. i^COTCtTOg 56 
i^li)T€Q(iJ 56 

iÖQTaOfia 116 

Inttivib) , ^ncaviaui 89, 

inyv^a&T}V 100 
Ina^ov^b) 119 
fnccQ/ncc 114 
'inccQ^ig 114 

IjliHXiVOfÄKL 123 

IniXiyoi Kedupl. 81 
IniXrjTiTSvo/Liai 123 
Ini^iXofiai, u. ini/nfX^o- 
fiai 82 

l7l{<p)tOQXHV 26 

ln{(f)ioQxia 26 
ln[(f))CoQxog 26 
IniQQOjyoXoyiofxac 122 
iniaayua 114 
IniaxsnTOfiai, Itkgx^titjv 

u. ^nEax^q.'d^r]v 95 
InCarafjiaiy Iniary = ^tt^- 

araacii 61, rinCaro) 62 
ini/ttQ/uct 113 
iQyciCofXttc Augm. 76, Fut. 

^Qyöjfxca 86 
iQyccTSvofiat 122 

iQyoÖLOiXTib) 124 

Ige wem u. Igainutoj 7 
fQTjfiog 24. 58 
iQid^evojUtti 120 
?(^7rw Augm. 76 



144 



Wortregister. 



iooi&tjv s. Wy(ü 
iov&oi]jua 115 
iov&ooSar6(ü 123 
eoyouKi, IXdauucti 108, 

T}l&au(r, TjXBttTi etc. 

63, Modi von fo^ouai 

108, ^A^offrrr 65, *i^o«- 

aa>' 68 
(oS^rjaig 116 
fa&iü), (ftxyouRt 88, y«- 

j'faai 61, i<f(xyauev etc. 

63, fifäyoacn' 65, ^^n- 

j'Oiffcrr 69, ßißQOJXa u. 

ß^ßoQiuai 81 
^ff^oi '83 

iaTifQcc u. ?(y7Tf(>off 48 
"i-raoaf 59 dekl. 
iaxcfTi^ü) 122 
iaiÖTfoov 56 
lacJTfQOi 56 

loijjTfQos u. laüJxttToc; 56 
iTaioi^Oi 117 

fTlQOXüHffül 124 

(Toiuog 24. 58 
«ü augmentiert 75 
(vityysU^ouat Augm. 75 
fiaoiarfiü 119 
ivyYOiuoainri 113 
evSoxküJ 120 
(vfxTi'iü 122 
fifpjfTftü Augm. 75 

(VTJUfO^ÜJ 118 

£i'5^t'(ff) 23 
fiVioTd'tü 123 

fixlrjuar^üi 122 
«i'oJocü 118 

lV7l€l&^(ü 122 

ivnoQoCuai, 8inonr&T]v9S 
(i'Qlaxbi Augm. 75, fTp«- 

/i<r etc. 63, tvQoactv 65, 

«foomrrr 69 
fipcin^mw 120 
ivara.'^iu) 121 
(iffi-Tig. eiifvTj 52 

Sl/aOlGT^ü) 120 

«icod/ctCcü 122 
^/6^/f u. ;r^/ff 14 
i/&i(jioq 55 
fX^nnaj 123 
<>^ 82 

^w n. d«ü vermischt 111 
^on' im Genetiv der Neu- 
tra auf of 41 



Cacü, Crioo^ai u. C»?«^«« 89, 

?C»?(Ta 92, Cj^i 70 
ffiy/Cüi 121 



C^ilo? 6 u. To 47 
fi^'ff u. aj'oi' 46 
Cujdw 119 
Cvuöcü 119 

Ccm'vvui, f^ütouai 100 
Cüxjj'or^o» 119 
Cwdcü 120 
Cü5<Ti? 116 

t) als Augm. 71 sq. 

j; = ft im Präs. Med. 61 

jjyi^ua 115 

jjJiaad; 116 

i^»oioysoj 122 

^xtar« 54 

ffxcj, fjxauer, fjX<xT8 und 

^X«(Tt 1(J4 
TjlidCio 118 
f,u(Qog 57 
ri^iOivuci 115 
riuiaeicü 123 
ijuiavs (oog), i]u(ooic, 53 

TjTICCTOaXOTTiOUai 124 

7/'ofu«^a) 123 
fiüv/os 57 
^rrwr 19. 54 
»jf s. unter «f u 
i^/off d u. rd 47 



«t 



0. 

&a/jß^iü 117 
^äußos d u. rd 48 
^aoQaX^og 20 
{^ccg^fir 20 

^(CTTOV 55 

&avu('cCiü, &cevuccaouc(i u. 

y^avudacj 89 
^aiuctGuög 115 
^aiuttjrdw 120 
d^eicrrjg 115 
^^;.rju« 116 
^^;.rj'(T/? 116 
^ft/ft 25 
^iuikioiaig 117 
^f'd? D.^f/ 34 
^(QUTuog 114 
&riO(v(o, ^T]n(i(J(ü 89 
O-Tjoavoiauci 113 
O^läa/utc 114 
^Aacü, ji&).ccau(ti, l&laa- 

^T)r 100 
^;./';3cu, l»UßTjr 96 
ihh^u6g 117 
^;Im^W 114 
xkoaiaua 113 
&Q{iva fxog 116 



^ofti'cü, T^t9oavauai und 

d^Qi^vr^ua 113 
^Qrjaxdto 119 
^Qovi'Cti) 122 
^Qi'Xrjintt 117 
d^iaici^oj 118 
&vOiaaua 117 
&(i)Qaxia^6g 116 

J. 

f im Wechsel mit f/ 7 sq. 

rdf 24 

Mf« = f/J^« 9 

Wtoj 57 

iJoJ' = f?d~oj' 8 

Moi' 24 

iiQCCTiVüi 122 

'Isooaolv/ua 59 dekl. 

hoovoy^O) 122 

UoOJUtt 115 

T/jut, ovviüj u. «(/t'w 104, 
«(/^^w 104. atjirjui Aug- 
ment SO 

^f7]00ig (OV, OL', ovv) 60 

txfodw 121 
llaoÖTTjg 116 
a«odw 121 
lläoxouai, lläa&r]V 98 

lACCTiVÜJ 123 

r;.fcü? 39 

li-xiaa = eü.xiaa 9 
ifiüvTcoaig 116 
luuTiauög 115 
t/uof Adjektiva 57 
«»'da^.ua 115 
*oj Adjektiva 57 
'/oi'd«f 59 dekl. 
iüvöcüouög 116 

tTTTCtUCtt 83 

ioo6via^((ü 120 

lOTrixEi = darrixit 9 

lOTTjui, iarcKü 104, iara- 
&riv intrans. 98, /crrwf 
etc. 103, iOT((X(( und 
üoTctuat 102, ?ar7;x« 
trans. 102, ilarTjxetaav 
68, TTaQ^arr^xav 67, 
korr^xfi 70, (tri aar a u. 
«? «ar« 69 

la/vQÖtü 122 

Xo/vöig 116 

//^i'ff, //.^i'a? 44 

fw;?« = fTtü//« 9 

'lütfcig 59 dekl. 



JT. 



xa^'a 



13 



Wortregister. 



145 



Xtt&r<iQ(o, Ixä&ttQU 94 

XC<»C(QlC(0 120 

xax^{(QiC(o u. xaf^fQi'Cio 5 
xaihtQiafxoq 11 G 
xa&svt^üj Aufjra. 80 
xtii>r]fXttL Augni. 80, ^x«- 

Sov 62, xw^ou 69 
xK&iC(o Au gm. 80 
xud^LGiq 116 

x«i'cü, IxttvOriv u. lx((r]V 95 
xaxiiüv u. x«Xfffro? 54 
xKXOTia&tcc 8 
xaxoifQoavvt] 116 
X((X0V/8UJ 120 
X(ilcC/UC(0/Lt«t 118 

xctX^üjj xiiktao) 86 
xccXkioo/ucd 122 
x«Ao? = x«Awff 38 

X«jM^ 13 
X(</UOV 13 

xaf4/uv(ü Au gm. 80 
X«»' = x«l ^«v 14 
xaojfow 124 

XKQOü) 119 

xaQTTiCo^cic 118 

XKQ7T(OjUa 113 

XttTdyvvfii; xarec'cxO^rjv 96 
X(iT(((^6(7uev(ü 118 
x«r«Af//r(ü, xc<T(Xtnr}V 96 
xKT((ko/ia/u6g 115 

XCCT('cVTr]UCC 115 

xc(T(ivv^ig 116 
xfiTai'vaaoiucii, xcnsrv- 
X^^^v u. xarfi'i^j^Tjv 95 
xaTav(otiC(o 118 
xard^iog 57 

XC(Tf'c7TCiVjHa 113 

xaTctniTctafxa 113 
xaTanlriyf^öq 116 
xaTCtQc'cxTTjg 15 
x«r«^«fff? 117 
xcaaqüofxai, Keduplik. 77 
xaTKQe/ußevüi 124 
xttT KöntiraXädi 120 
xaT((ip€va/u6g 117 

XaTiVx^^LXTiü) 124 

x«rtow 122 

XdTbXTCCTCD 56 

xaTtür6(>or 56 
xctrioTSQog u. xaToiraTo? 56 
xav^ciofActc 117 
Xttv/rjjUK 113 
xav/r^aig 115 
xsvof^o^iü) 122 
xsvoXoy^o) 119 
XETtWOOfiai 119 
XEQaWV/Ulf XSX^QUajUKl U. 

ixsgaa&rjv 100 



x^()«? 42 
xeQciTi'Cci 122 
xeQccvvtoaig 116 
x»jAfJotü 118 
x(vr]/uK 114 
xtaadü) 118 
xXavd^fiög 113 
xAwcü, lxXda&r]v 100 
xAfK, xXeidu, xXeTi^ctg 40 
xXtlto, x^xXeiGfiat u. IxXtC- 

a^rjv 100 
xXinTb), xX^xpüi 89 
xXrjiSovtCojucti 122 
xXr]öovL(iu6g 116 
xXriQoöoTiu) 122 
xXCvoj.lxXiß^rjv u. lxX(a&T]v 

96 

xX07T0(f0Q^(t} 122 

xXvSojviCojuai 122 
xXüJaju« 115 
xvi'Cw 118 
xoCXaaua 115 
xoiXoOrad^fx^oj 124 
xoiXuTTjg 114 
xoCXiü^K 115 
xo«r«Cß> 117 
xoXttßQCCofica 123 
xoXXvQi'Cio 122 
xoXoßobj 119 

x6X7lÜ)fXCt 115 
X07TCCC(0 119 

xonavCCio 122 
xoniddi 118 

XOTlÜCO 121 
XOTKüffig 116 

xo()i'?, x6qv&{( 40 

Xjp«Cw(«i'«) , tlvfxQttyov, 
dvixQK^tt, ix^XQCt^Ct, 

IxixQCiyov, xexQd^ofiai 
90 sq. 

XQclfjia 115 

XQCCTCtlOTTjg 116 
XQCiTKlÖb) 122 

XQaTaiiü^u 116 
xQCiTttCioaig 116 
xpar/jo"*? 115 
XQdnarog 54 
x()«t^;; = xqavyr] 21 
xQiCaao) u. xneiaoovg 56 
x()^a? 42 
xQ^loGoxv 19. 54 

XQE(J.dvVV^ly xQEfxdaco 86 

xqCua 25 

XQvßco 83 

XQunTb), ixQvßrjv 95 

X()v(ffj 4 

XL'fCü U. XüW 82 

xi;Atw 83, lxvX(a»r}V 100 



Helbing, Septuaginta-Grainm. 



xvfxßaXiC(o 118 
xm'Tiyibi 119 

XVO(fOQ^(t) 119 
XV7TQ(Coi 122 

xvTTQiajuüg 117 
x(o&(i)viCo^uai 118 
XüJ(f8VüJ 123 
XOJCfOü) 122 

yl. 

A«y;^«i'w, X^Xoy/u 81 

A«ya>df = Jl«^'wff 38 

Xd&Qa 4 

XdXrjfia 113 

X((/iißdvcü, Xrifxxpo^nt. \\. 

nriiu(f&r]v22, tXaßavQS, 

(Xa/iißdvoam' u. iXdßo- 

aav 65, A«/?£ 24 
Xdfxxpcg 116 
Xavd^dvü), ).r]aou.ai 89 
A«s^6ytü 122 
A«6? 38 
XatfvQSva) 124 
A^yw, 6<7ra u. f/;ror 62, 

et/Toaav 65 , (QQi&i]v 

111, eXsyav 64, itnot- 

aav 68 
XeCtioj, iXenptt 90, IXCnaji^ 

aXmav 63, ixXinoiaicv 

68, xKTeXCnoaav 65 
AfTT/Cw 120 
Xiniaua 116 
Xetiquoj 118 
A?;rdff d u. »5 46 
Xißavoüj 123 
A«^«Cw 118 
Xt»oßoXtoj 122 
XiS^ovQyio) 121 
Xifiayxov^co 119 
Xifxog d u. 7] 45 
Xivovg 35 
XtnccQOjTjg 114 
XCnaa^a 114 
Xmo&vuiüi 119 
X.iTiOTaxriü) 122 
Xoi/uevofjca 124 
Xoi/uojrjg 117 
Aodw, XeXova^ac u. iXov- 

a^Tjv 100 
X.o/dcj 117 
Xo/svcü 118 
Xv/naCvoj^at , iXvfiT}vdf4r)v 

94 
XvTQcoaig 115 
X.ojjucc 116 

fXctydQEvü) 120 
fXCiiSdbi 118 

10 



146 



Wortregister 



uciöaoöaj 124 

luaiöofmi 121, Konjunkt. 

uaioio^s 112 
finxQorju^nfvotg IIG 
^axQor]UfQfito 123 
^iaxQOx'hvu^io 122 
ftaxQOTrjg 116 
ItaXQOTOV^lü 124 

l.i('(XQVua 117 

u(txQvr(ti, fiiuaxQVfifitti 

101 
uulrtyiici 115 
)uc(Xctx(Couc(t 119 
uaXctxoipi'X^i^ 122 
ficiXiara 57 
(.läXlov 57 
Mccraaaijg (r} Genet.)^ 59 

ftttOTVQ^OUai 11. fiaQTVQO- 

ftcti 82 

^t((QVX(io^(tl 122 

jnaaäouai 118 
unTCciooucti 123 
fiiaaiog 57 
f.ittrtti6Ti]g 117 
ftc'(X«iQC(, ^cty(({Qr]g, fjcc- 

yalni] 31 
fuä/ifiog 57 
^dyctXf^iÖTTig 116 

fjfycdoQQTJUOV^lÜ 122 

uiyaXonnriuoavVT] 115 
u(y('(X(ouu 117 
^ifyaXioavrr} 115 
l^u^oSevco 120 
H^inaua 116 
^/f/'Cw 56 

Mdiyciiug 59 dekl. 
utioiV 54 
'^tXct^QÖiü 124 
fufXuröüj 123 
t/f;.i'Cw 122 
^^'//w Aufjm. (1 
;im/« 58 dekl. 
/ufQirtvii} 121 
;»/^op« 58 dekl. 
fjta('fC(o 119 
^faoXaß^io 120 

/JiTflDQKJuÖg 114 

fji(yQL(g) 23 
fxr]ö(i>]f:lg 18 
jUT]nvxiafi6g 115 
ixriyärriuu 113 
fxuilvfü, /Li8u(u/uuai 101 
fuanög w. fxuQog 6 
^ucafÄog 116 
fxlyvvui, ^/aiyrjv u. i/^^X~ 

^ny 95 

^ixQOTfoog u. fj.Lxo('jTttrog 
54 



^layio 83 

/LitaOTfOVTJQ^lÜ 120 

^uv)](rTfvo/Ltac Rodupi. 81 

^iöXvroig 114 

^oXirco, fjf^oXvfi/uKi 101 

fjioXvauög 115 

fwrdCio 122 

/u6ay(v/.icc 114 

fiOTÖU) 119 

^oyXnu) 118 
fnvfXöo) 123 

UVXT7]Ql(Tfl6g 114 
jUVQlOTT^g 115 

juvQia/dog 116 

IUVQfJt]Xlä(0 122 

|ui}?, /it'Offf 44 
fxvaaQog u. juvüfQÖg 6 
^(xixäoijtti 121 
juiöxT]ua 117 

/UtOjiKtO^ttl 117 

/LtcoQog 24 

Alujvarjg (17, r}, ^i') 59 

i'«oV 38 

r«i;?, r;;of, r^a? 43 

7'faCw 118 

rf«i7?, i'fKi'iJ«, VEiiviv 40 

v^/nco, Fut. V8^r]a(x) 88, 

Aor. lv^fit](ya u. fvfijua 

93 

VSVQOXOTl^iü 120 
V^COf^ifi 116 

r^^w 82 

vTjarsviü 119 

r/x/j u. rrxof 49 

vCxr]fjia 114 

vinxoi 82, vi^'^atTia 96 

voO^svio 123 

vö^i^og 57 

yoffat« u. vfoaau'c 11 

voaaog u. ^'foaaof 11 

vovfjriria u. vtoy.riviu 10 

rot»?, roo? 49 

vvOTayfia 117 

ri^ffrtty^ao? 114 

VOJ^QOTTjg 114 

viüToc u. rtur« 46 



HttvOlCb) 118 
^tvoXoy(ü) 120 
^^;.ow 120 
^vQTjaig 116 
|i;w, t^vafxui, 100 

O. 

o augmentiert 73 



oJ/jy^tü 118 

W«? 59 dekl. 

o^w, uiCf<y« 111 

ot augnientiert 74 

oic(xfC<^ 119 

o?J«, 6/J>)ffü;, tMjjff« 93, 
j^'()ft<r«i' 68, oiJ«?, 
oiG&ag^ oTöa^ei' etc. 
108 

oiXTSiQTJflCC 116 

oixJLQ^ög 113 

oixTlQO), otxTiQr'jau), mxtI- 

Qt^art^ ^xTiQa 93 
orxrtffTOff 55 

oixTQOTKTOg 55 

oi/Li(öC(o, oi juoj^oj 89 
oivonoTiio 122 
oio/j^cti, oirj = olec 61 
oiwvi'Cofiai Augm. 74 
oliövia/ja 113 
oianua/uog 116 
ÖX8&Q€V(0 123 

öX^&Qcog 57 
oXLyoxfjvy^a) 121 
dXiyoüi 123 

üXia&dvoj, wXCaO^riau 91 
oXoxavTWjUK 117 
oAoxauTwfftff 116 
oAoAfj/^o? 114 

6Xoa(fiVQT}TOg 31 

of^ißQrjfia 116 
ojuvvjji, 6fivv(o etc. 107 
ofzoiog 24. 58 (Endungen) 
6/u<f(cx(C^j 118 

OViCÖlGfXU 114 

dyftJtCiMO? 116 

öveiQog, üvec()oi 49 

ovh'ajuai, luvda^^rjv 98 

ovvyCCoi 118 

omad^tv 23 

671X06 oT^üi 122 

onXoXoy^ü) 124 

oTtTaCofiac 123 

öp«w, Ol///? = öj//£t 61, 
60p«X« U. UJQKXa 78, 
(ü()(i&T}V 96, iVor = 
<?(for 8, tiöoaav 65, 
«rJa^fj^etc. 63, löoiauv 
. 68^ 

o^jytaw 122 

OQ&OTOfl^Ü) 122 
OQdQl'CoJ 122 

oQta^ög 114 
oQxiü^ög 115 
oQ/bir}jbia 113 
?j(»o?, oQ^orv 41 
OQOtfOb) 123 
OQÖlfjbiflU 115 



Wortregister. 



147 



uQvaOfo, (OQvyrjv u. (OQv- 

X^riv 95 
oaiog bl 
ooiöuj 118 
darovv, daria, uariiav, 

dai^oig 36 
öat^QaCvouai, wOifQtcvd^rjv 

98 ^ ^ 
oatfvs, üOifvag 44 
oi;cF(^)f/? 17 

ovxn. ovx verwecbselt 25 
ovQccyioi 120 
ovQctviog 57 
ol!tw(5) 23 

öifiCXü), 6(feiXia(o 111 
oifiXov 73 
oi^Qvg, ocfQvctg 44 
üXf]/nciTtC(o 122 
d/^/fw 122 
6)(kayb)y4(t} 120 
d/vQ(t)aig 116 
6xpo7iolr]^a 116 

U. 

nctyiSevct) 123 
ni<&oxQar€ofiac 122 
ncilC(jii k-Stamm 85, Fut. 
nal^M u. ncd^o^ai 89 
TtttXaiÖTiQog u. TTcdccfd- 

naXaCaTQa, naXaCaTQrj 32 
nc(Xai(ü/ixa 117 
naXaiüiOig 116 
7r«v = TTarT« 51 
navTjyvQiaf^og 116 
n((Q(«^f.ty^aTiC(o 120 
7Tc<QC((^ety/u{(Ttafj^6g 115 
nccQttd^aXciaaiog 57 
7iaQaxuTccTid^r)/iic Augm.77 
naQciXcog 57 
nagavo^ibi Augni. 80 
nuQaovußäXXb) Augment 

77 
TTCiQoi^cttCo) Augm. 79 
nccQOQyia/ncc 116 
7TttQQT]au(Coiutti Augm, 79 
7r«at(j') 23 
narri^a 116 
naxi'S, nax^wg Gen. 53 
Ti^C^ 4 

TTfrr U. TTfCr?' 11 

netvaü), kontrahiert in « 
statt t; 110, ibid. Tem- 
pora 

neiQaCM 117, infiQaa&rjv 
100 

neiQaofiat^ inecQccd^rjv 100 

TiHQaafiog 116 



TieiQaTei'ü) 121 

7T€X€Xc'((0 117 

niXwo^ta 119 
niX^a 114 
ntnoid^iü) 82 
Ttinoidrjaig 116 
7i{()((Oju6g 117 
7i6()iayx(oviC(j} 118 
nsQiAxvaig 116 
nsQiovacaaiuug 116 
neQiauiXocü 124 
ntQianaaixög 115 
7rf()fffflr6L'cü Augm. 80 
nsQCajaaig 114 
ntQCajTif^a 116 
neQt/ctXxoco 118 
7r£(5x«Ca; 120 
nnaXüio 124 
n^rcifiat, = nk'roficu 83 
n^ra^ac, ineTciad^rjv 98 
neTcivw/uc, neneraxa u. 

neniraafxca 100 
nixQa u. nivQog 48 
nsTQecfTJg {rj, ^) 59 

TT^«//«? 114 

Tifjyjua 113 
nr]SaXiovx^<a 122 
TTrJxvg, 71 /jxiog , TTT/^wr 

44 sq. 
nittCü) 122 
ni€C^(o 82 
mxQaa^og 116 
nixQou) 123 
ntvcj, nCiacu 61, InCooav 

65, niTHtixH 70 
nCfinXrifxv^ i/xninXrjjut 

ohne /u 22, niunXiioj 

105 sq. 
nifxnQr][xL, ni^nQaüi 106 
nioTTjg 116 
nCnria, 'ineoa etc. 63, 

ini7ienT(6x€t 70 
niaronotiu) 122 
TiXttTvafiog 115 
7iXa£ovg 55 
nXeCü) 56 

nXtCiov u. nXelcfTog 54 
nXixo), inXccxTjv u. lnX^~ 

xr}v 96 
nXiov u. nXeiov 54 sq. 
nXiova u. nXtiova 55 
7iXeovtta/j,6g 114 
TiAfi/p« u. nXiVQov 48 
ttA^w? 39 
7tXt]&vv(o , mnXrid-vfx^ai, 

101 
TTXtif^/Li^Xrjacg 116 
nXrQrjg, indeklinabel 52 



nXovTog 6 u. rd 48 

7lV€VjUaTO(fOQ^O/UttC 123 

nv^iü, nvavao^ac u. nvev- 
au) 89 

7l0X(jbl0TQ0(f^(Ü 124 

noXvnXrjO^^iü 124 
nofxa 25 

nov^ü), nov^aoj etc. 111 
novT07iu()^(o 118 
noQ€iiofxac, lnoQtvaüfxr]V 

99 
7rd(_>fi/af? 116 
noQia/biög 115 
no()(fVQOvg 35 
TiQüog u. TiQu'vg 53 
nqaaßiig u, nqEOßtvjat 49 

92 
7iQo/nttxi(o Augm. 79, 

Wortbildung 122 
TiQovofxevu) Augm. 79 

TTQOOQCJ/HqV 73 
TtQOaßQlfXCCOjUttt 118 

nQoar)XvT€i'co 123 
nQoaxarcneCvbi Augm. 77 
TtQoaxofx^a 114 
nQoao/O^ia/ua 116 

7TQoaauX{C<t} 119 
nQoaainoXri^mitü 123 

7lQOT8Qr]/J,a 114 

7iQ0(fT]T6v(ii Augm. 79 
nQox(üQT}fxa 116 

7I(>Wt 4 

TtQCJTOßa&QiUi 123 
TlQbiTOßoXiüi 122 

TiQüoroToxeco 124 

n()0JTOTOX6V(O 123 

miQvC^b) 118 
nTEQVLOfxög 117 

TTTtü/^Cw 123 
nvy/nög 114 
nvxäCco 117 
ttu/It; u. nvXog 49 
nvQQCCoi 122 
nvQQÖg 20 

P. 

()aß^CC(o 118 
(5«»'T/'Ca> 122 
QccvTiainog 117 
^ämo^a 116 
"Psßtxxci 58 dekl. 
Qe/Lißaa/i^og 117 

^^ft>, (QQ€Vaa U. EQQVrjV 92 

^riyvvfxi, €QQ(oycc u. «(>- 
()/;)'« 101, i^QTiyfxai 102 
^Tjaffw 83 
QC^b)(xa 113 



148 



Wortregister. 



(5t7r/:w 118 

Qi'nriü, Kedupl. (>fQif^. 81, 

Aor. Pass. lQQi(fii^f]% u. 

^^)(pi'(^ jjr. infiiQt'nioaccv 

65 
QiTiTeio 82 

()vo^ai, fQQva&Tjv 98 

^. 

oaßßctT^CiO 123 

a«< in Präs. u. Fut. Med. 

61 
(joJl.Ti'sw t-Stamm 85 
aar als Endung im Aor. 

II u. Imperf. 65 sq., 

im Opt. 68 sq. 
aariSiü^a 114 

(T«.T()(OW 124 

ZictQiTJTa 59 dekl. 

aaQxo(fay^(i) 122 

aeßaoua 116 

oeTaua 115 

aj;uaA'w, ^arju«»'« 94, (Tf- 

ar^uuccuai 101 
ar/U(i6(o 119 
arjueitoaig 115 
a^i^'^ff 114 
aiydüj, aiyrjOouai u. (Tt- 

j'Tjaw 89 
a/j?;()6o? u. aiÖ7]Qovs 35 
JST/Jüjv 60 
Zlxiua 59 dekl. 
2^lu(üv 60 
a{xvg, aixvag 44 
arra 47 

aiToutJodo 120 
otojnc'cüj. atOüTii^aofxac u. 

aibjnriabj 89 
anjjnrjOig 116 
ff>r«jd«;.<'Ccü 123. 127 

ax^TTClül^ 117 

axinjouai 83, 8. incaxin- 

TOjUCCl 

axTJrojaig 116 
cxoi.ifiCto 123 

ffXoA^OTJJf 114 

axoQuxiOfxos 116 
axonnlCoi 119 
axord^ü) 122 
axv&^sOJ 118 
aufjyfxa 116 
2^(fojUa 59 dekl. 
Zolofxü'rv dekl. 60 
aocföü) 123 
a/T«()j^'«roo> 118 
OthTqu^ amCqrig 31 



OTifQuaT^Cio 123 
aTifnuniiouog 114 
a.^/>lc;w 123 

anXayxr(^ofAai 123. 128 
anXayxi'tOjnog 117 
0';ToJd(u 118 
ffTTOfcFa/ÖTT;? 116 
araJfov 46 
(JraAftiTw 121 
aräxvg^ aräxing 44 
(Trfardw 123 
ardouiü 123 
ojivoxioQibi 119 
ar^Q^iü, iaT€Q€0{i 111 

OT€Q^lü/Utt 116 

ox(Q4(DOig 116 

ar;jxcu 82 

(TTTjAdw 121 

OTTjQiy/na 114 

aTT]Q{C(Oy t- und k-Stamm 

85 
arißiCo/uac 122 
ar^y/ua 114 
ariXßöb} 123 
GTtXßcoaig 116 
OTi/^Coi 123 
aroißdCoi 122 
aToi/eicüdig 115 
aroXl^iü 117 
aroXia/Liög 115 

GTOf^OJjUa 113 
aTQttyyaXäo/uai 118 
GTQußiü) 118 
axQoyyvXöb) 123 
arvyvuCo} 122 
avyx).aa/j,6g 115 
avyxXeca/ua 115 
avyxXuofxog 117 
avXX^yü) Keduplik. 81 
avvavTc'eo)^ Fut. ffi/rwvT^aw 

u. awavTTiaofxcu 89 
ain'ttVT7]aig 113 
(Tii'fJptttCtü 122 
awtxCCoi 122 
awve(fioj 118 
awovXujüig 116 
avvrQt,fxfA.tt 114 
avfjißoXoxonio} 123 
avfußQccCoj, aweßQuaO^TjvdQ 
av/j.(foQÜC(ü 122 
avu(fQvy(o, avv6(fQvyT)v 96 
avQiy/xa 114 
(n/p/foj 118 
avQia/uog 115 
aifüCoj 83 

affi'O.Xui, (a(faXa 94 
a(fT]r6o) 120 
a<fQayiC(o 118 



31 ^ 
(l;^^^/«^^ 118 
axoCiHOf^a 116 
axoiriaf.t6g 115 
af;KW, Iota subscript. 4, 

a^aioa^ai u. a^aco/uac 

100 
acjunTonoi^ü) 120 
aiüQii'tx) 121 
(Twrrjptoff 57 

r. 

r«>l7j^^? 14 

tcUA« 14 

TttjuiiTov u. ra/iitTov 10 

Ja7l6lVO(f>QOV^(ü 122 

Tciaaü), iTciytjv 95 
Tä/iov 55 
Tawv = Taw? 38 
TEiyog^ Tei/^iov 41 
TfAffdr?;? 116 
reXtCoiavg 114 
reXeaiovQyiüi 119 
T-fA^w, reX^ao) 86 
rtXtüvibi 119 
Tioua 113 

S 1 

T€Q7lV0TT}g 116 

T^aaciQsg = riaaciQag 53 
liaaciQa u. liao^Qa 5 
TeaaccQcixovTu u..t aaaiQaxb 
TT]yaviC(o 118 
TijXavyrjjua 117 
TTjXuvyriaig 116 

Tl&TJUC , T^^W U. Tcd^^O) 

105, l^rjxttjuev 94, ^^- 
(T«fc 95, id^T)Xf(v u. ^^6- 
aav 94, ri&tixa u. t^- 
&H^aL 102 

T^xTw, It^x^V^ 96 
Togev/jia 114 
TovvavrCov 14 
T()«/?j>lt«w 123 
TQ((xvtr]g 113 

TQ^X^y ^Q^f^^ 89 

TQUrCCoi 123 
TqiutQC^bi 123 
TQiaau'U) 123 

T()LOOÖ(xi 123 
TQixoi/ua 113 

TQO/J.^0J 118 
TQOTIOQJ 119 
TQO(f(V(li 123 
TQV(fe(itVO/UC(C 123 
TQVfffQOTTjg 116 

Ti/y/arw, €Tf:V^a 91, r^- 

Tfi//a 101 
TV^JOCü 123 



Wortregister. 



149 



Y. 

r«? bei Substantiven auf 

vg 44 
vycdCuJ 119 
vyiiia u. lytTa 11 
iytrig, vyifj 52 
f/"»/? u. v(^ bei Wörtern 

auf li« 32 
it'dff 49 
vTiavTc'tüi Augm. 80, Fut. 

vTiavTijau) u. t'/iftyr;}- 

aojLittc 89 

V7T8Q(ia7TtX(0 120 
V7l6QT](f(a'^iO 118 
VTlfQT](fttV8l'0/J((C 123 
V7l6QX(Q(i(i} 120 

vno/LivT}uaTcaiii6g 115 

vnoxiiQiog 57 

vn6)^Qi(jug 38 

vaaionog 6 u. i) 46 

lOT €Qrj/ucc 116 

V(fatv(o, r(/«r«94, vwaa- 

^^ fxai 101 

ili/zof, vipiiav 41 

v\p6(ü 119 

vxjjODfin 115 

v\p(oacg 116 

(f«iv(t}, €(fc<va 94 

(fCiXdxQCO^K 116 
(fC(VTC(aCOX07l6(0 124 

(fttQjuaxoüj 118 
(fttTvoüj 124 

(fttTVÜJUCC 113 

(fdrvojai^g 116 
(favXca^a 116 
(favXiGfxög 117 
(favGxüj 83 
(favacg 115 

(fiQViCci 121 

(fSQbJ, i]V€yXC< 63, f(^6QttV 

64, lif^Qoaciv 65, ^r^)^- 

xciiaav 68, (IvoiactTa 93 
(fivyo), itfVyoaav 65, 

€(fvy(iv 63 
yifLCÜ = (f8vy(o 21 
(frjfii, q>T]a£ etc., (fujuevog, 

(fdaxcüv, ((ftjaci 108 
(fd^KVü), Fut. (fO^äaaj 88 

u. 89, Aor. 6(^',>«ff« 92 



(fO^dcQiua 116 
V^f/()/'Ccü 120 
(fO^ov^io, l</ {i^orsaa 111 
(fiXavS^QiOTi tio 120 
(^iXanyvQ^io 122 
(fiXtXx)^()6(iJ 124 
(fiXidCio 121 
(fifx6(ü 119 
(floyiCo) 118 
(foßiQiCb) 123 
ifoßeQia/uug 117 

(fOlßcibi 121 
(fovoxTovia) 123 
qoQ^io, (foQ^aio, iifOQeaa 
111 

(fOQoXoy^io 120 

(fOQTl'CiO 117 

(fQuy/uög 113 
(fQixaauog 116 
(fQovi^og 57 
(/i'i'w 82 
ifvXnyfAK 116 
ifvXaxlCoi 123 
(fvQKaig 116 
(fvQfxog 116 
Cfcomycoy^üj 123 

(fCÜTlCcü 120 

(fOjTia^ög 116 

/ciiQü), V\it. xttQovfiuc oder 
/ctQ^aouai, 88, cf. 89, 
Aor. inexaga 92 

yatQnd^oi 122 

;(c'(Xx€og, /aXxovg u. ;^«>l- 
xfto? 35 

XctQÜxoiOig 116 

X^Qig, ;^«(?n', /((QtTtt 40 

yaoiroui 121 

yctniioaovt] 116 

;((TXog, /nXioiv 41 

X^CfxuQog u. /fllKXQQOVg 34 

X^inayojy^o) 119 

/ft'^w 56 

ysioayv u. xsiQiOtog 54 

XSQaoco 121 

/^w, Fut. /f ö3 88, /^f t? etc. 
110 

/i'lQivotg 115 

/loröü) 123 

/Xivctajua 116 



/Aw()t't:w 122 

/X(i}()üTrjg 114 
/6()Ta(Juc( 114 
XOQTOiiavioi 123 
/ot~? 49 

XQUO/UKC, XQ(7a&((l 110 

XQstmtafxög 114 
/C^off = /(p^wf 38 
XQTjaiuevio 122 
XQ^<Jt/^og 57 
XQfjOjuoXoyio) 119 
XQCo^g 115 
;i^()tw, x^)(Qia^tti u. ^/(,>^a- 

^;?v 100 
XQvac<vyi(t) 124 
XQvaeog u, xQ^'^^^S 34 
XQvao(fOQt'(o 119 
XQva(t)f.ttt 113 
/i'//a 115 
;^i;rw 83 

XiOjUKTt^CO 121 

Xojvev/ucc 116 
X(üV6vaig 116 
XbiQoßarib) 121 

xpdXXb), txpciXa 94 
ipaXTO)6soj 123 
xpä^fxog 22 
xpaufxwTog 22 
i/;aw, iiprja&T]v 100 
xpT]Xc((fr]aig 116 
i/zo^'/Cw 122 
xpvyfxog 115 
ipvxovXx^ofxcu 124 
xpoü/uiCo) 118 
ipiOQuyQuiio 124 

cü im Fut. der Verba auf 
«Cw u. /^w 86 sq. im 
Wechsel mit aw 

wJ/'?^ 49 

(üSivoi^ (ü^ivraoj, ut6(rr]aa 
93 

w9^^a> Augm. 72 

(üUOTOX^Ü) 122 

(üQcäaf-iog 116 
(oQcdoTTjg 114 
(üQttwbj 123 
wQvua 117 
UK^iXkc 8 



Terlag von Tandenbocck & Ruprecht iti 66ttitigcti. 

ScptUagilltä-StudlCll^ berausg. von Prof. Dr. Alfred Rahlfs. 

1. Heft: Rahlfs, Stadien zu den RönigsbUchern. 1904. 2,80 c4L 

2tnfang 1907 ift crft^ienen: 

2. Heft: Rahlfs, Der Text des Septuaginta-Psalters. Nebst e. Anbang: 

Griecbiscbe Psalterfragmento aus Oberiigypteu nacb Abschriften 
von W. E. Crum. 8 c^li 



CbristUcb-palästinisd^-aramaiscbc Cexte u» f ragmente 

nebst einer Abhandlung über den Wert der palasttnlsd^en Septuaginta. 
Mit Wörterverzeichnis und 2 Scbrifttafeln. Herausgegeben von Lic. Dr. 
Hugo Duensing. 1906. Preis 8 dfL 



Vetus Testamentum in Novo. Die alttestamentl. Parallelen 
des Neuen Testaments im Wortlaut der Urtexte und der Septua- 

ginta zusammengestellt von W. Dittmar. (I.: Evangelien und Apo- 
stelgeschichte. II. : Briefe u. Apokalypse mit umfass. Parallelen-Verzeichnis. 

9.40 Ji-, Leinwandband 10.40 J(, 

Literar. Randschan für das katholische Deutschland 1900, Nr. 4: „Die 
erzielte Ausbeute an alttestamentlichen Gedanken und Sprachgut ist, wie zu 
erwarten, sehr ergiebig ausgefallen und hat die Belesenheit und Akribie des Verf. 
reichlich belohnt. . . . Ein gediegenes Hilfsmittel zum Verständnis des N. T." 

■ ,,(Sine fe^r oerbienftnd^e 2lr6cit. 2). bringt für alle Zitate be§ ^KX au§ bem 

alten, rote auc^ für bie mcifteu ©teilen, gx\, bcnen SBerüJ^rungcn unb nid^t nur 3itötc- 
oorliegen, ben ^ejt bcä 21X, ber LXX unb beä ^iX im Sßortlaut mit ben roic^tigftcu 
aSarianten überfid^ttid^ nebeneinanber. %, \^tki ein für 'tci^ Stubtum beg '^1% fgft 

ttncnt6cl)rti(^cg ^itfgmittet flcfc^affcn. 2)enu menu man rcirfüc^ fic^ über bie 2lrt bcä 

^itiercnä ber einzelnen neuteft. üc^riftfteUer jclbftänbig unterrichten will, mu^ man ben 
SBorttaut oon Wi, LXX unb 9?X nebeneinanber ^aben. 2). erfpart bett ©tubicrenbeu 
ein fortruä^renbeä 9?ac^[c^ragen unb ermöglid^t in jebem einzelnen ^all eine rafd^e Drien= 
tierung. da wäre ju roünfc^eu, ba^ biefc jorgfältige unb fc^öne 2lrbeit in bie §anb 
rec^t üieler ©eiftlid^cn unb ©tubenten fämc." (2ß. Souf |et, V^txA, '^\x\\\s\6:^m 1901, 9.) 



©oeben finb in ^Neubearbeitung erfd^ienen: 

J|Cl*CtHl3. übersetzt und erklärt von Prof. Dr. Fr, Giesebrecht 

in Königsberg. 

Kld^cUcdCt jf^^^^^^^ übersetzt und erklärt von Prof. 
Dr. M. Löhr in Breslau. 

%{\\6) unter bem xttci: Haiidkommeiitar zum Alten Testament herausg. 
V. Prof. B. W. Nowack. III. Abt. 2. Bd. (2 Teile). 2. neu 
bearbeitete Aufl. 7 c^, in Lwdbd. 8 c/fi.^ Halblederbd. 9 c4i. 

2)ie neuen Bearbeitungen be§ ^i^remia unb ber Älagelieber jetd^nen fid^, non 
anbern SSerbefferungen abgefe^en, be[onber§ baburc^ au§, ba^ in i^nen bie 3)ietrif auf 
©runb ber neueften ^yorfc^ungen al§ Iritifc^eö ^ilfämittet energifd^ tjerraertet wirb. 

ÜT* SSon bem ©öttinger §anbfommentar jum 2llten ^eftament liegen nunmel^r 
©enefi§, 3efaia, S^remia, .Klagelieber unb fleine ^rop^eten in äWcitcr, bie ^fatmen bereite 
in brittcr nerbefferter 5luflage nor. 



Verlag von Vandcnboech & Ruprecht in 6öttingen. 

Handkommentar z. Alten Testament. 

In Verbindung mit anderen Fachgelehrten 

seit 1892 herausgegeben von Professor D W. Nowack -Strassburg. 

(2)ic ^[almcn liegen bereite in brittcr, ©encfiö, ^cfaia, Q^^'^cmia, Älagclicber unb Keine 

^^^ropl^cten in 5tt)citcr ücrbcffcrtcr 3luflagc cor.) 

I. Abteilang: Die historieeben Bftoher. 54,80 .«; Lwbd. 60,80 .^ ; HF. 66,80 Ji 



1. Genesis — Herrn. Gnnkel. 2. Anfl&ge. 02. 

9,90; Lwbd. 10,80; HF. 11,80. 

2. Eiod.-Iiev. (00. 8,-1, Nnm. a. Einl. (03. 5,80) 

— B. B»entsch. 13,80; Lw. 14,80; IIF. 15,60. 

3. Deuteronomium (98. 3,20\ Josu» (99. 2,20), 

AUgwneine Einleite. i.Uexateach (00. 1,00) 

— C. Steuernapel. 

Zas. 6,40 ; Lwbd. 7,40 ; HF. 8,40, 



4. Richter, Ruth (00. 4,80), Samoel (02. 6,80). — 
W. Nowack. 

Zus. 10,60; Lwbd. 11,60; HF 12,60. 

5. Könige — Rud. Kittel. 00. 

6,40; Lwbd. 7,40; HF. 8,40. 

6. l.Teü. Chronik — Rnd. Kittel (02 4,—). 
2. Teil. Esra, Nehemi», Esther — C. Siegfried. 

(Ol. 3,80.) Zus. 7,80; Lwbd. 8,80; HF 9,80. 

II. Abteilung: Die poetischen Bficher. 20 M; Lwbd. 23 .*; HF. 26 .Ä 

Spräche — Frankenberg 96. 3,40.|Lwbd. 



1. Hiob — K. Budde 

%. 6,— ; Lwbd. 7,— ; HF. 8,—. 3. 

2. Psalmen — Frdr. Baethgon 

3. AuEage 04. 8,— ; Lwbd. 9,— ; HF. 10,—. 

m. Abteilung : Die prophetischen Bücher. 31,80 M\ Lwbd. 35,80 J(,\ HF. 39,80 Jt 



hÄüIi _ } C. S i e g f r i e d 98. 2,60. i hF.8,- ! 



1. Jeeaia — B. Dnhm. 2. Aufl. 02. 

8,— ; Lwbd. 9,— ; HF. 10,—. 
Jerom. — Giesebrecht i « *„« n? 7 
, \ ^einzeln 7,-) 2- Aufl 07. 7,-, 

-• \ KlageUeder — M. Löhr ( }^^- °'— ' 
f (einieln 1,—)' "*^- ^'~- 



Elzechiel — Kraetzschmar (00.6,—). 
Daniel — Behrmann . . (94.2,80). 

Zos. 8,80; Lwbd. 9,80; HF. 10,80. 
4. Die zwölf kleinen Propheten — W. Nowack. 
2. Aufl. 1904. 8,— ; Lwbd. 9,— ; HF. 10,— . 



9iac einbänbe ^aUw gabenl^eftung. — (ginBanbbcrfctt HF. 1,20 J6, Srob. 60 ^fg. 

1) für bog Q^cfomhocrf bei gteid^jeitigcr SBefteüung atter Xeite: 

gct). 9(5 ./^ (ftatt 106,60 Jf), Srob. geb. 109 J^, ^otblcbcr gc^. 122 J^ 

2) für bic ^au|>ttcile (^ejateuc^, alle poet. propl^et. SBüd^er) bei gleic^jeit. S3e[tellnng: 

gclj. 75 J(- (ftatt 81,80 Ji), fittJb. geb. 85 .//, ^olblcbcr geb. 95 Ji 

^rof. D eb. ^önig fc^rieb im Jfjcol. Stt.=»t. f)8, 9^r. 32: 
,35or bem »Äurjen §anb=(Eommentar g. 31. X.« befi^t ber »^anbfommentar« 
eilten tocfentlic^cn S^orjug barin, bajj er eine Überfe^nng bc§ ganjen Xejteö bar= 

bietet. 2)ie)c ift überbieä, im Unter fc^ieb oon (Stracf = 3ö(fler, bei ben poet. Suchern 
beä 31. X. ftic^enroeife geörucft, foba^ bie parallelen ©ä^e bentlic^ l^eroortreten. 2»ie 
Übcrfceung gibt bte !ür,^cfte 9lntroort auf alte f^ragen, bie man betrefft eineä XegteS 

ftellen fann, unb fie bcrül)rt eine H^cngc Don fünften, bie in ber Grüärnng natnr= 

gcm5§ unbcrübrt ^u bleiben pffcgcn. ^ie (^rflörung felbft ift im ^oubtommentor 

faft burt^gcl)cnl)« auc'füljrlit^er, alö in ben bcibcn anberen ^ommentarnierfen." 

^u ö^nlit^cr 3i?cife finb Don ben öerfd^iebenftcn Seiten immer roieber bie 25or= 
teile ^eroorge^oben, welche bie ooUftänbige eigene Überfe^ung unfereä öanbfommentarS 
bietet, unb jroar auc^ oon franjöfijc^en unb englifd^en ^ritüern. 83emerft fei ^ier nur 

norf), bo^ burt^ 5lnn)cnbung i)crftf)icbcner ^rutfttipcn bie 3"fö"i'"cnfcijung beö 

i^ibcltcjrtec- am ben öcrfrfjiebcnen Urquellen unmittelbar uor ^^lugen gefiil)rt ift. 

j^ür roeite itreije rotrb er[t bie anfc^aulic^e 5ßortül)rung ber angenommenen Quellen= 
fc^eibung beren Grfenntniä unb Beurteilung flären, benn an einem Haren 33ilbe fel^lte 
eä bisher. 

Die Literatur des Alten Testamentes 

nach der Zeitfolge ihrer Entstehung 

von 
Prof. D. G. WildebOer-Groningen. 

Unter Mitwirkung des Verf. aus dem Holländischen übersetzt von F. Risch. 

1895. gr. 8. (9 Ji ; gebunden 10,60 J() 

Söo^IfcUc ^(u6öa6c 1905: 4 J(, in ^an^leinttianUbanb 5 J6 



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Zur Geschichte der griechischen Dialekte. Von Paul Kretschmer. — Zu den 
homerischen Aoristformen txr«, oit«, clnTjvQa und lyr^a. Von Ferd. Sommer. 

— Die Medialendung -aca in der thematischen Flexion. Von 0. Hoffmann. — 
Die Flexion von TfZ. Von F. Skutsch. — Beiträge zur griech. Wort- 
forschung. Von F. Bechtel. — Eine griechische Namensippe. Von F. Solmsen 

— Eine boiotische Vaseninschrift. Mit 2 Abbildungen. Von Paul Kretschmer. 

— Herkunft und Bedeutung von neugriech. NixXicivoc und fpa/u^yioi. Von 
Sokrates Kugcas. — Vom pompejanischen Straßenleben. Von F. Skutsch. 

— Zur lateinischen Konjugation. Von F. Vollmer. 

Für die nächsten Hefte stehen u. a. folgende Beiträge in Aussicht: 

Hatzidakis, Grammatisches u. Etymologisches. — Bück, studies to 
the Greek Phonology. — Witte, zur homerischen Sprache. — Kretschmer, 
der lateinische Infinitivus historicus; lat. nubo; Remus u. Romulus. — Skutsch, 
die Rückbildung von Nomina aus Verben im Lateinischen; — Niedermann, 
Neue Beiträge zur Kritik und Erklärung der latein. Glossen, — Kluge, Nach- 
trag zu Walde. — Thurneysen, Oskisches. 

Aas den ENiführungsworten der Herausgeber: 

Schon aus der Zusammensetzung des Heftes möge man ersehen, 
wie wir uns den Kreis unserer Mitarbeiter und Leser denken. Grie- 
chisch und Lateinisch sind im Laufe der Jahrtausende zu einer 
Einheit zusammengewachsen, gleichviel ob sie es vorher jemals ge- 
wesen sind, gleichviel ob sie es im Unterrichte dauernd bleiben 
werden. So scheint der Gedanke berechtigt, die beiden Sprachen 
als engere Einheit aus dem Kreis der indogermanischen Schwestern her- 
auszuheben und ihnen gemeinsam eine Zeitschrift zu widmen. Dafür 
spricht aber auch das eigentümliche Verhältnis, in dem bisher indoger- 
manische Sprachwissenschaft und klassische Philologie zu einander 
stehen. Auf allen übrigen indogermanischen Gebieten ist der Gram- 
matiker zugleich Philologe und umgekehrt; auf dem Gebiet der 



Verlag von Vatidcnboeck & Ruprecht in Göttingen. 

klassischen Philologie ist das Gefühl der innersten Zusammengehörig- 
keit von Philologie und Grammatik noch immer erst in wenigen 
lebendig. Aber diese wenigen wissen, daß es auch hier werden muß 
wie anderwärts. Wie die Altertumswissenschaft in allen ihren Teilen 
berufen ist, der grammatischen Forschung den Boden zu bereiten, so 
erwächst der Sprachwissenschaft vielfach die Aufgabe, nicht nur in 
die Kritik und Interpretation der Schriftsteller und Inschriften, sondern 
auch in historische, ethnologische, religionsgeschichtliche und andere 
sachliche Fragen entscheidend einzugreifen. Diese gegenseitige Durch- 
dringung beider Disziplinen zu fördern, einen Ausgleich philolo- 
gischer und linguistischer Methode sowie einen Austausch der beider- 
seitigen Ergebnisse herbeizuführen — das ist das Hauptziel, das sich 
die Glofta gesetzt hat. Möge es für seine Erreichung ein gutes 
Omen sein, wie im ersten Hefte Indogermanisten und Philologen 
zusammenstehen. 

Eine weitere Aufgabe unserer Zeitschrift wird es sein, gewisse 
Sonderinteressen des zeitlich und räumlich so weit ausgedehnten 
griechisch-römischen Sprachgebietes zu pflegen. So wollen wir be- 
sondere Aufmerksamkeit auf die griechische AVortforschung 
verwenden, in der Hoffnung, damit einem künftigen Thesaurus vor- 
zuarbeiten; bedarf doch gerade diese bisher etwas zurückgesetzte 
Disziplin der Zusammenfassung linguistischer und philologischer 
Tätigkeit in hervorragendem Maße. Ähnliches gilt von der jetzt in 
neuem Aufschwung begriffenen Syntax der beiden Sprachen. 
Weiter soll das Studium des Neugriechischen in der Glotta eine 
Stätte finden und damit hoffentlich etwas von der Konzentration 
gewinnen, die ihm bisher gefehlt hat. Je mehr sich die Erkenntnis 
Bahn brechen wird, daß der Philologe, der sich mit der hellenistischen 
Sprache und Literatur beschäftigt, ebensowenig wie der Byzantinist 
der neogräcistischen Forschung entraten kann, um so eifriger muß 
unsere Zeitschrift bestrebt sein, diese Studien ihren Lesern näher zu 
rücken. Daß wir lateinische Grammatik im weitesten Sinne fassen, 
also auch die verwandten italischen Idiome (nebst dem Etrus- 
kischen) berücksichtigen wollen, zeigt schon das vorliegende Heft. 
Nicht vergessen sei ferner die Schulgraramatik. Wie wir uns gerade 
die Lehrer besonders lebhaft als Leser wünschen, weil wir der Mei- 
nung sind, daß die Verwertung der modernen grammatischen Arbeit 
in der Schule eine der Lebensfragen des Humanismus ist, so beab- 
sichtigen wir auch Aufsätze zu bringen, die den praktischen Zwecken 
der Schulgrammatik Rechnung tragen, wenn sie im übrigen den An- 
forderungen einer sprachwissenschaftlichen Zeitschrift genügen. End- 
lich wollen wir die Glotta gern auch für methodologische und 
allgemein sprachwissenschaftliche Erörterungen offen hal- 
ten, wofern sie ihr Material ganz oder doch vorzugsweise der grie- 
chischen und lateinischen Sprache entnehmen. 

Möchte, wenn dereinst die Unentbehrlichkeit philologischer 
Schulung für den Linguisten, linguistischer für den Philologen ein- 
stimmig anerkannt sein wird, der Glotta das Lob werden, daß sie 
zu diesem unerläßlichen Fortschritt das ihrige beigetragen hat. 
Und — um mit einem Wunsche zu schließen, dessen Erfüllung 
in greifbarerer Nähe liegt — möchten die Fachgenossen beider 
Richtungen diese wichtigste Absicht der Glotta durch eifrige Mit- 
arbeit fördern! 



Verlag von Vandenboeck & Ruprecht in Oöttingen* 

etymologisAes CHörterbuA 
der 6rieAi$*en Spradie 

von 

Prof. Dr. Walther Prellwitz, 

Direktor der Kgl. Herzog Albrechts-Schule in Rastenburg. 

2. verbesserte Auflage. 1905. 
XXIV, 52-1 S. gr. 8. Preis geh. 10 JS, in Halblederband 11 J6 60 c) 

In der Monatschrift f. höh. Schulen 1007, S. 269 f. schreibt A. Kannen- 
gießer: „Sciion die 1. Auflage dieses etymolog. Wörterbuchs hat überall leb- 
haften Anklang gefunden, wenn auch die Kritik im einzelnen manclie Aus- 
stellungen zu machen hatte. Insbesondere war getadelt worden, daß der Verf. 
gar keine literarischen Nachweise gegeben hatte. Diesem Mangel ist jetzt ab- 
geholfen worden, indem zahlreiche Hinweise auf die einschlägige Literatur den 
Leser in den Stand setzen, näliere Auskunft über die wissenschaftliche Grund- 
lage der gegebenen Etymologien zu erhalten. Auch in vielen andern Be- 
ziehungen verdient die neue Ausgabe voll und ganz die Bezeichnung einer 
verbesserten Auflage. Schon der äußere Umfang des Werkes ist bedeutend 
erweitert, indem teils neue Wörter hinzugekommen sind, teils das Material der 
schon in der ersten Auflage behandelten Artikel erweitert ist. Sodann ist 
überall die bessernde Hand zu verspüren, indem weniger sichere Parallelen aus 
andern Sprachen entfernt und durch zuverlässigere ersetzt sind. In der vor- 
liegenden Gestalt ist das Buch nicht nur für den Sprachforscher ein bequemes 
Nachschlagewerk, das ihn schnell über den gegenwärtigen Stand der etymo- 
logischen Forschung in jedem Einzelfalle orientiert, sondern vor allem 
ein unentbehrliches Handbuch für jeden Lehrer des Griechischen. 

Insbesondere gibt es meines Erachtens kein einziges Werk, aus welchem für 
die Homerlektüre so viel Gewinn zu ziehen ist wie aus diesem. Wer sich selbst 

an etymologischen Forschungen beteiligen will, muß selbstverständlich auch 

andere Werke fortwährend heranziehen, für die Zwecke der Schule aber steht 

das Buch von Prellwitz jetzt vollständig im Vordergrunde. Es sollte in keiner 

Bibliothek eines Altphilologen, auch in keiner Handbibliothek des Lehrerzimmers 

fehlen." 

In der Zeitschrift für das Gymnasialwesen 1906, 7/8 schließt H. Ziemer 
eine eingehende Besprechung mit den Worten: „Kurz, die Verbesserungen der 
neuen Auflage sind so erheblich, daß die erste Auflage dagegen gehalten 
nun als veraltet betrachtet werden muß. AVir raten daher allen interessierten 
Kreisen, die Kosten der Neubeschaffung nicht zu sclieuen. Prellwitz' Etymolo- 
gisches Wörterbuch ist ein ebenso notwendiges Rüstzeug und Nachschlage- 
buch für jeden Philologen wie die gleichartigen Wörterbücher von Kluge, 
Körting, Walde für die deutsche, romanische und lateinische Sprache, die wohl 
in keiner besseren Bibliothek fehlen." 

Classical Philology 1907, July: „Those who know the first edition of 
Prellwitz' dictiouary (1892) will bo ready to believe that this second edition, 
enlarged and improved, is an important addition to the apparatus of all 

who are interested in linguistic research Such a book will necessarily 

contain many errors: sorae easily discovered, others noticed only by the spe- 
cialist in this or that language. But Avhat of it? The cause of science is 
better advanced by the man who dares than by the man who fears." 



Terlag von Vandcnbocch & Ruprecht in Göttingen. 

:r»orb[t 1906 ift crfd^icucu: 

Pie Offenbarung ^ol^annis^ 

% u. b. %: l\nti(d?'cyegctifd?er Kommentar über bas Heue tEeftament 
bec^rünbet von t), 2i. ID. Hleyer. \6. 2lbtcilung. 

G. 3luflagc, 5um 2. Elialc Dcavbeitct 
von 

D thcol. :rill>etm :3ouffct, 

'i'vofcfiov an ticr Uiiiti. ööttlmjen. 
8 oft, in C^'rtllJ^c^erbaub 9,G0 cA 

2)ic tunio Sluflnjjc ift unter üollci; Scrücf[id;tiguiig bcr iti bcu testen ^itt'^'^cu er= 
fc^icnciicn icid;cii i^iteratur äujjerlid) iinc inncrlicl^ lücfcutlid^ ocrDcffcrt. 



Herbst 1907 wird ersclieinon : 

I^auptprobleme der Gnosis 

von Prof. D W. Bousset. 

Etwa 20 Bogen gr. 8. 
als 10. Heft der 

forsd^ungen jur Religton und Citeratur des HUen 

und Deuen Cestaments 

herausgegeben von 
Prof. D W. Bousset-Üöttingen und Prof. D H. Gunkel-Gießen. 

1. Heft: Zum religionsgeschichtlichen Verständnis des Neuen Testaments. 

Von Hermann Gnnkel. 1903. Preis 2 aiL 

2. Heft: „Im Namen Jesu". Eine sprach- und religionsgeschichtliche Unter- 

suchung zum NT., speziell zur altchristlichen Taufe. Von 
Pd. Lic. Wilhelm fleitmüller. 1903. Preis 9 oU. 

3. Heft: Die Offenbarung des Johannes. Ein Beitrag zur Literatur- und 

Keligionsgeschichte von Prof. D Johannes Weiss-Marburg. 
1904. Preis 4,80 c^t. 

4. Heft: Indische Einflüsse auf evangelische Erzählungen von Pd. Dr. 

G. A. van den Bergh van Eysinga in Utrecht. Mit einem 
Nachwort von Prof. Dr. Ernst Kuhn. 1904. Preis 3 oiL 

5. Heft: Sabbat und Woche im Alten Testament. Von Prof. D K. Meinhold. 

1905. Preis 1,80 ofL 

6. Heft: Der Ursprung der israelitisch-jüdischen Eschatologie. Von Privat- 

dozent Dr. H. Gressmann. 1905. Preis 10 <?// 
Trotz des speziellen Titels behandelt der Verf. einen großen Bereich der 

israelitischen Mythologie und stellt die wichtigsten Kapitel der alttestament- 

lichen Eeligionsgeschichte in ein neues Licht. 

»Die Menge neuer u. origineller Gesichtspunkte in diesem Buche läßt sich in 

keiner Weise auch nur annähernd hier wiedergeben. Vieles mag nicht genügend 

begründet erscheinen, jedenfalls aber wird man bei der Behandlung der israe- 
litischen Eschatologie und der messianischen Weissagung des Judentumes, bei 
der Exegese vieler Propheten- und anderer Stellen, bei der Frage nach der 
Echtheit oder Unechtheit von Heilsweissagungen sich mit G.s Untersuchung 

eingehend auseinandersetzen müssen Das Buch verdient nicht nur 

gelesen, sondern eingehend studiert zu werden.« (Lit. Zentralbl., 1906, 8.) 

7. H eft: Die Lade Jahves. Mit 13 Abbildungen. Von Dr. Martin Dibelius. 

1906. Preis 3,60 c^l. 

8. Heft: Das literarische Rätsel des Hebräerbriefs. Mit e. Anhang über d. 

liter. Charakter des Barnabasbriefes. Von Prof. D W. Wrede. 

1906. Preis 2,60 r^C 

9. Heft: Jona. Eine Untersuchung zur vergleichenden Keligionsgeschichte. 

Von Hans Schmidt. Mit 39 Abbildungen im Text. 1907. 6 ©Ä 






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